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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Vorschau auf die Konzertsaison 2016/2017 des hr-Sinfonieorchesters

26. Mai 2016

Vertiefen und entwickeln

Von Renate Feyerbacher

Eine Überraschung gab es bei der Pressekonferenz am 18. April 2016 im Foyer des Hessischen Rundfunks: Hörfunk-Programmdirektor Heinz-Dieter Sommer verkündete die Vertragsverlängerung mit dem Chefdirigenten Andrés Orozco-Estrada bis zur Saison 2020/2021. Der 1977 in Kolumbien geborene, in Wien ausgebildete und dort lebende Dirigent gehört heute zu den Grössen seiner Generation. Der Vertrag wurde in Anwesenheit der Journalisten unterzeichnet.

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Hörfunkdirektor Heinz-Dieter Sommer und Andrés Orozco-Estrada unterzeichnen den Verländerungsvertrag

Orozco-Estrada übernahm 2014 die Leitung des hr-Sinfonieorchesters. Er habe, wie er sagte, die hervorragenden Musiker des Klangkörpers von Anfang an sehr geschätzt. Nun kenne man sich natürlich besser und habe zu einem tiefen gegenseitigen Verständnis gefunden. Eine von Erfolg gekrönte Entwicklung.

Es wird Altbewährtes und Neues und vor allem eine Saison geben, die die Crème de la Crème des internationalen Musiklebens mit dem hr-Sinfonieorchester zusammenbringt. Orozco-Estrada wird seine Bartok-, Brahms-, Martinù- und Mahler-Reihen fortsetzen. Le sacre du printemps“ von Igor Strawinsky wird er in einem Gesprächskonzert vertiefen. Insgesamt 103 Konzerte sind in der kommenden Spielzeit geplant, davon 87 Konzerte hessenweit.

Vorab sei der „Artist in Residence“ vorgestellt: Es ist der französische Oboist François Leleux, der zur Weltspitze der Bläsersolisten gehört. Er gab eine Kostprobe seines Könnens, bei der er seinem Instrument einen feinen, einfühlsamen, lyrischen Ton entlockte, der die Psyche berührt. Einen „Seelenbohrer“ nannte ihn ein Musikmagazin 2015. Aber, so Leleux, die Oboe könne auch frech und lustig sein.

Am 13./14.Oktober 2016 wird Leleux mit dem Orchester und seinem Chefdirigenten das berühmte Mozart-Oboenkonzert in der Alten Oper spielen. Die Süddeutsche Zeitung war seinerzeit begeistert von seiner Interpretation und sprach von geradezu berauschender Klangschönheit des Tons, „der an Süße kaum zu übertreffen ist“. Leleux wird an diesem Abend auch die Uraufführung des Oboenkonzerts des Schweizer Komponisten Michael Jarrell bestreiten, ein Auftragswerk des Hessischen Rundfunks und der Utah Symphony.

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François Leleux am 18. April 2016 im Hessischen Rundfunk

Das Ehepaar François Leleux und Lisa Batiashvili widmet sich im Januar 2017 dem Konzert für Violine und Oboe c-moll von Johann Sebastian Bach. Die georgische Geigerin, ECHO Klassik-Preisträgerin, im letzten Jahr „Artist in Residence“ bei den New Yorker Philharmonikern und derzeit noch beim Tonhalle-Orchester Zürich, zählt zu den erfolgreichsten Solistinnen ihres Faches. Einige Komponisten haben für das Künstlerpaar Doppelkonzerte für Oboe und Violine geschrieben, so auch der französische Komponist und Organist Thierry Escaich, dessen Werk 2014 in Hamburg uraufgeführt wurde. Es wird auch auf dem Programm des Abends stehen, den Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada verantwortet.

Weitere weltberühmte, hochkarätige Geigenvirtuosen werden kommen: Hilary Hahn, Joshua Bell, Leonidas Kavakos und Daniel Hope. Letzterer wird mit dem Orchester im Rahmen des Schlewig-Holstein Musik Festivals in der neuen, endlich fertig gestellten Elbphilharmonie in Hamburg gastieren. Hope verbrachte seine Kindheit im Londoner Haus von Yehudi Menuhin (1916-1999); er sei der Grund gewesen, warum er Geiger wurde, so Hope. Mit Menuhin, der am 22. April hundert Jahre alt geworden wäre, der später nur noch dirigierte, gab Hope über sechzig Konzerte weltweit. Menuhin habe ich als Dirigenten Ende der 1990er Jahre im Kloster Eberbach noch erleben können. Eine beindruckende Persönlichkeit.

