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		<title>Wer hat Angst vorm Schwarzen Loch?</title>
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		<pubDate>Thu, 11 Mar 2010 12:49:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur und Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Niemand mehr. Jedenfalls seit einigen Tagen. Wir k&#246;nnen, liebe Leserinnen und Leser, alle beruhigt sein: Kein Schwarzes Loch wird uns fressen. Das haben wir jetzt h&#246;chstrichterlich.

Schwarzes Loch (Bildnachweis: Urbane Legend [optimised for web use by Alain r], wikimedia commons GFDL)

Woher wir so sicher sein k&#246;nnen? Na ja, seit einigen Tagen eben, seit der Beschluss des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Niemand mehr. Jedenfalls seit einigen Tagen. Wir k&#246;nnen, liebe Leserinnen und Leser, alle beruhigt sein: Kein <a href="http://www.erhard-metz.de/2008/09/11/wie-werden-wir-uns-im-schwarzen-loch-fuehlen/">Schwarzes Loch</a> wird uns fressen. Das haben wir jetzt h&#246;chstrichterlich.</strong></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-14678 aligncenter" title="Black_hole_lensing_web" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Black_hole_lensing_web.gif" alt="Black_hole_lensing_web" width="240" height="192" /></p>
<div><em>Schwarzes Loch (Bildnachweis: Urbane Legend [optimised for web use by Alain r], wikimedia commons <a href="http://www.erhard-metz.de/impressum/">GFDL</a>)<br />
</em></div>
<p><strong>Woher wir so sicher sein k&#246;nnen? Na ja, seit einigen Tagen eben, seit der Beschluss des Bundesverfassungsgerichts vom 18.  Februar 2010 in der &#214;ffentlichkeit bekannt wurde, eine bestimmte Verfassungsbeschwerde &#8211; weil ohne Aussicht auf Erfolg &#8211; nicht zur Entscheidung anzunehmen und auch einen entsprechenden Antrag auf einstweilige Anordnung abzulehnen.</strong></p>
<p><strong>Wogegen sich das Begehren denn nun richtete, werden Sie fragen? Nun, vereinfacht gesagt gegen eben jene Schwarzen L&#246;cher, die uns alle aufzusaugen und zu winzigsten Materiekl&#252;mpchen zu komprimieren drohen. </strong></p>
<p><strong>Diese L&#246;cher sollen im Teilchenbeschleuniger Large Hadron Collider (LHC) der Europ&#228;ischen Organisation f&#252;r kernphysikalische Forschung CERN entstehen. Und die Beschwerdef&#252;hrerin des Verfahrens bef&#252;rchtet, sie k&#246;nnten, gem&#228;ss einer in der kernphysikalischen Wissenschaft diskutierten Gravitationstheorie, bei Versuchen mit einer bislang in Laborexperimenten noch nicht erreichten Energiemenge unkontrolliert wachsen und alle Welt in sich verschlingen. Nichts Geringeres als der Untergang der Welt also,  die absolute Katastrophe, Apokalypse pur. Die Aussicht darauf verletze sie, so die Beschwerdef&#252;hrerin, in ihren Grundrechten. Sie besch&#228;ftigte mit ihren &#196;ngsten bereits das Verwaltungsgericht K&#246;ln und wiederholt das Oberverwaltungsgericht Nordrhein-Westfalen &#8211; vergebens.</strong></p>
<p><strong>Vergeblich nun also auch der Gang nach Karlsruhe. Die abgekl&#228;rten Verfassungsrichter hielten den Vortrag der Beschwerdef&#252;hrerin nicht f&#252;r ausreichend substantiiert. Auf eine detaillierte Auseinandersetzung mit den diversen kernphysikalischen Theorien liessen sie sich nat&#252;rlich nicht ein.</strong></p>
<p><strong>Aber so ein klein wenig geraten wir doch in&#8217;s Gr&#252;beln &#8230; Was w&#228;re denn, wenn nun die Schwarzen L&#246;cher tats&#228;chlich  &#8230;  Ja, was dann? Dann w&#228;re, schreibt die Zeitung vor / hinter den klugen K&#246;pfen, wohl nur noch das J&#252;ngste Gericht zust&#228;ndig. </strong></p>
<p><strong>Ja, so w&#252;rde es wohl sein. W&#228;ren wir denn darauf vorbereitet?<br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Ellen Poppy &#8211; Preistr&#228;gerin des ZONTA Art Contemporary 2010</title>
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		<pubDate>Mon, 08 Mar 2010 11:40:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt und Hessen]]></category>

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		<description><![CDATA[Ellen Poppy heisst die Preistr&#228;gerin des ZONTA Art Contemporary 2010. FeuilletonFrankfurt gratuliert herzlich!

Ellen Poppy auf dem Weg zur Preisverleihung im Frankfurter MMK (Foto: FeuilletonFrankfurt)
Im Rahmen eines Festaktes im Vortragssaal des Frankfurter Museums f&#252;r Moderne Kunst MMK verlieh der ZONTA Club Frankfurt II Rhein-Main Anfang M&#228;rz 2010 zum zweiten Mal den Preis ZONTA Art Contemporary, in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ellen Poppy heisst die Preistr&#228;gerin des ZONTA Art Contemporary 2010. FeuilletonFrankfurt gratuliert herzlich!</p>
<p><img class="size-full wp-image-14602  alignnone" title="L1004651-b-380" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004651-b-380.jpg" alt="L1004651-b-380" width="380" height="507" /></p>
<p><em>Ellen Poppy auf dem Weg zur Preisverleihung im Frankfurter MMK (Foto: FeuilletonFrankfurt)</em></p>
<p>Im Rahmen eines Festaktes im Vortragssaal des Frankfurter Museums f&#252;r Moderne Kunst MMK verlieh der ZONTA Club Frankfurt II Rhein-Main Anfang M&#228;rz 2010 zum zweiten Mal den Preis ZONTA Art Contemporary, in diesem Jahr an die Malerin Ellen Poppy.</p>
<p>Die 1972 in Frankfurt am Main geborene K&#252;nstlerin schlug zun&#228;chst den Berufsweg einer Industriekauffrau ein. Seit 2003 widmete sie sich in der Ateliergemeinschaft R&#246;merberg in der Alten Ziegelei Igstadt g&#228;nzlich der Vorbereitung auf ein Kunststudium, das sie 2005 an der Akademie f&#252;r bildende K&#252;nste Mainz im Studiengang freie Kunst mit Schwerpunkt Malerei aufnahm.</p>
<p><img class="alignnone" title="2006 o.T. 185 x 110 cm - &#214;l auf Leinwand-400" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/2006-o.T.-185-x-110-cm-&#214;l-auf-Leinwand-400.JPG" alt="2006 o.T. 185 x 110 cm - &#214;l auf Leinwand-400" width="400" height="643" /></p>
<p><em>o. T., 2006, &#214;l auf Leinwand, 185 x 110 cm, © Ellen Poppy</em></p>
<p>&#8220;Meine malerische Arbeit konzentriert sich&#8221;, erl&#228;utert Ellen Poppy, &#8220;auf eine Bildfindung, die langen Prozessen unterworfen ist. Einige Arbeitstage im Wald k&#246;nnen der Beginn eines Bildes sein. Manchmal begleiten mich Menschen oder Dinge, die sich in den Waldraum integrieren lassen. Bei der Weiterarbeit im Atelier kann vieles von der Bildfl&#228;che wieder verschwinden, oft bleibt nur ein Bruchteil vorhanden. Im Atelier fliessen weitere Dinge in den Aufbau des Bildes mit ein, die ich fotografischem Bildmaterial entnehme oder die selbst&#228;ndig auf der Leinwand entstehen&#8221;.</p>
<p><img title="2008 o.T. 150 x 200 cm - &#214;l auf Leinwand-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/2008-o.T.-150-x-200-cm-&#214;l-auf-Leinwand-430.JPG" alt="2008 o.T. 150 x 200 cm - &#214;l auf Leinwand-430" width="430" height="316" /></p>
<p><em>o. T., 2008, &#214;l auf Leinwand, 150 x 200 cm, © Ellen Poppy</em></p>
<p>&#8220;An einem zweiten Bereich &#8211; den ungegenst&#228;ndlichen Teil meiner Malerei &#8211; arbeite ich parallel zu dem vorher beschriebenem&#8221;, teilt uns die K&#252;nstlerin weiter mit. &#8220;Ein wenig an den Waldlandschaften angelehnt, jedoch unter Verzicht auf den Gegenstand, konzentriere ich mich als Ausgangspunkt hier auf eine empfindende Vorstellung. Im Vergleich zu dem gegenst&#228;ndlichen Bereich, der sich bisher meistens auf Mittelformaten abspielt, sind hier die Formate gr&#246;sser, was sich aus einer gestischeren und bewegteren Arbeitsweise, die sich st&#228;rker im Ausdruck meines K&#246;rpers entwickelt, begr&#252;ndet.&#8221;</p>
<p><img class="alignnone" title="2009 o. T." src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/2009-o.-T..JPG" alt="2009 o. T." width="400" height="722" /></p>
<p><em>o. T., 2009, &#214;l auf Leinwand, 90 x 50 cm,	© Ellen Poppy</em></p>
<p>Ellen Poppy stellte unter anderem im Nassauischen Kunstverein Wiesbaden aus und geh&#246;rt dem Berufsverband bilden K&#252;nstler Wiesbaden an. Sie lebt und arbeitet in Wiesbaden, wo sie im Alten Zollamt ihr Atelier unterh&#228;lt.</p>
<p><img title="2009 o.T.  60 x 120 cm - &#214;l auf Leinwand-650" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/2009-o.T.-60-x-120-cm-&#214;l-auf-Leinwand-650.JPG" alt="2009 o.T.  60 x 120 cm - &#214;l auf Leinwand-650" width="650" height="313" /></p>
<p><em>o. T., 2009, &#214;l auf Leinwand, 60 x 120 cm, © Ellen Poppy</em></p>
<p>Der vom ZONTA Club Frankfurt II Rhein-Main auf Initiative der freischaffenden Frankfurter K&#252;nstlerin Jutta Heun eingerichtete ZONTA Art Contemporary ZAC m&#246;chte das Wissen und Denken &#252;ber aktuelle weibliche Positionen in der Kunst f&#246;rdern. Er vergibt im Zusammenwirken mit dem Verein der Freunde des ZONTA Clubs Frankfurt II alle zwei Jahre an junge, vorzugsweise im Rhein-Main-Gebiet ans&#228;ssige K&#252;nstlerinnen einen F&#246;rderpreis mit einem Preisgeld von 2.400 Euro.</p>
<p><img class="alignnone" title="L1004668-b-380" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004668-b-380.jpg" alt="L1004668-b-380" width="380" height="571" /></p>
<p><em>Renate von K&#246;ller, Pr&#228;sidentin des ZONTA Clubs Frankfurt II Rhein-Main, Preistr&#228;gerin Ellen Poppy und Jutta Heun, Begr&#252;nderin der ZONTA Art Contemporary, bei der diesj&#228;hrigen Preisverleihung (Foto: FeuilletonFrankfurt)</em></p>
<p>Der vorschlagenden Jury geh&#246;rten dieses Jahr Professor Andreas Bee, Hochschule f&#252;r Bildende K&#252;nste Braunschweig und vormals Stellvertretender Direktor des Frankfurter MMK, Elisabeth Claus, Leiterin des Neuen Kunstvereins Aschaffenburg und Jutta Heun an, der ausw&#228;hlenden Jury die MMK-Direktorin Susanne Gaensheimer, die Frankfurter Galeristin Brigitte Maurer, das ZONTA-Vorstandsmitglied Silke Schuster-M&#252;ller sowie die erste ZAC-Preistr&#228;gerin Anke R&#246;hrscheid.</p>
<p>Auf dem j&#228;hrlichen Programm des ZONTA Art Contemporary ZAC stehen &#252;ber die Preisverleihungen hinaus Museums-, Galerie- und Atelierbesuche, bei denen auch Begleiter und G&#228;ste der Damen willkommen sind.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14616" title="o.T. (H&#252;tte letzte Version) &#214;l auf LW - 100 x 100 cm -  2009-2010-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/o.T.-H&#252;tte-letzte-Version-&#214;l-auf-LW-100-x-100-cm-2009-2010-430.JPG" alt="o.T. (H&#252;tte letzte Version) &#214;l auf LW - 100 x 100 cm -  2009-2010-430" width="430" height="411" /></p>
<p><em>o. T., 2009/2010, &#214;l auf Leinwand, 100 x 100 cm, © Ellen Poppy</em></p>
<p><img title="o.T. (H&#228;ngema) &#214;l auf LW  80 x 130 cm - 2009-2010-650" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/o.T.-H&#228;ngema-&#214;l-auf-LW-80-x-130-cm-2009-2010-650.JPG" alt="o.T. (H&#228;ngema) &#214;l auf LW  80 x 130 cm - 2009-2010-650" width="650" height="402" /></p>
<p><em>o. T., 2009/2010, &#214;l auf Leinwand, 80 x 130 cm, © Ellen Poppy</em></p>
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		<title>Frankfurt am Main, Liebfrauen, Hof der Stille, 5. M&#228;rz 2010, 12.21 Uhr</title>
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		<pubDate>Sat, 06 Mar 2010 08:13:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aufgespiesst]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur und Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[
Der ganz normale Alltag.
Oder war Andreas Slominski hier?

