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	<title>erhard-metz.de &#187; Frankfurt und Hessen</title>
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		<title>&#8220;Daphne&#8221; von Richard Strauss an der Oper Frankfurt</title>
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		<pubDate>Tue, 06 Apr 2010 05:47:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Frankfurt und Hessen]]></category>
		<category><![CDATA[Meine Gäste]]></category>
		<category><![CDATA[Musik]]></category>

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		<description><![CDATA[Erinnerung als Paradies und als Raum erfahrenen Ungl&#252;cks:
&#8220;Daphne&#8221; von Richard Strauss an der Oper Frankfurt
Eindr&#252;cke von Renate Feyerbacher 
Eine alte Frau betritt z&#246;gernd die B&#252;hne und schreitet durch die hohen, heruntergekommenen R&#228;ume. Claus Guth, der Opernregisseur, bekannt f&#252;r seine psychologischen Interpretationen, l&#228;sst die gealterte Daphne den Ort ihrer Kindheit und Jugend, wo der Missbrauch stattfand, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color: #000080;"><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: large;">Erinnerung als Paradies und als Raum erfahrenen Ungl&#252;cks:</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000080;"><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: large;">&#8220;Daphne&#8221; von Richard Strauss an der Oper Frankfurt</span></span></span></p>
<p><span style="color: #000080;"><strong><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Eindr&#252;cke von Renate Feyerbacher</span></span></strong></span><strong> </strong></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Eine alte Frau betritt z&#246;gernd die B&#252;hne und schreitet durch die hohen, heruntergekommenen R&#228;ume. Claus Guth, der Opernregisseur, bekannt f&#252;r seine psychologischen Interpretationen, l&#228;sst die gealterte Daphne den Ort ihrer Kindheit und Jugend, wo der Missbrauch stattfand, aufsuchen. &#8220;Der Tag, der sie ver&#228;nderte, sie erstarren liess, taucht wiederum vor ihren Augen auf.&#8221; Das Thema besch&#228;ftigt derzeit unsere Gesellschaft landauf, landab. Es sind viele, die zur Zeit aus ihrer Erstarrung aufwachen, sich erinnern und reden wie der Frankfurter Schriftsteller Bodo Kirchhoff: &#8220;Keinem der Betroffenen sieht man an, wie viel in ihm kaputt ist.&#8221;</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Dieser Gedanke schwebt &#252;ber der Auff&#252;hrung.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">In der griechischen Mythologie erstarrt Daphne, die Nymphe, zum Lorbeerbaum, als Gott Apollo hinter ihr her ist und nicht von ihr abl&#228;sst. Das Thema hat Schriftsteller (Ovid, Petrarca, Martin Opitz, Sylvia Plath, Sarah Kane &#8211; beide Dichterinnen nahmen sich das Leben &#8211; ), Komponisten (Monteverdi, Gluck, Mozart), Maler, Philosophen und Psychoanalytiker wie Sigmund Freud nicht losgelassen. Freud interpretierte die Geschichte als Deflorationsangst des M&#228;dchens und Feindseligkeit gegen&#252;ber dem Mann, die krankhafte Z&#252;ge annehmen kann.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img title="daphne_06_HQ-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/daphne_06_HQ-430.jpg" alt="daphne_06_HQ-430" width="430" height="286" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>Lance Ryan (Apollo), Daniel Behle  (Leukippos) und Maria Bengtsson  (Daphne); Bildnachweis: Oper Frankfurt, Foto:	© Barbara Aum&#252;ller</em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Richard Strauss war ein Freund Griechenlands. 1892 besuchte er die Insel Naxos, auf der Dionysos, Gott des Weines, geboren und verehrt wurde. Auch Ariadne lebte hier. Richard Strauss schuf zusammen mit Hugo von Hofmannsthal die Oper &#8220;Ariadne auf Naxos&#8221;. Auch diesmal wollte der Komponist mit Hofmannsthal die &#8220;Daphne&#8221; erarbeiten, aber der Freund starb unerwartet 1929. Stefan Zweig &#252;bernahm die Librettistenaufgabe, aber die Nazis liessen dieses B&#252;ndnis von Komponist und Dichter nicht zu. Zweig empfahl Joseph Gregor, einen B&#252;cherwurm, Bibliothekar und Archivar, der die Theatersammlung der &#214;sterreichischen Nationalbibliothek gegr&#252;ndet hatte und sich hin und wieder als Poet bet&#228;tigte. Die Briefe, die Strauss ihm schrieb, zeugen von der m&#252;hsamen Arbeit am Libretto. Er forderte laufend Ver&#228;nderungen und sprach von &#8220;schlecht imitiertem Homerjargon&#8221;. Er liess das Projekt schliesslich zu mit den Worten, &#8220;dass aus dem h&#252;bschen Sujet und manchen h&#252;bschen Details der Bearbeitung nicht doch noch ein netter Einakter werden kann&#8221;. &#8220;Daphne&#8221;, die bukolische Trag&#246;die in einem Akt, wurde am 15. Oktober 1938 in der Semper-Oper in Dresden uraufgef&#252;hrt. Bukolik ist die griechische Hirtendichtung.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img title="daphne_12_HQ-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/daphne_12_HQ-430.jpg" alt="daphne_12_HQ-430" width="430" height="286" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>Lance Ryan (Apollo) und Maria Bengtsson  (Daphne)</em><em>; Bildnachweis:  Oper Frankfurt, Foto:	© Barbara Aum&#252;ller</em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Die Oper beginnt mit den Vorbereitungen auf das Dionysos-Fest. Leukippos, der Jugendfreund, umwirbt Daphne und kommt ihr nah, doch sie schreckt pl&#246;tzlich zur&#252;ck. Mutter Gaea, mythologisch Mutter Erde, ist besorgt. Apollo, verkleidet als Hirte, ist von dem jungen sch&#246;nen M&#228;dchen (Nymphe) angezogen. Daphne ist ber&#252;hrt von seinen Liebesworten, umarmt und k&#252;sst ihn, dann schreckt sie vor Angst zur&#252;ck. Beim Fest erscheint Leukippos als M&#228;dchen verkleidet, um Daphne nahe zu sein. Diese Entweihung des Festes und der Betrug erz&#252;rnen Apollo: Er st&#246;rt mit Donner und Blitz die Festlichkeiten und stellt den jungen Nebenbuhler zur Rede. Daphne muss den doppelten Betrug erkennen. Leukippos befreit sich selbst von den Frauenkleidern, Apollo offenbart sich und fordert die Geliebte auf, mit ihm zu gehen. Als Leukippos ihn einen L&#252;gner nennt und Daphne sich weigert, mitzugehen, kommt es zum Kampf. Apollo t&#246;tet Daphnes Jugendfreund und bittet die G&#246;tter um Vergebung. Daphne m&#246;chte er zur&#252;ck gewinnen – nicht in Menschengestalt, sondern als immer gr&#252;nenden Lorbeerbaum. Daphne verwandelt sich.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Der Text dieser musikalisch eindringlichen Oper erscheint manchmal verquast und artifiziell. Man muss sich auf die Musik konzentrieren mit ihren wundersch&#246;nen Momenten: &#8220;Hier sind behutsame Regungen und Stimmungen der Naturverbundenheit in Kl&#228;nge gefasst, die man so leicht nicht vergisst&#8221;, schreibt Ernst Krause (zitiert nach dem Programmheft). Fasziniert ist er, wie Strauss Daphnes Verwandlung in den Lorbeerbaum musikalisch umsetzt, die sich in &#8220;schleierzartem Fis-Dur vollzieht, wie der Klang sich aus dem reinen Holz emporwachsend immer mehr in das viel ver&#228;stelte Farbenflimmern der geteilten Streicher, der Harfe und der &#252;brigen Instrumente aufl&#246;st &#8230; &#8220;, der Klang sich in den &#8220;vogelhaft-zwitschernden Koloraturen des frei schwebenden Soprans&#8221; fortspinnt. Das ist einmalig. Strauss hat mehr als einen netten Einakter geschaffen.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img title="daphne_17_HQ-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/daphne_17_HQ-430.jpg" alt="daphne_17_HQ-430" width="430" height="286" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>Maria Bengtsson (Daphne)</em><em>; Bildnachweis: Oper Frankfurt, Foto:	©  Barbara Aum&#252;ller</em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Claus Guths einleuchtende, psychologisch-durchg&#228;ngige Regiearbeit steht im Einklang mit der musikalischen Realisation.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Die Schwedin Maria Bengtsson singt Daphne. Ihr zarter, lyrischer Ton begeistert, ihr Spiel ist eindringlich. Ihr einleitender Monolog &#8220;O bleib, geliebter Tag&#8221; l&#228;sst erahnen, welches Potential diese Stimme birgt, die in der Klage um den toten Freund einen H&#246;hepunkt erreicht. Heldentenor Lance Ryan hat in &#8220;Daphne&#8221; sein Deb&#252;t als Apollo. Trotz gesundheitlicher Probleme am Premierenabend gab der Kanadier einen grandiosen Einstand an der Oper Frankfurt. Er verlieh diesem liebesbesessenen und machtorientierten Gott kraftvolle T&#246;ne, manchmal bewusst etwas schrill. Martin Behle ist Leukippos. Sein jugendlicher, strahlender Tenor, makellos in den H&#246;hen, besticht.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Matthew Best als Vater Peneios und Tanja Ariane als Gaea &#252;berzeugen wie auch die anderen S&#228;ngerinnen und S&#228;nger, die als Sch&#228;fer und M&#228;gde agieren.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Generalmusikdirektor Sebastian Weigle und das Frankfurter Opern- und Museumsorchester musizieren sehr dynamisch: lebendig beim Fest, einf&#252;hlsam bei den Naturimpressionen.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">&#8220;Daphne&#8221; &#8211;  ein Opernabend, den man schon wegen Maria Bengtsson nicht verpassen sollte: <a href="http://www.oper-frankfurt.de">Vorstellungen</a> gibt es am 4., 10., 18., 23. und 25. April sowie am 19. und 26. Juni 2010, jeweils um  19.30 Uhr.</span></p>
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		<title>&#8220;Das Wesen im Ding&#8221; im Frankfurter Kunstverein (1): Nina Canell</title>
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		<pubDate>Wed, 17 Mar 2010 06:02:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt und Hessen]]></category>