Der temperamentvolle, türkische Pianist, Komponist und Ausnahme-Musiker Fazil Say, ein Liebling in Frankfurt, wird im April 2017 auch wieder kommen, mit einer eigenen Komposition und mit einem Mozart-Werk. Er war in der Saison 2012/2013 „Artist in Residence“.

Der gebürtige Ostberliner Jan Vogler wurde in New York zum Star. Für den Cellisten, der jahrelang in der Staatskapelle Dresden spielte, ist Musik „die Krone der Gesellschaft“. Sein Kraftzentrum, damals in der DDR und heute in New York, sei seine Familie. Er habe die DDR gut überlebt, erzählt er in dem Konzert-und Opernmagazin „Concerti“ im Februar 2015: „… die deutsche Einheit … die größte Sache meines Lebens … Ich bin ein leidenschaftlicher Kosmopolit“.

Er wird in der Alten Oper „Schelomo – Rhapsodie Hébraique“ von Ernest Bloch interpretieren. Der Dirigent dieses Konzertes wird Eliahu Inbal sein, der heutige Ehrendirigent des hr-Sinfonieorchesters, das er sechszehn Jahre, damals hiess es noch Radio-Sinfonierorchester Frankfurt, leitete. Das Konzert findet am 24./25. November 2016 in der Alten Oper Frankfurt statt.

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Gautier Capuçon am 9. Juni 2015 bei einer Probe im hr-Sendesaal

Der französiche Cellist Gautier Capuçon wird mit dem Orchester und seinem Chefdirigenten auf Tournee in Spanien sein, und der britische Cellist Steven Isserliss konzertiert mit Philippe Herreweghe in San Sebastian. Herreweghe ist auch vor Ort mit dem eigenwilligen Werk „Das Paradies und die Peri“ von Robert Schumann mit dem Collegium Vocale Gent und der Sängerin Julia Kleiter als Peri. Die gebürtige Limburgerin singt weltweit auf allen grossen Opernbühnen und in Konzertsälen.

Noch ein weiterer Ehrendirigent, Paavo Järvi, wird kommen: Er begleitet den in Taschkent geborenen, weltberühmten Pianisten Yefim Bronfman. Aber bis dahin muss sich das Publikum noch gedulden (23./24. März 2017).

Wieder wird es, am 17. August 2016, ein Open Air-Konzert an der Weseler Werft geben, die im vergangenen Jahr aus allen Nähten platzte. 20.000 Menschen hörten vor Ort und auf der anderen Flussseite zu.

Das erste Konzert in der Alten Oper ist etwas herausragend Neues: die konzertante Aufführung der Oper „Salome“ von Richard Strauss mit hochkarätiger Sängerelite unter Leitung von Andrés Orozco-Estrada. Im Dezember 2016 kommt Christoph Eschenbach mit den Solisten der Kronberg Academy in den Sendesaal des Hessischen Rundfunks. Fünf Monate später gibt es einen weiteren Höhepunkt: Der Komponist Péter Eötvös bringt den schwedischen Star-Trompeter Håkan Hardenberger und den Slowakischen Philharmonischen Chor aus Bratislawa mit. Es gibt eine Eötvös-Uraufführung!

Im Februar 2017 engagiert sich das hr-Sinfonieorchester zusammen mit dem Frankfurter Opern- und Museumsorchester beim 8. Internationalen Dirigentenwettbewerb Sir Georg Solti. Es werden wieder viele Anmeldungen erwartet, aber nur die Besten erhalten eine Einladung. Eine Jury entscheidet, aber auch das Publikum, dessen Votum manchmal von dem der Jury abweicht. Richtig spannend!

„Barock+“ (Konzertreihe mit hochkarätigen Vertretern der historischen Aufführungspraxis), Kammerkonzerte, „Auftakt“ (die Debüt-Reihe wurde umbenannt), „Forum N“ für zeitgenössische Musik, Familienkonzerte und „Junge Konzerte“: dies alles wird wieder geboten werden. Fürwahr ein hochkarätiges, abwechslungsreiches Programm!

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Chefdirigent Andrés Orozco-Estrada

Am 18. September 2016 findet „Backstage für alle“ (Tag der offenen Tür beim  hr-Sinfonieorchester und der hr-Bigband) statt: Dann können Gross und Klein sich informieren und Instrumente ausprobieren. Das Sinfonieorchester, Jazz-Combos und die Big-Band zeigen ihr Können.

Ausführliche Informationen enthält die Broschüre Konzerte 2016/2017, die im Hessischen Rundfunk und vielerorts ausliegt.