(Fotos: FeuilletonFrankfurt)


]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-14573" title="L1040645-b-a-460" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1040645-b-a-460.jpg" alt="L1040645-b-a-460" width="460" height="364" /></p>
<p><span style="font-size: large;"><span style="font-family: Verdana;">Der ganz normale Alltag.<br />
<span style="font-size: large;"><span style="font-family: Verdana;">Oder war Andreas Slominski hier?</span></span></span></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14575" title="L1040648-a-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1040648-a-430.jpg" alt="L1040648-a-430" width="430" height="605" /></p>
<p><span style="font-family: Verdana;"><em>(Fotos: FeuilletonFrankfurt)</em></span></p>
<p><span style="font-family: Verdana;"><em><br />
</em></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Begegnung mit dem S&#228;nger Johannes Martin Kr&#228;nzle</title>
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		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 17:51:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankfurt und Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Gäste]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Sich auf die Suche machen&#8221;
Begegnung mit dem S&#228;nger Johannes Martin Kr&#228;nzle  
Text und Fotografien: Renate Feyerbacher
Sonntag ist er noch in São Paulo, Mittwoch in Kairo, um in der &#8220;Fledermaus“ den Eisenstein zu singen, dazwischen in Frankfurt am Main bei seiner Familie. Beim Gespr&#228;ch mit der Journalistin in seiner K&#252;che, das er spontan erm&#246;glicht, ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;"><span style="color: #2f4f4f;"><strong>&#8220;Sich auf die Suche machen&#8221;<br />
Begegnung mit dem S&#228;nger Johannes Martin Kr&#228;nzle </strong></span><strong> </strong></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><strong><span style="color: #2f4f4f;">Text und Fotografien: Renate Feyerbacher</span></strong></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Sonntag ist er noch in São Paulo, Mittwoch in Kairo, um in der &#8220;Fledermaus“ den Eisenstein zu singen, dazwischen in Frankfurt am Main bei seiner Familie. Beim Gespr&#228;ch mit der Journalistin in seiner K&#252;che, das er spontan erm&#246;glicht, ist er entspannt und aufgeschlossen, ab und zu lacht er herzlich. Feiner Humor blitzt immer wieder auf, keine Spur von Hektik, aber von grosser Energie. Jung und dynamisch wirkt er.</span></p>
<p><strong><span style="font-family: Arial;"><span style="color: #2f4f4f;">Seit 12 Jahren Ensemble-Mitglied der Oper Frankfurt</span></span></strong></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Vor 12 Jahren sang er an der Frankfurter Oper den Lescault aus Henzes &#8220;Boulevard Solitude&#8221;, seine erste Premierenrolle an dieser B&#252;hne. Seitdem geh&#246;rt er zum Ensemble. &#8220;Ich finde es sch&#246;n, einen Bezugspunkt zu haben, sowohl, was das Pers&#246;nliche betrifft, als auch dass man die Kollegen kennt, insofern bin ich gerne hier.&#8221; Er lobt das Niveau, das Orchester, die Produktionen. Er gebraucht die Worte &#8220;toll&#8221; und &#8220;wunderbar&#8221;. Nun wird der S&#228;nger Kr&#228;nzle national und international immer mehr gefragt, und es wird nach L&#246;sungen gesucht, ihm diese Freiheiten des ausserfrankfurterischen Engagements zu erm&#246;glichen.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-14521" title="IMGP3310-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/IMGP3310-4301.jpg" alt="IMGP3310-430" width="430" height="319" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>Johannes Martin Kr&#228;nzle in seinem Musikzimmer</em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">1999 &#252;berzeugte Johannes Martin Kr&#228;nzle mit einer grandiosen Darstellung des Lenz in Wolfgang Rihms Kammeroper &#8220;Jakob Lenz&#8221;. Sie st&#252;tzt sich auf Georg B&#252;chners psychologische Novelle &#8220;Lenz&#8221;, die von der Krankheit des Dichters Jakob Michael Reinhold Lenz erz&#228;hlt. Dieser hatte Angst- und Wahnvorstellungen, die ihn immer wieder zu Suizidversuchen trieben.  Die Erinnerung an diese ersch&#252;tternde Interpretation durch den Bariton Johannes Martin Kr&#228;nzle ist heute noch hellwach.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Er sang und spielte eindrucksvoll echt. Es ist zu vermuten, dass Wolfgang Rihm von Kr&#228;nzles Interpretation auch begeistert war. Denn nun vertraut ihm der Komponist erneut die Rolle eines psychisch Kranken an, und zwar in seiner Oper &#8220;Dionysos&#8221;, die Nietzsches letztes Werk &#8220;Dionysos-Dithyramben&#8221; zur Grundlage hat. Noch sitzt der Komponist an der Partitur der Oper, die bei den diesj&#228;hrigen Salzburger Festspielen im Juli zur Urauff&#252;hrung kommen soll. Johannes Martin Kr&#228;nzle wird die Partie singen. Er wartet auf die Noten, was ihm im Augenblick ganz recht ist. In der Regel rechnet er mit zwei, drei Monaten f&#252;r die Probenarbeit. &#8220;Das wird so eine Situation sein, dass man sich vornehmen muss, man springt gerade in so was rein&#8221;. Denn zur Zeit k&#228;me er nicht zum Einstudieren, da er im M&#228;rz an der K&#246;lner Oper sein Rollendeb&#252;t in Bartoks &#8220;Herzog Blaubarts Burg&#8221; (Premiere am 12. M&#228;rz) gibt und im Mai in Mailand am Teatro alla Scala sein Rollen- und Hausdeb&#252;t als Alberich in Wagners &#8220;Das Rheingold&#8221;  (aus dem Zyklus &#8220;Der Ring der Nibelungen&#8221;). Rund um die Uhr habe er nach Mailand zu proben.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Aber zun&#228;chst an die K&#246;lner Oper: September 2009 wurde Wagners Oper &#8220;Die Meistersinger von N&#252;rnberg&#8221; neu inszeniert. Die Kritiken betreffend Regie waren verheerend. Nur Johannes Martin Kr&#228;nzle als Beckmesser wird h&#246;chstes Lob zuteil. &#8220;Herausragend  … darstellerisch &#252;berzeugender Beckmesser, der die Rolle einmal nicht als Karikatur anlegt, sondern – bei aller Detail-Differenzierung – mit W&#252;rde und Tragik ausstattet&#8221;, heisst es im K&#246;lner Stadt-Anzeiger.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Im Gespr&#228;ch darauf angesprochen, betont Kr&#228;nzle den &#8220;ernsten Kern&#8221;, der jeder Figur innewohnt. &#8220;Der Mensch m&#246;chte ja kein Clown sein, sondern m&#246;chte ja auch verstanden werden. Durch die Situation ergibt sich dann die Komik und nicht dadurch, dass ich jetzt rauskomme und der grosse Spassmacher sein m&#246;chte&#8221;. Er beruft sich auf Charlie Chaplin und Buster Keaton, die in ihrem Ernst komisch waren. Aber nachahmen, kopieren kommt f&#252;r ihn nicht infrage, er will &#8220;aus sich selbst arbeiten und Ideen entwickeln&#8221;. &#8220;Sich auf die Suche machen&#8221; ist seine Devise bei der Entwicklung einer Rolle. Er sch&#228;tzt die Zusammenarbeit mit Regisseur Christof Loy, der an der Oper Frankfurt &#8220;Cosi fan tutte&#8221; inszenierte. Ein psychologisches Regie-Meisterst&#252;ck, in dem Johannes Martin Kr&#228;nzle den Don Alfonso singt (5. M&#228;rz 2010). Geschickt wickelt er die Frauen ein, die lange Zeit sich nicht verf&#252;hren lassen und ihren M&#228;nnern treu sein wollen. Aber Don Alfonso l&#228;sst nicht nach, weil es ja um eine Wette geht: &#8220;Cosi fan tutte&#8221; &#8230; &#8220;So sind sie alle&#8221;, die Weiber. Frauenfeindlich?</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Nein, sagt der S&#228;nger. Mozart behandele ja die Frauen viel liebevoller als die M&#228;nner, die seien ja wohl sch&#246;n dumm, so eine Wette einzugehen. Und humorvoll f&#252;gt er hinzu: &#8220;Wenn die M&#228;nner die Frauen auf die Probe stellen w&#252;rden, dann w&#228;re das ganze St&#252;ck viel schneller zu Ende, denn die M&#228;nner w&#252;rden nicht so lange durchhalten.