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	<title>erhard-metz.de &#187; Biennale Arte Venedig 2009 / 2011</title>
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		<title>53. Biennale Arte Venedig 2009 (1) &#8211; Der Deutsche Pavillon</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Jun 2009 13:28:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biennale Arte Venedig 2009 / 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Da steht er also, der Portikus des Deutschen Pavillons in den Giardini Pubblici, mit seinen vier vorgebauten S&#228;ulen im Stil der nationalsozialistischen Architektur des Jahres 1938, in welchem der Bau seine heutige Gestalt erhielt: der Pavillon, an dem sich Kurator und K&#252;nstler des diesj&#228;hrigen deutschen Beitrags zur Biennale, Nicolaus Schafhausen und Liam Gillick also, weidlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-8387" title="l1001765-430-k" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001765-430-k.jpg" alt="l1001765-430-k" width="430" height="644" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Da steht er also, der Portikus des Deutschen Pavillons in den Giardini Pubblici, mit seinen vier vorgebauten S&#228;ulen im Stil der nationalsozialistischen Architektur des Jahres 1938, in welchem der Bau seine heutige Gestalt erhielt: der Pavillon, an dem sich <a href="http://www.erhard-metz.de/2009/05/03/fare-mondi-making-worlds-weltenmachen-motto-der-53-biennale-arte-in-venedig/">Kurator und K&#252;nstler des diesj&#228;hrigen deutschen Beitrags zur Biennale, Nicolaus Schafhausen und Liam Gillick</a> also, weidlich abarbeiten. Schafhausen w&#252;rde sogar gerne die Abrissbirne gegen den Pavillon schwingen sehen &#8211; da g&#228;be es denn noch sehr vieles mehr an Nazi-Architektur abzureissen in Deutschland und anderswo, fangen wir gleich mit dem Haus der Kunst in M&#252;nchen an und h&#246;ren bei den als Ministerien genutzten Geb&#228;uden in Berlin &#8211; denken wir nur an das riesige vormalige Reichsluftfahrt- und heutige Bundesfinanzministerium &#8211; noch lange nicht auf. Und die Bundesregierung brauchte &#252;ber den Abrissbirnenherstellern gewiss keinen staatswirtschaftlichen Schutzschirm aufzuspannen.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">&#220;ber das Konzept nationaler Pavillons hinaus missf&#228;llt Schafhausen und Gillick auch die &#252;brige repr&#228;sentative, palladianischen Proportionen folgende Architektur des Geb&#228;udes mit seiner von einer Apsis abgeschlossenen Zentralhalle und den symmetrisch angelegten S&#228;len zur Linken und zur Rechten. Nun, es sind R&#228;umlichkeiten, wie man sie seinerzeit f&#252;r Gem&#228;ldeausstellungen konzipiert hatte. Die diesj&#228;hrige Biennale pr&#228;sentiert jedoch fast ausschliesslich Installationen und kaum an eine Wand zu H&#228;ngendes.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Liam Gillick konterkariert diese Architektur mit seiner Installation, indem er sie mit endlos aneinandergereihten k&#252;chenm&#246;belartigen Einbauten aus powrem Tannenholz durchkreuzt. Sofortige Assoziationen an Billigware f&#252;r Selbstabholer und Selberschrauber aus dem bekannten M&#246;belhaus mit den vier grossen Buchstaben lassen sich nicht vermeiden.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8371" title="l1001755-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001755-430.jpg" alt="l1001755-430" width="430" height="660" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Billigware verh&#228;ngt auch das Eingangsportal des Pavillons: Fliegenabwehrende Plastikstreifen, wie man sie vor sommerlichen Campingwagent&#252;ren und auf Zeltpl&#228;tzen antrifft.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8369" title="l1001740-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001740-430.jpg" alt="l1001740-430" width="430" height="644" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Die Arbeit des K&#252;nstlers &#8211; er betitelt sie &#8220;Wie w&#252;rden Sie sich verhalten? Eine K&#252;chenkatze spricht&#8221; &#8211; erschliesst sich vornehmlich demjenigen, der seine und des Kurators These nachvollziehen will, der Deutsche Pavillon stelle einen &#8220;ideologisch aufgeladenen Ort&#8221; dar, oder dem von Gillick h&#246;chstselbst vorgetragenen Text folgt, &#8220;dass da etwas B&#246;ses in dem Geb&#228;ude ist&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8372" title="l1001761-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001761-600.jpg" alt="l1001761-600" width="600" height="389" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Ja, und da sitzt sie, die K&#252;chenkatze, hoch auf den Schr&#228;nken, wir werden noch auf sie zur&#252;ckkommen.