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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

“UNENDLICHER SPASS” in der SCHIRN Kunsthalle Frankfurt

18. August 2014

Immer mal wieder lesen wir, wir lebten in einer Spassgesellschaft. Das mag für viele so sein, für viele andere hört der Spass jedoch recht schnell auf, wenn sie zum Beispiel in ihre “Lohntüte” blicken oder ihre Krankheiten und sonstigen Lebensumstände betrachten. “Der Vierte Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung” (2013) bescheinigt der Republik eine Rekord-Armutsquote von über 15 Prozent, und erst recht dieser Teil der Bevölkerung wird wenig Anlass zu Spass – und schon gar nicht zu unendlichem – finden.

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SCHIRN-Direktor Max Hollein und Matthias Ulrich, Kurator der Ausstellung, in der Pressekonferenz

Nun geht es aber in der Ausstellung in der SCHIRN Kunsthalle gar nicht darum, sondern etwas mehr um den “Jahrhundertroman” gleichen (Ausstellungs-)Titels von David Foster Wallace (den wir – ist das schlimm? – nicht gelesen haben), um “die unterschiedlichen Anforderungen, die heute an das Ich gestellt werden und in denen sich die Widerstände und Widersprüche einer solchen, gerne als alternativlos bezeichneten Wirklichkeit bemerkbar machen”. “So viel Ich war nie”, schreibt Ausstellungskurator Matthias Ulrich. “Wir drehen uns unentwegt um uns selbst. Und alles um uns herum dreht sich mit. Jeder Einzelne muss mit den Geschehnissen in der momentanen Lebenswelt zurechtkommen, sich persönlich verorten oder vielleicht sogar Überlebensstrategien hierfür entwickeln. Die in der Ausstellung präsentierten Künstler zeigen ihre Bilder von der unendlichen Kreisbewegung um das Individuum. Sie werfen Fragen auf, die uns alle beschäftigen, und spielen mit Situationen, in denen wir uns alle wiederfinden.”

Arbeiten von 19 zeitgenössischen Kunstschaffenden präsentiert die SCHIRN in dieser, noch bis zum 7. September 2014 laufenden Ausstellung: von Francis Alÿs,  Maurizio Cattelan, Peter Coffin, Lara Favaretto, Ceal Floyer, Claire Fontaine, Andrea Fraser, Karl Holmquist, Judith Hopf, Josh Kline, Sammlung Kopp, Alicja Kwade, Joep van Liefland, Helen Marten, Kris Martin, Daniel Richter, Michael Riedel, Anri Sala und Ryan Trecartin.

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Peter Coffin, Untitled, 2008, Förderband, Luftballons, Courtesy der Künstler

Der Spass beginnt bereits mit einer auf den ersten Blick lustigen Achterbahnfahrt, als Passagiere fungiert allerdings eine Handvoll bunter Luftballons. Befördert im eigentlichen Sinn wird hier nichts, denn die Luftballons kreisen – es gibt keine Weichen oder Abzweigungen zu irgendeinem Ziel – stets auf der selben verschlungenen Bahn. Die Dinge bewegen sich in der Endlosschleife, aber es soll einen Moment geben (wir haben ihn nicht erlebt), da lösen sich die Luftballons aus ihrer Befestigung und zerstreuen sich im Raum. Peter Coffin, 1972 im kalifornischen Berkeley geboren (der Künstler lebt in New York), entlässt die Ballons sozusagen in die Freiheit.

Auch Städelschul-Professorin Judith Hopf (1969 in Karlsruhe geboren, lebt in Berlin) scheint sich mit ihren “erschöpften Vasen” einen Spass zu erlauben – aber es geht um viel mehr.  Vasen und Töpfe nicht nur als Behältnisse für Blumenschmuck, sondern in der Tradition menschlicher Kulturen zur Bevorratung von Lebensmitteln: Getreide, Öl, Wein, Eingelegtes und Gepökeltes. Nun sind sie zum Teil kopfstehend und durch Bemalung mit allerlei auch durchaus komischen Gesichtern “erschöpft” – erschöpft wie die Kulturen, für die sie jeweils als Chiffren stehen mögen?