&#8221;</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Der einzige, der als S&#228;nger wie als Schauspieler v&#246;llig souver&#228;n wirkt an diesem Abend, ist Johannes Martin Kr&#228;nzle als &#8220;Beckmesser&#8221;, so wird in WDR 5 nach der Premiere in K&#246;ln berichtet. Er wird als der einzige gefeiert, der seinen Part zu entwickeln versteht. Als Sensation, als &#8220;S&#228;nger, der vor Kraft und Sinnlichkeit vibriert, der mit der Stimme zu agieren versteht&#8221; (K&#246;lner Stadt Anzeiger) wird er gefeiert.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Das fasziniert an Johannes Martin Kr&#228;nzle: er &#252;berzeugt  s&#228;ngerisch wie darstellerisch und das nicht nur als Beckmesser, sondern auch als Don Alfonso, als Don Pizarro, als Graf Almaviva, als Papageno, als Figaro, als Eisenstein, als Lenz und und und. &#220;ber sechsunddreissig Rollen verf&#252;gt sein aktives Repertoire derzeit. Theaterspielen hat ihn schon immer interessiert, am Anfang mehr als das Singen. &#8220;Ich gehe privat fast &#246;fter ins Schauspiel als in die Oper, da ich da mehr Innovation f&#252;rs eigene Spiel finden kann&#8221;, bekennt er. Professor Andreas Meyer-Hano von der Hochschule f&#252;r Musik und Darstellende Kunst in Frankfurt hat ihm w&#228;hrend des Studiums die Schauspielkunst nahe gebracht.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><strong><span style="color: #2f4f4f;">Werdegang</span></strong></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Aber nun zur&#252;ck zu den Anf&#228;ngen des in Augsburg geborenen S&#228;ngers. Die Mutter war Musiklehrerin an einem Gymnasium. Er und seine beiden j&#252;ngeren Geschwister lernten ein Instrument. Er lernte die Geige. Dieses Instrument beherrscht er so gut, dass er in der szenischen Auff&#252;hrung von Schuberts &#8220;Winterreise&#8221; ein Geigensolo spielt, ebenso manchmal in Offenbachs &#8220;Orpheus in der Unterwelt&#8221;. Und gelegentlich macht er mit Kollegen des Orchesters Kammermusik.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Nach der Schule, wo er hin und wieder ein Solo sang, studierte er in Hamburg ein Jahr Musiktheaterregie. Das fand er irgendwann langweilig, zu theoriebelastet, weil man von den spannenden Pers&#246;nlichkeiten wie G&#246;tz Friedrich nur Referate h&#246;rte. Wie kam er zum Gesang? Durch Zufall. Johannes Martin Kr&#228;nzle machte in Frankfurt am Main die Aufnahmepr&#252;fung f&#252;r Schulmusik, ohne Schulmusiker werden zu wollen, sondern um sich eine umfassende, musikalische Ausbildung anzueignen. Der Musikp&#228;dagoge Martin Gr&#252;ndler, der vor sechs Jahren verstarb, sass zuf&#228;llig an diesem Tag in der Pr&#252;fungskommission. Er h&#246;rte den Studenten und sagte &#8220;Sie werden S&#228;nger! Kommen Sie wieder und machen in einem halben Jahr die Gesangsaufnahmepr&#252;fung&#8221;. So hat es Kr&#228;nzle dann gemacht. Nach f&#252;nf Jahren hat Gr&#252;ndler sein Versprechen wahr gemacht und ihm ein erstes Engagement in Dortmund vermittelt.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">&#8220;Da war jemand so &#252;berzeugt von mir. Ich bin ihm heute noch sehr sehr dankbar“.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><strong><span style="color: #2f4f4f;">Neue Lied-CD</span></strong></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">2009 erhielt die CD-Aufnahme von Aribert Reimanns Oper &#8220;Lear&#8221;, die 2008 an der Oper Frankfurt Premiere hatte, den Preis der Deutschen Schallplattenkritik. Johannes Martin Kr&#228;nzle bietet als ausgenutzter, gefolterter Gloster ein ber&#252;hrendes Portrait.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Nun ist 2009 eine Lied-CD des S&#228;ngers erschienen, die seine s&#228;ngerische Bandbreite voll zur Entfaltung kommen l&#228;sst.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-14522" title="IMGP3363-k-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/IMGP3363-k-4301.jpg" alt="IMGP3363-k-430" width="430" height="424" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>Cover der CD „Die Mitternacht zog n&#228;her schon&#8221; (Bildnachweis: Oehms Classics M&#252;nchen)</em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Es sind dramatische, witzige, nicht nur romantische Balladen von Carl Loewe, Robert Schumann, Hugo Wolf, Franz Schubert, Gustav Mahler sowie Ferruccio Busonis „Flohlied“ von Johann Wolfgang Goethe. Mephisto pr&#228;sentiert es in &#8220;Faust I&#8221;, um die G&#228;ste in Auerbachs Keller zu Leipzig zu erheitern.</span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><a href="../wp-content/uploads/Track-164.mp3">Zu einer H&#246;rprobe bitte hier anklicken </a><br />
<a href="../wp-content/uploads/Track-164.mp3">(alle Rechte bei Oehms Classics M&#252;nchen)</a></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span><em>&#8220;Es war einmal ein K&#246;nig,<br />
Der hatt&#8217; einen grossen Floh,<br />
Den liebt&#8217; er gar nicht wenig,<br />
Als wie seinen eig&#8217;nen Sohn.<br />
Da rief er seinen Schneider,<br />
Der Schneider kam heran:<br />
Da, miss dem Junker Kleider<br />
Und miss ihm Hosen an!</em></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span><em>In Sammet und in Seide<br />
War er nun angetan,<br />
Hatte B&#228;nder auf dem Kleide,<br />
Hatt&#8217; auch ein Kreuz daran,<br />
Und war sogleich Minister,<br />
Und hatt&#8217; einen grossen Stern.<br />
Da wurden seine Geschwister<br />
Bei Hof auch grosse Herrn.</em></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span><em>Und Herrn und Frau&#8217;n am Hofe,<br />
Die waren sehr geplagt,<br />
Die K&#246;nigin und die Zofe<br />
Gestochen und genagt,<br />
Und durften sie nicht knicken<br />
Und weg sie jucken nicht.<br />
Wir knicken und ersticken<br />
Doch gleich, wenn einer sticht.&#8221;</em></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Johannes Martin Kr&#228;nzle l&#228;sst im „Flohlied“ wie auch in Mahlers &#8220;Des Antonius von Padua Fischpredigt&#8221; und Schumanns &#8220;Die beiden Grenadiere&#8221; feine Ironie h&#246;ren. Sein lyrischer Bariton kann sich in diesen Liedern wunderbar entfalten. Loewes Balladen singt er wie die alten Barden, nicht immer die Basstiefen gen&#252;gend aussch&#246;pfend, aber wirklich dramatisch. Schuberts &#8220;Erlk&#246;nig&#8221; gef&#228;llt, weil er eine &#252;bertriebene Darstellung, wie sie fr&#252;her &#252;blich war, vermeidet. Auch Hugo Wolfs &#8220;Gutman und Gutweib&#8221; sowie &#8220;Der Feuerreiter&#8221; sind lebendig und Schuberts &#8220;Revelge&#8221; &#228;usserst ber&#252;hrend. Seine Texte sind gut zu verstehen. Hilko Dumno, Dozent f&#252;r Liedform an der Hochschule f&#252;r Musik und darstellende Kunst in Frankfurt, preisgekr&#246;nter Klavierbegleiter grosser Interpreten, unterst&#252;tzt den S&#228;nger am Klavier: vorz&#252;glich, markant und einf&#252;hlsam. Seine Vor-, Zwischen -und Nachspiele lassen ein bedeutendes pianistisches  K&#246;nnen sp&#252;ren.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><strong><span style="color: #2f4f4f;">Ein engagierter Mensch</span></strong></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">1991 gewann der 28j&#228;hrige Johannes Martin Kr&#228;nzle in Rio de Janeiro bei einem Gesangswettbewerb den ersten Preis. Damals hatte er gerade das Dortmunder Engagement mit einer kleinen Rolle angenommen und konnte das Angebot der Oper von Rio, als Leporello zu deb&#252;tieren, nicht wahrnehmen. Er hatte wohl noch die Zeit, in Nordbrasilien herumzureisen und ein paar Konzerte zu geben. Aber das war den Musikprofessoren von João Pessoa nicht genug. Sie wollten, dass er den Studenten etwas beibringe. Blitzschnell organisierten sie einen Simultandolmetscher und einen Pianisten, und der junge S&#228;nger fand sich sofort in der Rolle des Musikp&#228;dagogen.