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Gillick liess sich f&#252;r seine Installation durch seine heimische K&#252;che inspirieren, die er als &#8220;improvisiertes Studio&#8221; nutzt; ferner von der Katze seines Sohnes (Gillick ist mit der anglo-amerikanischen K&#252;nstlerin <a href="http://www.erhard-metz.de/2009/06/03/sarah-morris-gemini-dressage/">Sarah Morris</a> verheiratet, deren Arbeiten derzeit im Frankfurter <a href="http://www.erhard-metz.de/2009/06/03/sarah-morris-gemini-dressage/">Museum f&#252;r Moderne Kunst</a> gezeigt werden), die &#8211; also die Katze nat&#252;rlich &#8211; &#8220;stets versuchte, seine Arbeit zu unterbrechen&#8221;, wie es im Katalog heisst. Und von der ber&#252;hmten &#8220;Frankfurter K&#252;che&#8221; der Architektin Margarete Sch&#252;tte-Lihotzky.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8374" title="l1001767-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001767-430.jpg" alt="l1001767-430" width="430" height="284" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">&#8220;Frankfurter K&#252;che&#8221;? 1926 holte der Frankfurter Stadtbaurat Ernst May, der nach dem Ersten Weltkrieg weite Teile der richtungweisenden, heute oft denkmalgesch&#252;tzten Frankfurter Siedlungsstrukturen f&#252;r die wohnungsuchende Bev&#246;lkerung gestaltete, Margarete Sch&#252;tte-Lihotzky in das Hochbauamt der Stadt, wo sie den Prototyp der &#8220;modernen&#8221; Einbauk&#252;che entwickelte und rund 10.000 Mal in die kleinen Arbeiterwohnungen der Mayschen H&#228;user einbauen liess.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8376" title="l1001773-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001773-430.jpg" alt="l1001773-430" width="430" height="287" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Die Architektin, k&#228;mpferische Antifaschistin, verliess Deutschland bereits 1930. Im Jahr 1941 nahm die Gestapo in Wien Sch&#252;tte-Lihotzky, mittlerweile Mitglied der &#214;sterreichischen Kommunistischen Partei KP&#214;, fest. Ein Gericht verurteilte sie zu 15 Jahren Zuchthaus. Ende April 1945 befreiten US-Truppen sie aus ihrem Gef&#228;ngnis im bayerischen Aichach.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8379" title="l1002055-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002055-600.jpg" alt="l1002055-600" width="600" height="395" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Gillick, &#8220;europ&#228;ischer Sozialist&#8221; (der K&#252;nstler &#252;ber sich), hat die &#8220;Frankfurter K&#252;che&#8221; im Wiener Museum f&#252;r Angewandte Kunst wiederholt besucht und sich mit ihr auseinandergesetzt. Es gibt sie also, zumindest im Ansatz: eine Beziehung, ja Verbindung der Architektur des Pavillons mit der von Gillick zitierten, jetzt in seiner Arbeit ins Groteske &#252;berh&#246;hten K&#252;chenstruktur Sch&#252;tte-Lihotzkys und dem politischen Leben der Architektin, die nach dem Zweiten Weltkrieg als immer noch bekennende Kommunistin in den westlichen L&#228;ndern keine Auftr&#228;ge mehr erhielt. Erst sp&#228;t fand ihr sch&#246;pferisches Werk einige Anerkennung: 1980 erhielt sie den Architekturpreis der Stadt Wien.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8370" title="l1001753-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001753-430.jpg" alt="l1001753-430" width="430" height="283" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Die Katze: sie spricht. Das heisst nicht sie, sondern der K&#252;nstler Gillick spricht: Seine Stimme verhallt allerdings, vermutlich absichtsvoll, im weiten Zentralraum des ungeliebten Pavillons. Da spielt es denn auch keine Rolle mehr, dass Gillick den Text nur in Englisch vortr&#228;gt.  Der Text liegt am Eingang des Pavillons auch in deutscher Sprache aus; die &#8211; ausgestopfte &#8211; Katze h&#228;lt das Papier zwischen ihren Z&#228;hnen. Leider trifft man den vom K&#252;nstler gesprochenen Text auf der Homepage des <a href="http://www.deutscher-pavillon.org/">Deutschen Pavillons</a> ebenfalls nur in Englisch an (Nachtrag 27. Juni: nun, seit kurzem, auch in Deutsch!).