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Judith Hopf, jeweils: Erschöpfte Vase, 2013, Keramik und Lack; links: Fabio Zambernardi, Privatsammlung; rechts: Francesca Kaufmann/Chiara Repetto

Der Spass wird selbst dem eingefleischtesten Biciclisten angesichts dieses Vehikels vergehen. Alicja Kwade, 1979 in Kattowitz geboren – auch sie lebt und arbeitet in Berlin – biegt das Hochleistungs-Rennrad zu einem sich nicht von der Stelle bewegen könnenden Kreis. Die Arbeit spricht damit für sich und erinnert in gewisser Weise an Peter Coffins Förderband.

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Alicja Kwade, Reise ohne Ankunft, 2012/2013, Gebogenes Rennrad; Johann König, Berlin

“Begriffe wie ‘Quantified Self’, ‘Bodyhacking’, aber auch ‘Burnout’ geistern durch die Medien. Absolute Optimierung und Perfektion sind in der heutigen globalen Welt von jedem Einzelnen gefordert, rund um die Uhr. Welche Kehrseiten und Folgen hat dieses stete Zirkulieren des Menschen um sich selbst? In unserer diesjährigen Sommerausstellung wollen wir diese gegenwärtigen gesellschaftlichen Phänomene aufgreifen und Raum für eine künstlerische Auseinandersetzung bieten“, schreibt SCHIRN-Direktor Max Hollein.

Joep van Liefland, 1966 in Utrecht geboren, der sich gern auch als Medienarchäologe bezeichnet, baut – eigens für die SCHIRN-Ausstellung – eine “Video-Palast” genannte Pseudo-Videothek – ein Horrorkabinett aus Archivregalen, vollgepackt mit Videokassetten; deren Inhalt: ganz überwiegend Schund- und Trash-Filme. Wer soll diesen ganzen Archivplunder, noch dazu auf veralteten, kaum mehr abspielbaren Datenträgern noch überschauen? Eine schöne Arbeit voll Grimm und Witz – Kulturkritik in Reinform? Führt der Künstler gar die enzyklopädische Idee, die grossen “Brockhaus”, “Meyer” und wie sie alle heissen und am Ende auch wikipedia ad absurdum?

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↑ Joep van Liefland, Video Palace # 36-Archive I (Shadow Hunter), 2014, Videokassetten und -hüllen, Holz, Weichfaserplatten, Bücher, Fotos, Siebdrucke, Prints und Neonröhren (TL); Courtesy der Künstler, Galerie Parisa Kind und Galerie Bebr. Lehmann, Dresden und Berlin
↓ Der Künstler am Eröffnungstag in seiner Arbeit

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Lara Favaretto, Tutti giù per terra (We all fall down), 2004, Konfetti und Industrieventilatoren, Galleria Franco Noero, Turin

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Zeigen wir aus dem reichhaltigen Spektrum noch abschliessend eine schöne Arbeit von Lara Favaretto, 1973 in Treviso geboren: Die Künstlerin baut einen Raum, in welchem vier Ventilatoren blaues Konfetti auseinander- und wieder zusammenwirbeln. Ständig ändert sich die Szenerie, es entstehen im Zeitraffertempo Konfetti-Gebirge und an Kraterseen erinnernde Vertiefungen – es handelt sich bei diesen um den vom Luftstrom partiell blankgefegten Fussboden. Verändert von Menschenhand Geschaffenes das “Gesicht der Erde? Zweifellos.

Eine sehenswerte Ausstellung, die bei aller trügerischen Leichtigkeit und Komik den Betrachter zum Innehalten bringt – der vermeintlich “unendliche Spass” gerät zum Spiegel, in dem er seine eigene Begrenztheit und Gefangenschaft in einer globalisierten Leistungsgesellschaft erkennt.

“Unendlicher Spass”, SCHIRN Kunsthalle Frankfurt, bis 7. September 2014

Ausstellungsansichten, © jeweilige Künstlerinnen und Künstler; Fotos: FeuilletonFrankfurt

 

“Portrait Hilmar Hoffmann” von Gerhard Richter künftig im MMK 1

14. August 2014

“Wir freuen uns sehr, dass Hilmar Hoffmann uns dieses persönliche Werk für unsere Sammlung anvertraut hat. Zusammen mit weiteren Gemälden des bedeutenden Malers Gerhard Richter wird es die Besucher im MMK 1 zukünftig dauerhaft begleiten”, so MMK-Direktorin Susanne Gaensheimer.

