Online-Zugang gesperrt – Computerchaos bei der Telekom
Mittwoch, 2. September 2009Die Telekom kündigt dem Kunden den bisherigen DSL-Anschluss zu einem Tag Ende August und lädt zum Tarifwechsel ein.
Der Kunde bemüht sich rechtzeitig in einen T-Punkt und wechselt den Tarif. Alles Erforderliche werde, so wird ihm dort versichert, automatisch erledigt, man brauche sich um nichts zu kümmern.
Der Kunde erhält die Auftragsbestätigung über den Tarifwechsel zu einem Tag Mitte August. Er freut sich, wie schön die Telekom alles regelt.
An besagtem Tag Ende August sperrt die Telekom dem Kunden den T-Online-Zugang. Eine Stunde Telefonate, alle Mitarbeiter sind sehr freundlich und hilfsbereit, können aber leider an der Anschluss-Sperre nichts ändern. Auf alle Fälle bekomme der Kunde, versichern sie, neue Online-Zugangsdaten.
Den entsprechenden Brief druckt die Telekom noch am gleichen Freitag aus, dank der Deutschen Schnecken-Post kommt er natürlich erst am Dienstag an.
Aber nichts geht. Erneut eine Stunde Telefonate. Es stellt sich heraus, dass die Telekom im Zuge eines Systemwechsels ein Riesen-Computer-Problem hat: Kunden werden bei einer Tarifüberleitung trotz erteilter Auftragsbestätigung lediglich auf den Status “Tarif beauftragt” gesetzt, der T-Online-Zugang bleibt (“tarifloser Zustand”) gesperrt.
Nach langem Zeter und Mordio erhält der Kunde ausnahmsweise telefonisch provisorische, befristete Zugangsdaten, er kann damit tatsächlich den Online-Zugang wiederherstellen. Eine Behebung des Problems könne jedoch, erläutern freundliche, inzwischen aber auch erschrockene Mitarbeiter, angesichts dessen vermuteten Ausmasses einige Wochen dauern.

(Foto: Paul-Georg Meister /pixelio.de)
Nun, der Kunde ist, wie Sie sich, liebe Leserinnen und Leser, bereits denken können, FeuilletonFrankfurt.





