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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Alle Artikel zu In eigener Sache

Aprilscherz

Montag, 2. April 2012

Fast alle haben es erahnt: natürlich ein Aprilscherz! FeuilletonFrankfurt erfreut sich bester Gesundheit: Rund 128.000 Besucher im 1. Quartal 2012 hielten ihm bei rund 438.000 Seitenaufrufen und knapp 1,7 Millionen Klicks die Treue. Zum Dank verspricht es: weitermachen!

 

Deux chevaux – mein schönstes Auto

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Gestern vor 60 Jahren – am 7. Oktober 1948 – erblickte er auf dem Pariser Autosalon das Licht der Welt: der Döschwo.

Eigentlich war er mein schönstes Auto. Genau so sah er aus – leider bereits mit den rechteckigen Scheinwerfern, obwohl ihm zuvor die runden viel besser zu Gesicht gestanden hatten. Dafür waren auch die Sitze orangerot.

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(Foto: Fabien1309 wikimedia commons GFDL)

Nagelneu war er. Ich kreuzte mit ihm durch Frankreich und Spanien, auch über – im wahrsten Sinne – Stock und Stein. Nichts warf ihn aus der Bahn. Über das übelste Dorfstrassenpflaster schwebte er engelsgleich hinweg. Lässig liess man den Arm aus dem Klappfenster baumeln, kräftig strömte der Fahrtwind durch die grosse Luftklappe unter der Frontscheibe, wenn man sie mit dem kernig anzufassenden Schraubrad aufkurbelte, durchaus komfortabel liess sich die Schiebestockschaltung handhaben, und wenn man das Stoffdach aufrollte, sass man fast in einem Cabriolet. Ja und wie herrlich war es, wenn der Beifahrerin der Atem stockte und das Herz stillzustehen drohte, wenn man in 30 und mehr Grad Schräglage durch die Kurve stürmte. Umfallen konnte er eigentlich nicht – aber das wusste sie ja zunächst nicht, und sie glaubte es auch später nicht wirklich.

Wieviele Hektoliter Rotwein, wieviele Kilogramm Baguettebrote ich in ihm transportierte – ich weiss es nicht mehr. Nur einmal, nach einer nebelnassen Nacht am Meer in Bandol, wollte er morgens nicht anspringen. Mit irgendeinem Lappen rieb ich das Motörchen trocken, streichelte es ein wenig  – und schon konnte die Fahrt wieder losgehen.

Ja, ein kleines Stück trauere ich ihm auch heute noch nach.

Die BMW Isetta

Sonntag, 26. August 2012

Gestern und heute: grosses Isetta-Treffen im hessischen Weiterstadt! Etwa 400 Isettas sollen sich samt stolzen Frauchen und Herrchen eingefunden haben. Leider kann der Autor nur virtuell teilnehmen, weil er seine Isetta, im zarten Alter eines Unterprimaners erworben, dummerweise nach einem Jahr wieder verkauft hat. Also hier ist er, lang ist ’s her, mit dem tollen Gefährt und mit Sack und Pack auf dem Weg zum ersten Studiensemester nach Marburg:

Das Wägelchen hatte ein paar kleine Beulen, der untere Teil war lindgrün, der obere einschliesslich der Tür elfenbein lackiert, in der Mitte trug es eine rote Bauchbinde, im gleichen Rot waren auch die Felgen gestrichen. Schmuck sah sie aus, die „Knutschkugel“, und im Inneren hatte die Freundin mit Lippenstift ein rotes Herz auf die Pappverkleidung gemalt!

Die Tür öffnete nach vorn, wobei das Lenkrad seitlich abknickte, der Getriebeschalthebel ragte aus der linken Wand heraus, sogar eine Handbremse gab es irgendwo. Mit seinem 300 Kubikzentimeter kleinen 1-Zylinder-Motörchen – 13 PS! – fuhr es so seine runde 80 kmh, wenn man ihm gut zuredete.

FeuilletonFrankfurt grüsst alle Isettas in Weiterstadt!

 

Die Tricks mit den Klicks

Dienstag, 25. Januar 2011

„Die hohen Klickzahlen der Newsportale übertünchen einen wichtigen Aspekt: Die wenigsten Klicks der verlegerischen Sites gehen auf redaktionelle Inhalte zurück. Die meisten Portale und wohl auch Zeitungen generieren nicht einmal ein Fünftel ihrer Zugriffe aus originären redaktionellen Texten. Das Gros der Klicks ist dem Einsatz von Bildergalerien, dem Zugriff auf Wertpapierdepots, Partnerbörsen, Aktienkurs-Abfragen, Job-Datenbanken geschuldet, die allesamt in die Klickstatistik einfliessen. So haben die offiziell verbreiteten Einschaltquoten nur bedingten Aussagewert über die tatsächlichen Vorlieben der Kunden.“

„Die Ausführungen zeigen, dass die Einschaltquote nur bedingt zur inhaltlichen Bewertung eines Internet-Angebotes taugt und dass die Zugriffszahlen überdies mit wenigen Kunstgriffen manipulierbar sind. Die Aufmachung von Themen und Einstiegssites, die Anmoderation eines jeden Beitrags und die Platzierung entscheiden mehr über den Erfolg eines Artikels als die Geistesgewandtheit oder Beredtheit eines Autors, die Stringenz der Beweisführung und die Originalität seiner Gedanken.“

Zitiert aus der lesenswerten Studie von Steffen Range und Roland Schweins:
Klicks, Quoten, Reizwörter: Nachrichten-Sites im Internet
Wie das Web den Journalismus verändert

Ein Gutachten im Auftrag der Friedrich-Ebert-Stiftung

FeuilletonFrankfurt freut sich darüber, mit solch machenschaftlichen Klick-„Geschäften“ nichts zu tun zu haben!

FeuilletonFrankfurt ist international

Sonntag, 2. November 2014

FeuilletonFrankfurt freut sich:

über seine Internationalität!

Ein Blick auf den Oktober 2014:

Rund 80 % der Einschaltungen kamen aus Deutschland, ziemlich genau 10 % aus den USA und ebenso fast genau 2 % aus der VR China. Auf Platz 4 lagen Frankreich und auf Rang 5 die Schweiz (dicht gefolgt von Österreich). 43 andere Länder machten den Rest aus.

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Wer Lust hat, kann die Website auch über die russische Suchmaschine Yandex (Яндекс) komplett in Kyrillisch erreichen (Russland lag im Oktober auf Platz 11).

Es gibt zumindest eine Reihe von Beiträgen auch in Chinesisch, erreichbar über die China-Suchmaschine Baidu. Das gelingt nicht immer auf den ersten Versuch, auch sind die Ladezeiten oft lang. Dennoch hier ein entsprechender Link, der – jedenfalls zu dieser Stunde – funktionierte. Wenn nicht, hier ein Screen shot:

dat-chin1-460

Wir gehen davon aus, dass es sich um maschinelle Übersetzungen handelt, die mitunter auch Kurioses produzieren – sei’s drum!