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		<description><![CDATA[Dunkel ist es in diesem Raum des Frankfurter Kunstvereins. Aber es ist nicht die Faust&#8217;sche Hexenk&#252;che, und es geht auch nicht ganz so knallend und zischend zu wie im Giessener Liebig-Museum, wenn der legend&#228;re Professor Wolfgang Laqua dort vor staunendem Publikum seine chemischen Experimente zum Besten gibt. Aber es begegnet uns schon etwas Geheimnisvolles, es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Dunkel ist es in diesem Raum des <a href="http://www.erhard-metz.de/2010/01/07/frankfurter-kunstverein-bilder-vom-kuenstler-4-manuela-kasemir/">Frankfurter Kunstvereins</a>. Aber es ist nicht die Faust&#8217;sche Hexenk&#252;che, und es geht auch nicht ganz so knallend und zischend zu wie im Giessener Liebig-Museum, wenn der legend&#228;re Professor Wolfgang Laqua dort vor staunendem Publikum seine chemischen Experimente zum Besten gibt. Aber es begegnet uns schon etwas Geheimnisvolles, es faucht und blubbert leise sch&#228;umend aus der Sch&#252;ssel, und klackernde T&#246;ne, wie wir sie von einem Geigerz&#228;hler her kennen, verbreiten sich im Raum.</p>
<p>&#8220;Das Wesen im Ding&#8221; ist die neue Ausstellung im Frankfurter Kunstverein betitelt. Sieben k&#252;nstlerische Postionen werden dazu pr&#228;sentiert. Es geht darum, wie K&#252;nstler die Natur- und Dingwelt durch deren Repr&#228;sentation und Imitation ergr&#252;nden, um tiefere Erkenntnisse &#252;ber das Wesen der Welt zu gewinnen. &#8220;Die Repr&#228;sentation der f&#252;r wirklich gehaltenen Welt&#8221;, so der Frankfurter Kunstverein, &#8220;ist kaum noch ohne eine Reflexion der damit verbundenen Parameter m&#246;glich. Mit den unterschiedlichsten k&#252;nstlerischen Strategien wie Serialit&#228;t, Fragmentierung, Skalierung oder Aufl&#246;sung entstehen nunmehr Abbildungen der Natur- und Dingwelt, die ihren Wirklichkeitsbezug in Frage stellen&#8221;.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14843" title="L1004534-460" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004534-460.jpg" alt="L1004534-460" width="460" height="345" /></p>
<p>In &#8220;Morasko Circle&#8221; &#8211; einer ihrer sieben ausgestellten Arbeiten  &#8211; baut Nina Canell eine kleine Installation, die auf den ersten Blick &#8211; den wir jedoch alsbald korrigieren werden &#8211; wie eine einfache naturwissenschaftliche Versuchsanordnung erscheint. Das Wasser in der Sch&#252;ssel wird von derem Grund her etwas aufgewirbelt, ihm entsteigt bisweilen ein nebeliger Dampf, ein Mikrofon verst&#228;rkt blubbernde Ger&#228;usche &#252;ber eine technische Apparatur zu jenem erw&#228;hnten Prickeln und Geigerz&#228;hler-Klackern, das wir so unausl&#246;schlich mit h&#246;rbar gemachter radioaktiver Strahlung verbinden. Rote und schwarze Kabel leiten elektrische Str&#246;me, eine profane Lampe, in k&#252;nstlerischer oder kuratierender Absicht verbal zur &#8220;Laterne&#8221; veredelt, beleuchtet die Szenerie.</p>
<p>Nur ein Baukastenspielchen? Was hat es mit dem &#8220;Morasko Circle&#8221; auf sich?</p>
<p>Vor etwa 5.000 Jahren soll es sich begeben haben: Ein Meteorit st&#252;rzte dort zur Erde, wo heute das polnische, inzwischen nach Posen eingemeindete  D&#246;rfchen Morasko liegt, nach welchem der Ausserirdische &#8211; nach seiner Entdeckung Ende 1914 &#8211; seinen Namen erhielt. Die Geschwindigkeit des Himmelsk&#246;rpers mag zwischen 11.000 und 18.000 kmh betragen haben, als er in einer grossen Druckwelle zerberstend und verdampfend einschlug. Es bildeten sich mehrere Krater, zum Teil bis heute mit Wasser gef&#252;llt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14844" title="L1004539-460" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004539-460.jpg" alt="L1004539-460" width="460" height="345" /></p>
<p>Liegt hier der Schl&#252;ssel zu jenem Geheimnis, das uns umh&#252;llt, wenn wir  in der Dunkelheit die Installation immer wieder im Kreis umschreiten,  der vom grellen Lichtb&#252;ndel enth&#252;llten Dampfentwicklung ansichtig, das  Prickeln und Klackern der Strahlungen unerreichbar ferner Welten im Ohr, von denen uns der einst dem Asteroideng&#252;rtel entflohene Meteorit k&#252;ndet? Die banalen,  armen Materialien, die Nina Canell zu ihrer skulpturalen Erz&#228;hlung  komponiert, gewinnen eine neue &#228;sthetische, ja poetische Dimension. Unsichtbare Energien werden in Luft, Dampf und Licht, im Klang des seine Aggregatzust&#228;nde wechsenden Wassers erahnbar. So wie der ganze kosmische Kreislauf. Das Universum.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-14845" title="L1004536-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004536-600.jpg" alt="L1004536-600" width="600" height="450" /></p>
<p><em>Abbildungen: &#8220;Morasko Circle&#8221;, 2007, Plastiksch&#252;ssel, Nebelmaschine, Wasser, Acryl, Schlingenhalterung, Mikrofon, Laterne, PA-System; Ausmasse variabel; Courtesy Sammlung Christian Schwarm, Stuttgart; Fotos: FeuilletonFrankfurt</em></p>
<p>Nina Canell, 1979 im schwedischen V&#228;xj&#246; geboren, studierte am Institute of Art, Design and Technologie in Dun Laoghaire, Irland, mit dem Abschluss Bachelor of Fine Art (1st Class Honours). Seit 2005 stellte sie in einer Vielzahl von Gruppen- und Einzelausstellungen ihre Arbeiten vor, unter anderem in Aachen, Antwerpen, Berlin, Dublin, D&#252;sseldorf, Frankfurt am Main, Gwangju (Korea), Hamburg, K&#246;ln, London, Neapel und New York. Die K&#252;nstlerin lebt und arbeitet in Berlin und in Dublin.</p>
<p><em> </em></p>
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		<title>&#8220;Das Wesen im Ding&#8221; im Frankfurter Kunstverein (2): Florian Haas</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2010/03/28/das-wesen-im-ding-im-frankfurter-kunstverein-2-florian-haas/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Mar 2010 17:29:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt und Hessen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Das Wesen im Ding&#8221; &#8211; Wer oder was erwartet uns dieses Mal im Frankfurter Kunstverein?
Merkw&#252;rdige Gesellen haben sich dort eingefunden, soviel sei schon zu Beginn verraten, als da w&#228;ren R&#252;bling und  Schwindling, Porling und Saftling, Becherling, Ritterling und T&#228;ubling und sogar der legend&#228;re Hallimasch.
Und was f&#252;r Beinamen tragen diese Gesellen! &#8220;Am Ast gehen&#8221;, &#8220;Ganz alleine&#8221;, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;"><a href="http://www.erhard-metz.de/2010/03/17/das-wesen-im-ding-im-frankfurter-kunstverein-nina-canell/">&#8220;Das Wesen im Ding&#8221;</a> &#8211; Wer oder was erwartet uns dieses Mal im Frankfurter Kunstverein?</span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;">Merkw&#252;rdige Gesellen haben sich dort eingefunden, soviel sei schon zu Beginn verraten, als da w&#228;ren R&#252;bling und  Schwindling, Porling und Saftling, Becherling, Ritterling und T&#228;ubling und sogar der legend&#228;re Hallimasch.</span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;">Und was f&#252;r Beinamen tragen diese Gesellen! &#8220;Am Ast gehen&#8221;, &#8220;Ganz alleine&#8221;, &#8220;Ein Herz und eine Seele&#8221;, &#8220;Erzieherin&#8221; und &#8220;Alleinerzieherin&#8221;, &#8220;Carmen&#8221; und &#8220;Lourdes&#8221;,  &#8220;Langes Gespr&#228;ch&#8221; und &#8220;Husten&#8221;, &#8220;Gouvernante&#8221; und &#8220;Schneewittchen&#8221;, &#8220;Drei Kameraden&#8221; &#8230;</span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;"><img title="L1004257-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004257-430.jpg" alt="L1004257-430" width="430" height="430" /></span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;"><em>Florian Haas vor 66 Pilzbildern, 2002 bis 2009, jeweils &#214;l auf Hartfaser, 17,5 x 25 cm, Courtesy K&#252;nstler und Galerie Heike Strelow</em></span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;">Nat&#252;rlich kennen Sie, liebe Kunstliebhaber und -liebhaberinnen,  Florian Haas &#8211; vielleicht bringen sie ihn zu allererst mit der  K&#252;nstlergruppe &#8220;finger&#8221;, der  &#8220;Frankfurter Stadtimkerei&#8221; und nat&#252;rlich  dem <a href="http://www.erhard-metz.de/2009/01/27/auf-und-umbruch-im-frankfurter-mmk/">Museum  f&#252;r Moderne Kunst MMK</a> in Verbindung, auf dessen Dach er  (zusammen mit Andreas Wolf) wiederholt einen Bienenstand &#8211; als ein gesellschaftsrelevantes Kunstprojekt &#8211; installierte.</span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;">Hier nun Florian Haas als Maler: Im Frankfurter Kunstverein zeigt er Pilze, so weit im Ausstellungssaal das Auge reichen mag. Allein 66 Bilder in kleinem Format, zu einem Tableau geh&#228;ngt; hinzu kommen mehrere Arbeiten in grossem Format.</span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;">Mit seinen Autorenarbeiten (Malerei und Grafik) einerseits und  seinen  vielgestaltigen Gruppenprojekten andererseits wendet sich der K&#252;nstler  an recht unterschiedliche Publika. F&#252;r erstere m&#246;gen aus j&#252;ngerer Zeit seine Einzelausstellungen in der Frankfurter Galerie Heike Strelow stehen, f&#252;r letztere neben der bereits genannten &#8220;Stadtimkerei&#8221; Projekte wie<span> &#8220;Public Garden Public Generation&#8221; in Aachen, &#8220;Observing Beast, Time, Evolution – Kunst  und Naturwissenschaft&#8221;</span><span> in Hildesheim oder</span><span> &#8220;Wollen Sie Ihrer Bank auch etwas  mitteilen?&#8221; im Frankfurter Projektraum finger. Stets haben seine Arbeiten und Interventionen einen institutions-, zeit- und gesellschaftskritischen Hintergrund, seien es die Eitelkeiten eines narzisstischen und hedonistischen Kunstbetriebs, sei es die Banken- und Finanzkrise samt ihrer gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen.