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	<title>erhard-metz.de &#187; Kultur und Gesellschaft</title>
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		<title>Gesund in die AOK auf Probe</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Sep 2009 15:27:26 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastautorinnen und -autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur und Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Vorsicht Arzt!&#8221; schrieb einst der legend&#228;re Chirurg Julius Hackethal an sein Praxisschild. Lenin soll gespottet haben: &#8220;Wenn diese Deutschen einen Bahnhof st&#252;rmen wollen, kaufen die sich erst noch eine Bahnsteigkarte!&#8221; In diesem Sinne rufen wir, deutsch, vorsichtig und pflichtbewusst, wie wir sind, Ihnen zu: &#8220;Vorsicht Glosse!&#8221; Gesund in die AOK auf Probe von Robert Stra&#223;heim [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Vorsicht Arzt!&#8221; schrieb einst der legend&#228;re Chirurg Julius Hackethal an sein Praxisschild. Lenin soll gespottet haben: &#8220;Wenn diese Deutschen einen Bahnhof st&#252;rmen wollen, kaufen die sich erst noch eine Bahnsteigkarte!&#8221; In diesem Sinne rufen wir, deutsch, vorsichtig und pflichtbewusst, wie wir sind, Ihnen zu: &#8220;Vorsicht Glosse!&#8221;</p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="color: #42c902;"><strong><span style="font-size: x-large;">Gesund in die AOK auf  Probe</span></strong></span></p>
<p style="margin-top: 0.21cm;"><span style="color: #42c902;"><strong><span style="font-size: large;"><em>von Robert Stra&#223;heim</em></span></strong></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;">&#8220;<span style="font-size: small;">Testen Sie die AOK Hessen&#8221;, stand auf dem Werbeplakat. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Warum nicht, dachte ich mir, teste mal richtig die Krankenkasse! Ich wurde AOK-Mitglied, f&#252;r eine Probezeit von drei Monaten, mit Auslands-Zusatzversicherung.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Erstmal nahm ich mir eine Woche Urlaub. Das sollte reichen, dachte ich mir, eine Woche investiere ich mal, und die restlichen zw&#246;lf Wochen geh&#246;ren dann der AOK. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Sofort buchte ich einen Flug nach Mexiko, ein</span><span style="font-size: small;"><em> one-way-ticket, </em></span><span style="font-size: small;">versteht sich, der R&#252;ckflug sollte auf die Kasse gehen. Aber ich musste vier Tage warten, bis der Flieger abging. Um die Zeit zu nutzen, ging ich in ein </span><span style="font-size: small;">Flatrate</span><span style="font-size: small;">-Lokal, wo ich mich richtig volllaufen lie&#223;, und weil ich die H&#228;lfte davon wieder erbrach, schluckte ich noch ein paar bunte Pillen dazu. Notarzt, Intensivstation, alles verlief nach Wunsch. Nach drei Tagen hatte die AOK mich wieder auf die Beine gebracht. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">In Mexiko jagte ich dem Virus nach, wollte doch immer schon mal wissen, wie gef&#228;hrlich diese Schweinegrippe ist. F&#252;rs HIV und eine sch&#246;ne AIDS-Behandlung reichen drei Monate ja leider nicht aus. Also schlich ich mich in ein Krankenhaus mit Grippe-Opfern ein, durchbrach alle Sicherheitssperren, gelangte ins Krankenzimmer und k&#252;sste von den siechen Leibern alle verf&#252;gbaren Schweineviren ab. </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Nichts passierte. Dabei endete in zwei Tagen mein Urlaub! Was ich bei meiner Planung vergessen hatte: Drei, vier Tage Inkubationszeit brauchen diese Viren, bis die Schweinegrippe richtig ausbricht. Da ich solange nicht warten konnte, weil ich sonst gefeuert worden w&#228;re oder auf eigene Kosten h&#228;tte zur&#252;ckfliegen m&#252;ssen, hatte ich eine bessere Idee: Bungee-Jumping. Auch daf&#252;r ist Mexiko ein prima Land. Trotzdem musste ich f&#252;nfmal hintereinander springen, bis ich endlich verungl&#252;ckte. Jetzt ging alles sehr schnell: Hubschrauber-Rettung, Nottransport zur&#252;ck nach Deutschland, Wirbels&#228;ulen-OP, Schweinegrippen-Quarant&#228;ne und eine sch&#246;ne lange Reha-Therapie. Genau zum Ende der Probezeit bin ich entlassen worden.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Zuhause finde ich nun einen Brief der AOK vor: Sie fragt h&#246;flich an, ob mir die Probezeit gefallen habe? Ob sie mich weiterhin als ihren AOK-Versicherten f&#252;hren d&#252;rfe?</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">Naja, denke ich, dank der AOK bin ich nicht im Delirium verreckt, nicht vom mutwilligen Springen querschnittsgel&#228;hmt, und durch hinterlistiges K&#252;ssen nicht zum Schwein geworden, jedenfalls nicht im medizinischen Sinne. Aber wenn ich es mir recht &#252;berlege, will ich doch keine Beitr&#228;ge an eine Versicherung l&#246;hnen, die f&#252;r all die Dummheiten, wie ich sie begangen habe, bedingungslos bezahlt.</span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm;"><span style="font-size: small;">P.S. Mein AOK-Test bringt mir jetzt ein Verm&#246;gen ein: Kurz nachdem ich meinen Bericht ver&#246;ffentlicht hatte, habe ich mehrere Angebote von privaten Fernsehsendern bekommen: Die sind ganz heiss darauf, aus meiner Erfahrung ein neues Format zu produzieren, Titel: <em>&#8220;</em></span><span style="font-size: small;"><em>Die</em></span><span style="font-size: small;"> </span><span style="font-size: small;"><em>Kassenpr&#252;fer</em></span><span style="font-size: small;">&#8220;. In diesem Format soll das Fernsehpublikum die Abenteuer von Freiwilligen in AOK-Probezeiten begleiten, je verwegener, je verr&#252;ckter, je blutiger, desto gr&#246;sser der Werbeumsatz. Gratuliere, AOK, tolle Idee! </span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: center;"><span style="font-size: small;"><img class="alignnone size-full wp-image-10480" title="haltdieohrensteif-jutta-anger" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/haltdieohrensteif-jutta-anger.jpg" alt="haltdieohrensteif-jutta-anger" width="266" height="400" /></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: center;"><span style="font-size: x-small;"><em>(Foto: Jutta Anger /pixelio.de)</em></span></p>
<p style="margin-bottom: 0cm; text-align: center;"><span style="font-size: small;"><em><br />
</em></span></p>
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		<title>&#8220;Amt f&#252;r Umbruchsbew&#228;ltigung&#8221; in Frankfurt am Main</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2012/01/28/amt-fur-umbruchsbewaltigung-in-frankfurt-am-main/</link>
		<comments>http://erhard-metz.de/2012/01/28/amt-fur-umbruchsbewaltigung-in-frankfurt-am-main/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 28 Jan 2012 09:44:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt und Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur und Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Das &#8220;Amt f&#252;r Umbruchsbew&#228;ltigung&#8221; ist voll in Betrieb! &#214;ffnungs- und Sprechzeiten: Samstag, 28. Januar, von 15 bis 19 Uhr und Sonntag, 29. Januar, von 16 bis 19 Uhr. Die Themenkreise: DEMOKRATIE UND FREIHEIT GLOBALE PH&#196;NOMENE &#214;KONOMIE UND GERECHTIGKEIT Anmeldung m&#246;glichst eine Stunde vor Beginn der Sprechstunden im Frankfurter Kunstverein (Foto: FeuilletonFrankfurt) &#160;]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: large;"><span style="font-family: Arial;">Das &#8220;<a href="http://www.erhard-metz.de/2012/01/27/frankfurter-amt-fur-umbruchsbewaltigung-eroffnet/">Amt f&#252;r Umbruchsbew&#228;ltigung</a>&#8221; ist voll in Betrieb!</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-31408" title="L1010264-450" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1010264-450.jpg" alt="" width="447" height="634" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">&#214;ffnungs- und Sprechzeiten:</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><strong>Samstag, 28. Januar, von 15 bis 19 Uhr und</strong><br />
<span style="font-family: Arial;"><strong> Sonntag, 29. Januar, von 16 bis 19 Uhr.</strong></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Die Themenkreise:</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><strong>DEMOKRATIE UND FREIHEIT</strong></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><strong>GLOBALE PH&#196;NOMENE</strong></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><strong>&#214;KONOMIE UND GERECHTIGKEIT</strong></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Anmeldung m&#246;glichst eine Stunde vor Beginn der Sprechstunden im <a href="http://www.fkv.de">Frankfurter Kunstverein</a></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>(Foto: FeuilletonFrankfurt)</em></span></p>
<p>&nbsp;</p>
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		</item>
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		<title>&#8220;Anonymus&#8221; &#8211; ein Film von Roland Emmerich</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2011/11/11/anonymus-ein-film-von-roland-emmerich/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Nov 2011 23:15:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gastautorinnen und -autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur und Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wer war der Autor der Shakespeare-Werke? Von Renate Feyerbacher Der Film &#8220;Anonymus&#8221; von Roland Emmerich ist seit 10. November in den Kinos. Hauptplakat © 2011 Sony Pictures Releasing GmbH Der Regisseur und Produzent hatte es sich nicht nehmen lassen, seinen bei Germanisten, Anglisten, Shakespeare-Anh&#228;ngern und Stradford-upon-Avon Bewohnern (dort hat es bereits Protestaktionen gegeben) umstrittenes Werk [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: large;">Wer war der Autor der Shakespeare-Werke?</span></span></strong></p>