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Gerhard Richter, Portrait Hilmar Hoffmann, 1990, Öl auf Leinwand; Foto: Gerhard Richter; Nachweis: MMK Frankfurt

Hilmar Hoffmann, der in wenigen Tagen seinen 89. Geburtstag begeht, der unvergessene, rund zwei Jahrzehnte amtierende Frankfurter Kulturdezernent, Vater des berühmten Frankfurter Museumsufers (eigentlich sind es ja zwei, das nördliche und das südliche) und – gegen so manchen Widerstand – insbesondere des Museums für Moderne Kunst MMK, unermüdlicher Förderer der Freien Kunst und Kultur, stellt jetzt das Werk dem MMK “zur Verfügung”.

In seiner typischen Malweise – Schärfe durch Unschärfe könnte man sagen – “verwischt” der Ausnahme-Künstler Gerhard Richter die Konturen und lenkt die Aufmerksamkeit des Betrachters auf das Wesentliche: den Porträtierten selbst.

“Habent sua fata picturae” könnte man in Abwandlung des bekannten lateinischen Sprichworts sagen: Bilder haben ihre Schicksale – so auch das besagte Porträt. In der FAZ war zu lesen, der seinerzeitige Städelschul-Rektor Kasper König habe ein Foto Hoffmanns auf vielleicht etwas subversive Weise Richter zugeleitet, dieser habe den Dezernenten und Kulturmanager porträtiert und das Bild an den Verleger-Sohn Frieder Burda verkauft, der es seinerseits Hoffmann im Rahmen einer Benefiz-Aktion zugunsten des MMK geschenkt habe. Hoffmann wiederum stellte es der Kunsthalle “Harry Graf Kessler” in Weimar “zur Verfügung” – will sagen als nicht unbefristete Leihgabe. Als solche wird sie nun im September in das Stammhaus des MMK an der Domstrasse, alsbald “MMK 1″ genannt, einziehen – von einer Schenkung des wohl zig-millionenschweren Werkes wird man gemäss dem vorliegenden Informationsstand nicht sprechen können.

Das MMK wird im Stammhaus einen “Gerhard Richter-Raum” einrichten. In seiner Sammlung befinden sich bereits drei prominente Arbeiten in Öl auf Leinwand: “Alpen” von 1968, im Format 200 x 650 cm (auf 5 Tafeln je 200 x 130 cm), “Fußgänger” aus dem Jahr 1963, zweiteilig (140 x 175,5 cm) sowie “El. L.” von 1982 im Format 261 x 200,5 x 4 cm. Weitere Arbeiten Richters im MMK: “Mao”, ein Lichtdruck in Schwarzviolett von 1968, “Bilderverzeichnis”, 1969, ein Offsetdruck auf Kunststoffpapier, sowie “Farbfelder, 6 Anordnungen von 1260 Farben” als Drei-Farben-Offsetdruck aus dem Jahr 1974.

Wir sind sehr gespannt auf den künftigen “Richter-Raum”!

 

“Flowers we rarely see – all designed by God”

12. August 2014

Blumen-Fotografie von © Yasmeen Bhatti

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“Blumen zählen zu den schönsten Produkten der Natur, sie wurden offensichtlich in Kontrast zu den grünen Blättern gesetzt, und somit zugleich schön gemacht, so dass sie einfach von Insekten wahrgenommen werden können” (Charles Darwin, Über die Entstehung der Arten, 1859). Als wenig romantisch verstand der Begründer der Evolutionstherie eine Blüte – um die geht es hier im eigentlichen Sinn – , als ein Instrument zur Reproduktion und Weiterentwicklung der jeweiligen Spezies innerhalb der Pflanzenwelt.

Eine Geburt der Romantik hingegen ist die “Blaue Blume”, Ideal einer Verbindung von Mensch und Natur, von der der Philosoph und Schriftsteller Novalis (alias Georg Philipp Friedrich Freiherr von Hardenberg, 1772 – 1801) spricht. “Die blaue Blume” überschrieb Joseph von Eichendorff eines seiner Gedichte, Adelbert von Chamisso, Lyriker wie zugleich Naturforscher, fand seine “blaue Blume der Romantik” im Harz.