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Es machte ihm Spass. Schnell sprach sich seine T&#228;tigkeit in Nordbrasilien herum. Im Jahr darauf meldete sich die Musikschule von Recife, dann von Natal, wo er im Januar 2010 unterrichtet hat. Einigen seiner Teilnehmer konnte er in diesen 19 Jahren, die er nun dort aktiv ist, helfen, in Europa einen Studienplatz zu finden.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"> Ehrenamtlich ist er nat&#252;rlich t&#228;tig. Wobei das Geld, das er diesmal bekam, seine Flugkosten deckten. &#8220;Ich f&#228;nde es eigenartig, wenn ich als Besserverdienender Kapital daraus schlagen w&#252;rde.&#8221; Die Tatsache, dass er die Sonne und den Strand geniessen kann und vor allem ein anderes Lebensgef&#252;hl erlebt, ist f&#252;r ihn Lohn genug. Es macht ihm Spass, nicht nur an grossen H&#228;usern in Japan, USA und Deutschland zu singen (&#8221;da ist manchmal alles zu saturiert, gemachte Nester&#8221;), sondern auch zum Beispiel in Tiflis, wo die Proben erst zu Ende sind, wenn das Licht ausgeht, oder wie Ende Januar in Kairo.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Johannes Martin Kr&#228;nzle, dem kein Alter anzusehen ist, ist auf dem Sprung in die Weltkarriere. Publikum und Fachwelt sind<span style="font-family: Arial,sans-serif;"><span style="font-size: small;"> gespannt auf seine Interpretation des Alberich, den er im Mai am Teatro alla Scala singen wird und im Oktober an der Deutschen Oper Berlin. Wie wird er dessen B&#246;sartigkeit, aber auch Verzweiflung &#8211; auch er hat ja einen &#8220;guten Kern&#8221; &#8211; gestalten?</span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Die Termine des S&#228;ngers, auch die Konzertermine von Mendelssohn-Bartholdys &#8220;Elias&#8221; in Darmstadt und Mainz, stehen auf seiner <a href="http://www.johannesmartinkraenzle.de/kontakt/kontakt.html">Internet-Seite</a> .</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Im Juni und Juli 2010 singt er wieder an der Oper Frankfurt Hans Pfitzner. Dann kommen die Salzburger Festspiele, dann Berlin. Das Jahr beendet er als Graf Danilo in &#8220;Die Lustige Witwe&#8221; im Grand Théâtre de Genève. 2011 steht das ber&#252;hmte Glyndebourne Opernfestival s&#252;dlich von London auf seinem Terminkalender.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><br />
</span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wer wagt sich auf&#8217;s Wasser mit Barbara Feuerbach?</title>
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		<pubDate>Tue, 02 Mar 2010 15:10:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Barbara, Barbara, komm&#8217; mit mir nach Afrika, sang einst die heute legend&#228;re S&#228;ngerin und Schauspielerin Evelyn K&#252;nneke.
In der Frankfurter Galerie ARTE GIANI verh&#228;lt es sich derzeit eher umgekehrt: Barbara &#8211; nat&#252;rlich handelt es sich um die grossartige Frankfurter Malerin Barbara Feuerbach &#8211; l&#228;dt uns ein, mit ihr in&#8217;s Boot zu steigen. Wollen wir der Einladung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;">Barbara, Barbara, komm&#8217; mit mir nach Afrika, sang einst die heute legend&#228;re S&#228;ngerin und Schauspielerin Evelyn K&#252;nneke.</span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;">In der Frankfurter Galerie ARTE GIANI verh&#228;lt es sich derzeit eher umgekehrt: Barbara &#8211; nat&#252;rlich handelt es sich um die grossartige Frankfurter Malerin <a href="http://www.erhard-metz.de/2009/09/06/starke-haende-starke-frauen-barbara-feuerbach-und-das-bild-der-frau-in-ihrer-malerei/">Barbara Feuerbach</a> &#8211; l&#228;dt uns ein, mit ihr in&#8217;s Boot zu steigen. Wollen wir der Einladung folgen? Uns mit Barbara auf&#8217;s Wasser wagen? Wasser hat keine Balken, das wissen wir doch &#8230;</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;"><img class="size-full wp-image-14428   aligncenter" title="BFB_23O0241-400" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/BFB_23O0241-400.jpg" alt="BFB_23O0241-400" width="400" height="559" /></span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;">Aber ganz sicher nicht nach Afrika, schon gar nicht in diesen Nusssch&#228;lchen, Bottichen, Badezubern, winzigen B&#246;tchen, nein, so weit ginge, auch bei all unserer Anf&#228;lligkeit f&#252;r diese sirenenhaften Lockbilder, unser Reisemut denn doch nicht. Auch wenn unsere Barbara nicht wirklich eine jener Sirenen zu sein scheint, gezeugt vom Meeresgott Acheloos mit einer der verf&#252;hrerischen Musen Melpomene, Terpsichore oder gar der sch&#246;nen Kalliope, nach der Version des Euripides gar mit Erdmutter Gaia, eine jener Sirenen also, die mit ihrem bet&#246;renden (Bilder)Gesang die sich auf&#8217;s Wasser Wagenden in Verderben und gar Tod reissen.</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;"><img class="size-full wp-image-14429   aligncenter" title="BFB_23O0249-400" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/BFB_23O0249-400.jpg" alt="BFB_23O0249-400" width="400" height="557" /></span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;">Doch schau, was ist das, wer klammert sich da wie ein Putzerfisch so frech an&#8217;s Boot? Hat sie ihn denn noch nicht bemerkt? Oder ist es ihr am Ende ganz recht?<br />
</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;"><img class="size-full wp-image-14448 aligncenter" title="BFB_23O0233-400" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/BFB_23O0233-400.jpg" alt="BFB_23O0233-400" width="400" height="555" /></span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;">Ja, und was sind das f&#252;r Herrschaften mit den Kanalschwimmerbrillen, die ihr den Hof machen wollen mit Muckibuden-Armen bei doch un&#252;bersehbarem Bauchansatz, den Banker- und B&#246;rsenmaklerdress haben sie am Ufer abgelegt. Da taucht man als Meerfrau, mit fein gr&#252;n lackierten Fussn&#228;geln und filigranen Schwimmh&#228;utchen, doch am besten gleich elegant ab. Sollen die Kerle das Nachsehen haben! Mehr als ein paar d&#252;mmlich dreinschauende Fische werden sie heute nicht fangen.<br />
</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;"><img class="size-full wp-image-14450 aligncenter" title="BFB_23O0218-400" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/BFB_23O0218-400.jpg" alt="BFB_23O0218-400" width="400" height="578" /></span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;">Dieser fiese, sich selbstgef&#228;llig hinflegelnde Boss &#8211; nat&#252;rlich auch er mit Kanalschwimmerbrille &#8211; hat es geschafft: Sein sch&#246;nes Blondchen hat er erobert, schon etwas gelangweilt aber spielt sie mit ihrer ins Algenmeer herabh&#228;ngenden Perlenkette, doch da kommt der Frosch &#8230; Willst du einen Prinzen finden, musst du viele Fr&#246;sche k&#252;ssen, heisst es. Will er nicht unbedingt und um alles in der Welt gek&#252;sst werden, dieser Frosch? Ob er dann aber wirklich zum Prinzen wird, wer will es wissen?<br />
</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;"><img class="size-full wp-image-14451 aligncenter" title="BFB_23O0221-400" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/BFB_23O0221-400.jpg" alt="BFB_23O0221-400" width="400" height="577" /></span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;">Zufrieden und doch skeptisch betrachten die Matrosen ihren Fang: Ist das die Beute, die sie wirklich machen wollten? Die rote M&#252;tze will uns sagen: Diese Meerjungfrau kehrt in ihr heimisches Element Wasser zur&#252;ck &#8211; in das Wasser als Quelle allen Lebens, aus dem sie erneut aufsteigen wird, Matrosen und &#228;hnliche Irdische in Verwirrung zu st&#252;rzen.<br />
</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;"><img class="size-full wp-image-14454 aligncenter" title="BFB_23O0229-400" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/BFB_23O0229-400.jpg" alt="BFB_23O0229-400" width="400" height="538" /><br />