</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8378" title="l1002051-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002051-430.jpg" alt="l1002051-430" width="430" height="550" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Gillick erz&#228;hlt ein in der Zukunft spielendes poesiereiches M&#228;rchen von einer sprechenden Katze, einem kleinen Jungen und einem kleinen M&#228;dchen. Die Beziehungen zwischen der Katze, den Kindern und den anderen Menschen, die zun&#228;chst &#8220;sehr stolz auf ihre sprechende Katze&#8221; sind, ver&#228;ndern sich. Die Katze wird husten, lachen und auch weinen, aber auf ihrem K&#252;chenschrank sitzen bleiben. Am Ende wird sie schniefen, und der Atem der Kinder wird ihr nahe sein, aber sie wird ihn nicht stehlen, wie manche Menschen denken. &#8220;Es sind Geb&#228;ude wie dieses, die den Menschen den Atem stehlen&#8221; sagt Gillick.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8375" title="l1001769-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001769-600.jpg" alt="l1001769-600" width="600" height="397" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8377" title="l1002048-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002048-600.jpg" alt="l1002048-600" width="600" height="400" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">An verschiedenen Tagen beobachteten wir, wie sich das Publikum z&#252;gig, kaum innehaltend oder fotografierend, durch die blutleer-k&#252;hle, eher abweisende Installation bewegte und den Pavillon rasch wieder verliess.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">1938, vor 71 Jahren, wurde der Deutsche Pavillon zu seiner heutigen Gestalt umgebaut; 1945, vor 64 Jahren, endete mit dem Zweiten Weltkrieg die nationalsozialistische Gewaltherrschaft. Deutschland und das Bild Deutschlands in der Welt haben sich seither auf das Grundlegendste und Tiefgreifendste ver&#228;ndert. Kann der diesj&#228;hrige, von Nicolaus Schafhausen kuratierte Beitrag Deutschlands zur Biennale dieser Tatsache gerecht werden?</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Gibt es im Jahr 2009 wirklich nichts Wichtigeres in Deutschland, Europa und der Welt, mit dem sich Kuratoren und K&#252;nstler auseinandersetzen k&#246;nnten, als die Architektur dieses Geb&#228;udes? Ja, gibt es. Beispiele daf&#252;r folgen in den n&#228;chsten Berichten von der diesj&#228;hrigen Biennale in Venedig.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>(Installation: © Liam Gillick; Fotos: FeuilletonFrankfurt)</em></span></p>
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		<title>53. Biennale Arte Venedig 2009 (10) &#8211; Haegue Yang: Transparenz und Intimit&#228;t</title>
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		<pubDate>Thu, 13 Aug 2009 06:47:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biennale Arte Venedig 2009 / 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Gleich zweimal begegnen wir Haegue Yang auf der diesj&#228;hrigen Biennale in Venedig &#8211; wir kennen die K&#252;nstlerin von ihrer Ausstellung im Frankfurter Portikus: Sie repr&#228;sentiert ihr Land Korea in dessen nationalem Pavillon in den Giardini Pubblici. Ausserdem zeigt sie weitere Arbeiten in einer eigenen Ausstellung in den Arsenale. Der nationale Pavillon Koreas in den Giardini [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial;">Gleich zweimal begegnen wir Haegue Yang auf der diesj&#228;hrigen Biennale in Venedig &#8211; wir kennen die K&#252;nstlerin von ihrer <a href="http://www.erhard-metz.de/2008/05/19/haegue-yangs-installation-siblings-and-twins-im-frankfurter-portikus/">Ausstellung im Frankfurter Portikus</a>: Sie repr&#228;sentiert ihr Land Korea in dessen nationalem Pavillon in den Giardini Pubblici. Ausserdem zeigt sie weitere Arbeiten in einer eigenen Ausstellung in den Arsenale.