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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Alle Artikel zu Bildende Künste

„ars viva“-Preisträger 2013/2014 im MMK-Zollamt

Donnerstag, 6. März 2014

„Wahrheit / Wirklichkeit“:
Björn Braun, John Skoog und Adrian Williams

In den fünf Sparten Architektur, Bildende Kunst, Darstellende Kunst, Literatur und Musik fördert der 1951 gegründete „Kulturkreis der deutschen Wirtschaft im BDI e.V.“ Nachwuchskünstlerinnen und -künstler mit jungen, noch unbekannten Positionen. Im Bereich der Bildenden Kunst ging der mit jeweils 5000 Euro dotierte „ars viva“-Preis 2013/2014 an Björn Braun, John Skoog und Adrian Williams. Unter dem Motto „Wahrheit/Wirklichkeit“ wurden von entsprechenden Fachkreisen 59 Künstlerinnen und Künstler vorgeschlagen, von denen zwölf in die Runde der Finalisten gelangten. Mit dem Preis sind drei Ausstellungen in namhaften Museen verbunden: dieses Mal im Neuen Museum Weimar  (bis Januar 2014), derzeit im MMK-Zollamt und anschliessend (Juni bis September 2014) in der Galleria civica d’arte moderna e contemporanea Torino GAM.

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Stephan Frucht, Geschäftsführer des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI, Bernd Reiß, MMK-Kurator und Mitglied der Jury, MMK-Direktorin Susanne Gaensheimer am 8. Februar 2014 in der Pressekonferenz

Zur Entscheidung für die Preisträger zitieren wir den Vorsitzenden des Gremiums Bildende Kunst im Kulturkreis der deutschen Wirtschaft, Ulrich Sauerwein: „Die diesjährigen Preisträger setzen sich in ihren Werken auf sehr unterschiedliche und feinsinnige Art und Weise mit der Relation des Individuums zur Welt auseinander Weiterlesen

„Arte Essenziale“ im Frankfurter Kunstverein

Donnerstag, 29. Dezember 2011

Gemeinschaftsausstellung mit der italienischen Collezione Maramotti

Über die Weihnachtstage waren wir zu Gast im Städel Museum, bei den Alten Meistern, genauer gesagt bei drei Madonnendarstellungen. Nun naht das „Neue Jahr“, und nicht nur deshalb begeben wir uns zu „neuer Kunst“, genauer gesagt zu zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, deren Arbeiten der Frankfurter Kunstverein unter dem Titel „Arte Essenziale“ präsentiert – noch bis einschliesslich 1. Januar 2012. Es sind also nur noch ein paar Tage Zeit, genug jedoch, diese überaus sehenswerte – wenn auch etwas anstrengende – Ausstellung zu besuchen.

Arte essenziale – essenzielle, also grundlegende, wesentliche, unabdingbare Kunst? Was ist das?

Zunächst einmal gilt es, betont Holger Kube Ventura, Direktor des Kunstvereins, sehr genau hinzusehen auf das, was vor uns liegt, also das Material zu erforschen und zu definieren, um als Betrachter die Materialität der Objekte als Kunstwerke in ihrem räumlichen und zeitlichen Kontext zu erfassen, zu verstehen und auch zu hinterfragen. Federico Ferrari, Professor für Philosophie der Kunst an der renommierten Mailänder Accademia di belle Arti di Brera und Kurator der gemeinsam mit der Collezione Maramotti realisierten Ausstellung, auf den der Begriff Arte essenziale zurückgeht, sucht nach dem „Ursprung künstlerischer Praxis unter besondere Berücksichtigung des Wesens der künstlerischen Geste“. Er misst dabei dem künstlerischen Ausgangsmaterial eine entscheidende Bedeutung zu. Alltägliche, banale Materialien (wir denken an die Arte povera) können dabei zu „symbolisch aufgeladenen“ Materialien wie zum Beispiel Marmor oder Bronze in Beziehung treten und einen neuen Sinnzusammenhang erschliessen.

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„Artists in Residence“-Programm 2012 Frankfurt am Main / 1

Donnerstag, 13. Dezember 2012

„Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“ soll einst der Nachrichtenagentur-Gründer Paul Julius Freiherr von Reuter gesagt haben, so ganz Unrecht hatte er nicht. Das alt-ehrwürdige ATELIERFRANKFURT in der Hohenstaufenstrasse, sichtbar bedroht vom zeitgeistigen Neubau-Boom, muss weichen. Wir werden später darauf zurückkommen. Heute gilt es, die dort letztmalig veranstaltete Jahresausstellung „Artists in Residence – Internationaler Künstleraustausch“ der Stadt Frankfurt am Main zu würdigen.

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„Atelier Max Weinberg – Spielraum der Phantasie“

Montag, 9. Juni 2008

Jubiläumsausstellung zum 80. Geburtstag des Künstlers

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Im Hof der Frankfurter AusstellungsHalle 1A begrüsst uns Max Weinbergs fünfeinhalb Meter hohe Skulptur Überirdische Frau. “Als mythisches Sinnbild”, schreibt Brigitta Amalia Gonser, “aufgehängt in der Schwebe, steuert sie ihren Energieaustausch mit der Umwelt selbst – wuchtig und ebenso verletztbar, voller Power und dennoch frei von brutaler Gewalt”. Es könnte ein Motto sein für die Ausstellung insgesamt. Weiterlesen

„… and other objects of interest“: Suzanne Wild in der Frankfurter Galerie Nathalia Laue

Freitag, 3. Juni 2016

Die Zeiten, in denen man die „anderen Objekte von Interesse“, denen sich Suzanne Wild aktuell malerisch widmet, mit Worten zumindest wie „delikat“ bezeichnet hätte, sind – niemand wird es beklagen – längst vorüber: Unterröcke, Unterhemdchen, BHs oder Bustiers, aus feinsten Geweben, gerade noch eben blickdicht oder auch nicht. Und auch Perücken trägt „frau“, aus welchen Gründen auch immer, heute unbefangen. Keine Tabus mehr also – aber ein Hauch von Sinnlichkeit und Erotik sollte noch bleiben – alles andere wäre doch schade. Einem jeden Betrachter sei die Möglichkeit eingeräumt, solche Garderoben mit Körpern und Charakteren zu füllen und Erzählungen zu lauschen oder zu spinnen. Und vielleicht sollte auch der eine oder andere Voyeur und Spinkser auf seine Kosten kommen – sei’s drum und warum denn nicht.

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Pink Frilly Skirt 2, 2015, Öl auf Leinwand, 50 x 40 cm

So räumt auch die Künstlerin im Interview ein, dass Unterwäsche etwas Verborgenes eigne, dass manche dieser Kleidungsstücke Fantasien freisetzen könnten – etwa über ihre frühere Trägerin und deren Aussehen oder Alter. Sie selbst steht diesen Gegenständen mit künstlerischer Distanz gegenüber, handelt es sich doch um auf Flohmärkten oder bei ähnlichen Gelegenheiten erworbene Objekte, die ihr unmittelbar als Vorlage dienen und deren Vorbesitzerinnen sie nicht kennt. Und so mag ein Bildtitel wie etwa „dirty lace“ – verschmutzte Spitze – nicht verwundern. Weiterlesen