home

FeuilletonFrankfurt



Erhard MetzHerzlich willkommen!
Das Internet-Magazin von Erhard Metz

Archive for the 'Frankfurt und Hessen' Category

“basis”: Sommerausstellung 2010 in Frankfurt am Main

Sonntag, 22. August 2010

Von potentieller Dummheit war die Rede, als der Frankfurter Kulturdezernent Professor Felix Semmelroth unlängst die Sommerausstellung 2010 von “basis”, des Vereins zur “Förderung kreativer Produktionsmöglichkeiten und Inhalte”, im Atelierhaus Gutleutstrasse eröffnete. Denn von Dummheit zeugte es, wenn eine weltoffene Stadt wie Frankfurt am Main nichts unternähme, um ihre Künstlerinnen und Künstler nicht nur zu fördern, sondern auch deren Arbeit in die Stadtgesellschaft hinein zu kommunizieren. So stellt das Kulturdezernat unter anderem 40 preiswerte Ateliers bereit. Darüber hinaus fördert es, wiederum unter anderem, den Verein “basis” mit seinen 45 Arbeits- und Produktionsräumen in der Elbe- sowie weiteren 75 entsprechenden Räumen in der Gutleutstrasse (nicht zu vergessen ferner die Unterstützung der 45 Ateliers von “atelierfrankfurt” in der Hohenstaufenstrasse). Neben den regelmässigen Sonderausstellungen dieser Ateliers legen deren jährliche, von den Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern vielbesuchte und geschätzte “Open Doors” ein beredtes Zeugnis ab von der in der Stadt reich versammelten künstlerischen Kreativität und Leistungsfähigkeit.

Zurück nun zur “basis”-Sommerausstellung 2010: “Feeding the World” lautet trefflich ihr Motto, und wahrlich: Kunst versteht sich – und wird unserem Eindruck nach mehr und mehr verstanden (gerade auch an einem Banken- und Dienstleistungsstandort wie Frankfurt am Main) – als ein unverzichtbares Grundnahrungsmittel. An der aktuellen, sommerlich-künstlerischen “basis”-Nähr-Aktion beteiligen sich Isabel Albrecht, Verónica Aguilera, Valentin Beinroth, Johanna Bieligk, Nicolaj Dudek, Wiebke Grösch, Özlem Günyol, Florian Jenett, Stefanie Kettel, Sandra Kranich, Astrid Korntheuer, Levent Kunt, Mustafa Kunt, Frank Metzger, Nashun Nashunbatu, Stefanie Pretnar, Katharina Schücke und Oliver Voss. Erstmals wird eine derartige Ausstellung in einem der basis-Häuser kuratiert: von dem in Berlin lebenden freien Autor und Kurator Ludwig Seyfarth.

Wieder einmal haben wir die Qual der Wahl: Die Arbeiten von neun Künstlerinnen und Künstlern stellen wir exemplarisch vor als einen Querschnitt durch die bis zum 12. September 2010 dauernde Ausstellung, die sich Kunsthungrige keinesfalls entgehen lassen sollten. Lassen Sie sich, liebe Leserinnen und Leser, im besten Sinne mit Kunst “füttern”.

Astrid Korntheuer,1979 in Schwelm geboren, studierte von 1999 bis 2005 an der Hochschule für Gestaltung (HfG) in Offenbach bei den Professoren rosalie, Heiner Blum und Frank Schumacher. Sie arrangiert für ihre fantastischen fotografischen Arbeiten die verschiedensten Materialien, die sich bei nachhaltiger Betrachtung als ein behutsam wie sorgfältig entwickeltes kompositorisches Ganzes erweisen. Verblüffend die räumliche Tiefenwirkung, gleichsam “Dreidimensionalität” ihrer Fotografien der Serie “Nature morte”. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Frankfurt am Main und Offenbach.

L1006042-430

Astrid Korntheuer, “Nature Morte 113″, 2009, Injektprint Aludibond, 115 x 142,5 x 5 cm (im oberen Teil leider mit einem störenden Lichtreflex)

Der 1975 in Würzburg geborene Florian Jenett kam nach dem Besuch der Stuttgarter Freien Kunstschule P.Art an die Offenbacher HfG, an der er bis 2007 bei den Professoren Heiner Blum und David Linderman studierte.

L1006046-430-a

Florian Jenett, “1 t ct”, 2009, 4347,82 Euro in Centstücken, FIBC BigBag-Sack, 2 Euro Pool-Paletten, 80 x 80 x 110 cm

Sinnlich wie aberwitzig der mit einer Tonne “Kupfer”-Eurocents gefüllte über einen Meter hohe Bauschutt-Sack, dem angesichts des enormen Gewichts lediglich der Gegenwert von gut 4300 Euro entspricht – groteskes Sinnbild einer aus den Fugen geratenen, dazu stets von geldentwertender Inflation wie Deflation bedrohten Finanzwelt. Grotesk auch eine weitere Arbeit des Künstlers: Auf dem Rücken liegende Uralt-Monitore bespielt er mit live in Internet-Nachrichtenportalen (sic!) verbreiteten Werbebannern: Zerrbild – oder schlimmer gar Abbild – einer sogenannten, noch dazu globalisierten “Informations”-Gesellschaft.