</span><span> </span></span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-15148" title="L1004527-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004527-430.jpg" alt="L1004527-430" width="430" height="596" /></span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;"><em>Lourdes, 2010, &#214;l auf Leinwand, 130 x 96 cm, Courtesy K&#252;nstler und Galerie Heike Strelow</em></span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;">Neben den Bildern von Pilzen und Blumen &#8211; die er geradezu als Portr&#228;ts gestaltet &#8211; besch&#228;ftigt sich Haas in seiner Malerei mit Landschaften, mit der Natur schlechthin. Den Pflanzen- und Pilz&#8221;portr&#228;ts&#8221; kommt vielfach ein allegorischer Charakter zu &#8211; wir erinnern uns an die eingangs aufgef&#252;hrten Titel, die Haas seinen Pilzbildern gibt. Sein Malstil k&#246;nnte &#8220;naiv&#8221; genannt werden &#8211; naiv jedoch im Sinne einer Respektlosigkeit gegen&#252;ber dem Urteil der &#8220;Experten&#8221; eines immer st&#228;rker kommerzialisierten Kunstbetriebs samt dessen Hitlisten. Also durchaus auch eine Provokation. </span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;">&#8220;Bei Haas entspringt das Malen&#8221;, schreibt Holger Kube Ventura, Chef des Frankfurter Kunstvereins, &#8220;eher dem Bed&#252;rfnis nach einer  sensiblen W&#252;rdigung des Gegenstands: Es ist eine absichts- und  funktionslose und daher respektvolle Besch&#228;ftigung mit ihm. Sie ist  getrieben von der Neugier darauf, dass aus der k&#252;nstlerischen Handlung  quasi ungesteuert etwas Neues entstehen m&#246;ge.&#8221; Kritik an gesellschaftlichen Zust&#228;nden der Gegenwart, an Egoismus und Konkurrenzdenken, an Unterwerfung gegen&#252;ber dem Diktat der &#214;konomie auch hier: In Haas&#8217; Arbeiten jedoch manifestiert sich diese Kritik als Darstellung einer Welt der sch&#246;nen Natur, als eine &#8211; so Kube Ventura &#8211; &#8220;W&#252;rdigung nat&#252;rlicher Organismen, die eine andere, friedlichere Form des Zusammenlebens vorzuschlagen scheinen&#8221;.</span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-15149" title="L1004532-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004532-600.jpg" alt="L1004532-600" width="600" height="425" /></span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;"><em>Albert Speer zum 75. Geburtstag, 2010, &#214;l auf Leinwand, 97,5 x 145 cm,</em><em> Courtesy K&#252;nstler und Galerie Heike Strelow</em><em> </em></span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;">&#8220;Das Wesen im Ding&#8221; zu ergr&#252;nden &#8211; dazu scheinen uns in besonderer Weise Pilze herauszufordern. Pilze als geheimnisvolle Wesen, biologisch zwischen der Tier- und der  Pflanzenwelt angesiedelt: Ihre heterotrophe Lebensweise teilen sie trotz ihrer Ortsgebundenheit mit  den Tieren, von den Pflanzen unterscheiden sie sich durch die  Unf&#228;higkeit zur Photosynthese. Vielfach und f&#228;lschlich wird als Pilz lediglich der  oberirdisch sichtbare knollen- oder hutf&#246;rmige Fruchtk&#246;rper angesehen,  der jedoch nur einen geringen Teil dieses Lebewesens ausmacht. Pilze  erreichen mitunter hohe Lebensalter und riesige Dimensionen: Ein im Jahr 2000 im  US-amerikanischen &#8220;Malheur National Forest&#8221; (Oregon) entdeckter, &#252;ber 2400  Jahre alter Armillaria ostoyae, ein Hallimasch, hat eine Ausdehnung von  knapp 900 Hektar und d&#252;rfte nach Ansicht von Wissenschaftlern rund 600  Tonnen wiegen. Er wird als eines der gr&#246;ssten, von manchen &#252;berhaupt  als das gr&#246;sste Lebewesen der Erde angesehen.</span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-15150" title="L1004530-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004530-600.jpg" alt="L1004530-600" width="600" height="422" /></span></span></p>
<p><span style="font-size: small;"><span style="font-family: Arial;"><em>Carmen, 2009, &#214;l auf Leinwand, 85 x 120 cm,</em><em> Courtesy K&#252;nstler und Galerie Heike Strelow</em><em> </em></span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;">Florian Haas, 1961 in Freiburg/Breisgau geboren, studierte von 1983 bis 1988 an der Akademie der Bildenden K&#252;nste Karlsruhe bei Professor Peter Dreher. 1990 bis 1992 folgte ein Aufbaustudium mit dem Abschluss Meistersch&#252;ler. Haas lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.</span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><span style="font-family: Arial;"><em>(abgebildete Werke 	© Florian Haas; Fotos: FeuilletonFrankfurt)</em></span></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>&#8220;Das Wesen im Ding&#8221; im Frankfurter Kunstverein (3): Egill Sæbj&#246;rnsson</title>
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		<pubDate>Wed, 07 Apr 2010 10:01:46 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt und Hessen]]></category>

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		<description><![CDATA[“Das  Wesen im Ding” im Frankfurter Kunstverein: Wieder einmal betreten wir einen verdunkelten Raum, dieses Mal ist es der grosse Ausstellungssaal im 2. Obergeschoss. Die Augen, soeben noch dem hellen Tageslicht verhaftet, gew&#246;hnen sich nur langsam um. Schemenhaft werden einige Aufbauten sichtbar, deutlicher die Projektionen an den W&#228;nden. F&#252;nf Arbeiten des isl&#228;ndischen K&#252;nstlers Egill [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial;"><a href="http://www.erhard-metz.de/2010/03/28/das-wesen-im-ding-im-frankfurter-kunstverein-2-florian-haas/">“Das  Wesen im Ding”</a> im Frankfurter Kunstverein: Wieder einmal betreten wir einen verdunkelten Raum, dieses Mal ist es der grosse Ausstellungssaal im 2. Obergeschoss. Die Augen, soeben noch dem hellen Tageslicht verhaftet, gew&#246;hnen sich nur langsam um. Schemenhaft werden einige Aufbauten sichtbar, deutlicher die Projektionen an den W&#228;nden. F&#252;nf Arbeiten des isl&#228;ndischen K&#252;nstlers Egill Sæbj&#246;rnsson <span style="font-family: Arial;">sind es, die uns dort faszinieren.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-family: Arial;">Was ist das &#8220;Wesen&#8221; im &#8220;Ding&#8221;? </span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-family: Arial;">Ein &#8220;Ding&#8221;: ein Objekt, eine Sache, ein Gegenstand? Das Bild, das wir uns von ihm machen, die Vorstellung, die wir von ihm haben? Wie stehen wir, als Subjekt, dem Ding, als Objekt, gegen&#252;ber? Immanuel Kant sprach von dem &#8220;Ding an sich&#8221; als dem unabh&#228;ngig vom Subjekt Seienden (Kant: &#8220;Es sind uns Dinge als ausser uns befindliche Gegenst&#228;nde unserer Sinne  gegeben, allein von dem, was sie an sich selbst sein m&#246;gen, wissen wir  nichts, sondern kennen nur ihre Erscheinungen, d. i. die Vorstellungen,  die sie in uns wirken, indem sie unsere Sinne affizieren&#8221;). Und das &#8220;Wesen&#8221;? Der Essentialismus unterstellt ein Wesen als wahre Natur, als Identit&#228;t einer Sache, eines Dings also. Seit alters her bilden Vorstellungen von &#8220;Ding&#8221; und &#8220;Wesen&#8221; ein Tummelfeld der Philosophen. Heute erscheint, im Lichte quantenphysikalischer Erkenntnisse und Theorien, von Forschungen mit dem Large Hadron Collider LHC und deren mit Spannung wie auch Spekulationen erwarteten Ergebnissen, vieles von dem lediglich noch der historischen Betrachtung wert.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-family: Arial;">Wir verstehen die Ausstellung im Frankfurter Kunstverein als eine &#8211; exemplarische &#8211; Pr&#228;sentation, wie sich K&#252;nstler heute mit Fragen nach einem Wesen im Ding auseinandersetzen. Nach einer &#8211; wiederum exemplarischen &#8211; Betrachtung der Arbeiten von <a href="http://www.erhard-metz.de/2010/03/17/das-wesen-im-ding-im-frankfurter-kunstverein-nina-canell/">Nina Canell</a> und <a href="http://www.erhard-metz.de/2010/03/28/das-wesen-im-ding-im-frankfurter-kunstverein-2-florian-haas/">Florian Haas</a> schliessen wir mit einer k&#252;nstlerischen Position von Egill  Sæbj&#246;rnsson<span style="font-family: Arial;">.<br />
</span></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-family: Arial;">Putzeimer, Besen und andere, der Reinigung dienende und damit durchaus banale Gegenst&#228;nde entfalten in der Installation &#8220;Kugeln&#8221; ein erstaunliches Eigenleben:</span></span></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-15311 aligncenter" title="L1004598-380" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004598-380.jpg" alt="L1004598-380" width="380" height="529" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-15309 aligncenter" title="L1004573-380" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004573-380.jpg" alt="L1004573-380" width="380" height="505" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-15310" title="L1004610-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004610-430.jpg" alt="L1004610-430" width="430" height="341" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>Kugeln, 2008, Installation mit verschiedenen Objekten, Beamer, Ton,   Masse variabel, Ausstellungsansicht, Courtesy K&#252;nstler, i8 Gallery   Reykjavik und Grusenmeyer Art Gallery, Deurle; Fotos:  FeuilletonFrankfurt</em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Die genannten Gegenst&#228;nde werden zu einer Art Stillleben arrangiert und einer Videoprojektion aus Filmen und Animationen ausgesetzt, die sie &#252;berlagert. Auf der Projektionsfl&#228;che an der Wand vermischen sich diese Videoprojektionen mit den Schatten und Durchleuchtungen der angestrahlten, zum Teil transparenten Gegenst&#228;nde zu einer filmischen Szenerie, in der die Elemente zu einer fl&#228;chig wie r&#228;umlich erscheinenden Bilderwelt fusionieren. Mit der Projektion ver&#228;ndert sich zugleich die Szenerie der real arrangierten &#8211; wie ausgef&#252;hrt teilweise transparenten &#8211; Gegenst&#228;nde. Der Betrachter nimmt somit deren k&#246;rperlich vorhandene, in ihrer Anschauung sich jedoch stets wandelnde Gegenst&#228;ndlichkeit vor deren projiziertem, wiederum mit der eigentlichen Projektion fusioniertem Abbild auf der Wand wahr.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">In &#228;hnlicher Weise verf&#228;hrt der K&#252;nstler in seiner Arbeit &#8220;The Silent Maker&#8221; mit einem Arrangement von  gl&#228;sernen und damit hochtransparenten, dieses Mal auf einer sich drehenden Scheibe angeordneten Objekten. In der Durchleuchtung wiederum mittels einer spezifischen Videoprojektion erfahren die rotierenden Glaselemente eine eigent&#252;mliche Mutation. Auf der Projektionsfl&#228;che an der Wand verschmelzen sie mit dem Video zu einem kosmisch-elementar anmutenden Szenarium, das sich als ein Bildnis ihres Innenlebens lesen l&#228;sst, zu einem Ambulatorium n&#228;chtlich wandelnder Kometen und Gestirne, zu einem Tanz der Elementarteilchen. Eine Arbeit auch von ausserordentlicher, faszinierender Sch&#246;nheit und &#196;sthetik.</span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-15312" title="L1004557-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004557-430.jpg" alt="L1004557-430" width="430" height="323" /></p>