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-9301" title="l1001737-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001737-430.jpg" alt="l1001737-430" width="430" height="291" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>Der nationale Pavillon Koreas in den Giardini Pubblici</em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Haegue Yang &#8211; in Deutschland tritt sie auch unter dem Namen Heike Jung auf &#8211; wurde 1971 in Seoul als Tochter einer Schriftstellerin und eines Journalisten geboren. Sie studierte an der Seoul National University, Fine Arts College, und schloss 1999 ihre k&#252;nstlerische Ausbildung an der Staatlichen Hochschule f&#252;r Bildende K&#252;nste &#8211; St&#228;delschule &#8211; in Frankfurt am Main als Meistersch&#252;lerin bei Professor Georg Herold ab. Haegue Yang lebt und arbeitet in Seoul und in Berlin.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Die Konzeptk&#252;nstlerin bewegt sich zwischen zwei Welten: zwischen der asiatischen und der europ&#228;ischen, zwischen Korea und  Deutschland. Am liebsten jedoch ist sie rund um den Globus unterwegs. Ihre zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen f&#252;hrten sie in fast alle Erdteile. Im vergangenen Jahr zeigte sie Arbeiten ausser in Frankfurt am Main und in Hamburg in Bilbao, London und Los Angeles. Neben der Biennale Venedig steht in diesem Jahr das Walker Art Center in Minneapolis / Minnesota auf dem Plan. F&#252;r 2010 bereitet sie Ausstellungen in Seoul, Singapur und Wien vor.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-9304" title="l1001735-a-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001735-a-430.jpg" alt="l1001735-a-430" width="430" height="660" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-9310" title="l1001736-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001736-600.jpg" alt="l1001736-600" width="600" height="398" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>Transparenz und Intimit&#228;t, &#214;ffentlichkeit und Privatheit: Lamellen im koreanischen Pavillon</em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-9308" title="l1001733-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001733-600.jpg" alt="l1001733-600" width="600" height="400" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>Mitteilung, Wahrnehmung, Kommunikationsstrukturen: Installation im koreanischen Pavillon</em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Haegue Yang befasst sich mit den Unterschieden in den Kulturen, mit der Sprache und dem Verstehen der Menschen untereinander, mit sichtbaren und unsichtbaren R&#228;umen, den Themen Privatheit und &#214;ffentlichkeit, mit den Gegenst&#228;nden des Alltagslebens, mit Klassifizierungen und Systemen, mit Standardisierung und Massenproduktion. Sie untersucht, wie Aussagen von deren Empf&#228;ngern vor dem Hintergrund unterschiedlicher kultureller und individueller Sozialisation empfunden und verstanden, vor allem auch missverstanden werden. &#196;hnlich wie seinerzeit Marcel Duchamp l&#246;st Yang industriell gefertigte, banale Gegenst&#228;nde aus ihrem funktionalen Zusammenhang heraus und verbringt sie in einem transformations&#228;hnlichen Prozess in einen institutionellen Kunstraum.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em><img class="alignnone size-full wp-image-9429" title="l1001820-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001820-600.jpg" alt="l1001820-600" width="600" height="382" /><br />
</em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em><img class="alignnone size-full wp-image-9316" title="l1001822-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001822-430.jpg" alt="l1001822-430" width="430" height="644" /></em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em><img class="alignnone size-full wp-image-9428" title="l1001832-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001832-430.jpg" alt="l1001832-430" width="430" height="644" /><br />
</em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>Elektrokabel und Gl&#252;hbirnen, Kleiderst&#228;nder, Gestricktes, K&#252;chen- und Alltagsgegenst&#228;nde, und immer wieder Jalousien: Haegue Yangs Installationsobjekte in den Arsenale</em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Wir f&#252;hlen diesen eigenartigen Zustand zwischen dem Innen und dem Aussen, zwischen r&#228;umlicher Geborgenheit und voyeuristischem Durchblick, wenn wir uns in der Lamellenlandschaft der K&#252;nstlerin bewegen. Wir folgen den Kabeln ihrer Installationen, die Gl&#252;hbirne um Gl&#252;hbirne zum Leuchten bringen, erfahren den bislang nicht wahrgenommenen Formenreichtum mancher K&#252;chenger&#228;tschaften, streichen, wenn kein Aufseher hinschaut, mit der Hand &#252;ber das bunt Gestrickte, empfinden angenehm den k&#252;hlenden Luftstrom der Ventilatoren. Und wir werden uns erst sp&#228;t gewiss, wieviel an Zeit wir mit Haegue Yang verbracht haben.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>(Installationen © Haegue Yang; Fotos: FeuilletonFrankfurt)</em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em><br />