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Seit alters her und in allen Kulturen der Menschheit sind Blumen Gegenstand von Bewunderung und Verehrung, Symbole für Stimmungen, Befindlichkeiten und Umgang miteinander. “Lasst Blumen sprechen” sagt denn auch ein bekanntes Sprichwort – nicht nur unter Liebenden. Etwas “durch die Blume” sagen oder etwas “unverblümt” aussprechen: diese Redewendungen stehen für diplomatisch-verhaltene wie im Gegenteil für “Klartext”-Kommunikation. Wer sich “blumig ausdrückt” erscheint uns als ein schwatzhafter und umständlicher Zeitgenosse, der es nicht auf den Punkt bringen kann, und eine “blühende Fantasie” bescheinigen wir einem Schwindler und Hochstapler. Mit einem “Vielen Dank für die Blumen!” erwidern wir ironisch bis sarkastisch auf Kritik und Kränkungen.

Zahlreiche Blumen und deren Farben werden mit menschlichen Charaktereigenschaften verbunden; ihre verschiedenartigen Bedeutungen sind in zahlreichen Büchern beschrieben.

Seit jeher sind Blumen Gegenstand künstlerischen Gestaltens – in Malerei und Zeichnung, Grafik und Bildhauerei sowie, seit deren Erfindung, der Fotografie.

Und jetzt lassen wir nur noch Blumen – sprich Blüten – sprechen: in den bewunderswerten Fotografien mit dem Titel “Flowers we rarely see – all designed by God” von Yasmeen Bhatti.

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In manchen der Blütenporträts von Yasmeen Bhatti scheinen Äffchen und Kobolde, kleine Gespensterchen und irrlichternde Fabelwesen ein gaukelhaftes Spiel zu treiben:

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Die Fotografin Yasmeen Bhatti lebt in der Nähe von Los Angeles in Kalifornien. Sie ist übrigens eine Schwester von Nasreen Steppat, einem engagierten Mitglied des International Women’s Club of Frankfurt (IWC). Religiös und politisch unabhängig, sehen sich die Mitglieder dieses Clubs dem gemeinsamen Ziel verpflichtet, menschliches und kulturelles Verständnis füreinander zu fördern. Mehr als 500 Damen aus über 50 Nationen pflegen im IWC Freundschaften und engagieren sich sozial.

Wir lernten Frau Steppat als Co-Chairperson der Working Group “Mosaikschule” des IWC kennen. Zur diesjährigen Faschingsfeier der Schule, unterstützt vom IWC, erschien sie als fesche Indianer-Squaw und fand bald in einem der Mosaikschüler ihren passenden “Häuptling”.

FeuilletonFrankfurt dankt Yasmeen Bhatti für die Erlaubnis, einen Ausschnitt aus ihrem fotografischen Schaffen abzubilden.
Alle Fotografien © Yasmeen Bhatti.

 

Fünflinge

11. August 2014

Die Erntezeit der weitgerühmten Ockstädter Süsskirschen (Ockstadt ist heute ein Ortsteil der hessischen Kreisstadt Friedberg) ist schon seit einigen Wochen vorbei. Wir gestehen, einige Kilogramm dieser herrlichen Früchte verzehrt zu haben, und wir fanden darunter einen einzigen – seltenen – Fünfling. Hier ist er:

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Foto: FeuilletonFrankfurt

Eine in der Tat selten anzutreffende, Gott zum Lob harmlose Laune der Natur.

Wir wollen keinesfalls einen unangemessenen Zusammenhang herstellen. Aber vor einigen Wochen, eben kurz vor der Erntezeit der “Ockstädter”, ging die Erinnerung an das “Ereignis” durch die Print- und elektronischen Medien: der 80. Geburtstag der berühmten eineiigen “Dionne-Fünflinge” am 28. Mai 1934 in einer einsamen Gegend im Norden der kanadischen Provinz Ontario. Sie galten damals als ein weltweites Wunder und entwickelten sich zu hübsch anzusehenden Mädchen: Yvonne,  Annette, Cecile, Emilie und Marie.