<p style="text-align: center;"><img class="size-full wp-image-15315 aligncenter" title="L1004588-380" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004588-380.jpg" alt="L1004588-380" width="380" height="525" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-15313" title="L1004566-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004566-430.jpg" alt="L1004566-430" width="430" height="348" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-15314" title="L1004568-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004568-430.jpg" alt="L1004568-430" width="430" height="337" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>The Silent Maker (Glass Objects), 2009, Glasobjekte, bewegliche Scheibe, DVD, Beamer, Ton,   Masse variabel, Ausstellungsansicht, Courtesy K&#252;nstler, i8 Gallery   Reykjavik und Grusenmeyer Art Gallery, Deurle; Fotos:  FeuilletonFrankfurt</em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">In seinen Arrangements &#8220;Grey Still Life&#8221; II und III baut Sæbj&#246;rnsson kleine B&#252;hnen, die einem aufgeklappten Notebook &#228;hneln. Er best&#252;ckt sie mit Gegenst&#228;nden des Alltags &#8211; B&#228;llen, Kaffeekannen und Trinkbechern, Schreibpapier, Bilderrahmen und Spielzeugfiguren, Aktenk&#246;fferchen, Schalen und Vasen. Auch diese Arrangements bestrahlt er mit Videoprojektionen. Da scheinen Lampen und Lupen die aufgebauten Dinge eingehender untersuchen und erg&#252;nden zu wollen. Sie &#252;berziehen sie mit grafischen Elementen wie mit Symbolen und Chiffren. Die Dinge auf den B&#252;hnen ver&#228;ndern sich unter den Projektionen, sie erscheinen in neuen Zusammenh&#228;ngen und wollen sich dem Betrachter auf neue Weise mitteilen.<br />
</span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-15303" title="L1004624-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004624-430.jpg" alt="L1004624-430" width="430" height="335" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-15301" title="L1004575-a-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004575-a-4301.jpg" alt="L1004575-a-430" width="430" height="351" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-15304" title="L1004580-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004580-430.jpg" alt="L1004580-430" width="430" height="334" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>Grey Still Life II, 2009, verschiedene Objekte, Videoprojektion, Ton, Masse variabel, Ausstellungsansicht, Courtesy K&#252;nstler, i8 Gallery Reykjavik und Grusenmeyer Art Gallery, Deurle; Fotos: FeuilletonFrankfurt</em></span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-15308" title="L1004545-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004545-430.jpg" alt="L1004545-430" width="430" height="342" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-15307" title="L1004615-430-" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004615-430-.jpg" alt="L1004615-430-" width="430" height="325" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>Grey Still Life III, 2009, verschiedene Objekte, Videoprojektion, Ton,  Masse variabel, Ausstellungsansicht, Courtesy K&#252;nstler, i8 Gallery  Reykjavik und Grusenmeyer Art Gallery, Deurle; Fotos: FeuilletonFrankfurt</em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Sæbj&#246;rnsson untermalt das Geschehen im grossen Ausstellungssaal mit gelegentlichen akustischen Elementen, T&#246;nen, Kl&#228;ngen und Sprachfetzen.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">&#8220;Brown Paper&#8221; betitelt der K&#252;nstler eine grossformatige Videoprojektion, die uns in kosmische Welten f&#252;hrt. Aus einem Sternenhimmel fliegen an Meteoriten erinnernde Elemente auf den Betrachter zu, die jedoch alsbald auf rechteckigen Hintergr&#252;nden &#8211; wir denken an Objekttische von Mikroskopen &#8211; fixiert werden. Um Untersuchen und Erkennen geht es auch hier. Zumindest um den entsprechenden Versuch.</span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-15322" title="L1004619-550" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004619-550.jpg" alt="L1004619-550" width="550" height="413" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-15323" title="L1004618-550" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004618-550.jpg" alt="L1004618-550" width="550" height="413" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-15324" title="L1004621-550" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1004621-550.jpg" alt="L1004621-550" width="550" height="413" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>Brown Paper, 2010, Papierobjekte, Beamer, Ton, 255 x 455 cm, Courtesy K&#252;nstler, i8 Gallery   Reykjavik und Grusenmeyer Art Gallery, Deurle; Fotos: FeuilletonFrankfurt</em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">&#8220;Der Reiz von Sæbj&#246;rnssons Installationen besteht&#8221;, so der Frankfurter Kunstverein, &#8220;einerseits aus dem syn&#228;sthetischen Zauber der zum Leben erweckten Stillleben und andererseits aus der Ruhe und Schlichtheit, die die verwendeten Gegenst&#228;nde ausstrahlen&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Egill Sæbj&#246;rnsson, 1973 in Reykjavik geboren, studierte in den Jahren  1993 bis 1997 am Icelandic College of Arts and Craft in Reykjavik sowie  an der Université Paris 8 Vincennes-St. Denis. Der K&#252;nstler stellte  bislang unter anderem in Gent, London, Reykjavik, Roskilde, Wien und  Sydney, in Deutschland in Berlin und in Dresden-Hellerau aus.  Sæbj&#246;rnsson lebt und arbeitet in Berlin.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>(abgebildete Arbeiten	© Egill Sæbj&#246;rnsson; Fotos: FeuilletonFrankfurt)</em></span></p>
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		</item>
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		<title>&#8220;Interpretare parlando&#8221; &#8211; Kunstgenuss auf Italienisch</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2009/09/03/interpretare-parlando-kunstgenuss-auf-italienisch/</link>
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		<pubDate>Thu, 03 Sep 2009 19:03:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt und Hessen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Interpretare parlando“
der Deutsch-Italienischen Vereinigung e.V. in Zusammenarbeit mit der Graphischen Sammlung des St&#228;del Museums Frankfurt am Main -
in collaborazione con il Museo St&#228;del  di Francoforte, Sezione di Arti Grafiche, con visita  guidata

Giorgio Morandi (1890 bis 1964), Paesaggio di Grizzana  1932,
Acquaforte su rame, 299 x 239 mm; 
Bildnachweis: Deutsch-Italienische Vereinigung
War es nicht schon [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #ae2802;"><span style="font-size: large;">&#8220;Interpretare parlando“</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #ae2802;"><span style="font-size: medium;">der Deutsch-Italienischen Vereinigung e.V. in Zusammenarbeit mit der Graphischen Sammlung des St&#228;del Museums Frankfurt am Main -</span></span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #ae2802;"><span style="font-size: medium;">in collaborazione con il Museo St&#228;del  di Francoforte, Sezione di Arti Grafiche, con visita  guidata</span></span></strong></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-9924" title="morandi-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/morandi-430.jpg" alt="morandi-430" width="430" height="541" /></p>
<p style="text-align: left;"><span style="color: #ae2802;"><em>Giorgio Morandi (1890 bis 1964), Paesaggio di Grizzana  1932,<br />
Acquaforte su rame, 299 x 239 mm; </em><em></em></span><br />
<span style="color: #ae2802;"><em>Bildnachweis: </em><em>Deutsch-Italienische Vereinigung</em></span></p>
<p>War es nicht schon immer Ihr Wunsch, liebe Leserinnen und Leser, eine F&#252;hrung durch Sammlungen italienischer Kunst des Frankfurter St&#228;del-Museums in italienischer Sprache zu erleben?</p>
<p>In collaborazione con il Museo St&#228;del  di Francoforte la Deutsch-Italienische Vereinigung e.V. organizza una visita  alla Sezione di Arti Grafiche del museo. Il programma prevede due serate, la  prima allo St&#228;del e la seconda presso la Deutsch-Italienische Vereinigung  e.V. I partecipanti avranno la possibilità unica di ammirare capolavori della  grafica moderna italiana non pubblicamente esposti e acquisteranno ulteriori  conoscenze sia nella lingua che nella storia dell&#8217; arte italiana.</p>