<p><em><strong><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: large;">Von Renate Feyerbacher</span></span></strong></em></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Der Film &#8220;Anonymus&#8221; von Roland Emmerich ist seit 10. November in den  Kinos.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-29388" title="Hauptplakat(988x1400)-400" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Hauptplakat988x1400-400.jpg" alt="" width="400" height="567" /><br />
</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial;">Hauptplakat </span>© 2011 Sony Pictures Releasing GmbH</em></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Der Regisseur und Produzent hatte es sich nicht nehmen lassen, seinen bei Germanisten, Anglisten, Shakespeare-Anh&#228;ngern und Stradford-upon-Avon Bewohnern (dort hat es bereits Protestaktionen gegeben) umstrittenes Werk auf der diesj&#228;hrigen Buchmesse vorzustellen.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Nach der Vorf&#252;hrung gab es eine hitzige Diskussion zwischen dem Germanisten und Autor Kurt Kreiler (&#8220;Der Mann, der Shakespeare erfand&#8221;), dem Lehrstuhlinhaber Englische Literaturwissenschaft und Pr&#228;sidenten der Deutschen Shakespeare-Gesellschaft, Professor Tobias D&#246;ring, und dem &#220;bersetzer Frank G&#252;nther. Hellmuth Karasek, Journalist, Buchautor, Kritiker  und Professor, liess sie als Moderator zu.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Auf der Strecke blieb allerdings das Gespr&#228;ch &#252;ber &#8220;Anonymus&#8221;. Immerhin spendeten die Diskutanten einhellig Lob f&#252;r den Film, der schauspielerisch und technisch meisterhaft ist.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><strong>Umstrittene These </strong></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Die These, die Kurt Kreiler in seinem 2009 erschienenen Buch vertritt und die Roland Emmerich in seinem Film umgesetzt hat, ist nicht neu. Sie besagt, dass nicht der einfache Mann aus Stratford der Autor der 37 Dramen und 154 Sonette ist.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Das Buch &#8220;Der Mann, der Shakespeare erfand: Edward de Vere, Earl of Oxford&#8221; ist eine Biografie &#252;ber den Adeligen, der bei Queen Elizabeth I. ein und aus ging.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">In seinem Wort an die Leser schreibt Kreiler: &#8220;Einander ironisch musternd, stehen sie sich seit langem gegen&#252;ber: Shakspere und Shakespeare. Der gesch&#228;ftst&#252;chtige, unbelesene, des Schreibens kaum kundige Handschuhmachersohn aus Stratford-upon-Avon, der seine Werke aus dem Nichts heraus verfasste. Und der mit Freuds Worten &#8220;hochgeborene und feingebildete, leidenschaftlich unordentliche, einigermassen deklassierte Aristokrat Edward de Vere, siebzehnter Earl of Oxford&#8221;, der sich eines Pseudonyms bediente, weil er seine Werke gedruckt sehen wollte.“</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">&#8220;Eine der langlebigsten Mystifikationen der Geschichte&#8221;?</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-29387" title="Szenenbild_12(1400x929)-450" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Szenenbild_121400x929-450.jpg" alt="" width="450" height="299" /><br />
</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial;">Rhys Ifans als &#8220;Edward de Vere&#8221; in Sony Pictures&#8217; ANONYMUS © 2011 Sony Pictures Releasing GmbH</span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Es gibt eine Reihe von Dokumenten, die f&#252;r Oxford sprechen, der nach Frankreich und Italien gereist ist, der sehr gebildet war. Die italienischen Impressionen k&#246;nnten in &#8220;Romeo und Julia&#8221; verarbeitet worden sein.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Auch Oxfords literarische Zeitgenossen haben den &#8220;Earl als Verfasser der Shakespeareschen Werke angesprochen&#8221;. Oxfords Spitzname war &#8220;Spear Shaker&#8221;‚ &#8220;Shake Speare&#8221;, Speerschwinger.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Die Debatte &#252;ber die Urheberschaft begann schon vor &#252;ber hundert Jahren.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Mark Twain, Pseudonym f&#252;r Samuel L. Clemens, Autor der Romane &#8220;Die Abenteuer des Tom Sawyer&#8221; und &#8220;Die Abenteuer des Huckleberry Finn&#8221;, erinnerte 1909 in seinem Essay &#8220;Ist  Shakespeare tot?&#8221; daran, dass es von dem Mann Shakespeare aus Stratford ausser f&#252;nf Unterschriften keine einzige Zeile gebe. Und als er starb, im Jahr 1616, blieb das unbeachtet. Als Ben Jonson, Francis Bacon und die anderen bedeutenden englischen Poeten der Shakespeare-Zeit starben, trauerte das Volk.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Kein einziges Buch habe der Shakespeare aus Stratford erw&#228;hnt, kein Theaterst&#252;ck, kein Gedicht, kein unvollendetes Manuskript.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">&#8220;Soweit bekannt und nachweisbar, hat Shakespeare aus Stratford in seinem Leben nur ein einziges Gedicht geschrieben. Dieses eine ist echt.&#8221; Dieses sollte und wurde auch  auf seinen Grabstein gemeisselt.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Bedeutende Leute geh&#246;ren zu den &#8220;Anti-Stratfordern&#8221;: Charles Dickens, Autor von &#8220;Oliver Twist&#8221;, der Psychiater Sigmund Freud, der Regisseur und Schauspieler Orson Welles und Sir John Gielgud, der ber&#252;hmte englische B&#252;hnen- und Filmschauspieler, einer der besten Darsteller von Shakespeares Rollen. Ihn sah ich 1957 im Old Vic, dem legend&#228;ren Londoner Theater. Ich durfte den &#228;lteren Bruder nach seinem bestandenen Abitur nach London begleiten.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Vanessa Redgrave, die im Film Queen Elizabeth I. spielt, h&#228;lt es auch f&#252;r wahrscheinlicher, dass der Earl aus Oxford der Autor ist. Sie erinnert an die Vorg&#228;nge in den f&#252;nfziger Jahren um den amerikanischen Senator McCarthy und das House of Un-American Activities, vor dem sich viele K&#252;nstler und Schriftsteller, unter anderem Charly Chaplin und Bertolt Brecht, verantworten mussten. Da durften Autoren ihre Drehb&#252;cher nicht unter ihrem Namen ver&#246;ffentlichen. Andere gaben ihren Namen her und wurden daf&#252;r bezahlt. Das Honorar gaben sie jedoch den eigentlichen Urhebern.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Der Gelehrtenstreit wird weitergehen. Spielt es wirklich eine Rolle, wer Shakespeare war? Ist es nicht wichtiger, diese literarischen Meisterwerke aus dem 16. Jahrhundert,  die auch heute noch aktuell sind, zu bewahren?</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><strong>Ann&#228;herung der Filmemacher</strong></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Roland Emmerich hat sich zehn  Jahre lang mit der These der Urheberschaft besch&#228;ftigt. Angestossen wurde sein Interesse durch den amerikanischen Drehbuchautor John Orloff, der schon eine erste Fassung eines Drehbuches geschrieben hatte. Er erfuhr als  25j&#228;hriger Studienabg&#228;nger von der Kontroverse, die ihn nicht mehr los liess.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-29391" title="Szenenbild_22(1400x595)-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Szenenbild_221400x595-600.jpg" alt="" width="600" height="255" /><br />
</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial;">London &#8211; Eine Szene aus Sony Pictures&#8217; ANONYMUS © 2011 Sony Pictures Releasing GmbH</span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial;">England zur Zeit von Queen Elizabeth I. ist ein politisches Pulverfass.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Der Kern des Films handelt von der Beziehung zwischen Ben Jonson (1573 bis 1637) , William Shakespeare (1564 bis 1616) und Edward de Vere (1550 bis 1604). Aber eine brennende Frage in dieser Zeit war die Thronfolge. Elizabeth (1533 bis 1603) &#8211; Regierungsantritt 1558 &#8211; hatte offiziell keine Kinder. Sie lief immer als jungfr&#228;uliche K&#246;nigin durch die Geschichte.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Machtk&#228;mpfe am Hof, Intrigen, verbotene Liebschaften und Mord waren an der Tagesordnung.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-29392" title="Szenenbild_05(1400x858)-450" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Szenenbild_051400x858-450.jpg" alt="" width="450" height="276" /><br />
</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial;">Joely Richardson (Prinzessin Elisabeth Tudor, Mitte) und David Thewlis (William Cecil, rechts) in Sony Pictures&#8217; ANONYMUS © 2011 Sony Pictures Releasing GmbH</span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Der politische Aspekt war f&#252;r Emmerich wichtig: &#8220;Mich faszinierte nicht nur die Idee, ob Shakespeare die St&#252;cke nun geschrieben hat oder nicht.&#8221; Er spricht vom kreativen Feuer in den Menschen und fragt nach der Beziehung zwischen Kunst und Politik. &#8220;Ist die Feder wirklich m&#228;chtiger als das Schwert?&#8221;</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Fest steht, dass sich der Film nahe an den historischen Fakten orientiert.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Wie war es m&#246;glich, England zur elisabethanischen Zeit so empfunden authentisch auf der Leinwand zu realisieren?</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Kamerafrau Anna J. Foerster, eine Spezialistin f&#252;r visuelle Effekte, die schon lange mit Emmerich zusammenarbeitet, spricht von einer neuen Technologie bei der digitalen Kameraarbeit, die es m&#246;glich mache, bei geringem Licht zu filmen. Sie erinnert an die Gem&#228;lde von Johannes Vermeer und George de la Tour, die inspirierend waren. Kerzenlicht, Feuerschein und einfallendes, nat&#252;rliches Licht wirken echt.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Ihr ist die grandiose Luftaufnahme von London, bei der man sich in einem Flugzeug oder Helikoper w&#228;hnt, zu verdanken.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Szenenbildner Sebastian Krawinkel, auch ein langj&#228;hriger Mitstreiter Emmerichs. Er hat viele alte B&#252;cher und Karten studiert, Galerien und Museen besucht, um einem historisch korrekten Bild nahe zu kommen.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Herausgefordert wurde er durch den Nachbau des Rose und des Globe Theatres.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Es handelt sich um ein Filmset. Das Rose Theatre wurde sp&#228;ter ins Globe ver&#228;ndert. Zw&#246;lf Wochen dauerte der Bau auf dem Gel&#228;nde von Studio Babelsberg in Potsdam, wo gedreht wurde.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-29393" title="Szenenbild_21(1400x858)-450" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Szenenbild_211400x858-450.jpg" alt="" width="450" height="276" /><br />