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Die Dionne-Fünflinge mit dem damaligen Premierminister von Ontario Mitchell Hepburn; Bildnachweis: wikimedia commons, Library and Archives Canada

Doch erlitten sie ein grausames, in heutigen Zeiten unvorstellbares Schicksal: Aus materieller Not stellten die Eltern ihre Fünflings-Töchter als Attraktion auf der Weltausstellung 1933/1934 in Chicago aus. Und es kam noch schlimmer: Zwar entzog Ontario den Eltern daraufhin das Sorgerecht, jedoch stellten die staatlichen Behörden die Mädchen im Freizeitpark “Quintland” zur Schau, was in die kanadische Staatskasse, wie wir lesen, Einnahmen in Höhe von einer halben Milliarde Dollar gespült haben soll. Was nutzte demgegenüber eine spätere gerichtlich durchgesetzte sogenannte “Wiedergutmachung”, bei der die drei überlebenden Schwestern in einem Prozess gegen die Regierung Ontarios – wie wir ebenfalls lesen – müde vier Millionen Dollar als Schadensersatz zugesprochen bekamen!

Staatliches “wirtschaftliches” Handeln und Moral – mitunter ein dunkles Kapitel! Vorgestern und gestern wie heute.

 

Salzburg: Literarischer Stadtspaziergang

8. August 2014

Von Elke Backert

Um die Jahrhundertwende führte die Geburtsstadt zweier so berühmter Menschen wie Wolfgang Amadeus Mozart und Herbert von Karajan ein eher bescheidenes Dasein. Bekannte Persönlichkeiten stimmen darin überein, dass Salzburg die verschlafenste Residenzstadt der k. und k. Monarchie war, ein von der weiten Welt so gut wie vergessener Ort. Ihre historische Bedeutung als einstiger Sitz der Fürst-Erzbischöfe, die unter anderem den Titel Primas Germaniae trugen, war ebenso verloren gegangen wie die musikhistorische Mozarts. Zwar existierten die heutigen Mozart-Gedenkstätten, doch wurden sie selten von Reisenden aufgesucht.

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↑ Mozart ist nicht wegzudenken: Mozart-Statue in Salzburg
↓ Café Mozart

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↑ Hier wohnte Herbert von Karajan (1908-1989)
↓ Zu Festspielzeiten schickt die Festspiel-Außenorgel am “Haus für Mozart” im Festspielbezirk seit der Instandsetzung 2012 wieder ihre satten Klänge vom Toscanini-Hof aus in die Stadt

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Kunstfreunde nahmen Fahrten in die Kapitale Wien in Kauf, weil man “beim Kaiser” am besten wisse, was Musik und Theater sei. Oder sie fuhren nach München, die Stadt, die Thomas Mann als leuchtende Kunstmetropole feierte. Auch Kaiser Franz Joseph machte sich rar in der Residenzstadt. Einzig Erzherzog Ludwig Viktor, des Kaisers Bruder, wegen seiner homophilen Neigungen vom Hof verbannt, lebte auf Schloss Klessheim, wo heute das Casino untergebracht ist, und galt als Kunstmäzen.

Salzburg wurde mit dem Beiwort “verträumt” geschmückt. Selbst Stefan Zweig, der sich während des Ersten Weltkriegs am Kapuzinerberg ein Haus gekauft hatte, präzisierte diese Charakterisierung in seinen “Erinnerungen eines Europäers”, Salzburg sei ein “antiquarisches, schläfriges, romantisches Städtchen am letzten Abhange der Alpen” gewesen.

Heutzutage fallen ganze Heerscharen von Touristen über die kleine Stadt an der Salzach her. Vor allem Tagesausflügler – pro Jahr sind es mehrere Millionen – folgten einem “tief ausgetretenen Ameisenpfad” zwischen Mozarthaus, Dom und Festungsbahn, eruierte der Salzburger Psychologe Alexander Keul. Er beschreibt den typischen Tagesgast in einer Studie (“Von Menschen und Ameisen. Erkenntnisse über den Tourismus in Salzburg”) als 40 Jahre alten Deutschen, der paarweise unterwegs sei, sich vier Stunden in der Stadt aufhalte und ein flottes Tempo vorlege, nämlich drei bis vier Kilometer in der Stunde.

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So wie sie zu Wien gehören, prägen sie auch das Bild der Mozartstadt, und wo Fiaker fahren, müssen fleißig Pferdeäpfel aufgesammelt werden

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Das hat sich bereits geändert, bietet doch das Literaturhaus einen “literarischen Stadtspaziergang” an. Er beginnt – wunderschön – auf dem bewaldeten Mönchsberg, den man mit dem Lift erreichen kann und den der 1942 in Kärnten geborene Autor und exzentrische “Geher” Peter Handke gern beschritten hat, den er aber auch zum Schauplatz eines Mordes machte. Die neun Jahre (1979-1988) in Salzburg gehören zu seinen produktivsten. Nachzulesen in “Der Chinese des Schmerzes” und “Nachmittag eines Schriftstellers”.