<p>Wenn Sie mit Ihren Sprachkenntnissen aus dem Urlaub diesen Text &#8211; jedenfalls im Prinzip &#8211; inhaltlich verstehen, dann sollten Sie nicht z&#246;gern, den neuen Kurs der Deutsch-Italienischen Vereinigung zu buchen, der sich jetzt im September der modernen italienischen Grafik widmet. Sie werden Werke unter anderem von Giorgio Morandi, Lucio Fontana, Alberto Magnelli und Piero Dorazio aus dem St&#228;del-Archiv sehen.</p>
<p>Die beiden Veranstaltungen finden am 10. und 16. September 2009, jeweils 19 Uhr statt. Da die Teilnehmerzahl begrenzt ist, empfielt sich eine m&#246;glichst baldige Anmeldung (Kursgeb&#252;hr 60 Euro, Studenten 50 Euro, Inhaber der Museumscard jeweils 10 Euro weniger).</p>
<p><a href="http://www.div-web.de">Deutsch-Italienische  Vereinigung e.V.</a>, Arndtstrasse 12, 60325 Frankfurt am Main; Tel. 069 /  74 67 52, E-Mail: <a href="mailto:div@div-web.de">div@div-web.de</a></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>&#8220;La Dame de Francfort&#8221;</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2008/12/16/la-dame-de-francfort/</link>
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		<pubDate>Tue, 16 Dec 2008 07:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt und Hessen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Gustave Courbet (1819 bis 1877), &#8220;La Dame de Francfort&#8221; (oder: Dame auf der Terrasse), 1858, &#214;l auf Leinwand, 207 × 325 cm, Wallraf-Richartz-Museum K&#246;ln
Nicht allen Frankfurterinnen und Frankfurtern ist bewusst, dass Gustave Courbet, eine bedeutende Malerpers&#246;nlichkeit in der Zeit des &#220;bergangs vom Realismus zum Naturalismus, im Jahr 1858 rund sechs Monate in Frankfurt am Main [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/dame.jpg" alt="dame.jpg" /></p>
<p><font color="#993300" face="Arial"><em>Gustave Courbet (1819 bis 1877), &#8220;La Dame de Francfort&#8221; (oder: Dame auf der Terrasse), 1858, &#214;l auf Leinwand, 207 × 325 cm, Wallraf-Richartz-Museum K&#246;ln</em></font></p>
<p><font color="#993300" face="Arial"><font size="3">Nicht allen Frankfurterinnen und Frankfurtern ist bewusst, dass Gustave Courbet, eine bedeutende Malerpers&#246;nlichkeit in der Zeit des &#220;bergangs vom Realismus zum Naturalismus, im Jahr 1858 rund sechs Monate in Frankfurt am Main verbrachte. In Frankreich hatte er bereits manches Aufsehen erregt, sowohl k&#252;nstlerisch als auch gesellschaftlich und politisch. Nach fr&#252;heren Erfolgen im Pariser Salon sorgte er zur Weltausstellung 1855 in Paris f&#252;r einen Eklat, als er sich weigerte, der Jury zun&#228;chst den Entwurf eines f&#252;r die Ausstellung vorgesehenen gr&#246;sseren Werkes vorzulegen. Zwar wurden zu dem Ereignis elf seiner Bilder pr&#228;sentiert, doch errichtete der ver&#228;rgerte Courbet in Konkurrenz einen eigenen &#8220;Pavillon du Réalisme&#8221; mit vierzig Arbeiten.</font></font></p>
<p><font color="#993300" face="Arial"><font size="3">In Frankfurt am Main stellte die Kunstakademie Courbet ein eigenes Atelier zur Verf&#252;gung. W&#228;hrend dieses Aufenthaltes schuf er zw&#246;lf Bilder, darunter die bekannte Ansicht &#8220;Blick auf Frankfurt&#8221; (1858) sowie die besagte &#8220;Dame de Francfort&#8221;, unter deutschem Titel als &#8220;Dame auf der Terrasse&#8221; eingef&#252;hrt. Im Fr&#252;hjahr 2007 war die besagte Madame vom k&#246;lnischen Rhein an den heimatlichen Frankfurter Main zur&#252;ckgekehrt &#8211; im Rahmen der Ausstellung des St&#228;del Museums &#8220;G&#228;rten: Ordnung, Inspiration, Gl&#252;ck&#8221;.</font></font><font color="#993300"><em> </em></font></p>
<p><font color="#993300" face="Arial"><font size="3">Geheimnisvoll erscheint dieses Werk, gleichsam als eine &#8220;Frankfurter Mona Lisa&#8221;, wie Sabine Hock schreibt. Es ist nicht bekannt, wer das Gem&#228;lde in Auftrag gab und wen es darstellt. Zweifellos handelt es sich um eine Dame der &#8220;h&#246;heren&#8221; Gesellschaft, zu der der auch in Frankfurt erfolgreiche Courbet Zutritt hatte. Bemerkenswert erscheinen Komposition und Proportionen des Bildes, die zu vielerlei Spekulationen Anlass geben. Sie gehen zum Teil dahin, so etwa die Kunsthistorikerin Bettina Erche, dass urspr&#252;nglich neben der Dame ein Herr mit am Tische dargestellt gewesen sein soll, den Courbet jedoch sp&#228;ter &#8211; m&#246;glicherweise aus pers&#246;nlichen, in der Intimsh&#228;re angesiedelten Gr&#252;nden &#8211; &#252;bermalt haben soll, allerdings in einer Weise, die die einstige Gestalt durchaus noch erahnen lasse.</font></font></p>
<p><font face="Arial"><font size="3"><font color="#993300">Uns mutete es hingegen eher geheimnisvoll, wenn nicht unverst&#228;ndlich an, wenn dieses R&#228;tsel einer eventuellen &#220;bermalung des omin&#246;sen Begleiters der Dame mittels der heute zur Verf&#252;gung stehenden wissenschaftlichen Analysem&#246;glichkeiten nicht l&#228;ngst gel&#246;st sein sollte. Aber, so Sabine Hock, &#8220;das Geheimnis um Courbets Dame l&#228;sst das Bild   eigentlich nur noch interessanter scheinen&#8221;. Das mag richtig sein; denn ohne Geheimnisse w&#228;re die Welt um einiges &#228;rmer.</font><br />
</font></font></p>
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		<title>&#8220;The Frankfurt Selection&#8221;: Dirk Baumanns, Uwe Gro&#223; und Natalie Vu in der Galerie Planet Vivid</title>
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		<pubDate>Mon, 19 Jul 2010 07:55:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt und Hessen]]></category>

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		<description><![CDATA[Da sind wir mal wieder bei einem alten Thema: dem Verh&#228;ltnis n&#228;mlich zwischen den scheints ewigen Antagonisten Frankfurt und Offenbach, Gegenstand mal mehr, mal weniger gelungener Witze. Heuer haben wir insoweit rundherum Neues wie Gutes zu vermelden:
&#8220;The Frankfurt Selection&#8221; betitelt &#8220;Planet Vivid&#8221;-Galeristin Helen Hofmann ihre neueste Ausstellung mit Arbeiten von Dirk Baumanns, Uwe Gro&#223; und [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da sind wir mal wieder bei einem alten Thema: dem Verh&#228;ltnis n&#228;mlich zwischen den scheints ewigen Antagonisten Frankfurt und Offenbach, Gegenstand mal mehr, mal weniger gelungener Witze. Heuer haben wir insoweit rundherum Neues wie Gutes zu vermelden:</p>
<p>&#8220;The Frankfurt Selection&#8221; betitelt &#8220;Planet Vivid&#8221;-Galeristin Helen Hofmann ihre neueste Ausstellung mit Arbeiten von <a href="http://www.erhard-metz.de/2010/07/12/hochschule-fuer-gestaltung-offenbach-rundgang-2010/">Dirk Baumanns</a>, Uwe Gro&#223; und <a href="http://www.erhard-metz.de/2009/09/25/absolventenausstellung-2009-der-staatlichen-hochschule-fuer-bildende-kuenste-staedelschule/">Natalie Vu</a>. Aber: Gro&#223; und Vu studierten &#8211; und Baumanns, der j&#252;ngste unter ihnen, studiert noch &#8211; an der Offenbacher Hochschule f&#252;r Gestaltung (HfG). Jedoch setzten Gro&#223; und Vu anschliessend ihr Studium an der Staatlichen Hochschule f&#252;r bildende K&#252;nste, der Frankfurter St&#228;delschule, fort, Gro&#223; als Meistersch&#252;ler von J&#246;rg Immendorf, Vu als Meistersch&#252;lerin von Christa N&#228;her.</p>
<p>Was angesichts solcher &#8220;Grenz&#252;berschreitungen&#8221; aktuell bei Planet Vivid herauskam, kann sich weit &#252;ber das Rhein-Main-Gebiet hinaus sehen lassen: eine eindrucksvolle Werk- und Leistungsschau dreier hochbegabter K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstler aus der Region, in einer &#252;beraus gelungenen Zusammenstellung und &#252;berzeugenden Pr&#228;sentationsdramaturgie von Gegens&#228;tzlichem wie einander Erg&#228;nzendem.</p>
<p><strong>Uwe Gro&#223;</strong> , 1963 in Frankfurt am Main geboren, der sicherlich derzeit Arrivierteste dieses k&#252;nstlerischen Dreigestirns, studierte zun&#228;chst von 1981 bis 1984 an der HfG Industriedesign und von 1989 bis 1995 Freie Malerei an der St&#228;delschule bei J&#246;rg Immendorff, dessen Erster Meistersch&#252;ler er 1995 wurde. Seit 2003 lehrt er als Dozent an der Freien Kunstakademie Hohenaschau. Gro&#223; stellte vielfach im In- und Ausland aus, eine Anzahl seiner Arbeiten befindet sich in &#246;ffentlichen und privaten Sammlungen.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Serpentina in  Dresden I, 42 x 59 cm, Kreide auf Papier-400" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Serpentina-in-Dresden-I-42-x-59-cm-Kreide-auf-Papier-400.jpg" alt="Serpentina in Dresden I, 42 x 59 cm, Kreide auf Papier-400" width="400" height="573" /></p>
<p><em>Serpentina in Dresden I, 2005, 42 x 59 cm, Kreide auf Papier</em></p>
<p>In seinen narrativen Arbeiten rekurriert Gro&#223; auf Themen   aus der Literatur, die er mit Aspekten und Personen aus  seinem  eigenen Leben als K&#252;nstler verbindet. Auf diese Weise verfuhr er bereits mit dem M&#228;rchen vom &#8220;Goldenen Topf&#8221; von E. T. A. Hoffmann oder dem Lustspiel &#8220;Der zerbrochene Krug&#8221; von Heinrich von Kleist. Der jetzt bei Planet Vivid ausgestellten, zehn Arbeiten im Format 42 mal 59 cm umfassenden Serie liegt &#8220;Affe und Wesen. Ein Roman aus der Zeit nach dem Atomkrieg&#8221; von Aldous Huxley zugrunde. Obwohl es sich bei dem Zyklus &#8220;lediglich&#8221; um in Kreide ausgef&#252;hrte Vorskizzen zu einer wohl wieder grossformatigen  &#214;lmalerei handelt, die sich in Arbeit befindet, stellt er bereits ein eigenst&#228;ndiges, in sich geschlossenes erz&#228;hlerisches Werk dar.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Einf&#252;hrung, 42  x 59 cm, Kreide auf Papier-340" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Einf&#252;hrung-42-x-59-cm-Kreide-auf-Papier-340.jpg" alt="Einf&#252;hrung, 42 x 59 cm, Kreide auf Papier-340" width="340" height="490" /></p>
<p><em>Einf&#252;hrung, 2010, 42 x 59 cm, Kreide, Pastell auf Papier</em></p>