</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial;">Ein B&#228;ren-Schaukampf im Theater in Sony Pictures&#8217; ANONYMUS © 2010 Sony Pictures Releasing GmbH</span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Viktor Engel und Mark Weigert, seit langem Weggef&#228;hrten des Regisseurs, sind die Meister der visuellen Effekte, zum Beispiel der Totale der kompletten Londoner Stadt mit tausenden von Menschen vor dem Globe Theatre.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Krawinkel schuf die Modelle, von denen der K&#252;nstlerstab um Engel / Weigert Setdesigns im Computer erstellte. Unglaublich, was dabei herausgekommen ist.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Kost&#252;mbildnerin Lisy Christl empfand die elisabethanische Zeit als &#8220;eine der dankbarsten Perioden, die sich ein Kost&#252;mbildner w&#252;nschen kann. Als Deutsche h&#228;tte ich mir nie tr&#228;umen lassen, jemals an einem Film &#252;ber diese Zeit zu arbeiten.&#8221;</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Und das in ihrem Studio Babelsberg. Sie und ihr Team haben etwa 300 Gew&#228;nder in Handarbeit geschaffen. Die Stoffe wurden zuerst gekocht, damit sie einlaufen, dann gef&#228;rbt, bemalt und bestickt.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Last not least musste alles zusammengebaut beziehunsgweise -geschnitten werden. Das war die Arbeit von Emmerichs Tonschnittmeister Peter R. Adam, der vor 30 Jahren schon als Tonmischer im seinem Team dabei war.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Das i-T&#252;pfelchen wird mit der Musik der beiden Filmkomponisten Harald Kloser, der seit zwanzig Jahren in Hollywood arbeitet, und Thomas Wander (eigentlich Wanker), einem geb&#252;rtigen &#214;sterreicher gesetzt.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><strong>Die Besetzung</strong></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Roland Emmerich, Regisseur und Produzent, begann seine Karriere bereits w&#228;hrend seiner Studienzeit an der Filmhochschule M&#252;nchen. Sein Film &#8220;Das Arche Noah Prinzip&#8221; (1984) schaffte es sogar in den Wettbewerb der BERLINALE. Kurz danach gr&#252;ndete er bereits seine eigene Produktionsfirma.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-29394" title="Szenenbild_26(1400x937)-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Szenenbild_261400x937-600.jpg" alt="" width="600" height="402" /><br />
</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial;">Regisseur Roland Emmerich am Set von Sony Pictures&#8217; ANONYMUS © 2011 Sony Pictures Releasing GmbH</span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Acht Jahre sp&#228;ter ging er nach Hollywood, wo er Katastrophenfilme drehte, unter anderem den Sciencefiction-Film &#8220;Independence Day&#8221; (1996), &#8220;Godzilla&#8221; (1998) oder &#8220;The Day After Tomorrow&#8221; (2004) &#252;ber die Folgen der globalen Erw&#228;rmung.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">2007 produzierte er &#8220;Trade &#8211; Willkommen in Amerika&#8221;, in dem das Thema der Sexsklaverei zwischen Mexiko und den USA behandelt wird. Mit dem Regisseur Marco Kreuzpainter stellte er diesen Film im gleichen Jahr auf der Buchmesse vor.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Sie wurden mit dem Hessischen Filmpreis in der Kategorie <em>Cinema for Peace Special Award</em> ausgezeichnet.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Und nun der politisch-historisch-literarische Film &#8220;Anonymus&#8221; (2011).</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Er bleibt sich treu: &#8220;Ich mache gerne Filme &#252;ber Dinge, &#252;ber die die Menschen sich streiten k&#246;nnen.&#8221;</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-29395" title="Szenenbild_01(1400x929)-450" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Szenenbild_011400x929-450.jpg" alt="" width="450" height="299" /><br />
</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial;">Vanessa Redgrave als &#8220;Elisabeth I.&#8221; in Sony Pictures&#8217; ANONYMUS © 2011 Sony Pictures Releasing GmbH</span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Vanessa Redgrave spielt die alternde Queen Elizabeth I.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Diese grosse, englische Theater- und Filmschauspielerin zieht den Zuschauer in ihren Bann.  So tat sie es auch in dem Shakespeare-Film &#8220;Coriolanus&#8221; (2011) von Ralph Fiennes, der in diesem Jahr im <a href="http://www.erhard-metz.de/2011/03/22/berlinale-2011-1/">Wettbewerb der BERLINALE</a> lief.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Ihr Minenspiel ist unbeschreiblich ausdrucksstark &#8211; ein wunderbares Altersgesicht der bald 75j&#228;hrigen. Schon allein wegen ihr, die mit zahlreichen Oscars und Golden Globe Awards ausgezeichnet wurde, die ehrenamtliche UNICEF-Botschafterin und Amnesty International-Unterst&#252;tzerin ist, sollte man den Film sehen.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Dem Regisseur ist es gelungen, Redgraves Tochter, Joely Richardson, f&#252;r die Rolle der jungen Prinzessin Elizabeth zu gewinnen. Das Mutter-Tochter-Gespann hat etwas Authentisches.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-29396" title="Szenenbild_02(1036x1400)-400" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Szenenbild_021036x1400-400.jpg" alt="" width="400" height="541" /><br />
</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial;">Joely Richardson als &#8220;Prinzessin Elisabeth Tudor&#8221; in Sony Pictures&#8217; ANONYMUS © 2011 Sony Pictures Releasing GmbH</span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Rhys Ifans, einer der besten englischen Schauspieler, spielt Edward De Vere. Auch er gef&#228;llt in der Rolle wie alle anderen international bedeutenden Darsteller:  David Thewlis, Xavier Samuel, Edward Hogg, Jamie Campbell Bower, Derek Jacobi und Sebastio Armesto (als Ben Jonson).</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-29397" title="Szenenbild_03(1400x858)-450" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Szenenbild_031400x858-450.jpg" alt="" width="450" height="276" /><br />
</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial;">Sebastian Armesto als &#8220;Ben Jonson&#8221; in Sony Pictures&#8217; ANONYMUS © 2011 Sony Pictures Releasing GmbH</span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Und Rafe Spall als William Shakespeare.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-29398" title="Szenenbild_11(1400x929)-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Szenenbild_111400x929-600.jpg" alt="" width="600" height="398" /><br />
</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial;">Rafe Spall als &#8220;William Shakespeare&#8221; in Sony Pictures&#8217; ANONYMUS © 2011 Sony Pictures Releasing GmbH</span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Mehrere weitere Produzenten und Koproduzenten sind im Stab dabei &#8211; eine internationale Crew, mit starker Beteiligung deutscher K&#252;nstler.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Pers&#246;nliches Fazit: ein interessanter, spannender, manchmal atemberaubender, optisch opulenter Historien- und Kost&#252;mfilm mit Theaterszenen aus den Werken William Shakespeares, der den Zuschauer in den Bann zieht.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Das Erz&#228;hltempo zu Beginn ist rasant, und es dauert eine Zeit, bis man sich in die Fakten gefunden, die Personen unterschieden hat. Es gibt die junge Elizabeth, die alte Queen, den jungen Oxford und den erwachsenen, den alten Cecil und den Sohn.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Aber die umstrittene Geschichte ist grandios. Sie ist nicht erfunden, sondern wird zurzeit heiss diskutiert.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-29399" title="Sondermotiv_10(1400x1369)-1-400" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Sondermotiv_101400x1369-1-400.jpg" alt="" width="400" height="391" /><br />
</span></p>
<p><em>FOTOCALL zum Roland Emmerich ANONYMUS mit Vanessa Redgrave und Joely Richardson © 2010 Sony Pictures Releasing GmbH</em></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Seit 10. November ist &#8220;Anonymus&#8221; von Roland Emmerich in den Kinos. Die Columbia Pictures pr&#228;sentieren zusammen mit Relativity Media eine Centropolis Entertainment-Produktion in Zusammenarbeit mit Studio Babelsberg.</span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial;">Buchtipp: Kurt Kreiler: &#8220;Der Mann, der Shakespeare erfand: Edward De Vere, Earl of Oxford&#8221; (insel taschenbuch 4015 &#8211; Erste Auflage 2011 &#8211; Insel Verlag Berlin 2011 (Insel Verlag Frankfurt 2009).</span></em></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><br />