</span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;">Unsere kleine Reise mit Barbara Feuerbach &#252;ber&#8217;s Wasser neigt sich ihrem Ende zu &#8230; ein dicker Fisch hat sich im kleinen B&#246;tchen eingerichtet, er scheint sich dort gar nicht unwohl zu f&#252;hlen. Der Blick der Dame mit den blauen Hans Albers-Augen aber schweift in eine unbestimmte Ferne &#8230;<br />
</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;"><img class="size-full wp-image-14453 aligncenter" title="BFB_23O0245-400" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/BFB_23O0245-400.jpg" alt="BFB_23O0245-400" width="400" height="561" /></span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;">Und am Ende unserer Reisebetrachtungen stellen wir erleichtert fest: Barbara Feuerbach ist, dem Himmel sei es gedankt, weder als Sirene noch als Meerfrau noch als Nixe unterwegs, und schon gar nicht will sie im kleinen B&#246;tchen &#252;ber&#8217;s Wasser nach Afrika fahren, sondern als ganz reale Malerin in Frankfurt am Main bleiben. Ihre sehenswerten Meeresreisebilder sind in der Galerie <a href="http://www.artegiani.com/">ARTE GIANI</a> &#8211; leider &#8211; nur noch bis zum kommenden Freitag, den 5. M&#228;rz 2010, zu sehen. Diese Ausstellung sollte man wirklich nicht vers&#228;umen.</span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;">Ach halt, wer kommt denn hier noch angekrabbelt, die Damen wollten eigentlich schon nach Hause gehen. Aber ist es nicht s&#252;ss, das kleine Fabeltierchen Hieronymus?<br />
</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;"><img class="size-full wp-image-14463 aligncenter" title="BFB_23O0263-s" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/BFB_23O0263-s.jpg" alt="BFB_23O0263-s" width="250" height="627" /><br />
</span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Verdana;"><em>(alle abgebildeten Arbeiten Acryl/Papier und Acryl/Papier/Holz in verschiedenen Formaten; © Barbara Feuerbach; Fotos: Horst Ziegenfusz)</em><br />
</span></span></p>
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		<title>Susanne Gaensheimer auf der Biennale Venedig 2011 oder: Frankfurt am Canal Grande</title>
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		<pubDate>Mon, 01 Mar 2010 14:34:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankfurt und Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur und Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Frankfurt am Canal Grande m&#252;sste es heissen statt Frankfurt am Main: Die Stadt und die Kunst-Biennale in Venedig werden sp&#228;testens seit der letztj&#228;hrigen Biennale 2009 in einem Atemzug genannt. St&#228;delschulrektor Professor Daniel Birnbaum war deren Direktor, ein weiterer St&#228;delschulprofessor, Tobias Rehberger, Gestalter der legend&#228;ren Cafeteria im Palazzo delle Esposizioni, r&#228;umte den Goldenen L&#246;wen als bester [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Frankfurt am Canal Grande m&#252;sste es heissen statt Frankfurt am Main: Die Stadt und die Kunst-Biennale in Venedig werden sp&#228;testens seit der letztj&#228;hrigen Biennale 2009 in einem Atemzug genannt. St&#228;delschulrektor Professor <a href="http://www.erhard-metz.de/2008/04/10/frankfurter-kunstmanager-auf-dem-vormarsch/">Daniel Birnbaum</a> war deren Direktor, ein weiterer St&#228;delschulprofessor, <a href="http://www.erhard-metz.de/2009/06/26/53-biennale-arte-venedig-2009-3-die-cafeteria-von-tobias-rehberger/">Tobias Rehberger</a>, Gestalter der legend&#228;ren Cafeteria im Palazzo delle Esposizioni, r&#228;umte den Goldenen L&#246;wen als bester Biennale-K&#252;nstler ab.</p>
<p>Den Weg, auf dem man in herausgehobene Funktionen der Weltschau kontempor&#228;rer avantgardistischer Kunst gelangen kann, haben wir anl&#228;sslich der Berufung von Direktor sowie Kurator und K&#252;nstler des deutschen Pavillons zur <a href="http://www.erhard-metz.de/2009/05/03/fare-mondi-making-worlds-weltenmachen-motto-der-53-biennale-arte-in-venedig/">Biennale 2009</a> dargestellt. Nun hat das insoweit zust&#228;ndige Ausw&#228;rtige Amt unl&#228;ngst Susanne Gaensheimer, die Direktorin des Frankfurter Museums f&#252;r Moderne Kunst, zur Kuratorin (&#8221;Kommissarin&#8221;) des deutschen Beitrags zur 54. Biennale von Venedig 2011 berufen. Wir gratulieren auch von dieser Stelle aus noch einmal herzlich!</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-14413 aligncenter" title="mmk_gaensheimer4" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/mmk_gaensheimer4.jpg" alt="mmk_gaensheimer4" width="400" height="573" /></p>
<p><em><span>MMK-Direktorin Susanne Gaensheimer (Bildnachweis: MMK; Foto: Maruricio Guillén)</span></em></p>
<p>&#8220;Seit ihren Anf&#228;ngen am Ende des 19. Jahrhunderts&#8221;, sagte Susanne Gaensheimer zu ihrer Ernennung, &#8220;ist die Biennale in Venedig – bis auf die Zeit zwischen 1934 und 1942 – einer der wesentlichen, international wahrgenommenen Orte, an denen die avantgardistischsten Positionen der zeitgen&#246;ssischen Kunst pr&#228;sentiert und im Diskurs mit Interessierten aus der ganzen Welt verhandelt werden. Das Publikum und die K&#252;nstler erwarten von dieser Biennale, mit den progressivsten k&#252;nstlerischen Positionen konfrontiert zu werden. Gerade die Ausstellungen im Deutschen Pavillon haben hierf&#252;r meiner Ansicht nach Massst&#228;be gesetzt, denkt man an die Beitr&#228;ge von Joseph Beuys, Gerhard Richter, Hans Haacke oder Isa Genzken. Ich freue mich darauf, diese M&#246;glichkeit zu n&#252;tzen und gemeinsam mit einem oder mehreren K&#252;nstlern den Deutschen Pavillon zu gestalten.&#8221;</p>
<p>Und Frankfurts Dezernent f&#252;r Wissenschaft und Kultur, Professor Felix Semmelroth, freute sich: &#8220;Die Berufung von Susanne Gaensheimer als Kommissarin f&#252;r den Deutschen Pavillon der Biennale von Venedig 2011 ist eine Auszeichnung ihrer Person und ihrer Arbeit im Museum f&#252;r Moderne Kunst in Frankfurt am Main. Susanne Gaensheimer hat in ihrem ersten Jahr ein konsistentes Programm f&#252;r das MMK entwickelt, in dessen Zentrum die intensive und publikumswirksame Auseinandersetzung mit der Sammlung des Hauses steht. Ihre bisherigen Sonderausstellungen zum Beispiel &#252;ber Sarah Morris, Jack Goldstein oder Peter Roehr haben gezeigt, dass sie einen &#228;usserst profunden Zugang zur Gegenwartskunst hat. Wir k&#246;nnen auf den Deutschen Pavillon der Biennale 2011 sehr gespannt sein.&#8221;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14412" title="l1001765-430-k-2" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001765-430-k-2.jpg" alt="l1001765-430-k-2" width="430" height="644" /></p>
<p><em>Die S&#228;ulenvorhalle des Deutschen Pavillons in den Giardini Pubblici (Foto: FeuilletonFrankfurt)</em></p>
<p>Nun, gespannt darauf sind nat&#252;rlich auch wir. Und wir konnten uns der naheliegenden Frage an Susanne Gaensheimer nicht enthalten, ob sie denn &#8211; zumindest klammheimlich &#8211; &#228;hnliche Gel&#252;ste hege wie etwa Isa Genzken, <a href="http://www.erhard-metz.de/2009/06/23/53-biennale-arte-venedig-2009-1-der-deutsche-pavillon/">Nicolaus Schafhausen</a> oder <a href="http://www.erhard-metz.de/2009/06/23/53-biennale-arte-venedig-2009-1-der-deutsche-pavillon/">Liam Gillick</a>, den deutschen Pavillon oder wenigstens den ungeliebten S&#228;ulenvorbau der Abrissbirne auszuliefern. Sie l&#228;chelte. Wir denken: Nein, ganz so gewaltt&#228;tig wird sie mit dem Bauwerk nicht umgehen wollen. Und bis zum Mai 2011 wird die Zeit f&#252;r solch rabiate Massnahmen gewiss nicht ausreichen.</p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Eine Reise ins Innere der Mongolei (Folge 2)</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2010/02/28/eine-reise-ins-innere-der-mongolei-folge-2/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Feb 2010 12:08:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Meine Gäste]]></category>
		<category><![CDATA[Reisen]]></category>