<p>Gro&#223; hat l&#228;ngst, inspiriert von seinem verehrten Lehrer und &#8220;Meister&#8221; J&#246;rg Immendorff, in seinen wie erw&#228;hnt zumeist grossformatigen Arbeiten eine spezifische allegorische Bildsprache voll Symbolik und von besonderer Sinnlichkeit entwickelt.</p>
<p>&#8220;Durch die st&#252;ckartig zusammengef&#252;gten   Hintergr&#252;nde und Farbkontraste erh&#228;lt seine Malerei&#8221;, schreibt Helen Hofmann, &#8220;eine enorme Pr&#228;senz,   der man sich als Betrachter nur schwer entziehen kann.&#8221;</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="Uwe Gro&#223;,  Gleich Mittendrin, 42 x 59 cm, Kreide auf Papier-400" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Uwe-Gro&#223;-Gleich-Mittendrin-42-x-59-cm-Kreide-auf-Papier-400.jpg" alt="Uwe Gro&#223;, Gleich Mittendrin, 42 x 59 cm, Kreide auf Papier-400" width="400" height="567" /></p>
<p><em>Gleich Mittendrin, 2010, 42 x 59 cm, Kreide auf Papier</em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-17998" title="L1005674-A-650a" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1005674-A-650a.jpg" alt="L1005674-A-650a" width="650" height="186" /></p>
<p><em>Ausstellungsansicht (Foto: FeuilletonFrankfurt)</em></p>
<p><strong> Natalie Vu</strong>, 1974 in Bochum geboren, studierte nach einer Ausbildung an der Frankfurter Schule f&#252;r Bekleidung und Mode sowie zahlreichen Auslandsaufenthalten von 2002  bis 2007 an der HfG Malerei,  Freies Zeichnen und Illustration; 2007 legte sie ihr Vordiplom im Fach  Freie Gestaltung ab. Von 2007 bis 2009 setzte sie ihr Studium an der  St&#228;delschule fort mit dem Abschluss als Meistersch&#252;lerin von Professor  Christa N&#228;her.</p>
<p><img title="L1005675-B-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1005675-B-600.jpg" alt="L1005675-B-600" width="600" height="476" /></p>
<p><em>Ausstellungsansicht, im Zentrum: Word  in a Straight Jacket, 2010, 100 x 128 cm, verschiedene Textilien,  Textilfarbe, Acryl, Garn, &#214;lpastelle (Foto: FeuilletonFrankfurt)<br />
</em></p>
<p>&#8220;Man m&#246;chte immer wieder Beweise daf&#252;r, dass man da gewesen ist. Auf   unserem Weg sammeln wir Andenken wie Fotos, Dokumente, Videos usw.   Kleine Erinnerungen f&#252;r das, was gewesen ist und erlebt wurde. Beweise   daf&#252;r, dass wir da waren. Das, was sofort abrufbar ist, sind die   intensiven Zeiten. Das Gef&#252;hl des Gl&#252;cks vergeht schnell, die   Leichtigkeit ist so leicht, dass man sie kaum halten kann. Harmonische   Zeit wird genossen, man z&#228;hlt nicht die Minuten, wenn es einem gut geht.   Aber man z&#228;hlt jede Sekunde des Leidens. Ich besch&#228;ftige mich   haupts&#228;chlich mit den schwierigen Zeiten des Lebens. Mich haben sie mehr   gepr&#228;gt als alles andere&#8221;, erz&#228;hlt Natalie Vu.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-17990" title="Word in a straight Jacket, 100 x 128, Versch. Textilien, Textilfarbe, Acryl, Garn, &#214;lpastelle-A-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Word-in-a-straight-Jacket-100-x-128-Versch.-Textilien-Textilfarbe-Acryl-Garn-&#214;lpastelle-A-600.JPG" alt="Word in a straight Jacket, 100 x 128, Versch. Textilien, Textilfarbe, Acryl, Garn, &#214;lpastelle-A-600" width="600" height="445" /></p>
<p><em>Word  in a Straight Jacket (Detail) </em></p>
<p>Einem Tagebuch vergleichbar, mit genauen Zeitangaben versehen h&#228;lt die K&#252;nstlerin in &#8220;Word in a Straight Jacket&#8221; Erlebnisse, Wahrnehmungen und Befindlichkeiten fest. Das &#8220;Jacket&#8221; mag f&#252;r ein Umgebendes, ein Um- und Verh&#252;llendes stehen: Leben und Spielen, Dr&#228;ngen und Warten, Handeln und Verweilen, Blut und Krankheit, Versuchen, Verschwenden und am Ende Vergeblichkeit.</p>
<p>&#8220;The End&#8221; markiert ein von falschem Gr&#252;n umgebenes Reihendoppelhaus, die menschenleere Terrasse durch ein Spaliergitter aus dem Baumarkt geteilt, diesseits eine Hollywood-Schaukel, jenseits ein Gartenkamin, Metaphern obligatorischer wie sinnentleerter Freizeitgestaltung. In Fingerabdr&#252;cken dokumentiert sie &#8211; auf eindringliche, fast bedr&#228;ngende Weise &#8211; Anwesenheit, Individualit&#228;t und Existenz. Fake und Fade, Schein und Verg&#228;nglichkeit, werden als Bedrohungen wahrgenommen.</p>
<p><img title="Fak 'n' Fade,  39,5 x 50,5 cm Textilien, Textilfarbe, Acryl, Garn-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Fak-n-Fade-395-x-505-cm-Textilien-Textilfarbe-Acryl-Garn-430.jpg" alt="Fak 'n' Fade, 39,5 x 50,5 cm Textilien, Textilfarbe, Acryl,  Garn-430" width="430" height="564" /></p>
<p><em>Fak &#8216;n&#8217; Fade, 2010, 39,5 x 50,5 cm, Textilfarbe, Acryl, Garn</em></p>
<p>In ihren Arbeiten n&#228;ht Natalie Vu Motive, Symbole und Worte, die sie, Collagen    vergleichbar, zusammenf&#252;gt. &#8220;Das N&#228;hen ist eine    meditative Arbeit&#8221;, sagt sie, &#8220;die viel Zeit in Anspruch nimmt. Zeit, in der ich die    gesammelten St&#252;cke, in Gedanken, wie ein Puzzle zusammenf&#252;ge.&#8221;</p>
<p>In Ketten gefesselte H&#228;nde, die einander suchen, ergreifen, die geben und empfangen wollen &#8211; Ausdruck von Sehnsucht nach einer anderen, besseren Gesellschaft.</p>
<p style="text-align: center;"><img class="aligncenter" title="O.T. 45,5  55,5, Textilien, Textilfarbe, Acryl, Garn-380" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/O.T.-455-555-Textilien-Textilfarbe-Acryl-Garn-380.JPG" alt="O.T. 45,5 55,5, Textilien, Textilfarbe, Acryl, Garn-380" width="380" height="509" /></p>
<p><em>O.T., 2010, 45,5 x 55,5 cm, Textilfarbe, Acryl, Garn</em></p>
<p><strong>Dirk Baumanns, </strong>1980 in Offenbach geboren, nahm 2003 das Studium (Malerei, Freies Zeichnen und Performance) an der HfG auf. 2007 legte er das Vordiplom ab, 2008 war er Preistr&#228;ger des EVO-Kunstwettbewerbs “K&#252;nstler der Region” und 2009 Stipendiat der Johannes Mosbach-Stiftung. Seit 2006 stellte er in Frankfurt am Main und Offenbach sowie in Berlin, Rom, Salzburg und Zadar aus; daneben zeigte er in Frankfurt und Offenbach Performances. Baumanns lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-17976" title="Dirk Baumanns, Burnout, &#214;l auf LW, 168,5x135cm-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Dirk-Baumanns-Burnout-&#214;l-auf-LW-1685x135cm-600.jpg" alt="Dirk Baumanns, Burnout, &#214;l auf LW, 168,5x135cm-600" width="600" height="480" /></p>
<p><em>Burnout, 2010, 168,5 x 135 x 5 cm, &#214;l auf Leinwand</em></p>
<p>Baumanns jetzt bei Planet Vivid gezeigte, abstrakte wie auch in Ans&#228;tzen figurative, stets expressive Arbeiten erscheinen dreidimensional und muten in manchem skulptural an: Er tr&#228;gt die oft lebhaft wirkenden, leuchtenden, mitunter grellen &#214;lfarben pastos in dicken und verschiedenfarbigen Schichten auf die Leinwand auf, die er anschliessend durch Auskratzen bearbeitet, wobei er die Schichten wieder freilegt. Manche seiner Arbeiten lesen sich, Atlanten &#228;hnlich, wie aus gr&#246;sserer H&#246;he aufgenommene topografische Darstellungen mit Gebirgen, Ebenen und Meeren. Meistens jedoch stehen der Mensch und seine Umwelt, die Natur in ihrer Bedrohtheit im Mittelpunkt.</p>
<p><img title="Bound  together, 45,2 x 37,7, &#214;l auf LW-585" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Bound-together-452-x-377-&#214;l-auf-LW-585.jpg" alt="Bound together, 45,2 x 37,7, &#214;l auf LW-585" width="585" height="500" /></p>
<p><em>Bound together, 2009, 45,2 x 37,7 x 2,5 cm, &#214;l auf Leinwand</em></p>
<p>Baumanns &#8220;gekratzte &#8221; Arbeiten wirken energetisch aufgeladen, mitunter explosiv. &#8220;Das &#8216;Kratzen&#8217; &#8220;, schreibt Helen Hofmann, &#8220;ist ein Synonym f&#252;r den zunehmenden Stress und  psychische &#220;berbelastung in der heutigen Gesellschaft. Bei Tieren als  auch beim Menschen kann es geschehen, dass dieser emotionale &#220;berdruck  zu Selbstverletzungen durch Kratzen f&#252;hrt. Dirk Baumanns &#252;bertr&#228;gt diese  psychische und emotionale Energie auf das Medium der Malerei.&#8221;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-17978" title="Peng, 45,5 x42,3 cm, &#214;l auf LW-530" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Peng-455-x423-cm-&#214;l-auf-LW-530.jpg" alt="Peng, 45,5 x42,3 cm, &#214;l auf LW-530" width="530" height="499" /></p>
<p><em>Peng, 2010, 45,5 x 42,3 x 2,5 cm, &#214;l auf Leinwand</em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-17958" title="L1005671-B-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1005671-B-600.jpg" alt="L1005671-B-600" width="600" height="448" /></p>
<p><em>Vernissage: Natalie Vu, Dirk Baumanns, Galeristin Helen Hofmann und Uwe Gro&#223; (Foto: FeuilletonFrankfurt)</em></p>
<p><a href="http://www.planet-vivid-gallery.de/">Galerie Planet Vivid</a>, Frankfurt am Main, bis 31. August 2010<em><br />
</em></p>
<p><em>(Abbildungen, soweit nicht anders bezeichnet, Galerie Planet Vivid;<span> abgebildete Werke © die K&#252;nstlerin bzw. K&#252;nstler)</span></em></p>
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		<title>&#8220;Was f&#252;r ein Tag&#8221;: Gem&#228;lde und Texte von Almut und Robert Gernhardt im Frankfurter Holzhausenschl&#246;sschen</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2010/05/11/was-fuer-ein-tag-gemaelde-und-texte-von-almut-und-robert-gernhardt-im-frankfurter-holzhausenschloesschen/</link>
		<comments>http://erhard-metz.de/2010/05/11/was-fuer-ein-tag-gemaelde-und-texte-von-almut-und-robert-gernhardt-im-frankfurter-holzhausenschloesschen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 11 May 2010 13:31:12 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt und Hessen]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Ich male das, was ich kenne: Tiere, vor allem Katzen, Gegenst&#228;nde, die ich um mich habe, und Landschaften, die ich sehe, wenn ich aus dem Fenster gucke. 