Das Café Winkler auf dem Mönchsberg, in dem ein Rundgemälde des Malers Johann Michael Sattler (1786-1847), ein 360-Grad-Panorama der Stadt, hing, ist abgerissen. An seiner Stelle sollte ein Guggenheim-Museum entstehen, ein konisches Gebäude, in den Fels gehauen. Doch wurde der Plan verworfen, und Guggenheim ging nach Bilbao mit seiner extremen Architektur.

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↑ Das Museum der Moderne hoch auf dem Mönchsberg, vorn der Makartsteg
↓ Liebesschlösser am Makartsteg

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Nun findet das Museum der Moderne dort Platz mit dem noblen Café-Restaurant m32. Dennoch darf sich der Blick ebenjenem grandiosen Panorama hingeben: Dom, Franziskanerkirche, Festung Hohensalzburg, die gemächlich dahinfließende Salzach, auf der ein Ausflugsboot Touristen bis zum Schloss Hellbrunn bringt und dabei Walzer tanzt – für Zuschauer zu sehen durch ständige Drehungen -, ihre Brücken und Stege hinweg zum Kapuzinerberg.

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Das Stadtpanorama von Johann Michael Sattler (1786-1847) ist 130 m² groß. Fernrohre ermöglichen das Betrachten vieler Details aus dem Alltag der Bürger vor 200 Jahren (Ausschnitt)

Das 360-Grad-Panorama hat ein eigenes Museum am Residenzplatz erhalten.

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Von der Linzergasse aus geht’s zum Kapuzinerberg mit den Kreuzwegstationen

Auf dem gegenüber liegenden Kapuzinerberg versteckt sich ein gelbes Gebäude, das als Stefan Zweigs Paschinger Schlössl, auch Trompeter Schlössl, bekannt ist. Der französische Schriftsteller Romain Rolland nannte es gar “Villa Europa”, weil Zweig es gern mit Künstlern aller Herren Länder teilte. Ravel, Toscanini, Bela Bartók, Alban Berg waren gern gesehene Gäste. Richard Strauß traf sich hier mit seinem Librettisten Hugo von Hofmannsthal. Arthur Schnitzler, Franz Werfel, Hans Carossa, Jakob Wassermann kamen zu Besuch. Der Ire James Joyce bescheinigte der Stadt: “It must be easily the finest town of its size”.

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Schloss Mirabell und Mirabellgarten mit Blick auf die Feste Hohensalzburg

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↑ Der “Marmorsaal” von Schloss Mirabell, in dem fleißig geheiratet wird
↓ Der Rosenhügel am Nordende des Mirabellgartens dient vielen Besuchern als Einstieg in ihr Sightseeing-Programm. Das Lieblingsmodell des italienischen Bildhauers Giacomo Manzù (1908-1991), die Primaballerina Inge Schnabel, wurde auch seine Ehefrau. Der Künstler kam auf Initiative von Oskar Kokoschka 1954 nach Salzburg

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Von 1919 bis 1934 bewohnte Zweig mit seiner Frau Friderike die Villa – nur die Sommermonate verbrachte er in Zell am See -, bis er sich nach einer Hausdurchsuchung durch die Nazis aufgefordert sah, seine Wahlheimat zu verlassen. Es kursierten einmal Gerüchte, dass aus der Villa ein Zweig-Museum werden sollte. Doch heute heißt sie Gollhofer-Villa, ist in Privatbesitz und nicht öffentlich zugänglich. Allerdings widmete man Zweig ein “Stefan Zweig Centre”, das jedoch auf dem Mönchsberg liegt.