</span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Denglisch&#8221;- Unsinn zwischen X-mas und Happy New Year</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Jan 2008 06:00:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeist]]></category>

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		<description><![CDATA[Virtueller Rundgang im Einkaufsparadies &#8211; frei nach einer Werbebeilage in der gestrigen Ausgabe der FAZ: (Bildnachweis:Gabi Schoenemann, pixelio.de) Versehen mit My Shopping Card bummeln wir an endlosen Sale, Sale, Sale- Narreteien in Lounges und Stores vorbei. Der Center Manager w&#252;nscht Marry Christmas und wirbt f&#252;r die Charity-Events, das beliebte Abend-Shopping sowie das Neujahrs-Shoppen. Uns bef&#228;llt [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: small;">Virtueller Rundgang im Einkaufsparadies &#8211; frei nach einer Werbebeilage in der gestrigen Ausgabe der FAZ:</span></p>
<p><img src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/p1010917.jpg" alt="p1010917.jpg" /><br />
<em><span style="font-size: xx-small;">(Bildnachweis:Gabi Schoenemann, pixelio.de)</span></em></p>
<p><span style="font-size: small;">Versehen mit My Shopping Card bummeln wir an endlosen Sale, Sale, Sale- Narreteien in Lounges und Stores vorbei. Der Center Manager w&#252;nscht Marry Christmas und wirbt f&#252;r die Charity-Events, das beliebte Abend-Shopping sowie das Neujahrs-Shoppen. Uns bef&#228;llt Schwindel, also erst einmal hinein ins Fitness-Center. Anschliessend erwerben wir Kosmetik im Bodyshop, nehmen einen Lunch im Chicken-Chips und treffen uns dann mit Freunden am Peoples Place. Genervt passieren wir Mister Minit und Runners Point. In &#8220;shoes and accessoires&#8221; sehen wir uns nach den neuesten Highlights f&#252;r unsere F&#252;sse um. Jetzt noch einen Blick auf die aktuelle Business- und Smart-Casual-Mode, und dann &#8211; wie titelt ein bekannter Reiseveranstalter: Nix wie weg!</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Am Wochenende fahren wir nach Frankreich, da bleibt uns der Denglisch-Schwachsinn erspart!</span></p>
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		<title>&#8220;Denglisch&#8221;-Quatsch</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Feb 2008 15:48:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeist]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;&#8230; jeder muss im job permanently seine intangible assets mit high risk neu relaunchen und seine skills so posten, dass die benefits alle ratings sprengen, damit der cash-flow stimmt. Wichtig ist corporate-identity, die mit perfect customizing und eye catchern jedes Jahr geupgedatet wird &#8230;&#8221; (durch das Internet geisternder, Hilmar Kopper, dem vormaligen Vorstandsprecher der Deutschen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><font size="3">&#8220;&#8230;  jeder muss im job permanently seine intangible assets mit high risk neu relaunchen und seine skills so posten, dass die benefits alle ratings sprengen, damit der cash-flow stimmt. Wichtig ist corporate-identity, die mit perfect customizing und eye catchern jedes Jahr geupgedatet wird &#8230;&#8221;</font></p>
<p><font size="3"><img src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/408px-peanuts.jpg" alt="408px-peanuts.jpg" /></font></p>
<p><font size="3">(durch das Internet geisternder, Hilmar Kopper, dem vormaligen Vorstandsprecher der Deutschen Bank zugeschriebener <a href="http://www.erhard-metz.de/2008/01/04/denglisch-unsinn-zwischen-x-mas-und-happy-new-year/">Denglisch</a>-Redetext)</font></p>
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		<title>&#8220;Denglisch&#8221;-Quatsch &#8230; zum Zweiten</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2008/03/30/denglisch-quatsch-zum-zweiten/</link>
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		<pubDate>Sun, 30 Mar 2008 08:23:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Kultur und Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Zeitgeist]]></category>

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		<description><![CDATA[Geert Teunis in der Hauptversammlung der Volkswagen AG am 3. Mai 2006: Herr Vorsitzender! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich vertrete eigene Aktien &#8230; Ich habe vor einigen Monaten einen Passat bestellt und dabei erfahren, dass man fundierte Englischkenntnisse braucht, um alles zu verstehen, was angeboten wird. Bei der Ausstattung kann man w&#228;hlen zwischen Trendline, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="font-size: small;">Geert Teunis in der Hauptversammlung der Volkswagen AG am 3. Mai 2006:</span></strong></p>
<p><span style="font-size: small;">Herr Vorsitzender! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich vertrete eigene Aktien &#8230;</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ich habe vor einigen Monaten einen Passat bestellt und dabei erfahren, dass man fundierte <a href="http://www.erhard-metz.de/2008/02/29/denglisch-quatsch/">Englischkenntnisse</a> braucht, um alles zu verstehen, was angeboten wird. Bei der Ausstattung kann man w&#228;hlen zwischen Trendline, Highline, Sportline und Comfortline.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Bei den Motoren gibt es u. a. TDI und FSI. Was &#8220;FSI&#8221; bedeutet, wei&#223; der Berater nicht genau; es hei&#223;e wohl &#8220;Full Selected Injection&#8221; oder so. In Wirklichkeit hei&#223;t es nat&#252;rlich &#8220;Fuel Stratified Injection&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Es gibt weiterhin den FSI 4MOTION. Meine Nachfrage nach der Bedeutung von &#8220;4MOTION&#8221; lautet: &#8220;Das ist doch klar: unser Allradantrieb!&#8221; Der Berater wei&#223; nicht, dass die korrekte &#220;bersetzung f&#252;r Allradantrieb &#8220;Four wheel drive&#8221; ist. &#8220;4MOTION&#8221; ist eine grammatikalische Unm&#246;glichkeit und stellt eine b&#246;se Verst&#252;mmelung der englischen Sprache dar. Denn &#8220;Motion&#8221; f&#252;r Bewegung kann morphosyntaktisch nicht mit einer Zahl kombiniert werden. Im Englischen ist das genau so unm&#246;glich, wie es &#8220;4Bewegung&#8221; im Deutschen w&#228;re. Bei den Farben ist es so bunt, dass es mir wegen der vielen englischen Qualifizierungen einfach zu bunt wird, bei denen man sich offenbar nicht die M&#252;he gemacht hat, nach deutschen &#196;quivalenten zu suchen. Ich darf w&#228;hlen aus Candy-Wei&#223;, Granite Green, Arctic Blue Silver, Wheat Beige, Shadow Blue, United Silver usw. Gibt es wirklich keine treffenden deutschen Namen f&#252;r unser deutsches Produkt? Wo bleibt die Kreativit&#228;t unserer Werbeabteilung?</span></p>
<p><span style="font-size: small;">(Beifall)</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Dar&#252;ber hinaus bietet die Volkswagen Individual GmbH ein individuelles Designpaket aus Sensitive-Leder, in Snow Beige und T&#252;rinserts in zeitlosem Design. Und dann zum Entertainment: Ich darf bestellen: Multimedia-Kit, PhatBox und Rear-Seat- Entertainment-Ger&#228;te. Bei all den englischen Vokabeln, die ich h&#246;re und lese, frage ich mich: Ist das eine Beratung f&#252;r einen deutschen Kunden oder einen englischen Kunden? Nun fahre ich ihn, den Passat, und muss mich zurechtfinden mit Bezeichnungen wie TIM f&#252;r Traffic Information System, TMC f&#252;r Traffic Message Channel, EPC f&#252;r Electronic Power Control, ACC f&#252;r Adaptive Cruise Control, mit MUTE, DEST, NAV, MAP, Scan und Autostore, mit Autohold, Reset, SPEED, CANCEL,</span></p>
<p><span style="font-size: small;">(Heiterkeit und Beifall)</span></p>
<p><span style="font-size: small;">mit KESSY f&#252;r Keyless Entry Start Exit System. &#8211; Es ist ein Graus, meine Damen und Herren!</span></p>
<p><span style="font-size: small;">(Beifall)</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Es gibt nicht nur die unverst&#228;ndlichen Abk&#252;rzungen, sondern unter dem Navigationssystem prangt ein Satz: PASSENGER AIR BAG OFF. &#8211; Zu Deutsch, frei &#252;bersetzt: Passagier Luft Sack aus.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">(Heiterkeit)</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ohne Englischkenntnisse und intensives Studium des Bordbuches kommt man nicht mehr zurecht! Warum steht auf dem Z&#252;ndschloss der Schriftzug &#8220;ENGINE Start/Stop&#8221;? Es ging doch Jahrzehnte ohne diesen v&#246;llig &#252;berfl&#252;ssigen und unverst&#228;ndlichen Hinweis!</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Nach der &#220;bergabe des Fahrzeugs war fr&#252;her der Kundendienst f&#252;r mich zust&#228;ndig. Nun ist er umbenannt worden in After Sales Service.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">(Heiterkeit)</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Das ist absolut nicht einzusehen. Das ist nicht nur r&#252;cksichtslos, sondern es erscheint mir auch verkaufsstrategisch gesehen als dumm, so mit deutscher Kundschaft umzugehen.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">(Beifall)</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ich empfehle, sich ein Beispiel an McDonald&#8217;s zu nehmen. McDonald&#8217;s hat in Deutschland bis vor gut einem Jahr mit &#8220;Every time a good time&#8221; geworben. Eine Marktanalyse ergab, dass dieser Werbespruch von der Bev&#246;lkerung nicht verstanden wurde. McDonald&#8217;s hat seinen Werbespruch ge&#228;ndert in &#8220;Ich liebe es!