FROHE OSTERN!
Sonntag, 12. April 2009Meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein frohes Osterfest!

Historisches Osterei des Autors, seit etwa 1948 in Familienbesitz
(Foto: FeuilletonFrankfurt)
Meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein frohes Osterfest!

Historisches Osterei des Autors, seit etwa 1948 in Familienbesitz
(Foto: FeuilletonFrankfurt)

Osterbrunnen in Niederalbertsdorf, Sachsen; Bildnachweis: Vwpolonia75, wikimedia commons GFDL
Happy Easter!
Joyeuses Pâques!
Buona Pasqua!
¡Felices Pascuas
Vrolijk Pasen!
(Ostergrüsse in den fünf FeuilletonFrankfurt meisteinschaltenden Landessprachen)
Ich schreib über manche abstruse Geschichte
und ab und an sogar kurze Gedichte:
Sträubt sich dir deshalb beim Lesen das Haar,
dann schreibe mir doch mal nen Kommentar!
Ich habe oft Freude am Polemisieren.
Geht dir das manches Mal an die Nieren
und hältst du den Inhalt nicht für wahr?
Dann schreibe mir doch mal nen Kommentar!
Wenn ich so gut über dich hab geschrieben,
dass du mit der Hand dir den Bauch hast gerieben,
und fühlst dich geschmeichelt wunderbar:
Dann schreibe mir doch mal nen Kommentar!
Kommt dir mal was nicht geheuerlich vor,
fühlst dich gar gehauen über das Ohr,
findest du manches gar sonderbar,
dann schreibe mir doch mal nen Kommentar!
Schlecht kommen Politiker bei mir weg,
sie kriegen, ob schwarz, rot, grün, gelb, all ihr Fett.
Die meisten verdienens nicht anders, fürwahr.
Solln sie mir doch schreiben nen Kommentar!
Kannst manchmal du meine Sätze nicht fassen,
zählst erst mal im Schrank deine eigenen Tassen,
und ist dir dann immer der Sinn noch nicht klar:
Dann musst mir mal schreiben nen Kommentar!
Meine Seite gefällt dir nicht,
und schwillt dir vor Ärger dein Angesicht?
Ja, wenn du dir wirst deines Zornes gewahr,
dann schreibe mir doch mal nen Kommentar!
Liest meine Seite du mit Genuss,
und ohne jeglichen Kunstverdruss,
dann greife zum Rotwein von der Ahr,
und schreibe mir doch mal nen Kommentar!
Die Claudia Johann ging da voran,
gefolgt von Ursula Günther dann.
Nehmt diese beiden zum Vorbild, na klar,
und schreibt jetzt mal selbst nen Kommentar!
Johann Wolfgang Goethe
Zum neuen Jahr
Zwischen dem Neuen,
Hier uns zu freuen
Schenkt uns das Glück,
Und das Vergangne
Heisst mit Vertrauen
Vorwärts zu schauen,
Schauen zurück.
Stunden der Plage,
Leider, sie scheiden
Treue von Leiden,
Liebe von Lust;
Bessere Tage
Sammeln uns wieder,
Heitere Lieder
Stärken die Brust.
Leiden und Freuden,
Jener verschwundnen,
Sind die Verbundnen
Fröhlich gedenk.
O des Geschickes
Seltsamer Windung!
Alte Verbindung,
Neues Geschenk!
Dankt es dem regen,
Wogenden Glücke,
Dankt dem Geschicke
Männiglich Gut;
Freut euch des Wechsels
Heiterer Triebe,
Offener Liebe,
Heimlicher Glut!
Andere schauen
Deckende Falten
Über dem Alten
Traurig und scheu;
Aber uns leuchtet
Freundliche Treue;
Sehet, das Neue
Findet uns neu.
So wie im Tanze
Bald sich verschwindet,
Wieder sich findet
Liebendes Paar,
So durch des Lebens
Wirrende Beugung
Führe die Neigung
Uns in das Jahr.