L1006033-650 Florian Jenett, “Phishing At The River Of News, 2009, 20 Computermonitore, sechs Video-Splitter, Mac Mini, Masse variabel

Auch Nicolaj Dudek studierte, nach zunächst einem Diplom-Studium der Geologie an der Universität Frankfurt am Main, an der HfG in Offenbach, an der er 2000 das Diplom im Bereich Zeichnen ablegte. Einen zeichnerischen Seismographen seiner visuellen Umwelt könnte man den Künstler nennen. Seine “Reisenden” lässt Dudek in fantasievollen, traumhaft imaginierten Welten erscheinen und wieder verschwinden – Zeitreisen im steten Werden und Vergehen.

L1006055-650 Nicolaj Dudek, Reisender (Travellor) I, 2010, Tusche auf Papier, 261 x 198 cm

Valentin Beinroth, 1974 in Stuttgart geboren, ist ebenfalls Absolvent der Offenbacher HfG, an der er von 2000 bis 2008 bei Professor Heiner Blum studierte. Der Künstler, ständig auf der Suche nach neuen Möglichkeiten einer Vermessung – will sagen Aneignung – der Welt, rekurriert aktuell auf einen Referenzwürfel der NASA von einem Zentimeter Kantenlänge zur Fotografie von Meteoriten. Beinroth vergrössert dieses Mass auf die mesopotamische sogenannte Nippur-Elle von 51,8 cm Länge, den ältesten überlieferten, auf die Zeit um 2800 v. Chr. datierten Messgegenstand, der seinerseits auf eine bereits um 3500 v. Chr. bekannte Masseinheit zurückgeht.

L1006047-430

Valentin Beinroth, “ScaleCube”, 2010, Holz, Farbe, Aluminiumpigment, Seitenlänge je 51,8 cm

Erneut zu einer grossartige Arbeit hat sich das Künstlerduo Özlem Günyol und Mustafa Kunt gefunden: Sie zeichneten auf die Stirnwand des grossen Ausstellungsraumes im Erdgeschoss, zu einem zweieinhalb Meter messenden Rund verdichtet, die Umrisse sämtlicher Länder dieser Erde übereinander. Günyol und M. Kunt, 1977 und 1978 in Ankara geboren, studierten an der Staatlichen Hochschule für bildende Künste – Städelschule – in Frankfurt am Main bei den Professoren Ayse Erkmen beziehungsweise Wolfgang Tillmans und Willem de Rooij; sie leben und arbeiten in Frankfurt am Main. Sah man je eine überzeugendere visuelle Übersetzung dieser “einen Welt”?

L1006050-650 Özlem Günyol, Mustafa Kunt, “Caseless Doodle”, 2009, Wandzeichnung mit Pigmenttinte, Durchmesser 256 cm

Bleiben wir weiter bei den Städelschülern und Städelschülerinnen: Katharina Schücke, 1982 in Dresden geboren, studiert seit 2001 bei Professor Tobias Rehberger. In ihrer aktuell gezeigten Arbeit setzt sie sich mit dem Offenen und Geschlossenen auseinander: Verfremdete Saloon-Schwingtüren im langen Flur des Erdgeschosses im “basis”-Haus stehen für beides. Und Schücke ist in radikaler Weise konsequent: Bis zum Ende der Ausstellung steht dort die ausgehängte Tür zu ihrem Atelier – samt dem unter der Klinke baumelnden Schlüsselbund.

Pan-650

Katharina Schücke, “The Crazy Barbarian Couple II Part I” (links), 2010, Silbergelatine auf Holz, Sprühfarbe, Pendelscharniere, PUR Leim, Dachlatten, Tischlerplatte, 120 x 60 x 4 und 120 x 100 x 4 cm; “The Crazy Barbarian Couple II Part II” (rechts), 2010, Ateliertür, Sprühfarbe, Kleiderhaken, Schlüsselbund, 195 x 90 x 3 cm

Eine Städel-Schülerin auch Stefanie Kettel: 1981 in Adenau geboren, studierte sie an der Frankfurter Hochschule von 2001 bis 2007 bei den Professoren Hermann Nitsch und Simon Starling. Kettel lebt und arbeitet in Frankfurt am Main. Landschaften – das Gesicht der Erde. Darin Menschen, hier zwei Frauen in vermutlich heimatlichen Trachten, verträumt-versponnen. Ein mächtiges, kristallines Gebilde bricht herein – oder ist es nicht bereits ein konstituierender, künstlerisch formulierter Bestandteil unseres Seins?