&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">(Heiterkeit und Beifall)</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Aus demselben Grund hat auch unsere Konzerntochter Audi umgeschwenkt von &#8220;Driven by Instinct&#8221; auf &#8220;Pur und faszinierend&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Herr &#8230; , auch Ihre Mitarbeiter in der Produktion verstehen nur unzul&#228;nglich Englisch. Sie haben trotzdem vier &#8220;Product Units&#8221; ? abgek&#252;rzt PUs ? f&#252;r vier selbst&#228;ndig wirtschaftende Einheiten eingef&#252;hrt. Es sind dies die PU A-Klasse, die PU Presswerk, die PU Trim und die PU Fahrsysteme &#8211; ein sch&#246;nes Mischmasch aus Deutsch und Englisch! Gemeint sind aber offensichtlich gar nicht &#8220;Product Units&#8221;, sondern &#8220;Production Units&#8221;. Abgesehen von diesem Fehler empfehle ich, die jetzt von Ihnen eingef&#252;hrte Bezeichnung &#8220;Product Unit&#8221; wieder zur&#252;ckzunehmen. Die bisher gebr&#228;uchliche &#8220;Fertigung&#8221; kann genau so wirtschaftlich arbeiten wie eine &#8220;Product Unit&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">(Beifall)</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Meine Damen und Herren, wenn der Kunde nachhaltig an Volkswagen gebunden werden soll, muss die Sprache stimmen. Die ist f&#252;r deutsch Sprechende nun mal Deutsch und kein deutsch-englisches Mischmasch.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">(Beifall)</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Au&#223;erdem hat jeder das Recht, nicht Englisch zu k&#246;nnen.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">(Beifall)</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Herr &#8230; , ich habe abschlie&#223;end zwei Fragen und einen Vorschlag. Meine erste Frage: Beabsichtigen Sie, im deutschen Volkswagen Konzern, der bereits seit Jahrzehnten global agiert, jetzt zunehmend englische Bezeichnungen einzuf&#252;hren, insbesondere auch dann, wenn es gute deutsche W&#246;rter gibt? Meine zweite Frage: Ist schon einmal gepr&#252;ft worden, welche Haftungsrisiken bestehen, falls ein des Englischen nicht m&#228;chtiger Kunde den im Zweifel lebenswichtigen Warnhinweis &#8220;PASSENGER AIR BAG OFF&#8221; nicht ber&#252;cksichtigen konnte?</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Und nun mein Vorschlag: Herr &#8230; , Sie haben vor gut einem Jahr einen neuen Namen f&#252;r unseren deutschen Volkswagen Konzern gesucht, um eine Abgrenzung zu Volkswagen Aktiengesellschaft zu erreichen. Ich habe auf der letzten Hauptversammlung &#8220;People&#8217;s Wagon Group&#8221; vorgeschlagen. Dieser Vorschlag wurde abgelehnt.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">(Beifall)</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Ich versuche es heute mit einem anderen Vorschlag. Falls Sie eine englische Bezeichnung f&#252;r unseren Betriebsrat suchen sollten, ich habe ein Angebot: &#8220;Work Council&#8221; mit der Abk&#252;rzung &#8220;WC&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">(Gro&#223;e Heiterkeit und Beifall)</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Meine Damen und Herren, ich freue mich, dass Ihnen mein Vorschlag so gut gef&#228;llt. Dann d&#252;rfen wir zusammen auf die Antwort von Herrn &#8230; gespannt sein. Falls der Vorschlag angenommen wird, kann der Worker<strong> </strong>an der Finishline k&#252;nftig w&#228;hrend oder nach seiner Shift zu seinem vertrauten WC gehen.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">(Heiterkeit)</span></p>
<p><span style="font-size: small;">Meine Damen und Herren, ich bedanke mich f&#252;r Ihre Aufmerksamkeit und w&#252;nsche allen Volkswagen-Fahrern eine gute Zusammenarbeit mit ihrem After Sales Service.</span></p>
<p><span style="font-size: small;">(Heiterkeit und Beifall)</span></p>
<p><img src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/narrenturm-in-wien.jpg" alt="narrenturm-in-wien.jpg" /></p>
<p><em>(Sogenannter Narrenturm, weltweit erster Spezialbau zur Unterbringung von Geisteskranken, auf dem Gel&#228;nde des Wiener Allgemeinen Krankenhauses; Foto: Gryffindor wikimedia commons <a href="http://www.erhard-metz.de/impressum/">GFDL</a>)<br />
</em></p>
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		<title>&#8220;DeutschSommer&#8221; &#8211; ein richtungweisendes Projekt der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2010/09/22/deutschsommer-ein-richtungweisendes-projekt-der-stiftung-polytechnische-gesellschaft-frankfurt-am-main/</link>
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		<pubDate>Wed, 22 Sep 2010 07:05:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankfurt und Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur und Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Der &#8220;DeutschSommer&#8221;, das Sprachf&#246;rderprogramm der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, ging bereits 2007 an den Start, lange bevor also Thilo Sarrazins j&#252;ngst erschienenes Bestseller-Buch &#8220;Deutschland schafft sich ab&#8221; die Politik aufschreckte oder besser gesagt aufweckte. Als Exkurs und um es gleich vorweg zu nehmen: Wir halten es insofern mit dem ruhig abgewogenen, differenzierenden Urteil [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Der &#8220;DeutschSommer&#8221;, das Sprachf&#246;rderprogramm der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, ging bereits 2007 an den Start, lange bevor also Thilo Sarrazins j&#252;ngst erschienenes Bestseller-Buch &#8220;Deutschland schafft sich ab&#8221; die Politik aufschreckte oder besser gesagt aufweckte.</p>
<p>Als Exkurs und um es gleich vorweg zu nehmen: Wir halten es insofern mit dem ruhig abgewogenen, differenzierenden Urteil eines Frank Schirrmacher (&#8220;Ein fataler Irrweg&#8221; oder &#8220;Frau Merkel sagt, es ist alles gesagt&#8221;, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung von 29. August bzw. 19. September 2010). Und auch mit dem provokanten, den Nagel aber auf den Kopf treffenden Kommentar eines Volker Zastrow &#8220;K&#246;rperzellenrock&#8221; in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 12. September 2010, der eine realit&#228;tsferne, sich vielfach im Weggucken und Wegducken ersch&#246;pfende &#8220;political correctness&#8221; der politischen Kaste geisselt. Denn leider und unbestreitbar gibt es einen nicht unerheblichen Anteil an Migranten in Deutschland, der sich integrationsfern bis integrationsverweigernd darstellt, mit allen sich daraus f&#252;r die Gesellschaft wie auch f&#252;r die Betreffenden selbst ergebenden absehbar negativen Konsequenzen.</p>
<p>Da sucht man verzweifelt nach Auswegen oder gar Lichtblicken. Und findet sie: in dem erfolgreichen Projekt &#8220;DeutschSommer&#8221; der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-19776" title="Land der Ideen _DeutschSommer-430A" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Land-der-Ideen-_DeutschSommer-430A.jpg" alt="" width="430" height="331" /></p>
<p><em>(Bildnachweis: &#8220;DeutschSommer&#8221;; Foto: D. Buschardt)</em></p>
<p>Das sehen auch andere so, beispielsweise die von der Bundesregierung und der Wirtschaft getragene, unter der Schirmherrschaft des Bundespr&#228;sidenten stehende Standort-Initiative &#8220;Deutschland – Land  der Ideen&#8221; mit ihrem Wettbewerb &#8220;365 Orte im  Land der Ideen&#8221;: Am 16. September 2010 zeichnete sie in einer Feierstunde in Frankfurt in Anwesenheit der hessischen Kultusministerin Dorothea Henzler den &#8220;DeutschSommer&#8221; als &#8220;Ausgew&#228;hlten Ort 2010&#8243; aus.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="alignnone size-full wp-image-19769" title="L1006258-360" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1006258-360.jpg" alt="" width="360" height="504" /></p>
<p><em>Dorothea Henzler, Kultusministerin des Landes Hessen, bei ihrem Grusswort zur Preisverleihung</em></p>
<p>&#8220;DeutschSommer &#8211; Ferien, die schlau machen&#8221;: eine geniale Idee, ebenso tatkr&#228;ftig wie erfolgreich in die Praxis umgesetzt. Stellt die Bildungsf&#246;rderung bereits eines der zentralen Anliegen der Stiftung dar, so steht die Sprachf&#246;rderung und insbesondere das Bem&#252;hen um Sprachkompetenz bei Migrantenkindern im Fokus des F&#246;rderprogramms &#8220;DeutschSommer&#8221;. Das Projekt begann im Sommer 2007 zun&#228;chst in Frankfurt am Main. In diesem Jahr beteiligen sich erstmals auch die benachbarten St&#228;dte Offenbach, Hanau und Wiesbaden an ihm. Neben dem Amt f&#252;r multikulturelle Angelegenheiten und dem Staatlichen Schulamt f&#252;r die Stadt Frankfurt sowie der Volkshochschule und dem hessischen Kultusministerium unterst&#252;tzen namhafte private Stiftungen als Partner das Projekt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-19768" title="L1006272-550" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1006272-550.jpg" alt="" width="550" height="400" /></p>
<p>In der Zeit der hessischen Sommer-Schulferien erhielten 150 Frankfurter Sch&#252;lerinnen und Sch&#252;ler des dritten Schuljahrs mit gezieltem F&#246;rderbedarf im Deutschen eine intensive und ganzheitliche F&#246;rderung: &#252;ber drei Wochen hinweg t&#228;glich zwei Stunden Deutschunterricht und zwei Stunden sprachintensives Theaterspiel. Lesen, Schreiben,  Wortschatz und Grammatik stehen im Mittelpunkt der  p&#228;dagogischen Arbeit  in kleinen Sch&#252;lergruppen mit bis zu zw&#246;lf  Kindern, die in Jugendherbergen untergebracht werden. Am Nachmittag betreuen  Sozialp&#228;dagogen die Kinder in einem  anregenden Freizeitprogramm. Am Ende der drei Wochen f&#252;hren die Kinder  ein Theaterst&#252;ck  auf, zu dem auch die Eltern eingeladen werden (die denn auch sehr zahlreich erscheinen).</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-19771" title="L1006255-550" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1006255-550.jpg" alt="" width="550" height="398" /></p>