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		<description><![CDATA[Eine Reise ins Innere der Mongolei (2)

Text und Fotografien: © Ingrid Malhotra


Und weiter geht es, &#252;ber Baotou, eine &#8220;Kleinstadt&#8221;, in der gerade eine &#252;beraus wohlgeordnete Demonstration stattfindet,

und das Lamakloster Wudanshao, das einen sehr tibetischen Eindruck macht,



zu den Ausl&#228;ufern der W&#252;ste Gobi, den sogenannten singenden D&#252;nen.


Hier ist ganz sch&#246;n was los! Empfangen werden wir, wie meist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #d40217;"><span style="font-family: Arial;"><strong><span style="font-size: large;">Eine Reise ins Innere der Mongolei (2)<br />
</span></strong></span></span></p>
<p><span style="color: #d40217;"><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><strong>Text und Fotografien: © Ingrid Malhotra</strong></span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="color: #ff0000;"><img class="alignnone size-full wp-image-14357" title="Baotou-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Baotou-430.jpg" alt="Baotou-430" width="430" height="286" /><br />
</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><a href="http://www.erhard-metz.de/2010/02/08/eine-reise-ins-innere-der-mongolei-folge-1/">Und weiter geht es</a>, &#252;ber Baotou, eine &#8220;Kleinstadt&#8221;, in der gerade eine &#252;beraus wohlgeordnete Demonstration stattfindet,</span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14363" title="Baotou4-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Baotou4-430.jpg" alt="Baotou4-430" width="430" height="291" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="color: #000000;">und das Lamakloster Wudanshao, das einen sehr tibetischen Eindruck macht,</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="color: #000000;"><img class="alignnone size-full wp-image-14364" title="Wudanshao2-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Wudanshao2-430.jpg" alt="Wudanshao2-430" width="430" height="286" /></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="color: #000000;"><img class="alignnone size-full wp-image-14365" title="Wudanshao4-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Wudanshao4-600.jpg" alt="Wudanshao4-600" width="600" height="393" /><br />
</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="color: #000000;">zu den Ausl&#228;ufern der W&#252;ste Gobi, den sogenannten singenden D&#252;nen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="color: #000000;"><img class="alignnone size-full wp-image-14368" title="Gobi8-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Gobi8-600.jpg" alt="Gobi8-600" width="600" height="400" /><br />
</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Hier ist ganz sch&#246;n was los! Empfangen werden wir, wie meist in Touristenzentren, von Trachtengruppen, die T&#228;nze auff&#252;hren und generell exotisch aussehen. Dann geht es per Seilbahn auf die D&#252;nen. Einige von uns – auch ich – m&#252;ssen mit sanfter Gewalt aus dem Souvenirshop gezerrt werden, weil es dort wundersch&#246;ne Kaschmirpullover gibt.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-14374" title="Gobi6-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Gobi6-430.jpg" alt="Gobi6-430" width="430" height="286" /><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Jetzt schaukeln wir also &#252;ber die singenden D&#252;nen – man h&#246;rt sie zwar, aber nicht singen! Eher Motorgeknatter und Freudengeschrei, denn hier rutschen die Leute mit allem den steilen Sandhang herunter, was man nur f&#252;r diesen Zweck nutzen kann – mit oder ohne Motor.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Wir hingegen gehen ganz gesittet zu den Kamelen, kriegen jeder eins zugeteilt und sitzen auf. Danach reiten wir zu einer nahegelegenen Oase und fotografieren uns gegenseitig. Ausserdem haben wir Gelegenheit festzustellen, dass Kamele sehr z&#228;rtlichkeitsbed&#252;rftig sind. Ich streichle meins, und nicht nur kann es gar nicht genug kriegen und verrenkt sich gewaltig f&#252;r noch mehr Streicheleinheiten, auch die Kamele davor und dahinter r&#252;cken heran und wollen etwas abhaben.</span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14373" title="Gobi12-600-k" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Gobi12-600-k.jpg" alt="Gobi12-600-k" width="600" height="474" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"> Uns ach so erfahrene Kamelreiter bringt das schon ein wenig in Verlegenheit, aber der Kameltreiber sorgt bald f&#252;r Ordnung.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-14379" title="Gobi7-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Gobi7-430.jpg" alt="Gobi7-430" width="430" height="286" /><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="color: #ff0000;"><img class="alignnone size-full wp-image-14372" title="Gobi14-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Gobi14-600.jpg" alt="Gobi14-600" width="600" height="400" /><br />
</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Und danach fahren wir nach Hohhot.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Hohhot? Merkw&#252;rdiger Name! Nie geh&#246;rt! Wo liegt das, und was ist das? Oh, das ist die Hauptstadt des Autonomen Gebietes Innere Mongolei und hat weit &#252;ber zwei Millionen Einwohner. Hohhot bedeutet &#8220;Blaue Stadt&#8221; &#8211; ich weiss aber nicht warum. Es gibt eine nette kleine Altstadtstrasse mit hochinteressanten Antiquit&#228;tenl&#228;den und, ja, dann gibt es den Tempel der F&#252;nf Pagoden.</span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14380" title="Hohhot5-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Hohhot5-600.jpg" alt="Hohhot5-600" width="600" height="400" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Sonst hat die Stadt nicht viel zu bieten, h&#246;chstens merkw&#252;rdige kleine L&#228;den, in denen man erstaunlicherweise hochmodische Kaschmirkleidung kaufen kann, und noch phantastischere Strassenbeleuchtungen, als man sie in China schon gewohnt ist, <span style="color: #000000;">breite Strassen ohne Verkehr</span><span style="color: #000000;">, baulichen Mischmasch,</span></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14385" title="Hohhot4-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Hohhot4-430.jpg" alt="Hohhot4-430" width="430" height="286" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="color: #000000;"> </span><span style="color: #000000;">aber der Tempel der F&#252;nf Pagoden entsch&#228;digt f&#252;r das alles – sogar f&#252;r die Lautsprecheranlage auf dem weiten Platz vor dem Hotel, die bis abends martialische Musik durch die Fenster schmetterte. Ein wundersch&#246;n harmonisches Bauwerk mit unglaublich feinen Steinmetzarbeiten</span></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14381" title="Hohhot10-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Hohhot10-430.jpg" alt="Hohhot10-430" width="430" height="645" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14382" title="Hohhot12-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Hohhot12-600.jpg" alt="Hohhot12-600" width="600" height="400" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14384" title="Hohhot8-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Hohhot8-600.jpg" alt="Hohhot8-600" width="600" height="379" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="color: #000000;"> </span><span style="color: #000000;">und einer Pergola aus Schlangenk&#252;rbissen:</span></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14383" title="Hohhot7-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Hohhot7-430.jpg" alt="Hohhot7-430" width="430" height="286" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="color: #000000;"> </span><span style="color: #000000;">Darauf sind die M&#246;nche ganz besonders stolz!</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Am n&#228;chsten Tag geht es weiter. Jetzt kommt das, was ich mir unter der Inneren Mongolei, eigentlich &#252;berhaupt unter Mongolei vorgestellt habe. Das Grasland. Hier kann man sich Attila vorstellen und die Reiterhorden des Dschingis Khan. Was sonst soll man hier auch tun als reiten? Eine endlose, leicht gewellte Hochebene voller Gras. Und noch mehr Gras. Gelegentlich wird das Gras unterbrochen von Spuren,</span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14387" title="Mongolei13-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Mongolei13-600.jpg" alt="Mongolei13-600" width="600" height="388" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="color: #000000;">einem Steinh&#252;gel zur Verehrung irgendeines Gottes</span><span style="color: #000000;"> </span></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14388" title="Mongolei14-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Mongolei14-600.jpg" alt="Mongolei14-600" width="600" height="400" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="color: #000000;">oder einem merkw&#252;rdigen Gef&#228;hrt am Strassenrand.</span><span style="color: #ff0000;"> </span></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14386" title="Unterwegs-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Unterwegs-430.jpg" alt="Unterwegs-430" width="430" height="327" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="color: #000000;">Manchmal auch vom Gelben Fluss,</span><span style="color: #000000;"> einem einsamen Grab </span><span style="color: #000000;">oder &#228;usserst sp&#228;rlichen Resten aus der Anfangszeit der Grossen Mauer.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Und irgendwann kommt das grosse Erlebnis Nummer eins: ein Bauernhof. Fr&#252;her waren die Mongolen Nomaden und wohnten in Jurten. Das d&#252;rfen sie heute nicht mehr. Man hat ihnen bemerkenswert h&#228;ssliche Betonh&#228;user hingestellt, </span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-14391" title="Mongolei11-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Mongolei11-430.jpg" alt="Mongolei11-430" width="430" height="266" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="color: #000000;">in denen sie pflichtgem&#228;ss leben und ihre G&#228;ste bewirten.</span></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14389" title="Mongolei9-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Mongolei9-430.jpg" alt="Mongolei9-430" width="430" height="286" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14390" title="Mongolei10-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Mongolei10-430.jpg" alt="Mongolei10-430" width="430" height="286" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="color: #000000;">Daneben stehen noch die Jurten – die d&#252;rfen sie w&#228;hrend der Saison an Touristen vermieten. Sie sollen bei japanischen Hochzeitsp&#228;rchen besonders beliebt sein &#8230;</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Und dann kommt H&#246;hepunkt Nummer zwei: Touristenzentrum, Reiterhof, Gastst&#228;tte? Schwer einzuordnen. Jedenfalls wird unser kleiner Bus herzlich begr&#252;sst mit Mongolen und Mongolinnen in bunter Faschingsseide, Schnaps und Pferden.</span></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-14358 aligncenter" title="Mongolei-380" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Mongolei-380.jpg" alt="Mongolei-380" width="380" height="570" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"> Auch hier gibt es Jurten. Sie stehen in Reih und  Glied wie eine Reihenhaussiedlung.</span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14359" title="Mongolei3-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Mongolei3-430.jpg" alt="Mongolei3-430" width="430" height="286" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Am Rand stehen die Pferde auf grossen Koppeln. W&#228;hrend wir noch die Pferde begr&#252;ssen, kommen ein paar richtig grosse Busse – die werden nat&#252;rlich sehr viel emphatischer begr&#252;sst: Wilde Reiter sprengen ihnen entgegen und geleiten sie auf den Busparkplatz. Dort stehen auch monglische Touristen herum, die sich h&#246;flich l&#228;chelnd &#252;ber das Schauspiel wundern.</span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14360" title="Mongolei2-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Mongolei2-430.jpg" alt="Mongolei2-430" width="430" height="343" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Drinnen im Gasthaus gibt es dann ein grosses Essen – viel Hammel, viel Schnaps – und Musikdarbietungen, die, das muss ich fairerweise zugeben, nicht fl&#252;chtig abgespult werden, sondern so dargeboten werden, dass man sich wirklich als willkommener Gast f&#252;hlt und nicht als ein Touri von Tausenden &#8230; </span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14361" title="Mongolei8-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Mongolei8-430.jpg" alt="Mongolei8-430" width="430" height="286" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"> Und dann fahren wir zur&#252;ck nach Beijing und verstehen, warum unser Fahrer schon auf dem Hinweg in d&#252;stere Prophezeiungen ausgebrochen ist, was alles sein wird, falls wir nicht vor den Kohlelastern die Stadtgrenze passieren.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Nat&#252;rlich kommen wir zu sp&#228;t.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Und nat&#252;rlich stehen wir bis weit in die Nacht im Kohlenstau!</span></p>
<p style="text-align: center;">→   <span style="font-family: Arial;"><a href="http://www.erhard-metz.de/2010/02/08/eine-reise-ins-innere-der-mongolei-folge-1/">Folge 1</a><br />
</span></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>&#8220;Leuchtstoff&#8221; &#8211; eine Ausstellung der Schule f&#252;r Mode.Grafik.Design im Frankfurter K&#252;nstlerclub</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2010/02/27/leuchtstoff-eine-ausstellung-der-schule-fuer-mode-grafik-design-im-frankfurter-kuenstlerclub/</link>
		<comments>http://erhard-metz.de/2010/02/27/leuchtstoff-eine-ausstellung-der-schule-fuer-mode-grafik-design-im-frankfurter-kuenstlerclub/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 27 Feb 2010 13:18:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt und Hessen]]></category>