L1006054-650-a

Stefanie Kettel, “Lass dich niemals täuschen, indem du daran zweifelst”, 2010, Öl und Lack auf Baumwolle, 130 x 170 cm

Weder HfG-ler noch Städelschüler war Levent Kunt – 1978 in Ankara geboren – , mit dem wir unseren Bilderbogen beschliessen: Er studierte Kunst an der Hacettepe Universität seiner Heimatstadt, später an der Universität Mainz und an der Akademie der Bildenden Künste Wien. Levent Kunt lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

Im Kreis liegt alles beschlossen – zum Ring der Neonröhre gehören fünf feinste kleinformatige, gerahmte Zeichnungen, Studien, die einem mit einem Turnreifen von 1,80 Meter Durchmesser hantierenden Pariser Strassenkünstler nachgehen. In der Zusammenschau erschliesst sich die feinsinnige Arbeit.

L1006059-430

Levent Kunt, “Le Spectacle” part/1, 2009, Neonröhre, Durchmesser 180 cm

Kehren wir zurück zu der einleitenden Ansprache von Kulturdezernent Felix Semmelroth: Nein, die Frankfurter Stadtgesellschaft ist keineswegs dumm, sondern hungrig nach aktueller Kunst, und sie tut klug und gut daran, sich einen fütternden Kunstverein “basis” mit seinen beiden Atelierhäusern und regelmässigen Ausstellungen zu leisten.

Sommerausstellung 2010 im Atelierhaus “basis”: “Feeding the World”, bis 12. September 2010

(abgebildete Werke © jeweilige Künstler; Fotos: FeuilletonFrankfurt

“Daphne” von Richard Strauss an der Oper Frankfurt

Dienstag, 6. April 2010

Erinnerung als Paradies und als Raum erfahrenen Unglücks:

“Daphne” von Richard Strauss an der Oper Frankfurt

Eindrücke von Renate Feyerbacher

Eine alte Frau betritt zögernd die Bühne und schreitet durch die hohen, heruntergekommenen Räume. Claus Guth, der Opernregisseur, bekannt für seine psychologischen Interpretationen, lässt die gealterte Daphne den Ort ihrer Kindheit und Jugend, wo der Missbrauch stattfand, aufsuchen. “Der Tag, der sie veränderte, sie erstarren liess, taucht wiederum vor ihren Augen auf.” Das Thema beschäftigt derzeit unsere Gesellschaft landauf, landab. Es sind viele, die zur Zeit aus ihrer Erstarrung aufwachen, sich erinnern und reden wie der Frankfurter Schriftsteller Bodo Kirchhoff: “Keinem der Betroffenen sieht man an, wie viel in ihm kaputt ist.”

Dieser Gedanke schwebt über der Aufführung.

In der griechischen Mythologie erstarrt Daphne, die Nymphe, zum Lorbeerbaum, als Gott Apollo hinter ihr her ist und nicht von ihr ablässt. Das Thema hat Schriftsteller (Ovid, Petrarca, Martin Opitz, Sylvia Plath, Sarah Kane – beide Dichterinnen nahmen sich das Leben – ), Komponisten (Monteverdi, Gluck, Mozart), Maler, Philosophen und Psychoanalytiker wie Sigmund Freud nicht losgelassen. Freud interpretierte die Geschichte als Deflorationsangst des Mädchens und Feindseligkeit gegenüber dem Mann, die krankhafte Züge annehmen kann.

daphne_06_HQ-430

Lance Ryan (Apollo), Daniel Behle (Leukippos) und Maria Bengtsson (Daphne); Bildnachweis: Oper Frankfurt, Foto: © Barbara Aumüller

Richard Strauss war ein Freund Griechenlands. 1892 besuchte er die Insel Naxos, auf der Dionysos, Gott des Weines, geboren und verehrt wurde. Auch Ariadne lebte hier. Richard Strauss schuf zusammen mit Hugo von Hofmannsthal die Oper “Ariadne auf Naxos”. Auch diesmal wollte der Komponist mit Hofmannsthal die “Daphne” erarbeiten, aber der Freund starb unerwartet 1929. Stefan Zweig übernahm die Librettistenaufgabe, aber die Nazis liessen dieses Bündnis von Komponist und Dichter nicht zu. Zweig empfahl Joseph Gregor, einen Bücherwurm, Bibliothekar und Archivar, der die Theatersammlung der Österreichischen Nationalbibliothek gegründet hatte und sich hin und wieder als Poet betätigte. Die Briefe, die Strauss ihm schrieb, zeugen von der mühsamen Arbeit am Libretto. Er forderte laufend Veränderungen und sprach von “schlecht imitiertem Homerjargon”. Er liess das Projekt schliesslich zu mit den Worten, “dass aus dem hübschen Sujet und manchen hübschen Details der Bearbeitung nicht doch noch ein netter Einakter werden kann”. “Daphne”, die bukolische Tragödie in einem Akt, wurde am 15. Oktober 1938 in der Semper-Oper in Dresden uraufgeführt. Bukolik ist die griechische Hirtendichtung.