<p>Der Erfolg ist messbar: viele  der Kinder gelangen aus den schwachen in die guten Leistungsgruppen mit  unterrichtsf&#228;higen Deutschkenntnissen. Zugleich w&#228;chst  bei den Kindern das Bewusstsein, ihre  Sprachkenntnisse nach bestimmten Regeln selbst verbessern zu k&#246;nnen, und das Vertrauen in die eigene Leistungsf&#228;higkeit.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-19770" title="L1006271-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1006271-430.jpg" alt="" width="430" height="578" /></p>
<p>Aufbauend auf den &#8220;DeutschSommer&#8221; folgt im Januar in der letzten Woche der Weihnachtsferien das Projekt &#8220;Endspurt&#8221; im Schullandheim &#8220;Wegscheide&#8221; der Stadt  Frankfurt am Main, wiederum mit Deutschunterricht, sprachintensivem Theaterspiel und einem begleitenden Freizeitprogramm. Dreierteams &#8211; sie bestehen jeweils aus einer Lehrkraft f&#252;r Deutsch als  Zweitsprache sowie einem Theater- und  einem Sozialp&#228;dagogen &#8211; betreuen Gruppen  mit maximal 14 Kindern rund um die  Uhr.</p>
<p>Ein zweit&#228;giges Fortbildungsseminar &#8220;3x Deutsch: Sprache, Theater, Freizeit&#8221; schliesslich richtet  sich an Lehrer der Sch&#252;ler der Klassen 3 und 4,  die am &#8220;DeutschSommer&#8221; teilgenommen haben. Es vermittelt praxisnah die  erfolgreiche Methodik des &#8220;DeutschSommers&#8221; f&#252;r den Einsatz im  Schulalltag.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-19772" title="L1006260-650" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1006260-650.jpg" alt="" width="650" height="346" /></p>
<p><em>&#8220;DeutschSommer&#8221;-Kinder des Jahres 2010 bedanken sich f&#252;r den Applaus des Publikums der Preisverleihung</em></p>
<p>Es ist unbestreitbar: Sprachkompetenz ist eine zentrale Voraussetzung f&#252;r eine gelingende Integration von Migranten. Die <a href="http://www.sptg.de/">Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main</a> hat dies vor langem erkannt und mit ihrem erfolgreichen Projekt &#8220;DeutschSommer&#8221; entsprechend gehandelt.</p>
<p><em>(Fotos von der Preisverleihung und der sie begleitenden Ausstellung: FeuilletonFrankfurt)</em><br />
<em><br />
</em></p>
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		<title>&#8220;Mapping the Studio&#8221; in Venedig (1): Palazzo Grassi</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Aug 2010 14:13:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur und Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir m&#246;chten unseren Leserinnen und Lesern f&#252;r ihren n&#228;chsten Aufenthalt in Venedig den Besuch zweier fantastischer Museen ans Herz legen: des &#8220;Palazzo Grassi&#8221; und der &#8220;Punta della Dogana&#8221; des franz&#246;sischen Milliard&#228;rs François Pinault respektive der François Pinault Foundation (Firmenimperium Pinault-Printemps-Redoute mit unter anderem Gucci, Puma, Yves Saint Laurent, Le Printemps oder dem Nobelweingut Château Latour [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir m&#246;chten unseren Leserinnen und Lesern f&#252;r ihren n&#228;chsten Aufenthalt in Venedig den Besuch zweier fantastischer Museen ans Herz legen: des &#8220;<strong>Palazzo Grassi</strong>&#8221; und der &#8220;<strong><a href="http://www.erhard-metz.de/2010/08/29/mapping-the-studio-in-venedig-2-punta-della-dogana/">Punta della Dogana</a></strong>&#8221; des franz&#246;sischen Milliard&#228;rs François Pinault respektive der François Pinault Foundation (Firmenimperium Pinault-Printemps-Redoute mit unter anderem Gucci, Puma, Yves Saint  Laurent, Le Printemps oder dem Nobelweingut Château  Latour und &#8211; setzen Sie sich fest hin &#8211; dem Auktionshaus Christie&#8217;s!)</p>
<p>Nun trifft es sich, dass in Zeiten der &#8211; ideologiepolitisch allem Anschein nach gewollten oder zumindest billigend in Kauf genommenen &#8211; Finanznot &#246;ffentlicher Haushalte (Steuergeschenke der Koalition an Hotellerie, Erben usw. lassen gr&#252;ssen) auch die Diskussion um in &#246;ffentlicher und privater Tr&#228;gerschaft betriebene Museen auflebt. W&#228;hrend sich erstere der Gefahr zunehmender finanzieller Auszehrung ausgesetzt sehen &#8211; dem finanzministeriellen wie kommunalen Rotstift f&#228;llt neben dem Sozialen zu allern&#228;chst die Kultur zum Opfer &#8211; , fliessen betr&#228;chtliche Gelder hoch Verm&#246;gender, vor allem &#252;ber Stiftungen, in deren private Projekte, selbstverst&#228;ndlich nach dem bekannten Motto &#8220;Wer zahlt, schafft an&#8221;. Und wer beobachtet, mit welch euphorischem Jubel jene genannten politischen Kr&#228;fte hierzulande einem von den USA her&#252;berzubranden drohenden &#8220;Philanthro-Kapitalismus&#8221; das Wort reden, wird Schlimmeres bef&#252;rchten m&#252;ssen. In Vergessenheit ger&#228;t dar&#252;ber, dass die vermeintlichen Grossherzigkeiten der Bill Gates, Warren Buffet und Co. mit erheblichen Steuergeschenken &#252;ber und &#252;ber belohnt werden, die wiederum das Steueraufkommen verk&#252;rzen und dem Gemeinwesen dringend notwendige finanzielle Mittel entziehen, so dass letztlich die Allgemeinheit den Preis f&#252;r privatmilliard&#228;re &#8220;Wohltaten&#8221; zu entrichten hat, die jedoch dann von Entscheidungen &#252;ber eine sinnvolle, im &#246;ffentlichen Interesse liegende Verwendung (ebenso wie das staatliche Gemeinwesen selbst) im wesentlichen ausgeschlossen ist.</p>
<p>Auf der anderen Seite verkennen wir keineswegs die bedeutsame kulturelle Rolle, die beispielsweise im Rhein-Main-Gebiet &#8211; im regionalen Rahmen &#8211; etwa dem <a href="http://www.erhard-metz.de/2010/07/08/vom-taunus-zum-wannsee-der-maler-philipp-franck-im-frankfurter-museum-giersch/">Frankfurter Museum Giersch</a> oder den <a href="http://www.erhard-metz.de/2010/04/27/fotografie-aus-leipzig-in-den-opelvillen/">R&#252;sselsheimer Opelvillen</a> zukommt.</p>
<p>Nach diesem Exkurs ins Grunds&#228;tzliche nun zur&#252;ck zum <a href="http://www.erhard-metz.de/2009/07/01/53-biennale-arte-venedig-2009-5-die-komoren-und-monsieur-pinault/">Palazzo Grassi</a> und zur Punta della Dogana. Beginnen wir heute mit ersterem. Und heben gleich zu Beginn hervor, dass die Venetianer jeden Mittwoch freien Eintritt in die beiden Museen haben.</p>
<p><img title="L1005362-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1005362-430.jpg" alt="L1005362-430" width="430" height="323" /></p>
<p><em>Der Palazzo Grassi am Canal Grande, Foto: FeuilletonFrankfurt</em></p>
<p>Der in den Jahren 1748 bis 1772 von Giorgio  Massari (zugeschrieben) am Canal Grande im Stadtteil San Marco errichtete Palast der Br&#252;der Angelo und Zuanne Grassi &#8211; einer der gr&#246;ssten seiner Art in Venedig -, wechselte im Laufe der Zeit mehrfach Funktion und Eigent&#252;mer. 2005 erwarb François Pinault das bereits wiederholt umgestaltete und renovierte Anwesen und er&#246;ffnete darin, nach weiteren Umbauten durch den Weltklasse-Architekten Tadao Ando, Ende Juni 2006 f&#252;r seine legend&#228;re, &#252;ber 2000 Werke umfassende Sammlung moderner und zeitgen&#246;ssischer Kunst eine erste Heimstatt in der &#8220;Serenissima&#8221; (die zweite folgte 2009 in der Punta della Dogana).</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-17929" title="3. P. McCarthy-hd-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/3.-P.-McCarthy-hd-430.JPG" alt="3. P. McCarthy-hd-430" width="430" height="645" /></p>
<p><em>Paul McCarthy, Bear and Rabbit on a Rock, 1992; Mascot heads, acrylic fur, metal armature, foam rubber, formica pedestal, 270 x 190 x 130 cm, © Palazzo Grassi SpA. Foto: ORCH, orsenigo_chemollo</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-17930" title="2. R-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/2.-R-600.JPG" alt="2. R-600" width="600" height="400" /></em></p>
<p><em>Rudolf Stingel, Untitled , 2008; Plaster, aluminium, steel, 18 panels, 294 x 654 x 17 cm, © Palazzo Grassi SpA. Foto: ORCH, orsenigo_chemollo</em></p>
<p>Die derzeitige, von Alison M. Gingeras und Francesco Bonami kuratierte, Anfang Juni 2009 er&#246;ffnete, noch in das Jahr 2011 laufende Ausstellung &#8220;<strong>Mapping the Studio</strong>&#8221; zeigt Arbeiten unter anderem von Kai Althoff, <a href="http://www.erhard-metz.de/2008/01/12/maurizio-cattelan-verlaesst-frankfurt/">Maurizio Cattelan</a>, Jake und Dinos Chapman, Marlene Dumas, Urs Fischer, Fischli &amp; Weiss, Lucio Fontana, Felix Gonzales-Torres, Richard Hughes, Martin Kippenberger, Jeff Koons, Paul McCarthy, Otto Muehl, <a href="http://www.erhard-metz.de/2008/09/29/murakami-im-frankfurter-mmk-teil-1/">Takashi Murakami</a>, Bruce Nauman, Cady Noland, Michelangelo Pistoletto, Sigmar Polke, Richard Prince, Charles Ray, Thomas Sch&#252;tte, Cindy Sherman, Rudolf Stingel, Hiroshi Sugimoto, Jean Tinguely, Luc Tuymans, Cy Twombly, Franz West oder Rachel Whiteread, um nur einige der K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstler zu nennen.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-17931" title="4. R. Prince-hd-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/4.-R.-Prince-hd-600.JPG" alt="4. R. Prince-hd-600" width="600" height="400" /></p>
<p><em>Richard Prince, Untitled (de Kooning), 2006, Acrylic and inkjet on canvas, © Palazzo Grassi SpA. Foto: ORCH, orsenigo_chemollo</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-17933" title="5. R. Hughes-hd-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/5.-R.-Hughes-hd-600.JPG" alt="5. R. Hughes-hd-600" width="600" height="400" /></em></p>
<p><em>Richard Hughes, Crash My Party You Bastards, 2004, Mixed media, dimensions variable, © Richard Hughes by SIAE 2009, © Palazzo Grassi SpA. Foto: ORCH, orsenigo_chemollo</em></p>