Ebenfalls ein offenes Haus führte die Malerin Agnes Muthspiel. Sie hatte ihr Atelier auf dem Mönchsberg und rettete möglicherweise Werner Bergengruen das Leben, indem sie ihm in ihrer Wohnung Unterschlupf gewährte. Die Gästeliste der Malerin ist lang: Marcel Marceau, Saul Bellow, Elias Canetti, Carl Orff, Gottfried von Einem. Vergeblich versuchte ein Augsburger in Salzburg ansässig zu werden: Bert Brecht. Erfolgreicher war da Ilse Aichinger. 1921 in Wien geboren, zog sie mit ihrer Familie in die Festspielstadt und verlebte hier einen wichtigen Teil ihrer Schaffensperiode.

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↑ Durch seine abgeschlossene Form hat sich der Domplatz in Salzburg als Aufführungsort des berühmten “Jedermann” von Hugo von Hofmannsthal zur Festspielzeit bewährt. Im Winter findet hier der Salzburger Christkindlmarkt statt
↓ Schön ausgeschmückt – der frühbarocke Salzburger Dom

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Spaziert man vom Mönchsberg hinunter, gelangt man in die Altstadt, die die UNESCO am 1. Januar 1997 in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen hat. Der Domplatz bleibt für den jährlichen “Jedermann” reserviert, dem Residenzplatz hängen schlechte Reminiszenzen an: Hier fanden nicht nur Bücher den Feuertod, hier fand auch, mindestens in Ludwig Ganghofers Roman “Mann im Salz”, eine Hexenverbrennung statt. Heute wollen die Werke der Residenzgalerie, erweitert durch das neue Domquartier, besichtigt werden: Neben einer ständigen “Sammlung in fürstlicher Tradition” mit europäischer Malerei des 16. bis 19. Jahrhunderts wurden 1998 zum 75. Jubiläum Sonderausstellungen gezeigt, etwa Malerei des französischen Barock, des flämischen Barock und der Gründerzeit.

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↑ Der Residenzbrunnen gilt als schönster Brunnen Salzburgs und als eines der bedeutendsten europäischen Barockdenkmäler, dahinter das Glockenspiel
↓ Die Kapitelschwemme, eine ehemalige Rosstränke. Die Skulptur stellt den Meeresgott Neptun mit Dreizack und Krone auf einem wasserspeienden Meeresross dar. Diese barock-bewegte Skulptur stammt von Josef Anton Pfaffinger

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↑ Ein Kleinod im Hinterhof von Mozartplatz Nr. 4: die Antretter-Hauskapelle Mariae Himmelfahrt. Das Gotteshaus ist Teil eines ehemaligen Stadtpalais, das das Adelsgeschlecht Rehlingen Ende des 16. Jahrhunderts erbauen ließ. Johann Ernst von Antretter erwarb das Anwesen 1765 und ließ die Hauskapelle erneuern
↓ Der Mozart-Steg mit Glockenspiel, Dom und Festung Hohensalzburg

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Haupteinkaufsstraße Salzburgs mit Mozarts Geburtshaus: die Getreidegasse, hier mit Blick auf den Mönchsberglift

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Hier, in der Getreidegasse Nr. 9, wurde am 27. Januar 1756 Salzburgs Wunderknabe geboren. Gemeinsam mit seiner Schwester “Nannerl” und den Eltern lebte er in diesem Haus bis 1773. Heute befinden sich in Mozarts Geburtshaus ein Museum und ein “Spar”-Laden

Verlässt man die von Touristen überlaufenen Plätze Richtung Standseilbahn, erfasst einen urplötzliche Stille. Eng schmiegt sich der kleine Petersfriedhof an den nackten Fels des Mönchbergs. Die passenden Worte dafür fand der Salzburger Lyriker Georg Trakl: “Ringsum ist Felseneinsamkeit./ Des Todes bleiche Blumen schauern/ Auf Gräbern, die im Dunkeln trauern -/ Doch diese Trauer hat kein Leid …”

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Petersfriedhof mit Blick auf die Festung Hohensalzburg

Auch wenn Besucher aus aller Welt hier eine Schweigeminute einlegen – gleich hinter dem Friedhof dringt aus dem berühmten Peterskeller ein monotones lebendiges Geräusch: Die Köche des Restaurants klopfen die Fleischscheiben, bevor sie als Wiener Schnitzel auf die Gästeteller kommen.