daphne_12_HQ-430

Lance Ryan (Apollo) und Maria Bengtsson (Daphne); Bildnachweis: Oper Frankfurt, Foto: © Barbara Aumüller

Die Oper beginnt mit den Vorbereitungen auf das Dionysos-Fest. Leukippos, der Jugendfreund, umwirbt Daphne und kommt ihr nah, doch sie schreckt plötzlich zurück. Mutter Gaea, mythologisch Mutter Erde, ist besorgt. Apollo, verkleidet als Hirte, ist von dem jungen schönen Mädchen (Nymphe) angezogen. Daphne ist berührt von seinen Liebesworten, umarmt und küsst ihn, dann schreckt sie vor Angst zurück. Beim Fest erscheint Leukippos als Mädchen verkleidet, um Daphne nahe zu sein. Diese Entweihung des Festes und der Betrug erzürnen Apollo: Er stört mit Donner und Blitz die Festlichkeiten und stellt den jungen Nebenbuhler zur Rede. Daphne muss den doppelten Betrug erkennen. Leukippos befreit sich selbst von den Frauenkleidern, Apollo offenbart sich und fordert die Geliebte auf, mit ihm zu gehen. Als Leukippos ihn einen Lügner nennt und Daphne sich weigert, mitzugehen, kommt es zum Kampf. Apollo tötet Daphnes Jugendfreund und bittet die Götter um Vergebung. Daphne möchte er zurück gewinnen – nicht in Menschengestalt, sondern als immer grünenden Lorbeerbaum. Daphne verwandelt sich.

Der Text dieser musikalisch eindringlichen Oper erscheint manchmal verquast und artifiziell. Man muss sich auf die Musik konzentrieren mit ihren wunderschönen Momenten: “Hier sind behutsame Regungen und Stimmungen der Naturverbundenheit in Klänge gefasst, die man so leicht nicht vergisst”, schreibt Ernst Krause (zitiert nach dem Programmheft). Fasziniert ist er, wie Strauss Daphnes Verwandlung in den Lorbeerbaum musikalisch umsetzt, die sich in “schleierzartem Fis-Dur vollzieht, wie der Klang sich aus dem reinen Holz emporwachsend immer mehr in das viel verästelte Farbenflimmern der geteilten Streicher, der Harfe und der übrigen Instrumente auflöst … “, der Klang sich in den “vogelhaft-zwitschernden Koloraturen des frei schwebenden Soprans” fortspinnt. Das ist einmalig. Strauss hat mehr als einen netten Einakter geschaffen.

daphne_17_HQ-430

Maria Bengtsson (Daphne); Bildnachweis: Oper Frankfurt, Foto: © Barbara Aumüller

Claus Guths einleuchtende, psychologisch-durchgängige Regiearbeit steht im Einklang mit der musikalischen Realisation.

Die Schwedin Maria Bengtsson singt Daphne. Ihr zarter, lyrischer Ton begeistert, ihr Spiel ist eindringlich. Ihr einleitender Monolog “O bleib, geliebter Tag” lässt erahnen, welches Potential diese Stimme birgt, die in der Klage um den toten Freund einen Höhepunkt erreicht. Heldentenor Lance Ryan hat in “Daphne” sein Debüt als Apollo. Trotz gesundheitlicher Probleme am Premierenabend gab der Kanadier einen grandiosen Einstand an der Oper Frankfurt. Er verlieh diesem liebesbesessenen und machtorientierten Gott kraftvolle Töne, manchmal bewusst etwas schrill. Martin Behle ist Leukippos. Sein jugendlicher, strahlender Tenor, makellos in den Höhen, besticht.

Matthew Best als Vater Peneios und Tanja Ariane als Gaea überzeugen wie auch die anderen Sängerinnen und Sänger, die als Schäfer und Mägde agieren.

Generalmusikdirektor Sebastian Weigle und das Frankfurter Opern- und Museumsorchester musizieren sehr dynamisch: lebendig beim Fest, einfühlsam bei den Naturimpressionen.

“Daphne” – ein Opernabend, den man schon wegen Maria Bengtsson nicht verpassen sollte: Vorstellungen gibt es am 4., 10., 18., 23. und 25. April sowie am 19. und 26. Juni 2010, jeweils um 19.30 Uhr.