<p>Nat&#252;rlich beklagen wir das nicht sehr ergiebige Sortiment an Pressefotos, das die François Pinault Foundation &#252;ber die Ausstellung zur Verf&#252;gung stellt. Umso mehr danken wir Mme. Mathilde Beaujard von der Pariser Claudine Colin Communication, die auch die beiden venetianischen Museen der Stiftung betreut, f&#252;r die freundliche Kooperation. Der pr&#228;chtige, knapp 400 Seiten starke Katalog (Preis vor Ort 50 Euro) entsch&#228;digt mit einem umfassenden &#220;berblick &#252;ber die Exponate der Schau.</p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-17935" title="L1005349-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1005349-600.jpg" alt="L1005349-600" width="600" height="485" /></em></p>
<p><em>P&#228;dagogik und Kreativit&#228;t im Museum: Jugendgruppe im Murakami-Saal der Ausstellung im Palazzo Grassi; Foto: FeuilletonFrankfurt<br />
</em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-17932" title="1-L-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/1-L-600.jpg" alt="1-L-600" width="600" height="407" /></p>
<p><em>Luc Tuymans, The Book, 2007, Oil on canvas, 360 x 212 cm, © Palazzo Grassi SpA. Foto: ORCH, orsenigo_chemollo</em></p>
<p>Wie immer man es in der kulturpolitischen Diskussion um die Museumslandschaften drehen und wenden mag &#8211; als Venedig-Besucher kommt man an der hervorragend kuratierten wie grossz&#252;gig pr&#228;sentierten Ausstellung der Sammlung François Pinault &#8211; einem in vielem repr&#228;sentativen Querschnitt durch die bereits schon klassische wie auch die kontempor&#228;re Moderne &#8211; nicht vorbei.</p>
<p>&#8220;Mapping the Studio&#8221;, <a href="http://www.palazzograssi.it/palazzo-grassi/museo/museo-venezia.html">Palazzo Grassi</a>, Venedig<em> </em><br />
<em><br />
</em></p>
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		<item>
		<title>&#8220;Mapping the Studio&#8221; in Venedig (2): Punta della Dogana</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2010/08/29/mapping-the-studio-in-venedig-2-punta-della-dogana/</link>
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		<pubDate>Sun, 29 Aug 2010 07:06:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur und Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Palazzo Grassi und Punta della Dogana &#8211; zwei fantastische Museen in Venedig mit Werken der klassischen und zeitgen&#246;ssischen Moderne aus der Sammlung François Pinault. Heute stellen wir die Punta della Dogana vor. Das Dreieck der Punta della Dogana am Auslauf des Canal Grande in die Bucht von San Marco; © Palazzo Grassi, ORCH orsenigo_chemollo Blick [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.erhard-metz.de/2010/08/12/mapping-the-studio-in-venedig-1-palazzo-grassi/">Palazzo Grassi</a> und <a href="http://www.palazzograssi.it/punta-della-dogana/museo/arte-contemporanea-venezia.html">Punta della Dogana</a> &#8211; zwei fantastische Museen in Venedig mit Werken der klassischen und zeitgen&#246;ssischen Moderne aus der Sammlung François Pinault. Heute stellen wir die Punta della Dogana vor.</p>
<p><img title="eli_1467-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/eli_1467-430.jpg" alt="eli_1467-430" width="430" height="645" /></p>
<p><em>Das Dreieck der Punta della Dogana am Auslauf des Canal Grande in die Bucht von San Marco; © Palazzo Grassi, ORCH orsenigo_chemollo</em></p>
<p><img title="L1005267-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1005267-430.jpg" alt="L1005267-430" width="430" height="573" /></p>
<p><em>Blick vom Portikus der Punta della Dogana auf den Campanile di San Marco; Foto: FeuilletonFrankfurt</em></p>
<p>Wenn es ein Maximum g&#228;be, ein Ensemble von einer der fantastischsten St&#228;dte der Welt, blaugr&#252;nem Meereswasser samt frischer salziger Brise, dem ber&#252;hmten &#8220;Mantel der Geschichte&#8221;, dessen Saum zu streifen wir uns w&#228;hnen, und einer einzigartigen Ausstellung eben jener eingangs genannten Kunst, so w&#228;re es hier und nirgend anderswo anzutreffen: an der Punta della Dogana.</p>
<p>Draussen, vor dem Portikus an der Spitze, treffen wir auf den &#252;ber lebensgrossen Knaben mit dem Frosch in der Hand von Charles Ray, stets streng bewacht von einem grimmig bewaffneten Uniformierten. F&#252;r einen heranwachsenden Menschen, den Blick nach vorn in die Zukunft gerichtet, soll er stehen. Aber der Frosch &#8211; Daffke des K&#252;nstlers? Soll das &#8211; bizarrer Weise nicht nur von Touristen, sondern auch von manchen Exponenten des Kunstbetriebs f&#228;lschlich f&#252;r marmorn gehaltene &#8211; Standbild den Menschen in seinem Sieg &#252;ber das einst auch sumpfige Gel&#228;nde symbolisieren, auf dem Venedig in der Lagune errichtet wurde? Er soll den Markusl&#246;wen als Aush&#228;ngeschild Venedigs abl&#246;sen, sagen andere. Und was raunt der &#8211; insofern durchaus erotisch aufgeladene &#8211; Volksglaube, im Br&#252;der-Grimm-M&#228;rchen vom Froschk&#246;nig etwa oder im indianischen Mythos von der Froschfrau Kaaka?</p>
<p><em><img title="_MG_7962-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/MG_7962-430.jpg" alt="_MG_7962-430" width="430" height="645" /></em></p>
<p><em>Charles Ray, Boy with Frog, 2009, cast stainless steel and acrylic   polyurethane, 247 x 91 x 96,5, © Palazzo Grassi SpA. Foto: ORCH,   orsenigo_chemollo</em></p>
<p>Gemessen am Wert manches im Museum gezeigten Werkes lediglich schlappe 20 Millionen Euro liess sich François Pinault die Wiederherrichtung der im 17. Jahrhundert von dem Baumeister Giuseppe Benoni (1618 bis 1684) errichteten einstigen Zolllagerhallen kosten &#8211; er soll sie auf 30 Jahre geleast haben. Architekt war wiederum der unter anderem f&#252;r seine Museumsbauten Weltruhm geniessende, dem Minimalismus verpflichtete Tadao Ando, der bereits den Palazzo Grassi ausgestattet hatte. Mit Ando hatte sich Pinault gegen ein konkurrierendes Angebot der Guggenheim Foundation durchgesetzt, die immerhin die renommierte Star-Architektin Zaha Hadid aufgeboten hatte. Ando verwandelte die heruntergekommenen historischen Hallen in eines der weltweit spektakul&#228;rsten und sch&#246;nsten Kunstmuseen. Pinault er&#246;ffnete es listig einen Tag vor dem Er&#246;ffnungsakt der Kunst-Biennale 2009.</p>
<p><em><img title="Room 1-a-hd-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Room-1-a-hd-600.jpg" alt="Room 1-a-hd-600" width="600" height="400" /></em></p>
<p><em>Eingangshalle des Museums:<br />
<a href="http://www.erhard-metz.de/2011/03/20/felix-gonzalez-torres-retrospektive-im-museum-fuer-moderne-kunst-frankfurt-am-main-3-2/">Felix Gonzalez-Torres</a>, Untitled (Blood), 1992, Plastic beads, metal rod, variable dimensions;<br />
Rachel Whiteread, Untitled (One Hundred Spaces), 1995, Resin, 100 units, variable dimensions;<br />
Maurizio Cattelan, Untitled, 2007, Taxidermied horse: horse hide, fiberglass, resin, 300 x 170 x 80 cm;<br />
Luc Tuymans, Untitled (Still Life), 2002, Oil on canvas, 347 x 500 cm;<br />
Richard Prince, Untitled, 2007, Acrylic and collage on canvas, 2 parts, 365,8 x 518, 2 cm;<br />
© Palazzo Grassi SpA. Foto: ORCH, orsenigo_chemollo</em></p>
<p>Tadao Ando h&#252;tete jeden Backstein des &#252;berkommenen Mauerwerks wie auch das &#8211; wo immer noch verwendungsf&#228;hige &#8211; h&#246;lzerne Dachgeb&#228;lk und entfernte lediglich die im Laufe der Jahrhunderte hinzugef&#252;gten Bauteile. Jedoch zog er B&#246;den und Zwischendecken aus Beton sowie einen Bauk&#246;rper mit W&#228;nden aus poliertem Sichtbeton ein.  Schlicht mit dem Pr&#228;dikat grandios versehen wir die Lichtf&#252;hrung in den einzelnen R&#228;umen. Eine Herausforderung der besonderen Art war die Absicherung der unterirdisch installierten Geb&#228;udetechnik vor der Geissel Venedigs, dem j&#228;hrlichen Acqua Alta.</p>
<p>Erhalten blieb die W&#252;rde des rund dreieinhalb Jahrhunderte alten Bauwerks; geschaffen wurde ein einzigartiger Inszenierungsrahmen f&#252;r eine vermutlich dem Selbstverst&#228;ndnis wie dem Repr&#228;sentationsbed&#252;rfnis Pinaults entsprechende, Gross- und Gr&#246;sstformatiges bevorzugende Schau.</p>
<p><img title="Room 1-c-hd-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Room-1-c-hd-430.jpg" alt="Room 1-c-hd-430" width="430" height="645" /></p>
<p><em>Maurizio Cattelan, Untitled, 2007, Taxidermied horse: horse hide, fiberglass, resin, 300 x 170 x 80 cm;<br />
© Palazzo Grassi SpA. Foto: ORCH, orsenigo_chemollo</em></p>
<p>Maurizio Cattelans mit dem Kopf durch die Wand rennendes Pferd konnten wir &#8211; ebenso wie Takashi Murakamis grossformatigen spermaschleudernden Lonesome Cowboy samt seinem weiblichen Gegenpart Hiropon &#8211; zu Udo Kittelmanns Zeiten im Frankfurter MMK bewundern, und etwas Wehmut im Gedenken an solche Zeiten mag sich einstellen, wenn wir den Tag n&#228;her kommen sehen, an dem es uns, von wohlschmeckender wie reichhaltiger heimischer Hausmannskost wunderbar ges&#228;ttigt, in Frankfurt doch wieder einmal nach grossen internationalen Ausstellungsevents im Haus an der Domstrasse gel&#252;stet, wie sie damals Gang und G&#228;be waren und sie beispielsweise das St&#228;del Museum fortlaufend pflegt.</p>
<p><em><img title="Room 4-hd-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Room-4-hd-600.jpg" alt="Room 4-hd-600" width="600" height="400" /></em></p>
<p><em>Cindy Sherman, Untitled, 2007-2008, Color photograph;<br />
Cindy Sherman, Untitled, 2007-2008, Color photograph;<br />
Jeff Koons, Bourgeois Bust – Jeff and Ilona, 1991, Marble;<br />
© Palazzo Grassi SpA. Foto: ORCH, orsenigo_chemollo</em></p>
<p><img title="Room 7-b-hd-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Room-7-b-hd-430.jpg" alt="Room 7-b-hd-430" width="430" height="645" /></p>
<p><em>Maurizio Cattelan, All, 2008, 9 sculptures marbre white Carrara  marble, variable dimensions, © Palazzo Grassi SpA. Foto: ORCH,  orsenigo_chemollo</em></p>