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		<description><![CDATA[Auch in diesem Jahr stellten Studentinnen und Studenten der Offenbacher Schule f&#252;r Mode.Grafik.Design ihre Semesterarbeiten im Nebbienschen Gartenhaus des Frankfurter K&#252;nstlerclubs aus. &#8220;Leuchtstoff&#8221; lautete das Thema &#8211; ausgehend von einer Modenschau der Schule zur Frankfurter &#8220;Luminale&#8221;.

Plakat zur Ausstellung (Bildnachweis: Schule f&#252;r Mode.Grafik.Design)
Die Spannweite der gezeigten Arbeiten und aufbereiteten Ideen war wieder gross: Pr&#228;sentiert wurden Skizzen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Auch in diesem Jahr stellten Studentinnen und Studenten der Offenbacher <a href="http://www.erhard-metz.de/2009/03/14/manipulation-semesterausstellung-der-schule-fuer-modegrafikdesign-im-frankfurter-kuenstlerclub/">Schule f&#252;r Mode.Grafik.Design</a> ihre Semesterarbeiten im Nebbienschen Gartenhaus des Frankfurter K&#252;nstlerclubs aus. &#8220;Leuchtstoff&#8221; lautete das Thema &#8211; ausgehend von einer Modenschau der Schule zur Frankfurter &#8220;Luminale&#8221;.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-14220 aligncenter" title="Ausstellungsplakat" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Ausstellungsplakat.jpg" alt="Ausstellungsplakat" width="306" height="425" /></p>
<p><em>Plakat zur Ausstellung (Bildnachweis: Schule f&#252;r Mode.Grafik.Design)</em></p>
<p>Die Spannweite der gezeigten Arbeiten und aufbereiteten Ideen war wieder gross<em>: </em>Pr&#228;sentiert wurden Skizzen, Fotografien, Illustrationen und kleine Installationen zum beziehungsreichen Thema &#8220;Leuchtstoff&#8221;. Wir lassen in einer kleinen Auswahl vier Studentinnen unmittelbar selbst zu Wort &#252;ber ihre Sch&#246;pfungen kommen.<em> </em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14569" title="L1004413-430-n" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004413-430-n.JPG" alt="L1004413-430-n" width="430" height="564" /></p>
<p>&#8220;Welchen Zweck erf&#252;llt Kleidung&#8221;, fragt <strong>Vanessa Bechtler</strong>, &#8220;und welche Wirkung &#252;bt sie aus? Bedecken wir unseren K&#246;rper, da er uns zu real und daher besch&#228;mend erscheint?</p>
<p>Kleidung ist Fassade, Schutz f&#252;r Geist und Seele. Sie verformt das Nat&#252;rliche und betont zugleich durch K&#252;nstlichkeit. Kleidung an und f&#252;r sich ist demnach Blendwerk, das sowohl der Abwehr als auch der Anziehung dient.</p>
<p>Licht blendet und verblendet zugleich, betont und kaschiert, weckt Illusionen und zeigt die Wahrheit – Leuchtmode.&#8221;</p>
<p><strong>Julia Woisetschl&#228;ger</strong> erkl&#228;rt ihre Trilogie mit dem folgenden Text:</p>
<p><img title="L1004432-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004432-430.jpg" alt="L1004432-430" width="430" height="604" /></p>
<p><img title="L1004433-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004433-430.jpg" alt="L1004433-430" width="430" height="516" /></p>
<p><img title="L1004434-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004434-430.jpg" alt="L1004434-430" width="430" height="536" /></p>
<p><img title="L1004435-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004435-430.jpg" alt="L1004435-430" width="430" height="775" /></p>
<p><!-- .hmmessage P { margin:0px; padding:0px } body.hmmessage { font-size: 10pt; font-family:Verdana } --></p>
<p><strong>Julia Birkenstock</strong> l&#228;sst sich von dem Film &#8220;Berlin Calling&#8221; inspirieren und ebenso von dem Thema Licht. Ihr Protagonist tr&#228;gt &#8220;eine Karottenhose aus  Alufolie, eine Weste, farbliche Federn (Farbpalette) als Kopfbedeckung und Schuhe  ebenfalls aus den selben Farben.&#8221;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14321" title="L1004446-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004446-430.jpg" alt="L1004446-430" width="430" height="564" /></p>
<p>&#8220;Ein weiterer Entwurf&#8221;, so Julia Birkenstock, &#8220;stellt einen Ausserirdischen dar, der von einem anderen Stern kommt. Er tr&#228;gt einen Ganzbody, der aus kleinen Teilen Alufolie besteht, bei dem jeweils ein &#196;rmel und ein Hosenbein fehlt, die Haut ist blau und er hat keine &#8216;normalen&#8217; F&#252;sse und H&#228;nde.&#8221;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14320" title="L1004440-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004440-430.jpg" alt="L1004440-430" width="430" height="562" /></p>
<p>Besonders &#252;berzeugten uns die Arbeiten von <strong>Susi Kallo</strong>.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-14323 aligncenter" title="L1004417-380" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004417-380.jpg" alt="L1004417-380" width="380" height="512" /></p>
<p style="text-align: center;"><em>Susi Kallo erl&#228;utert ihre Arbeit</em></p>
<p><strong> </strong>&#8220;Bei den drei Outfits zum Thema &#8216;Leuchtstoff &#8216; f&#252;r die Luminale habe ich mir&#8221;, erkl&#228;rt Susi Kallo, &#8220;das  Unterthema Gl&#252;hw&#252;rmchen ausgesucht. Dazu habe ich mich zun&#228;chst &#252;ber  Gl&#252;hw&#252;rmchen, ihren K&#246;rperaufbau und ihr Aussehen informiert und Skizzen gefertigt.  Danach habe ich den K&#246;rper in verschiedene Formen aufgeteilt und neu  zusammengesetzt, woraus zum Schluss die drei Outfits entstanden sind.&#8221;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14334" title="L1004456-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004456-430.jpg" alt="L1004456-430" width="430" height="267" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14335" title="L1004458-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004458-430.jpg" alt="L1004458-430" width="430" height="280" /></p>
<p>Die Studentin verbindet das gestellte Thema &#8220;Leuchtstoff&#8221; mit der belebten Natur, konkret dem Gl&#252;hw&#252;rmchen, und &#252;bertr&#228;gt dessen K&#246;rperaufbau auf ihre Entw&#252;rfe f&#252;r weibliche Bekleidung. Ihre Arbeiten konkretisiert sie mit kleinen ausgeschnittenen Stoffmustern, die sie auf die Skizzenbl&#228;tter aufklebt.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-14331 aligncenter" title="L1004451-380" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004451-380.jpg" alt="L1004451-380" width="380" height="515" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-14332 aligncenter" title="L1004449-380" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004449-380.jpg" alt="L1004449-380" width="380" height="539" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-14333 aligncenter" title="L1004448-380" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004448-380.jpg" alt="L1004448-380" width="380" height="538" /></p>
<p>An der diesj&#228;hrigen Semesterausstellung der Schule f&#252;r Mode.Grafik.Design beteiligten sich ausserdem die Studentinnen und Studenten Anastasia, Juliett Castineira, Anna Dorra, Steven Evans, Rebecca G&#252;nther, Verena Hohm, Chen Jerusalem, Laura Krause, Celine Kuhn, Julia Lorenzo, Katharina M&#246;&#223;er, Polina Oliger, Tatjana Prenzel, Judith Schneider und Tess Venier mit interessanten und beachtenswerten Arbeiten.</p>
<p><em>(abgebildete Arbeiten  	© jeweilige K&#252;nstlerinnen; </em><br />
<em>Fotos: FeuilletonFrankfurt)</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Weisheiten / 56</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2010/02/24/weisheiten-56/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Feb 2010 08:41:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Weisheiten]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer will, dass die Welt so bleibt, wie sie ist, der will  nicht, dass sie bleibt.
Erich Fried