“Das Wesen im Ding” im Frankfurter Kunstverein (1): Nina Canell

Mittwoch, 17. März 2010

Dunkel ist es in diesem Raum des Frankfurter Kunstvereins. Aber es ist nicht die Faust’sche Hexenküche, und es geht auch nicht ganz so knallend und zischend zu wie im Giessener Liebig-Museum, wenn der legendäre Professor Wolfgang Laqua dort vor staunendem Publikum seine chemischen Experimente zum Besten gibt. Aber es begegnet uns schon etwas Geheimnisvolles, es faucht und blubbert leise schäumend aus der Schüssel, und klackernde Töne, wie wir sie von einem Geigerzähler her kennen, verbreiten sich im Raum.

“Das Wesen im Ding” ist die neue Ausstellung im Frankfurter Kunstverein betitelt. Sieben künstlerische Postionen werden dazu präsentiert. Es geht darum, wie Künstler die Natur- und Dingwelt durch deren Repräsentation und Imitation ergründen, um tiefere Erkenntnisse über das Wesen der Welt zu gewinnen. “Die Repräsentation der für wirklich gehaltenen Welt”, so der Frankfurter Kunstverein, “ist kaum noch ohne eine Reflexion der damit verbundenen Parameter möglich. Mit den unterschiedlichsten künstlerischen Strategien wie Serialität, Fragmentierung, Skalierung oder Auflösung entstehen nunmehr Abbildungen der Natur- und Dingwelt, die ihren Wirklichkeitsbezug in Frage stellen”.

L1004534-460

In “Morasko Circle” – einer ihrer sieben ausgestellten Arbeiten  – baut Nina Canell eine kleine Installation, die auf den ersten Blick – den wir jedoch alsbald korrigieren werden – wie eine einfache naturwissenschaftliche Versuchsanordnung erscheint. Das Wasser in der Schüssel wird von derem Grund her etwas aufgewirbelt, ihm entsteigt bisweilen ein nebeliger Dampf, ein Mikrofon verstärkt blubbernde Geräusche über eine technische Apparatur zu jenem erwähnten Prickeln und Geigerzähler-Klackern, das wir so unauslöschlich mit hörbar gemachter radioaktiver Strahlung verbinden. Rote und schwarze Kabel leiten elektrische Ströme, eine profane Lampe, in künstlerischer oder kuratierender Absicht verbal zur “Laterne” veredelt, beleuchtet die Szenerie.

Nur ein Baukastenspielchen? Was hat es mit dem “Morasko Circle” auf sich?

Vor etwa 5.000 Jahren soll es sich begeben haben: Ein Meteorit stürzte dort zur Erde, wo heute das polnische, inzwischen nach Posen eingemeindete  Dörfchen Morasko liegt, nach welchem der Ausserirdische – nach seiner Entdeckung Ende 1914 – seinen Namen erhielt. Die Geschwindigkeit des Himmelskörpers mag zwischen 11.000 und 18.000 kmh betragen haben, als er in einer grossen Druckwelle zerberstend und verdampfend einschlug. Es bildeten sich mehrere Krater, zum Teil bis heute mit Wasser gefüllt.

L1004539-460

Liegt hier der Schlüssel zu jenem Geheimnis, das uns umhüllt, wenn wir in der Dunkelheit die Installation immer wieder im Kreis umschreiten, der vom grellen Lichtbündel enthüllten Dampfentwicklung ansichtig, das Prickeln und Klackern der Strahlungen unerreichbar ferner Welten im Ohr, von denen uns der einst dem Asteroidengürtel entflohene Meteorit kündet? Die banalen, armen Materialien, die Nina Canell zu ihrer skulpturalen Erzählung komponiert, gewinnen eine neue ästhetische, ja poetische Dimension. Unsichtbare Energien werden in Luft, Dampf und Licht, im Klang des seine Aggregatzustände wechsenden Wassers erahnbar. So wie der ganze kosmische Kreislauf. Das Universum.

L1004536-600

Abbildungen: “Morasko Circle”, 2007, Plastikschüssel, Nebelmaschine, Wasser, Acryl, Schlingenhalterung, Mikrofon, Laterne, PA-System; Ausmasse variabel; Courtesy Sammlung Christian Schwarm, Stuttgart; Fotos: FeuilletonFrankfurt

Nina Canell, 1979 im schwedischen Växjö geboren, studierte am Institute of Art, Design and Technologie in Dun Laoghaire, Irland, mit dem Abschluss Bachelor of Fine Art (1st Class Honours). Seit 2005 stellte sie in einer Vielzahl von Gruppen- und Einzelausstellungen ihre Arbeiten vor, unter anderem in Aachen, Antwerpen, Berlin, Dublin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Gwangju (Korea), Hamburg, Köln, London, Neapel und New York. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin und in Dublin.

“Das Wesen im Ding” im Frankfurter Kunstverein (2): Florian Haas

Sonntag, 28. März 2010

“Das Wesen im Ding” – Wer oder was erwartet uns dieses Mal im Frankfurter Kunstverein?