<p>Nachbarschaftlich<em> </em>vereint: Cindy Shermans inszenierte Selbstportr&#228;ts und Jeff Koons bourgeoise marmorne B&#252;ste; Hiroshi Sugimotos bizarre Kost&#252;mfotos der Serie &#8220;Stylized Sculpture&#8221; und Maurizio Cattelans neun marmorne leichentuchbedeckte, in einer Reihe am Boden Liegenden.</p>
<p><img title="Room 10-hd-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Room-10-hd-600.jpg" alt="Room 10-hd-600" width="600" height="407" /></p>
<p><em>Sigmar Polke,<br />
- Jugendstil (Axial Age), 2005<br />
- Neo Byzantium (Axial Age), 2005<br />
- Forward (Axial Age), 2007<br />
- Determination of the Position: Here It Is (Axial Age), 2007;<br />
Violet pigments, mixed media on fabric, 300 x 480 cm; © Palazzo Grassi SpA. Foto: ORCH, orsenigo_chemollo</em></p>
<p><img title="Room 9-a-hd-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Room-9-a-hd-600.jpg" alt="Room 9-a-hd-600" width="600" height="400" /></p>
<p><em>Paul McCarthy, Train, Pig, Island, 2007, Foam, mixed media, 266 x  558 x 124 cm, © Palazzo Grassi SpA. Foto: ORCH, orsenigo_chemollo</em></p>
<p>Mitunter geht es nicht nur gr&#246;sstformatig, sondern auch schrill, pomp&#246;s zu in Pinaults Museen. In manchem scheinen Themen wie Macht, Gewalt und Sex zu dominieren. Ein Zufall das im &#8220;Berlusconi-Land&#8221;? Wohl doch eher dem Sammler geschuldet. Sobald mich jemand beobachtet &#8211; so oder &#228;hnlich soll sich François Pinault einmal ge&#228;ussert haben -, wie ich ein Kunstwerk genauer betrachte, steigt der Marktwert des K&#252;nstlers. Und das genau ist ein Problem. Der sogenannte Kunstmarkt ist ausser Rand und Band. Wenn Sammler, denen es, pardon, auf eine Million mehr oder weniger nicht so streng ankommt, den K&#252;nstler kaufen, den sie unbedingt haben wollen, f&#228;ngt sich die nach oben offene Preisspirale an zu drehen. Der Milliard&#228;r kauft K&#252;nstler, die in der &#8211; ver&#246;ffentlichten &#8211; Meinung den &#8220;grossen Namen&#8221; haben. Diese K&#252;nstler wiederum schaukeln gegen&#252;ber den Milliard&#228;ren ihre Preise hoch. Es werden Summen gezahlt, die das eine oder andere Objekt nun wirklich nicht wert sind. Die aus &#246;ffentlichen Haushalten finanzierten Museen haben in dieser Preisspirale das Nachsehen. Eine gesunde, nicht zu beanstandende Entwicklung? Keineswegs.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-17950" title="L1005255-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1005255-600.jpg" alt="L1005255-600" width="600" height="450" /></p>
<p><em>Blick von der Punta della Dogana auf den Campanile und die Bucht von San Marco; Foto: FeuilletonFrankfurt</em></p>
<p><span>⇒ ⇒ ⇒ <a href="http://www.erhard-metz.de/2010/08/12/mapping-the-studio-in-venedig-1-palazzo-grassi/">“Mapping the Studio” in Venedig (1): Palazzo Grassi</a></span></p>
<p>⇒ ⇒ ⇒ <a title="Permanent Link: Ein “Muss” in Venedig: Die Sammlung Peggy Guggenheim" rel="bookmark" href="../2010/07/05/ein-muss-in-venedig-die-sammlung-peggy-guggenheim/">Ein “Muss” in Venedig: Die Sammlung Peggy Guggenheim</a><br />
<em><br />
</em></p>
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		<title>&#8220;Mein blaues Cello&#8221; – Frank Wolff</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Feb 2011 14:31:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankfurt und Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Gastautorinnen und -autoren]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur und Gesellschaft]]></category>

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		<description><![CDATA[Dokumentation des Filmemachers Wolfgang W&#252;rker Von Renate Feyerbacher Wer kennt ihn nicht, den &#8220;tanzenden&#8221; Cellisten Frank Wolff, der nicht nur in Frankfurt am Main, sondern auf der ganzen Welt, auch in China, mit seinem Instrument tanzt? Der Weltmusiker streicht sein Cello auf grossen und kleinen B&#252;hnen, bei Ausstellungser&#246;ffnungen, Hochzeiten und Beerdigungen von Freunden. Ber&#252;hmt wurde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: large;">Dokumentation des Filmemachers Wolfgang W&#252;rker </span></span></p>
<p><em><strong><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;">Von Renate Feyerbacher</span></span></strong></em></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Wer kennt ihn nicht, den &#8220;tanzenden&#8221; Cellisten Frank Wolff, der nicht nur in Frankfurt am Main, sondern auf der ganzen Welt, auch in China, mit seinem Instrument tanzt? Der Weltmusiker streicht sein Cello auf grossen und kleinen B&#252;hnen, bei Ausstellungser&#246;ffnungen, Hochzeiten und Beerdigungen von Freunden. Ber&#252;hmt wurde Frank Wolff mit dem originellen &#8220;Frankfurter Kurorchester&#8221;, das er 1981 mit der S&#228;ngerin und Pianistin Anne B&#228;renz, die 2005 starb, gr&#252;ndete. Mit ihr musizierte und lebte er. Ab 2002 spielten die beiden im &#8220;Neuen Frankfurter Schulorchester&#8221; mit Sabine Fischmann, Ali Neander und Markus Neumeyer.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Angefreundet hat sich Frank Wolff mit dem Cello, als er zehn Jahre alt war. Er vertiefte diese Zuneigung im Musikstudium in Freiburg, wechselte aber dann nach Frankfurt zum Studium bei dem Soziologen und Komponisten Theodor W. Adorno.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Er und sein Bruder<span style="font-family: Times New Roman,serif;"> </span>KD Wolff, heute erfolgreicher Verleger in Frankfurt, werden Ende der 1960er Jahre Sprecher der studentischen Protestbewegung. Nach deren Ende kehrt er wieder zu seinem Instrument zur&#252;ck. Seitdem verzaubert er durch zarte, kr&#228;ftige, aber auch schrille T&#246;ne, wie in seiner Version des Deutschlandliedes, sein Publikum.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Der in Frankfurt lebende Filmemacher Wolfgang W&#252;rker wurde f&#252;r seine im letzten Jahr fertiggestellte Dokumentation &#252;ber Frank Wolff mit dem Sonderpreis der Jury des Hessischen Filmpreises 2010 ausgezeichnet.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">W&#252;rker, wie Frank Wolff aus dem hessischen Hinterland kommend, studierte zun&#228;chst Physik, promovierte, war Physiklehrer in Hanau und widmete sich schliesslich den Geisteswissenschaften. Er organisiert das G&#246;ttinger Filmfest, wird Redakteur bei der FAZ, lernt dort Sylvia Strasser kennen, mit der er PAOLO-FILM gr&#252;ndet. Seit mehr als 20 Jahren produzieren sie Dokumentationen unter anderem f&#252;r das ZDF und gelegentlich f&#252;r private Auftraggeber.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Der Titel des Films &#8220;Mein blaues Cello&#8221; erinnert an ein Gedicht von <a href="http://www.erhard-metz.de/2010/12/29/else-lasker-schueler-die-bilder-ausstellung-im-juedischen-museum-frankfurt-am-main/">Else Lasker-Sch&#252;ler</a>. Bei der Dichterin ist es nicht das Cello, sondern</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em><strong><span style="color: #3366ff;">&#8220;Mein blaues Klavier</span></strong></em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em><strong><span style="color: #3366ff;">Ich habe zu Hause ein blaues Klavier<br />
Und kenne doch keine Note.<br />
Es steht im Dunkel der Kellert&#252;r,<br />
Seitdem die Welt verrohte.</span></strong></em></span></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>Es spielten Sternenh&#228;nde vier<br />
Die Mondfrau sang im Boote<br />
Nun tanzen die Ratten im Geklirr.</strong></em></span></span></p>
<p><span style="color: #3366ff;"><span style="font-family: Arial;"><em><strong>Zerbrochen ist die Klaviat&#252;r<br />
Ich beweine die blaue Tote.<br />
Ach liebe Engel &#246;ffnet mir<br />
Ich ass vom bitteren Brote<br />
Mir lebend schon die Himmelst&#252;r<br />
Auch wider dem Verbote.“</strong></em></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Dieses Gedicht umschreibt f&#252;r Frank Wolff die Klangfarbe seines Instruments. <span style="font-family: Times New Roman,serif;"> </span>&#8220;Das Cello hat ja nicht nur etwas Sentimentales und Romantisches, sondern auch etwas Melancholisches. Das bin ich auch, nicht nur vom Gef&#252;hl und der seelischen Verfassung. Es ist auch ein Teil von meinem K&#246;rper.&#8221;</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Der Film wurde<span style="font-family: Times New Roman,serif;"> </span>in Frankfurt und Umgebung, an der Mosel und auf Helgoland, in Berlin und Oslo gedreht. Es wirken weiter mit: der Pianist, S&#228;nger und Dirigent Markus Neumeyer, die S&#228;ngerin Ingrid El Sigai, der Kulturredakteur Hans Riebsamen, die Malerin Friederike Walter, der Politiker Wolfgang Thierse, der Winzer Ulrich Stein und nicht zuletzt die Fotografin Barbara Klemm.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-24480" title="IMGP2418-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/IMGP2418-600.jpg" alt="" width="600" height="450" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>Frank Wolff und Markus Neumeyer (Foto: Renate Feyerbacher)</em><br />
</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Gezeigt wird &#8220;Mein blaues Cello&#8221; am Dienstag, den 1. M&#228;rz 2011 um 20 Uhr im Naxos-Kino in der Frankfurter Naxos-Halle (Zugang derzeit nur &#252;ber Waldschmidtstrasse gegen&#252;ber Mousonturm).</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Frank Wolff und Wolfgang W&#252;rker sind beim anschliessenden Filmgespr&#228;ch anwesend.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Weitere Termine: 20. M&#228;rz 2011, 17 Uhr im Gloria Palast, Kassel; 14. April  2011, 19 Uhr im Kommunalen Kino Mainspitze / Burg-Lichtspiele, Ginsheim-Gustavsburg</span></p>
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