(Quelle: NASA)

]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #333399;"><strong><span style="font-family: Verdana;"><span style="font-size: medium;">Wer will, dass die Welt so bleibt, wie sie ist, der will  nicht, dass sie bleibt.</span></span></strong></span></p>
<p><span style="color: #333399;"><strong><span style="font-family: Verdana;"><span style="font-size: small;">Erich Fried</span></span></strong></span></p>
<p><strong><span style="color: #800000;"><span style="font-family: Verdana;"><span style="font-size: small;"><img class="alignnone size-full wp-image-14283" title="599px-The_Earth_seen_from_Apollo_17" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/599px-The_Earth_seen_from_Apollo_17.jpg" alt="599px-The_Earth_seen_from_Apollo_17" width="430" height="430" /></span></span></span></strong></p>
<p style="text-align: center;"><strong><span style="color: #800000;"><span style="font-family: Verdana;"><span style="font-size: x-small;"><em><span style="color: #333399;">(Quelle: NASA)</span></em><br />
</span></span></span></strong></p>
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		<title>IWC-Freundschaftsball 2010 zugunsten des St&#228;del Museums Frankfurt</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 07:36:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankfurt und Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur und Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Seit einiger Zeit geschieht Eigenartiges um das St&#228;del Museum Frankfurt: So wird das &#8220;neue St&#228;del&#8221; nicht nur gebaut, sondern es wird beispielsweise gelesen, gewonnen, gespielt, ja auch getrunken (gl&#252;cklicherweise aber noch nicht geraucht). Nun, am 20. Februar 2010 wurde das &#8220;neue St&#228;del&#8221; sogar getanzt: vom International Women&#8217;s Club of Frankfurt e. V. (IWC), bei dessem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Seit einiger Zeit geschieht Eigenartiges um das St&#228;del Museum Frankfurt: So wird das &#8220;neue St&#228;del&#8221; nicht nur gebaut, sondern es wird beispielsweise gelesen, gewonnen, gespielt, ja auch getrunken (gl&#252;cklicherweise aber noch nicht geraucht). Nun, am 20. Februar 2010 wurde das &#8220;neue St&#228;del&#8221; sogar getanzt: vom International Women&#8217;s Club of Frankfurt e. V. (IWC), bei dessem diesj&#228;hrigen Internationalen Freundschaftsball.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14265" title="IWC Ball 2010 066-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/IWC-Ball-2010-066-430.jpg" alt="IWC Ball 2010 066-430" width="430" height="329" /></p>
<p><em>IWC-Pr&#228;sidentin Annemarie Moritz und St&#228;del-Direktor Max Hollein bei der &#220;bergabe des Spendenschecks (Foto: Marion Toelle)</em></p>
<p>20.240 Euro &#8211; so lautete die Summe der Ballerl&#246;se auf dem symbolischen Scheck, den IWC-Pr&#228;sidentin Annemarie Moritz am sp&#228;ten Abend St&#228;del-Direktor Max Hollein als Schirmherrn des Balls &#252;berreichen konnte. Der L&#246;wenanteil resultierte aus der traditionellen Balltombola. Dazu gab es dieses Jahr aber noch ein echtes Schmankerl: 15 Damen des Clubs, an deren Spitze die akademische Malerin Ludmilla Wilkening, hatten in wochenlanger Arbeit ein grossformatiges &#214;lgem&#228;lde &#8220;Skyline von Frankfurt&#8221; geschaffen (O-Ton Max Hollein: epochaler Schritt, Meilenstein der Kunstgeschichte), das am Ballabend versteigert wurde.  Die Frankfurter K&#252;nstler-Ikone Ferry Ahrlé fungierte als Auktionator, der Hammerpreis betrug stattliche 2.500 Euro.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14266" title="L1040136-b1-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1040136-b1-430.jpg" alt="L1040136-b1-430" width="430" height="355" /></p>
<p><em>Versteigert f&#252;r den guten Zweck: &#8220;Skyline von Frankfurt&#8221; (Foto: FeuilletonFrankfurt)</em></p>
<p>Es war massgeblich der &#246;sterreichischen Herkunft von Club-Pr&#228;sidentin sowie auch St&#228;del-Direktor geschuldet, dass der Internationale Freundschaftsball dieses Jahr ganz im Zeichen der Alpenrepublik stand: Das historische Casinogeb&#228;ude der Johann Wolfgang Goethe-Universit&#228;t Frankfurt hatte sich &#8211; nicht zuletzt dank der Dekoration von Erhard Priewe &#8211; in einen Wiener Ballsaal verwandelt, und unter tanzmeisterlicher Leitung wurde die, wie es hiess, erste Publikumsquadrille in Frankfurt am Main getanzt, nat&#252;rlich mit dem Galopp am Ende. Dass es dabei nicht ganz so geordnet zugehen konnte wie beim Wiener Opernball, versteht sich von selbst. Im &#252;brigen bestimmte der Walzer das Geschehen auf der Tanzfl&#228;che, stilecht intoniert vom Johann Strau&#223;-Orchester aus Wiesbaden. Manche der rund 280 Ballg&#228;ste trugen alpenl&#228;ndische Abendgarderoben. Auch auf der B&#252;ffet-Karte war &#214;sterreichisches zu finden: Kalbstafelspitz und Fleischpflanzerl, Palatschinken und Wiener Gulaschsuppe. Und einer der Hauptgewinne der Tombola wird dem gl&#252;cklichen Losinhaber einen Aufenthalt im &#8220;Weissen R&#246;ssl&#8221; am Wolfgangsee bescheren.</p>
<p>Ein &#252;beraus gelungener Abend, mit dem der <a href="http://www.erhard-metz.de/2008/04/23/lucy-und-der-international-womens-club-of-frankfurt/">International Women&#8217;s Club of Frankfurt</a> erneut auch seine soziale und kulturelle Kompetenz unter Beweis stellte: Der Ballerl&#246;s entspricht fast der Summe, die f&#252;r eines der 195 runden Oberlichtfenster der k&#252;nftigen unterirdischen Ausstellungsfl&#228;chen unter dem Garten des St&#228;del Museums ben&#246;tigt wird.</p>
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