Merkwürdige Gesellen haben sich dort eingefunden, soviel sei schon zu Beginn verraten, als da wären Rübling und  Schwindling, Porling und Saftling, Becherling, Ritterling und Täubling und sogar der legendäre Hallimasch.

Und was für Beinamen tragen diese Gesellen! “Am Ast gehen”, “Ganz alleine”, “Ein Herz und eine Seele”, “Erzieherin” und “Alleinerzieherin”, “Carmen” und “Lourdes”,  “Langes Gespräch” und “Husten”, “Gouvernante” und “Schneewittchen”, “Drei Kameraden” …

L1004257-430

Florian Haas vor 66 Pilzbildern, 2002 bis 2009, jeweils Öl auf Hartfaser, 17,5 x 25 cm, Courtesy Künstler und Galerie Heike Strelow

Natürlich kennen Sie, liebe Kunstliebhaber und -liebhaberinnen, Florian Haas – vielleicht bringen sie ihn zu allererst mit der Künstlergruppe “finger”, der  “Frankfurter Stadtimkerei” und natürlich dem Museum für Moderne Kunst MMK in Verbindung, auf dessen Dach er (zusammen mit Andreas Wolf) wiederholt einen Bienenstand – als ein gesellschaftsrelevantes Kunstprojekt – installierte.

Hier nun Florian Haas als Maler: Im Frankfurter Kunstverein zeigt er Pilze, so weit im Ausstellungssaal das Auge reichen mag. Allein 66 Bilder in kleinem Format, zu einem Tableau gehängt; hinzu kommen mehrere Arbeiten in grossem Format.

Mit seinen Autorenarbeiten (Malerei und Grafik) einerseits und seinen vielgestaltigen Gruppenprojekten andererseits wendet sich der Künstler an recht unterschiedliche Publika. Für erstere mögen aus jüngerer Zeit seine Einzelausstellungen in der Frankfurter Galerie Heike Strelow stehen, für letztere neben der bereits genannten “Stadtimkerei” Projekte wie “Public Garden Public Generation” in Aachen, “Observing Beast, Time, Evolution – Kunst und Naturwissenschaft” in Hildesheim oder “Wollen Sie Ihrer Bank auch etwas mitteilen?” im Frankfurter Projektraum finger. Stets haben seine Arbeiten und Interventionen einen institutions-, zeit- und gesellschaftskritischen Hintergrund, seien es die Eitelkeiten eines narzisstischen und hedonistischen Kunstbetriebs, sei es die Banken- und Finanzkrise samt ihrer gesamtgesellschaftlichen Auswirkungen.

L1004527-430

Lourdes, 2010, Öl auf Leinwand, 130 x 96 cm, Courtesy Künstler und Galerie Heike Strelow

Neben den Bildern von Pilzen und Blumen – die er geradezu als Porträts gestaltet – beschäftigt sich Haas in seiner Malerei mit Landschaften, mit der Natur schlechthin. Den Pflanzen- und Pilz”porträts” kommt vielfach ein allegorischer Charakter zu – wir erinnern uns an die eingangs aufgeführten Titel, die Haas seinen Pilzbildern gibt. Sein Malstil könnte “naiv” genannt werden – naiv jedoch im Sinne einer Respektlosigkeit gegenüber dem Urteil der “Experten” eines immer stärker kommerzialisierten Kunstbetriebs samt dessen Hitlisten. Also durchaus auch eine Provokation.

“Bei Haas entspringt das Malen”, schreibt Holger Kube Ventura, Chef des Frankfurter Kunstvereins, “eher dem Bedürfnis nach einer sensiblen Würdigung des Gegenstands: Es ist eine absichts- und funktionslose und daher respektvolle Beschäftigung mit ihm. Sie ist getrieben von der Neugier darauf, dass aus der künstlerischen Handlung quasi ungesteuert etwas Neues entstehen möge.” Kritik an gesellschaftlichen Zuständen der Gegenwart, an Egoismus und Konkurrenzdenken, an Unterwerfung gegenüber dem Diktat der Ökonomie auch hier: In Haas’ Arbeiten jedoch manifestiert sich diese Kritik als Darstellung einer Welt der schönen Natur, als eine – so Kube Ventura – “Würdigung natürlicher Organismen, die eine andere, friedlichere Form des Zusammenlebens vorzuschlagen scheinen”.