</em></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>53. Biennale Arte Venedig 2009 (11) &#8211; Das Welttheater des Hans-Peter Feldmann</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2009/09/10/53-biennale-arte-venedig-2009-11-das-welttheater-des-hans-peter-feldmann/</link>
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		<pubDate>Thu, 10 Sep 2009 16:35:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biennale Arte Venedig 2009 / 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8220;Schattenspiel&#8221;, Installation, 2002 bis 2009 Nat&#252;rlich denken wir bei Hans-Peter Feldmanns Arbeit sofort an Platons H&#246;hlengleichnis: Die Menschen in ihrer begrenzten Wahrnehmungsf&#228;higkeit k&#246;nnen nur einen Schatten der gegenst&#228;ndlichen Welt erkennen, das wahre Seiende bleibt ihren Blicken verschlossen. Die Menschen sind aber aufgefordert, sich nicht auf das mit ihren Sinnen Wahrnehmbare ihrer weltlichen Umgebung zu beschr&#228;nken, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-size: large;">&#8220;Schattenspiel&#8221;, Installation, 2002 bis 2009</span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-9774" title="l1010978-a-s-a-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1010978-a-s-a-430.jpg" alt="l1010978-a-s-a-430" width="430" height="653" /></p>
<p><span style="font-size: medium;">Nat&#252;rlich denken wir bei Hans-Peter Feldmanns Arbeit sofort an Platons H&#246;hlengleichnis: Die Menschen in ihrer begrenzten Wahrnehmungsf&#228;higkeit k&#246;nnen nur einen Schatten der gegenst&#228;ndlichen Welt erkennen, das wahre Seiende bleibt ihren Blicken verschlossen. Die Menschen sind aber aufgefordert, sich nicht auf das mit ihren Sinnen Wahrnehmbare ihrer weltlichen Umgebung zu beschr&#228;nken, sondern das dahinter stehende Verborgene zu ergr&#252;nden.</span></p>
<p><span style="font-size: medium;">Feldmann baut in Venedig eine Reihe mit kleinen, motorisch angetriebenen Karussells, auf denen er zahlreiche Gegenst&#228;nde und Figuren in Spielzeuggr&#246;sse installiert. Lichtstarke Lampen beleuchten die sich langsam drehenden Karussells und werfen die Schatten der Figuren auf die dahinter stehende Wand. Die projizierten, &#252;ber die Wandfl&#228;che gleitenden Schatten &#252;berschneiden sich gem&#228;ss den Rotationen der Karussellscheiben und bilden ein st&#228;ndig wechselndes, in jedem Augenblick einzigartiges, sich niemals wiederholendes Ganzes.</span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-9856" title="l1001978-a-s-650" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001978-a-s-650.jpg" alt="l1001978-a-s-650" width="650" height="396" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10103" title="l1001979-s-650" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001979-s-650.jpg" alt="l1001979-s-650" width="650" height="421" /></p>
<p><span style="font-size: medium;">Feldmann hat, teils aus seinen fr&#252;heren umfangreichen Sammelsurien, vielerlei Gegenst&#228;nde und Ger&#228;tschaften des h&#228;uslichen und allt&#228;glichen Lebens zusammengestellt, allerlei Puppen und Tiere, geschnitztes Kunsthandwerkliches und Plastikkitsch, Spielzeug wie Teile von Modelleisenbahnanlagen, Pistolen, Skelette und Pizzaverpackungen, Trinkflaschen, Blument&#246;pfchen und farbenfrohen Nippes. Unsere Welt eben, einschliesslich Mineralwasser und Nahrungsmitteln. Alles dreht sich auf den Karussellfl&#228;chen im Kreis.</span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-9858" title="l1001981-s-650" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001981-s-650.jpg" alt="l1001981-s-650" width="650" height="421" /></p>