Doch wenn ich male, merke ich, wie vieldeutig und befremdlich alle diese vertrauten Sachen sein k&#246;nnen.
 Und eigentlich ist es diese Erfahrung, die, unabh&#228;ngig von den wechselnden Anl&#228;ssen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><span style="color: #800080;">&#8220;Ich male das, was ich kenne: Tiere, vor allem Katzen, Gegenst&#228;nde, die ich um mich habe, und Landschaften, die ich sehe, wenn ich aus dem Fenster gucke. </span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #800080;">Doch wenn ich male, merke ich, wie vieldeutig und befremdlich alle diese vertrauten Sachen sein k&#246;nnen.</span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #800080;"> Und eigentlich ist es diese Erfahrung, die, unabh&#228;ngig von den wechselnden Anl&#228;ssen, das Thema meiner Malerei ist.&#8221;</span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #800080;"><em>Almut Gernhardt (1940 bis 1989)</em></span></strong></p>
<p><img title="Almut  Gernhardt_1977." src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Almut-Gernhardt_1977..JPG" alt="Almut Gernhardt_1977." width="423" height="591" /></p>
<p><em>Almut Gernhardt, 1977</em></p>
<p>Am 21. Oktober 2010 w&#228;re Almut Gernhardt 70 Jahre alt geworden: f&#252;r die Frankfurter B&#252;rgerstiftung Anlass, der unvergessenen K&#252;nstlerin und ihrem Ehemann &#8211; dem 2006 verstorbenen Schriftsteller Robert Gernhardt &#8211; eine Kabinettausstellung im Holzhausenschl&#246;sschen zu widmen.</p>
<p>Wer kennt sie nicht &#8211; die wundersch&#246;nen Gem&#228;lde der Almut Gernhardt, wer hat sie nicht schon &#8211; als Gruss- und Gl&#252;ckwunschkarten &#8211; an Freunde und Bekannte verschenkt?</p>
<p><img title="Almut  Gernhardt_o.J._aus Mit dir sind wir vier-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Almut-Gernhardt_o.J._aus-Mit-dir-sind-wir-vier-430.JPG" alt="Almut Gernhardt_o.J._aus Mit dir sind wir vier-430" width="430" height="573" /></p>
<p><em>Almut Gernhardt, o. J., aus: Mit dir sind wir vier</em></p>
<p>Auch wenn wir uns hier auf einige wenige ihrer hinreissenden Katzenbilder beschr&#228;nken, k&#246;nnen wir im Holzhausenschl&#246;sschen das breitgef&#228;cherte Œuvre der Malerin aus den Jahren 1974 bis 1986 betrachten: kleinformatige Bilder, auf denen neben den bereits erw&#228;hnten Katzen auch V&#246;gel und andere Tiere lebendig werden und verd&#228;chtig menschlich wirken; Stillleben, besonders mit reifen Pflaumen, in rustikalen Keramikschalen nach der Ernte fl&#252;chtig angerichtet, Gem&#228;lde mit bunten Figuren, aber auch Portr&#228;ts als Auftragsarbeiten nach Fotografien.</p>
<p>Die &#8220;Z&#228;rtlichkeiten und Heiterkeiten, das Schelmenhafte, das &#220;berm&#252;tige, das R&#228;tselhafte, das M&#228;rchenreiche, aber auch das ganz und gar Verlassene &#8230; die sich selbst gen&#252;genden Dinge oder Fr&#252;chte oder der Himmel samt seinen Wolken, Landschaften und dar&#252;ber Italiens Licht&#8221; bewunderte schon die Schriftstellerin Elisabeth Borchers in Almut Gernhardts Arbeiten.</p>
<p><img title="Almut  Gernhardt_1981_Die Ansprache des Katzenpr&#228;sidenten-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Almut-Gernhardt_1981_Die-Ansprache-des-Katzenpr&#228;sidenten-430.jpg" alt="Almut Gernhardt_1981_Die Ansprache des Katzenpr&#228;sidenten-430" width="430" height="573" /></p>
<p><em>Almut Gernhardt, 1981, aus: Die Ansprache des Katzenpr&#228;sidenten</em></p>
<p>Ihre ideale Erg&#228;nzung finden Almuts Bilder in Robert Gernhardts Lyrik und Prosa. Robert, 1937 in Estland geboren, Redakteur der Satirezeitschrift &#8220;Pardon&#8221; und Mitbegr&#252;nder der Neuen Frankfurter Schule mit dem Satiremagazin &#8220;Titanic&#8221;, war seinerseits ein begnadeter Maler und karikaturistischer Zeichner. Zu Almuts Bildern steuerte er humorvolle wie hintersinnige Texte bei, oft in Form von Gedichten. In seinen sp&#228;teren Arbeiten setzte er sich mit seiner schweren Herzerkrankung und seinem anschliessenden Krebsleiden auseinander, dem er im Jahr 2006 erlag.</p>
<p><img title="Almut  Gernhardt_o.J. aus Was f&#252;r ein Tag-550" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/Almut-Gernhardt_o.J.-aus-Was-f&#252;r-ein-Tag-550.JPG" alt="Almut Gernhardt_o.J. aus Was f&#252;r ein Tag-550" width="550" height="413" /></p>
<p><em>Almut Gernhardt, o. J., aus: Was f&#252;r ein Tag</em></p>
<p><strong><span style="color: #800080;">&#8220;&#8230; am Anfang f&#252;rchtet man sich eher,</span></strong><br />
<strong><span style="color: #800080;">doch nach und nach kommt man sich n&#228;her.</span></strong><br />
<strong><span style="color: #800080;">&#196;usserts hilfreich sind zuzeiten</span></strong><br />
<strong><span style="color: #800080;">ausgesuchte H&#246;flichkeiten,</span></strong><br />
<strong><span style="color: #800080;">und nachdem die stattgefunden,</span></strong><br />
<strong><span style="color: #800080;">f&#252;hlt man sich schon mehr verbunden.</span></strong><br />
<strong><span style="color: #800080;">&#8216;Ich bin die Missu &#8211; und wie heisst du?&#8217;</span></strong><br />
<strong><span style="color: #800080;">&#8216;Ich heisse Pumpi. Doch h&#246;r mal zu &#8230;&#8217; &#8220;</span></strong></p>
<p><strong><span style="color: #800080;"><em>(Aus: Robert Gernhardt, &#8220;Was f&#252;r ein Tag&#8221;, S. Fischer Verlag, 2. Aufl. 2010)</em></span></strong></p>
<p>Die wundervolle Ausstellung im <a href="http://www.holzhausenschloesschen.de/">Frankfurter Holzhausenschl&#246;sschen</a> &#8220;Was f&#252;r ein Tag&#8221; &#8211; Gem&#228;lde und Texte von Almut und Robert Gernhardt &#8211; l&#228;uft bis zum 27. Juni 2010. Man darf sie einfach nicht vers&#228;umen &#8211; nicht als Tier- und besonders als Katzenfreund und schon gar nicht als Anh&#228;nger der verstorbenen Almut und Robert Gernhardt und der Neuen Frankfurter Schule.</p>
<p><em>(Bildnachweis: Frankfurter B&#252;rgerstiftung im Holzhausenschl&#246;sschen)</em></p>
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		<item>
		<title>10 Jahre AusstellungsHalle 1A</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2009/03/02/10-jahre-ausstellungshalle-1a/</link>
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		<pubDate>Mon, 02 Mar 2009 07:25:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt und Hessen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Wegweiser zur Kunst: &#8220;1A&#8221;
AusstellungsHalle 1A
- was ist das? Was, wie, wo? &#8211; mit einer solchen Frage k&#246;nnten sich Kulturinteressierte in Frankfurt am Main und im Rhein-Main-Gebiet, aber auch &#252;ber diese Grenzen hinaus kaum mehr ohne Reputationsverlust in der &#214;ffentlichkeit vernehmen lassen: L&#228;ngst ist die &#8220;1A&#8221;, in Frankfurt-Sachsenhausen, Schulstrasse &#8211; eben mit dieser Hausnummer &#8211; 1A [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-2705" title="l1000251-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1000251-430.jpg" alt="l1000251-430" width="430" height="576" /></p>
<p><span style="color: #bc333b;"><em>Wegweiser zur Kunst: &#8220;1A&#8221;</em></span><span style="font-size: medium;"><strong></strong></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><strong><span style="color: #bc333b;">AusstellungsHalle 1A</span></strong></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">- was ist das? Was, wie, wo? &#8211; mit einer solchen Frage k&#246;nnten sich Kulturinteressierte in Frankfurt am Main und im Rhein-Main-Gebiet, aber auch &#252;ber diese Grenzen hinaus kaum mehr ohne Reputationsverlust in der &#214;ffentlichkeit vernehmen lassen: L&#228;ngst ist die &#8220;1A&#8221;, in Frankfurt-Sachsenhausen, Schulstrasse &#8211; eben mit dieser Hausnummer &#8211; 1A gelegen, eine feste Adresse f&#252;r ein breites Spektrum an aktueller Kunst.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Nun w&#228;re die &#8220;1A&#8221; nicht das, was sie ist, ohne ihren Leiter, Koordinator und Kurator, diesen kreativen Hausgeist, an den man sich jederzeit mit allem M&#246;glichen wie Unm&#246;glichen wenden kann: Robert Bock, Jahrgang 1960, promovierter Kunsthistoriker, Begleiter, Kritiker, Erm&#246;glicher und immer auch &#8220;v&#228;terlicher Freund&#8221; junger und nicht mehr ganz so junger K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstler, die in der &#8220;1A&#8221; eine ideale Pr&#228;sentations- und Realisierungsm&#246;glichkeit gefunden haben und immer wieder finden.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><a href="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1000376-430.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-3343" title="l1000376-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1000376-430.jpg" alt="l1000376-430" width="430" height="573" /></a></span></p>
<p><span style="color: #bc333b;"><span style="font-size: small;"><em>Chef der &#8220;1A&#8221;: Robert Bock</em></span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Eine ehemalige Waschhalle, in den 1960er Jahren in freitragender Konstruktion errichtet, rund 250 m² Fl&#228;che &#252;berspannt die Decke: Im Jahr 1999 &#252;bernahm sie Robert Bock, renovierte sie mit seinen eigenen H&#228;nden und stellte sie K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstlern als Ausstellungs- und Pr&#228;sentationsforum zur Verf&#252;gung. Der Verein &#8220;Kunst in Frankfurt e.V.&#8221; mit der Zielsetzung, die bildenden und darstellenden K&#252;nste zu f&#246;rdern und zu pflegen, tr&#228;gt das Unternehmen gemeinsam mit institutionellen F&#246;rderern. &#8220;Ich habe das gemacht, weil es gesellschaftlich notwendig ist&#8221;, erkl&#228;rte Bock damals in einem Zeitungsinterview. Von Anbeginn an sollte die AusstellungsHalle keine Galerie sein. Vielmehr bildet sie bis heute &#8211; auch als Experimentierfeld jenseits aller m&#246;glichen Vermarktungsstrategien &#8211; eine Art &#8220;Zwischenebene&#8221; zwischen der k&#252;nstlerischen Ausbildung und dem etablierten Ausstellungs- und Galeriebetrieb.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><a rel="attachment wp-att-4949" href="http://erhard-metz.de/2009/03/02/10-jahre-ausstellungshalle-1a/l1000245-430ss/"><img class="alignnone size-full wp-image-4949" title="l1000245-430ss" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1000245-430ss.jpg" alt="l1000245-430ss" width="430" height="319" /></a><em></em></span></p>