L1004532-600

Albert Speer zum 75. Geburtstag, 2010, Öl auf Leinwand, 97,5 x 145 cm, Courtesy Künstler und Galerie Heike Strelow

“Das Wesen im Ding” zu ergründen – dazu scheinen uns in besonderer Weise Pilze herauszufordern. Pilze als geheimnisvolle Wesen, biologisch zwischen der Tier- und der Pflanzenwelt angesiedelt: Ihre heterotrophe Lebensweise teilen sie trotz ihrer Ortsgebundenheit mit den Tieren, von den Pflanzen unterscheiden sie sich durch die Unfähigkeit zur Photosynthese. Vielfach und fälschlich wird als Pilz lediglich der oberirdisch sichtbare knollen- oder hutförmige Fruchtkörper angesehen, der jedoch nur einen geringen Teil dieses Lebewesens ausmacht. Pilze erreichen mitunter hohe Lebensalter und riesige Dimensionen: Ein im Jahr 2000 im US-amerikanischen “Malheur National Forest” (Oregon) entdeckter, über 2400 Jahre alter Armillaria ostoyae, ein Hallimasch, hat eine Ausdehnung von knapp 900 Hektar und dürfte nach Ansicht von Wissenschaftlern rund 600 Tonnen wiegen. Er wird als eines der grössten, von manchen überhaupt als das grösste Lebewesen der Erde angesehen.

L1004530-600

Carmen, 2009, Öl auf Leinwand, 85 x 120 cm, Courtesy Künstler und Galerie Heike Strelow

Florian Haas, 1961 in Freiburg/Breisgau geboren, studierte von 1983 bis 1988 an der Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe bei Professor Peter Dreher. 1990 bis 1992 folgte ein Aufbaustudium mit dem Abschluss Meisterschüler. Haas lebt und arbeitet in Frankfurt am Main.

(abgebildete Werke © Florian Haas; Fotos: FeuilletonFrankfurt)

“Das Wesen im Ding” im Frankfurter Kunstverein (3): Egill Sæbjörnsson

Mittwoch, 7. April 2010

“Das Wesen im Ding” im Frankfurter Kunstverein: Wieder einmal betreten wir einen verdunkelten Raum, dieses Mal ist es der grosse Ausstellungssaal im 2. Obergeschoss. Die Augen, soeben noch dem hellen Tageslicht verhaftet, gewöhnen sich nur langsam um. Schemenhaft werden einige Aufbauten sichtbar, deutlicher die Projektionen an den Wänden. Fünf Arbeiten des isländischen Künstlers Egill Sæbjörnsson sind es, die uns dort faszinieren.

Was ist das “Wesen” im “Ding”?

Ein “Ding”: ein Objekt, eine Sache, ein Gegenstand? Das Bild, das wir uns von ihm machen, die Vorstellung, die wir von ihm haben? Wie stehen wir, als Subjekt, dem Ding, als Objekt, gegenüber? Immanuel Kant sprach von dem “Ding an sich” als dem unabhängig vom Subjekt Seienden (Kant: “Es sind uns Dinge als ausser uns befindliche Gegenstände unserer Sinne gegeben, allein von dem, was sie an sich selbst sein mögen, wissen wir nichts, sondern kennen nur ihre Erscheinungen, d. i. die Vorstellungen, die sie in uns wirken, indem sie unsere Sinne affizieren”). Und das “Wesen”? Der Essentialismus unterstellt ein Wesen als wahre Natur, als Identität einer Sache, eines Dings also. Seit alters her bilden Vorstellungen von “Ding” und “Wesen” ein Tummelfeld der Philosophen. Heute erscheint, im Lichte quantenphysikalischer Erkenntnisse und Theorien, von Forschungen mit dem Large Hadron Collider LHC und deren mit Spannung wie auch Spekulationen erwarteten Ergebnissen, vieles von dem lediglich noch der historischen Betrachtung wert.

Wir verstehen die Ausstellung im Frankfurter Kunstverein als eine – exemplarische – Präsentation, wie sich Künstler heute mit Fragen nach einem Wesen im Ding auseinandersetzen. Nach einer – wiederum exemplarischen – Betrachtung der Arbeiten von Nina Canell und Florian Haas schliessen wir mit einer künstlerischen Position von Egill Sæbjörnsson.

Putzeimer, Besen und andere, der Reinigung dienende und damit durchaus banale Gegenstände entfalten in der Installation “Kugeln” ein erstaunliches Eigenleben:

L1004598-380

L1004573-380

L1004610-430

Kugeln, 2008, Installation mit verschiedenen Objekten, Beamer, Ton, Masse variabel, Ausstellungsansicht, Courtesy Künstler, i8 Gallery Reykjavik und Grusenmeyer Art Gallery, Deurle; Fotos: FeuilletonFrankfurt

Die genannten Gegenstände werden zu einer Art Stillleben arrangiert und einer Videoprojektion aus Filmen und Animationen ausgesetzt, die sie überlagert. Auf der Projektionsfläche an der Wand vermischen sich diese Videoprojektionen mit den Schatten und Durchleuchtungen der angestrahlten, zum Teil transparenten Gegenstände zu einer filmischen Szenerie, in der die Elemente zu einer flächig wie räumlich erscheinenden Bilderwelt fusionieren. Mit der Projektion verändert sich zugleich die Szenerie der real arrangierten – wie ausgeführt teilweise transparenten – Gegenstände. Der Betrachter nimmt somit deren körperlich vorhandene, in ihrer Anschauung sich jedoch stets wandelnde Gegenständlichkeit vor deren projiziertem, wiederum mit der eigentlichen Projektion fusioniertem Abbild auf der Wand wahr.