Fotos: Renate Feyerbacher

 

Kai Teichert: „Teufelssee“ im Kunstverein Familie Montez

24. Mai 2016

Wer seinerzeit bei „Familie Montez“ nach weidlicher Betrachtung des 3,20 mal 9,90 Meter messenden Werkes „Pfaueninsel“ zwar mit durchgeschwitztem Hemd, aber ansonsten seelisch aufgerüstet und charakterlich gefestigt die heiligen Brückenhallen verlassen und sich wieder in das mainmetropolische gesellschaftliche Gefüge eingliedern konnte, der wird auch Kai Teicherts neue Arbeit „Teufelssee“ zwar mit leichten Schwindelgefühlen, aber ohne therapiebedürftige Nachwirkungen geniessen können. Gegenüber der ohnehin bereits monumentalen „Pfaueninsel“ geriet dieses (bisherige, in allerlei Wortsinn) Opus magnum mit Ausmassen von 2,60 mal 36 Metern in den Bereich des Absoluten, so dass Mirek Mackes wahrlich riesige Ausstellungswand in der rechten Halle unter der Honsellbrücke nicht ausreichte, um all das fröhliche Gewimmel im Battle Wood und Dragon Wood und noch weniger dasjenige am Venus Beach oder Shiva Shakti Beach aufzunehmen, ganz zu schweigen von dem, was sich auf dem „Float“ abspielt. Also mussten zusätzlich die beiden seitlichen Wände für die Bespannung mit dem mit Kohlezeichnungen versehenen Nesseltuch herhalten.

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Oben: Linke Seite, Mittelteil, rechte Seite

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Kai Teichert bevorzugt es, seinen Werken erläuternde Texte beizugeben, wir empfehlen deren Lektüre und ersparen zugleich uns und unserer geschätzten Leserschaft lästige Redundanzen:

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Man könnte in der Tat vielleicht zunächst eher an Shakespeare denken denn an Goethes „Osterspaziergang“ („Hier bin ich Mensch, hier darf ich ’s sein“) aus Faust I, „Vor dem Tor“: an den Zauberwald im „Sommernachtstraum“, an Oberon und Titania, das Königspaar der Elfen, an die Elfen Bohnenblüte, Spinnweb, Motte und Senfsamen, der Schlegelschen Übersetzung folgend, an Puck und die Fee, an all das Gewimmel und Getümmel bei Neumond und Vollmond – und doch geschieht hier alles bei hellem Tageslicht in einer wohl paradiesisch zu nennenden Vielfalt und Friedfertigkeit.

Natürlich sind alle nackt – alle Menschen, versteht sich – , das kleine Viechlein im Arm des Stoppelbärtigen muss jedoch sein Borstenfell tragen wie auch zwei andere Geschöpfe der Fauna, auf die wir noch zurückkommen werden, ihr Kurzhaarfell.

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Auch das Credo des freiheitlich-freizügigen Lebens, Webens und Strebens am Teufelssee hat der Künstler in eine zeitungsähnliche Publikation geschrieben und zum Gegenstand seiner Arbeit gemacht:

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Im Mittelpunkt der Kolossalarbeit schwimmt das berühmte Floss, begehrter Platz für Männlein und Weiblein, Jung und Alt, Dick und Dünn, Hetero und Homo, Hässlich (gibt es das ?) und Schön, selbstverständlich wiederum allesamt nackt wie Gott sie schuf.

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Wer unter den Betrachtern der Monumentalarbeit noch „etwas“ vernisst haben sollte, muss noch einmal sehr genau hinschauen, um dann doch fündig zu werden: Im wild-friedlichen Treiben versteckt findet er Rap und Gabi, des Hausherrn unter der Honsellbrücke geliebte Boxerhündinnen, natürlich berlinisch-preussisch-ordentlich mit Halsband und Leine, und wer den Leinen auf einer gedachten optischen Linie folgt, trifft auf Mirek Macke – ohne Hut zwar, aber natürlich mit Vollbart.

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Kai Teichert „Teufelssee“, Kunstverein Familie Montez, bis 29. Mai 2016

Parallel wird – allerdings bis 18. Juni 2016 – in der Galerie Mühlfeld + Stohrer Kai Teicherts Arbeit „auditorium“ gezeigt.

Abgebildete Werke © VG Bild-Kunst, Bonn; Fotos: FeuilletonFrankfurt

→ Kai Teichert im Kunstverein Familie Montez

 

Jens Andres: „Troublemakers“ auf dem Campus Riedberg der Goethe-Universität (3)

21. Mai 2016

Vorsicht Kunst! Vorsicht Kunst-Falle!
Einweihung beim Frühlingsfest auf dem Campus Riedberg der Goethe-Universität

Also jetzt schlägt ’s abermals und endgültig dreizehn! Ein Parkplatz anstatt für ein Automobil für eine Kuh?