<p><span style="color: #bc333b;"><span style="font-size: small;"><em>Die &#8220;1A&#8221;</em></span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Heute liegt das Hauptgewicht auf der Pr&#228;sentation von Malerei, Zeichnung, Bildhauerei und Fotografie. Grosse St&#228;del-Professoren wie Peter Angermann oder Hermann Nitsch stellten seinerzeit in der Halle ihre Arbeiten aus. Noch im Aufbruch begriffene oder bereits namhafte K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstler pr&#228;sentieren sich dort einem gr&#246;sseren Publikum und empfehlen sich f&#252;r Galerien. Nur einige Namen k&#246;nnen wir hier auff&#252;hren &#8211; stellvertretend f&#252;r die vielen anderen K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstler:  Raimer Jochims, <span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Thomas          Kilpper, </span>Corinna Korth, <a href="http://www.erhard-metz.de/2008/04/11/portraets-corinna-mayer/">Corinna Mayer</a>, <span style="font-family: Arial,Helvetica,sans-serif;">Peter McClennan, </span>Laura Padgett, Nino Pezzella, Lionel R&#246;hrscheid, Margit Seiler oder Kai Teichert.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Dar&#252;ber hinaus steht die Halle auch f&#252;r Lesungen, Theater-, Musik- und Filmauff&#252;hrungen zur Verf&#252;gung. </span></p>
<p><span style="font-size: medium;">&#8220;R&#252;ckbesinnung auf eine analytische Kunsttheorie, die Sinnlichkeit und handwerkliche Qualit&#228;t der Kunst sowie die Anerkennung ihrer Autonomie&#8221; lautet das Leitmotiv der &#8220;1A&#8221;.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-2704" title="l1000250-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1000250-430.jpg" alt="l1000250-430" width="430" height="323" /></span></p>
<p><span style="color: #bc333b;"><span style="font-size: small;"><em>Gut f&#252;r manches Vernissage- und Sommerfest: Romantischer Hof vor der &#8220;1A&#8221;</em></span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Seit dem vergangenen Jahr &#246;ffnet sich die AusstellungsHalle 1A auch l&#228;ngerfristigen Projekten:  So arbeiteten die renommierten Frankfurter K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstler <a href="http://www.erhard-metz.de/2008/06/09/atelier-max-weinberg-spielraum-der-phantasie/">Max Weinberg</a> und &#8211; j&#252;ngst &#8211; <a href="http://www.erhard-metz.de/2009/02/10/wanda-pratschke-ein-kuenstlerischer-prozess-4/">Wanda Pratschke</a> jeweils &#252;ber viele Wochen hinweg in der &#8220;1A&#8221; als einem &#8220;offenen Atelier&#8221;. Jedermann konnte ihnen w&#228;hrend ihres k&#252;nstlerischen Schaffensprozesses &#252;ber die Schulter schauen.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Ende Februar 2009 verliess Wanda Pratschkes grosse &#8220;Liegende&#8221; die AusstellungsHalle. Sie machte Platz f&#252;r die darauffolgende &#8211; leider nur viert&#228;gige &#8211; Schau &#8220;Frank Pompé&#8221;, die am 1. M&#228;rz 2009 er&#246;ffnet wurde. Am 11. M&#228;rz folgt eine Ausstellung mit Arbeiten von Pili Madariaga &#8220;Aquarelle und Malerei&#8221; sowie Peter Loewy &#8220;Los Angeles Panorama Project&#8221;.<br />
</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">FeuilletonFrankfurt gratuliert der &#8220;<a href="http://www.ausstellungshalle.info/">1A</a>&#8220;, die in diesen Wochen ihren 10. Geburtstag feiern kann!<br />
</span></p>
<p><span style="color: #bc333b;"><span style="font-size: medium;"><em>(Fotos: FeuilletonFrankfurt)</em></span></span></p>
<p><span style="font-size: medium;"><a href="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1000251-430.jpg"><br />
</a></span></p>
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		<title>20 Jahre st&#228;dtisches Atelierhaus in der Frankfurter Ostparkstrasse</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2010/05/07/20-jahre-staedtisches-atelierhaus-in-der-frankfurter-ostparkstrasse/</link>
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		<pubDate>Fri, 07 May 2010 10:19:10 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>
		<category><![CDATA[Frankfurt und Hessen]]></category>

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		<description><![CDATA[
Es war ein gelungener Auftakt f&#252;r das viert&#228;gige Atelierfest, das der Dezernent f&#252;r Kultur und Wissenschaft, Professor Felix Semmelroth, gestern abend in den st&#228;dtischen Ateliers in der Frankfurter Ostparkstrasse er&#246;ffnete. Es handelt sich um das erste von der Stadt Frankfurt am Main seinerzeit Frankfurter K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstlern zur Verf&#252;gung gestellte Geb&#228;ude dieser Art. Was damals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-16072" title="L1005059-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1005059-430.jpg" alt="L1005059-430" width="430" height="340" /></p>
<p>Es war ein gelungener Auftakt f&#252;r das viert&#228;gige Atelierfest, das der Dezernent f&#252;r Kultur und Wissenschaft, Professor Felix Semmelroth, gestern abend in den st&#228;dtischen Ateliers in der Frankfurter Ostparkstrasse er&#246;ffnete. Es handelt sich um das erste von der Stadt Frankfurt am Main seinerzeit Frankfurter K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstlern zur Verf&#252;gung gestellte Geb&#228;ude dieser Art. Was damals als ein Experiment begann, hat sich zwischenzeitlich zu einer wahren Erfolgsstory entwickelt. Heute arbeiten zw&#246;lf  K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstler in den Bereichen Malerei, Grafik, Bildhauerei und Konzeptkunst in dem Haus.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-16074" title="L1005018-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1005018-430.jpg" alt="L1005018-430" width="430" height="573" /></p>
<p><em>Zero Reiko Ishihara und Wilfried Fiebig begr&#252;ssen die zur Er&#246;ffnung erschienenen G&#228;ste im Atelier von István Laurer</em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-16075" title="L1005032-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1005032-430.jpg" alt="L1005032-430" width="430" height="396" /></p>
<p><em>Felix Semmelroth bei seiner Er&#246;ffnungsansprache</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-16082" title="L1005034-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1005034-430.jpg" alt="L1005034-430" width="430" height="323" /></em></p>
<p><em>Susanne Kujer, Felix Semmelroth, Zero Reiko Ishihara und Wilfried Fiebig</em></p>
<p>Das &#228;usserlich unscheinbare Ateliergeb&#228;ude birgt reiche Sch&#228;tze, die es wert sind, gezeigt &#8211; und gekauft! &#8211; zu werden. Die Besucher k&#246;nnen sich davon &#252;berzeugen, dass der Pfad zur Kunst nicht unbedingt &#252;ber New York, London oder St. Petersburg f&#252;hren muss, sondern dass unmittelbar in Frankfurt am Main Kunst von nationalem und internationalem Rang entsteht.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-16076" title="L1005040-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1005040-430.jpg" alt="L1005040-430" width="430" height="558" /></p>
<p><em>Gisela Weber in ihrem Atelier</em></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-16077" title="L1005008-550" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1005008-550.jpg" alt="L1005008-550" width="550" height="419" /></p>
<p><em>Kristin Lohmann vor einer ihrer Arbeiten</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-16079" title="L1005042-430d" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1005042-430d.jpg" alt="L1005042-430d" width="430" height="573" /><br />
</em></p>
<p><em>Max Weinberg in seinem Atelier</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-16080" title="L1005009-550" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1005009-550.jpg" alt="L1005009-550" width="550" height="443" /></em></p>
<p><em>Zero Reiko Ishihara vor einigen ihrer Arbeiten</em></p>
<p><em><img class="alignnone size-full wp-image-16081" title="L1005011-550" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/L1005011-550.jpg" alt="L1005011-550" width="550" height="413" /></em></p>
<p><em>Moni Jahn in ihrem Atelier</em></p>
<p>Das Fest wird von einem reichhaltigen kulturellen Rahmenprogramm begleitet. Am Er&#246;ffnungsabend zeigte Anna Rodrígues eine afrokubanische Tanzperformance. Am Freitag, 7. Mai 2010 wird um 20 Uhr eine Performance von Sofia Greff zu sehen sein. Am Samstag, 8. Mai, 19 Uhr spielen Mitglieder der &#8220;Jungen Sinfoniker&#8221; Kammermusik, und am Sonntag, 9. Mai, 17 Uhr erklingt &#8220;Sancho Callao &#8211; música latinoamericana&#8221; mit Bara Mbacké und Jorge Galbassini.</p>
<p>Das Atelierhaus ist am 7. Mai ab 18 Uhr, am Samstag, 8. Mai ab 16 Uhr und am Sonntag, 9. Mai, ab 14 Uhr ge&#246;ffnet. Die K&#252;nstlerinnen und K&#252;nstler freuen sich auf einen regen Besuch und stehen gern zu Gepr&#228;chen &#252;ber ihre Arbeiten zur Verf&#252;gung.</p>
<p><em>(abgebildete Arbeiten </em><em></em><em>© jeweilige K&#252;nstler; Fotos: FeuilletonFrankfurt)<br />
</em></p>
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