In ähnlicher Weise verfährt der Künstler in seiner Arbeit “The Silent Maker” mit einem Arrangement von gläsernen und damit hochtransparenten, dieses Mal auf einer sich drehenden Scheibe angeordneten Objekten. In der Durchleuchtung wiederum mittels einer spezifischen Videoprojektion erfahren die rotierenden Glaselemente eine eigentümliche Mutation. Auf der Projektionsfläche an der Wand verschmelzen sie mit dem Video zu einem kosmisch-elementar anmutenden Szenarium, das sich als ein Bildnis ihres Innenlebens lesen lässt, zu einem Ambulatorium nächtlich wandelnder Kometen und Gestirne, zu einem Tanz der Elementarteilchen. Eine Arbeit auch von ausserordentlicher, faszinierender Schönheit und Ästhetik.

L1004557-430

L1004588-380

L1004566-430

L1004568-430

The Silent Maker (Glass Objects), 2009, Glasobjekte, bewegliche Scheibe, DVD, Beamer, Ton, Masse variabel, Ausstellungsansicht, Courtesy Künstler, i8 Gallery Reykjavik und Grusenmeyer Art Gallery, Deurle; Fotos: FeuilletonFrankfurt

In seinen Arrangements “Grey Still Life” II und III baut Sæbjörnsson kleine Bühnen, die einem aufgeklappten Notebook ähneln. Er bestückt sie mit Gegenständen des Alltags – Bällen, Kaffeekannen und Trinkbechern, Schreibpapier, Bilderrahmen und Spielzeugfiguren, Aktenköfferchen, Schalen und Vasen. Auch diese Arrangements bestrahlt er mit Videoprojektionen. Da scheinen Lampen und Lupen die aufgebauten Dinge eingehender untersuchen und ergünden zu wollen. Sie überziehen sie mit grafischen Elementen wie mit Symbolen und Chiffren. Die Dinge auf den Bühnen verändern sich unter den Projektionen, sie erscheinen in neuen Zusammenhängen und wollen sich dem Betrachter auf neue Weise mitteilen.

L1004624-430

L1004575-a-430

L1004580-430

Grey Still Life II, 2009, verschiedene Objekte, Videoprojektion, Ton, Masse variabel, Ausstellungsansicht, Courtesy Künstler, i8 Gallery Reykjavik und Grusenmeyer Art Gallery, Deurle; Fotos: FeuilletonFrankfurt

L1004545-430

L1004615-430-

Grey Still Life III, 2009, verschiedene Objekte, Videoprojektion, Ton, Masse variabel, Ausstellungsansicht, Courtesy Künstler, i8 Gallery Reykjavik und Grusenmeyer Art Gallery, Deurle; Fotos: FeuilletonFrankfurt

Sæbjörnsson untermalt das Geschehen im grossen Ausstellungssaal mit gelegentlichen akustischen Elementen, Tönen, Klängen und Sprachfetzen.

“Brown Paper” betitelt der Künstler eine grossformatige Videoprojektion, die uns in kosmische Welten führt. Aus einem Sternenhimmel fliegen an Meteoriten erinnernde Elemente auf den Betrachter zu, die jedoch alsbald auf rechteckigen Hintergründen – wir denken an Objekttische von Mikroskopen – fixiert werden. Um Untersuchen und Erkennen geht es auch hier. Zumindest um den entsprechenden Versuch.

L1004619-550

L1004618-550

L1004621-550

Brown Paper, 2010, Papierobjekte, Beamer, Ton, 255 x 455 cm, Courtesy Künstler, i8 Gallery Reykjavik und Grusenmeyer Art Gallery, Deurle; Fotos: FeuilletonFrankfurt

“Der Reiz von Sæbjörnssons Installationen besteht”, so der Frankfurter Kunstverein, “einerseits aus dem synästhetischen Zauber der zum Leben erweckten Stillleben und andererseits aus der Ruhe und Schlichtheit, die die verwendeten Gegenstände ausstrahlen”.

Egill Sæbjörnsson, 1973 in Reykjavik geboren, studierte in den Jahren 1993 bis 1997 am Icelandic College of Arts and Craft in Reykjavik sowie an der Université Paris 8 Vincennes-St. Denis. Der Künstler stellte bislang unter anderem in Gent, London, Reykjavik, Roskilde, Wien und Sydney, in Deutschland in Berlin und in Dresden-Hellerau aus. Sæbjörnsson lebt und arbeitet in Berlin.

(abgebildete Arbeiten © Egill Sæbjörnsson; Fotos: FeuilletonFrankfurt)