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1887 wurde Georg Trakl im alten Schaffnerhaus am Waagplatz 1a geboren (im Vordergrund die Autorin)

Georg Trakl, 1887 im alten Schaffnerhaus am Waagplatz 1a geboren, konnte seine Todesvisionen ebenso ausdrucksstark wiedergeben wie der Dramatiker Thomas Bernhard. Seine Autobiographie “Die Ursache” leitet er mit einer Zeitungsnotiz des Inhalts ein, Salzburg habe eine überdurchschnittlich hohe Selbstmordrate. Nicht ohne Grund heißt die Humboldt-Terrasse Selbstmörder-Sprungbrett. Das Schaffnerhaus ist heute Trakl-Forschungs- und Gedenkstätte. 2014 gedenkt man mit vielen Veranstaltungen des 100. Todestags Trakls.

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Gedenktafel für Thomas Bernhard

Bernhard bevorzugte den Sebastiansfriedhof: “Stundenlang saß ich auf irgendeiner Grabeinfassung und grübelte über Sein und sein Gegenteil nach.” Während er Geigenunterricht hatte, schaute er auf das “schöne Kuppelmausoleum” des Fürst-Erzbischofs Wolf Dietrich. Noch heute kann der Besucher Geigenklänge hören und das prächtige Grabmal besichtigen.

Von der Linzergasse führt eine enge steile Straße, die 1995 umbenannt wurde in Stefan-Zweig-Weg, wo – Hausnummer 5 – die ehemalige Zweig-Villa hinter dichtem Laub kaum mehr auszumachen ist. Auch erinnert eine Tafel an Joseph Mohr, den Komponisten von “Stille Nacht”. Für den Aufstieg sollte man aber den Fahrweg nehmen, vorbei an den Kreuzweg-Stationen, deren lebensechte Figuren, zu Ostern frisch gewaschen, in neuem Glanz erstrahlen.

Von der Hettwerbastei, 800 Meter hoch, schweift dann der Blick grenzenlos auf die Schneegipfel der Berchtesgadener Kalkalpen und den 1853 Meter hohen Untersberg als Krönung oder, mit den Worten des Zeichners und Radierers Ludwig Richter (1823), auf den “Kranz der schönsten Gebirge, welche in weitem Bogen die Salzach umziehen”. Aussichtspunkte nämlich sind das A und O der Stadt, und der Blickwinkel ist immer ein anderer.

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Blick über Salzburg von der Festung Hohensalzburg aus

“Schule des Sehens” nannte der gebürtige Wiener Maler Oskar Kokoschka seine Kurse in der “Sommerakademie” auf der Festung Hohensalzburg. Für die Salzburger Festspiele entwarf er Bühnenbilder und Kostüme. Im Festspielhaus finden sich Tapisserien von ihm, Amor und Psyche darstellend.

Wer auf den Spuren von Carl Zuckmayer (1896-1977) wandeln will, Autor so erfolgreicher Werke wie “Der Hauptmann von Köpenick”, muss sich nach Henndorf am Wallersee zur Wiesmühle begeben, sein “Paradies”. Ein Zuckmayer-Radweg geht bis nach Neumarkt. In “Zucks” Henndorfer Stammlokal “Caspar-Moser-Bräu” vollendete Ödön von Horvath seinen Roman “Jugend ohne Gott” (1936/37). Noch ein Stück weiter ins Salzburger Land, und man trifft in Wagrain auf den “Sprachsteller” Karl Heinrich Waggerl, dem Schreiben ein “verfluchtes Handwerk” war.

Seit Thomas Bernhards autobiographischem Band “Die Kälte. Eine Isolation” (1981) ist der Erholungsort St. Veit ein Schauplatz der Weltliteratur. Die ehemalige Lungenheilstätte Grafenhof, in der er lange “einsaß”, ist als “Anti-Zauberberg” verewigt. Auch wenn St. Veit und seine Bürger im Roman nicht gut wegkommen, widmete ihm die Pongauer Gemeinde eine Dauerausstellung im Seelackenmuseum, Thomas-Bernhard-Tage und einen Wanderweg. Und Salzburg widmete ihm eine Gedenktafel.

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Stephan Balkenhol setzt auf dem Kapitelplatz “Sphaera” in Szene
↓ Die Mozartstadt scheint moderne Kunst-Installationen zu lieben. Hier “Connection” von Manfred Wakolbinger, eine elf Meter lange und 2,6 Meter hohe Skulptur aus Edelstahl am Rudolfskai

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Mozart-Souvenirs

Fotos: Elke Backert

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