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Noch dazu neben zwei Parkplätzen für „Fliegende Untertassen“, genannt Ufos (Unbekannte Flugobjekte)? Nicht irgendwelchen Parkplätzen, sondern solchen „Nur für Berechtigte mit Parkausweis der Dekanate“ nahe dem Wissenschaftsgarten der Universität! Wir machten unserer Empörung bereits in Folge 1 und Folge 2 unseres Reports über solch unerklärliche Geschehnisse Luft! Weiterlesen

Daniel Libeskind: „One day in life“ in Frankfurt am Main

19. Mai 2016

Der Musiker, Architekt und Stadtplaner mit seinen Operationen am Herzen der Stadt

Petra Kammann im Gespräch mit dem Künstler-Architekten

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Mit dem Konzertprojekt „One Day in Life“ von Daniel Libeskind und der Alten Oper Frankfurt wird die Stadt Frankfurt am Main am 21. und 22. Mai 2016 an 18 Spielstätten in mehr als 75 Konzerten zur Begegnungsstätte mit Musik und mit „Grunddimensionen des menschlichen Daseins“.

Die Erfahrungen des 1946 in Polen geborenen und in New York lebenden und arbeitenden Architekten Daniel Libeskind, seine Erfahrungen in Ost und West, in den Metropolen, fließen nicht nur in seine ungewöhnliche Architektur ein, sondern auch in ein ungewöhnliches musikalisches Konzept in Frankfurt am Main.

1957 emigrierte die Familie nach Israel, drei Jahre später in die USA. 1965 wurde Libeskind US-Bürger. Er studierte Musik in Israel und New York und verdiente sein Geld als professioneller Musiker, bevor er sich der Architektur widmete.

1999 wurde der langjährige Architekturtheoretiker mit seinem ersten Gebäude, dem Jüdischen Museum Berlin, schlagartig weltbekannt. Nach den Terroranschlägen des 11. September 2003 in New York gewann Libeskind den Wettbewerb um den Masterplan für die Wiederbebauung von Ground Zero. Sein Masterplan bildete die konzeptionelle Basis und den inhaltlichen Rahmen für die Neu-Entwicklung des gesamten Komplexes.

Als einer der international renommiertesten Architekten hat Daniel Libeskind mit seinen Studios in New York, Mailand und Zürich in den vergangenen Jahren zahlreiche bedeutende Projekte unter anderem in Manchester, Denver, San Francisco, Dresden, Las Vegas, Warschau, São Paulo, Manila, Toronto, Düsseldorf, Kopenhagen und London geplant und realisiert.

Vom 9. Mai bis zum 14. Juni 2016 verweist außerdem eine 289 m² große Installation des Architekten Daniel Libeskind auf dem Frankfurter Opernplatz auf dieses Konzertevent und macht als begehbares Kunstwerk die Grundidee des Projektes im wahrsten Wortsinn zugänglich. Petra Kammann sprach mit Daniel Libeskind in Düsseldorf und in Frankfurt: Weiterlesen

Granada: das Paradies auf Erden

19. Mai 2016

Von Elke Backert

Auf die Frage eines Fluggastes in der Iberia-Maschine nach Madrid, ob sie rechtzeitig lande, denn er müsse den Anschluss nach Granada erreichen, antwortet der Steward: „Oh, Sie wollen nach Gran Canaria.“ – „Nein, nach Granada“, und er erläutert auf Spanisch: „en Andalucía“. Ein anderer Fluggast hört das Gespräch mit und sagt: „Wir wollen auch nach Gran Canaria.“

Da wundert man sich schon, wie wenig bekannt Granada ist. Wo doch die zum UNESCO-Kulturerbe erklärte Alhambra, die größte und wohl weltberühmte Sehenswürdigkeit der Stadt zu besichtigen ist. Jenes Bauwerk – nein, jene Stadt in der Stadt -, von den Mauren mit Festung, Wohnhäusern für die hohen Beamten – der Medina -, Palästen und grandiosen Innenhöfen, den Patios, für den Sultan von Al-Andalus und Emir von Granada, seine Familie samt Haremsdamen und mit einer riesigen wasserreichen Parkanlage, dem Generalife, im 13. Jahrhundert erbaut. Jahrhundertelang war die Alhambra Palast, Zitadelle, Festung und Residenz der nasridischen Sultane, die die „Rote Burg“ in ein majestätisches Kunstwerk verwandelten, von den Flüssen Genil und Darro eingerahmt. Nur das gemeine Volk hatte dort nichts zu suchen, es musste draußen bleiben.

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↑ Blick auf die Alhambra
Der Patio de los Leones in der Alhambra

Patio de los Leones Alhambra 2015-11-07 Foto Elke Backert-670 Weiterlesen