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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Alle Artikel zu Kultur und Gesellschaft

„Anonymus“ – ein Film von Roland Emmerich

Freitag, 11. November 2011

Wer war der Autor der Shakespeare-Werke?

Von Renate Feyerbacher

Der Film „Anonymus“ von Roland Emmerich ist seit 10. November in den Kinos.


Hauptplakat © 2011 Sony Pictures Releasing GmbH

Der Regisseur und Produzent hatte es sich nicht nehmen lassen, seinen bei Germanisten, Anglisten, Shakespeare-Anhängern und Stradford-upon-Avon Bewohnern (dort hat es bereits Protestaktionen gegeben) umstrittenes Werk auf der diesjährigen Buchmesse vorzustellen. Weiterlesen

„Body Talks – 100 Jahre BH“ im Museum für Kommunikation Frankfurt

Samstag, 1. November 2014

Vom Körperpanzer zum transparenten „Nichts“

Von Hans-Bernd Heier

Mode ist Kommunikation und manche Kleidungsstücke sind dabei besonders wirksam. Seit dem frühen 20. Jahrhundert prägt ein neues Kleidungsstück die weibliche Silhouette: der Büstenhalter, den die Amerikanerin Mary Phelps Jacob vor 100 Jahren erfunden hat. Diese Innovation wird am 3. November 1914 patentiert und befreit die Frau von den engen Schnürungen des Korsetts. Der Ursprung des Büstenhalters liegt also im Korsett. Seitdem erlebt der BH eine wechselvolle Geschichte, und wie kaum ein anderes Kleidungsstück spiegelt dieses politische und kulturelle Umbrüche wider.

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In den 1960er Jahren zeigt die Werbung zunehmend Frauen in selbstbewussten Posen, Werbeanzeige 1966; © Triumph

Zum Jubiläum des Patents widmet sich das Museum für Kommunikation Frankfurt in der Ausstellung „Body Talks – 100 Jahre BH“ der Geschichte des BHs als Inszenierungsinstrument und Kommunikationsmedium von seiner Erfindung bis in die Gegenwart. Im Vordergrund der vielseitigen Schau steht der kommunikative Aspekt, aber auch die gesellschaftlichen und gesellschaftspolitischen Seiten dieses den Busen – mehr oder weniger – verhüllenden Wäschestücks werden thematisiert: von den frühen Frauenrechtlerinnen im Kampf gegen das Korsett über Hollywoods Busenwunder bis hin zu BH-Verbrennungen der 68er oder Oben-ohne-Proteste von heute. Die facettenreiche, von Julia Bastian kuratierte Präsentation im Forum des Museums ist bis zum 15. Februar 2015 zu sehen. Weiterlesen

„Denglisch“- Unsinn zwischen X-mas und Happy New Year

Freitag, 4. Januar 2008

Virtueller Rundgang im Einkaufsparadies – frei nach einer Werbebeilage in der gestrigen Ausgabe der FAZ:

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(Bildnachweis:Gabi Schoenemann, pixelio.de)

Versehen mit My Shopping Card bummeln wir an endlosen Sale, Sale, Sale- Narreteien in Lounges und Stores vorbei. Der Center Manager wünscht Merry Christmas und wirbt für die Charity-Events, das beliebte Abend-Shopping sowie das Neujahrs-Shoppen. Uns befällt Schwindel, also erst einmal hinein ins Fitness-Center. Anschliessend erwerben wir Kosmetik im Bodyshop, nehmen einen Lunch im Chicken-Chips und treffen uns dann mit Freunden am Peoples Place. Genervt passieren wir Mister Minit und Runners Point. In „shoes and accessoires“ sehen wir uns nach den neuesten Highlights für unsere Füsse um. Jetzt noch einen Blick auf die aktuelle Business- und Smart-Casual-Mode, und dann – wie titelt ein bekannter Reiseveranstalter: Nix wie weg!

Am Wochenende fahren wir nach Frankreich, da bleibt uns der Denglisch-Schwachsinn erspart!

„Denglisch“-Quatsch … zum Zweiten

Sonntag, 30. März 2008

Geert Teunis in der Hauptversammlung der Volkswagen AG am 3. Mai 2006:

Herr Vorsitzender! Sehr geehrte Damen und Herren! Ich vertrete eigene Aktien …

Ich habe vor einigen Monaten einen Passat bestellt und dabei erfahren, dass man fundierte Englischkenntnisse braucht, um alles zu verstehen, was angeboten wird. Bei der Ausstattung kann man wählen zwischen Trendline, Highline, Sportline und Comfortline.

Bei den Motoren gibt es u. a. TDI und FSI. Was „FSI“ bedeutet, weiß der Berater nicht genau; es heiße wohl „Full Selected Injection“ oder so. In Wirklichkeit heißt es natürlich „Fuel Stratified Injection“.

Es gibt weiterhin den FSI 4MOTION. Meine Nachfrage nach der Bedeutung von „4MOTION“ lautet: „Das ist doch klar: unser Allradantrieb!“ Der Berater weiß nicht, dass die korrekte Übersetzung für Allradantrieb „Four wheel drive“ ist. „4MOTION“ ist eine grammatikalische Unmöglichkeit und stellt eine böse Verstümmelung der englischen Sprache dar. Denn „Motion“ für Bewegung kann morphosyntaktisch nicht mit einer Zahl kombiniert werden. Im Englischen ist das genau so unmöglich, wie es „4Bewegung“ im Deutschen wäre. Bei den Farben ist es so bunt, dass es mir wegen der vielen englischen Qualifizierungen einfach zu bunt wird, bei denen man sich offenbar nicht die Mühe gemacht hat, nach deutschen Äquivalenten zu suchen. Ich darf wählen aus Candy-Weiß, Granite Green, Arctic Blue Silver, Wheat Beige, Shadow Blue, United Silver usw. Gibt es wirklich keine treffenden deutschen Namen für unser deutsches Produkt? Wo bleibt die Kreativität unserer Werbeabteilung?

(Beifall) Weiterlesen

„DeutschSommer“ – ein richtungweisendes Projekt der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main

Mittwoch, 22. September 2010

Der „DeutschSommer“, das Sprachförderprogramm der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main, ging bereits 2007 an den Start, lange bevor also Thilo Sarrazins jüngst erschienenes Bestseller-Buch „Deutschland schafft sich ab“ die Politik aufschreckte oder besser gesagt aufweckte.

Als Exkurs und um es gleich vorweg zu nehmen: Wir halten es insofern mit dem ruhig abgewogenen, differenzierenden Urteil eines Frank Schirrmacher („Ein fataler Irrweg“ oder „Frau Merkel sagt, es ist alles gesagt“, Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung von 29. August bzw. 19. September 2010). Und auch mit dem provokanten, den Nagel aber auf den Kopf treffenden Kommentar eines Volker Zastrow „Körperzellenrock“ in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 12. September 2010, der eine realitätsferne, sich vielfach im Weggucken und Wegducken erschöpfende „political correctness“ der politischen Kaste geisselt. Denn leider und unbestreitbar gibt es einen nicht unerheblichen Anteil an Migranten in Deutschland, der sich integrationsfern bis integrationsverweigernd darstellt, mit allen sich daraus für die Gesellschaft wie auch für die Betreffenden selbst ergebenden absehbar negativen Konsequenzen.

Da sucht man verzweifelt nach Auswegen oder gar Lichtblicken. Und findet sie: in dem erfolgreichen Projekt „DeutschSommer“ der Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main.

(Bildnachweis: „DeutschSommer“; Foto: D. Buschardt) Weiterlesen