<p><span style="font-size: medium;">Der Betrachter sieht die Karussells wie auf einer B&#252;hne vor sich und zugleich das geisterhaft anmutende Schattenspiel an der Wand. Die Gegenst&#228;ndlichkeit der realen Welt wird in b&#252;hnenhaftem Spielzeugformat gebrochen und ein weiteres Mal in ihrer Projektion. Die Schattenbilder flackern und gaukeln, wir erinnern uns der &#8220;schwankenden Gestalten&#8221; in Goethes &#8220;Faust&#8221;. Im Taumel verm&#228;hlen sich die Figuren. Der gespenstische Reigen ger&#228;t zum Totentanz, wenn der Knochenmann die Hand reicht.</span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10104" title="l1001984-s-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001984-s-430.jpg" alt="l1001984-s-430" width="430" height="644" /></p>
<p><span style="font-size: medium;">Hans-Peter Feldmann, 1941 in D&#252;sseldorf geboren, wo er bis heute lebt und arbeitet, gab 1968 die Malerei auf und wandte sich der konzeptuellen Fotografie zu. Er setzte sich kritisch mit Walter Benjamin (&#8220;Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit&#8221;), der Thematik von Original und allgegenw&#228;rtiger M&#246;glichkeit zu dessen Reproduktion auseinander. 1980 zog er sich g&#228;nzlich von der Kunst zur&#252;ck, wandte sich jedoch 1986 erneut der Fotografie zu. Immer wieder ging es ihm dabei um eine Art kollektiven Bildged&#228;chtnisses, um die Wahrnehmung der gegenst&#228;ndlichen Umgebung mittels der Fotografie.</span></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10105" title="l1001985-s-650" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001985-s-650.jpg" alt="l1001985-s-650" width="650" height="434" /></p>
<p><span style="font-size: medium;"><em>(Installation © Hans-Peter Feldmann; </em></span><br />
<span style="font-size: medium;"><em>Fotos: FeuilletonFrankfurt)</em><br />
</span></p>
]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>53. Biennale Arte Venedig 2009 (12) &#8211; Der Alptraumgarten der Nathalie Djurberg</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2009/09/17/53-biennale-arte-venedig-2009-12-der-alptraumgarten-der-nathalie-djurberg/</link>
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		<pubDate>Thu, 17 Sep 2009 07:32:29 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biennale Arte Venedig 2009 / 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie erhielt den Silbernen L&#246;wen der diesj&#228;hrigen Biennale Arte als beste Nachwuchsk&#252;nstlerin: die 1978 in Lysekil geborene schwedische K&#252;nstlerin Nathalie Djurberg. Der Titel ihrer Arbeit: &#8220;Experimentet&#8221;. Djurberg studierte von 1994 bis 2002 in G&#246;teborg an der Folkuniversitetet und der Hovedskous Art School, ferner an der Malm&#246; Art Academy. Sie stellte neben Malm&#246; und Stockholm in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-10317" title="l1002015-4301" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002015-4301.jpg" alt="l1002015-4301" width="430" height="402" /></p>
<p>Sie erhielt den Silbernen L&#246;wen der diesj&#228;hrigen Biennale Arte als beste Nachwuchsk&#252;nstlerin: die 1978 in Lysekil geborene schwedische K&#252;nstlerin Nathalie Djurberg. Der Titel ihrer Arbeit: &#8220;Experimentet&#8221;.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10313" title="l1002002-k-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002002-k-430.jpg" alt="l1002002-k-430" width="430" height="296" /></p>
<p>Djurberg studierte von 1994 bis 2002 in G&#246;teborg an der Folkuniversitetet und der Hovedskous Art School, ferner an der Malm&#246; Art Academy. Sie stellte neben Malm&#246; und Stockholm in Athen, Basel, Berlin, Bilbao, Br&#252;ssel, Budapest, Duisburg, Honolulu, Houston, London, Los Angeles, Mailand, New York, Philadelphia, Rom, Santa Monica, Tallin, Wien und Winterthur aus. Die K&#252;nstlerin lebt und arbeitet in Berlin.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10318" title="l1001996-k-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001996-k-430.jpg" alt="l1001996-k-430" width="430" height="443" /></p>
<p>In Venedig baut Djurberg in einem verdunkelten Raum einen surrealistischen, schw&#252;lstig-wuchernden Garten Eden auf. In dessen Mitte stehen drei Videomonitore. Zu unterschiedlichen Zeiten laufen dort gespenstisch anmutende Knetanimations-Filme (Claymation).</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10311" title="l1001996-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001996-600.jpg" alt="l1001996-600" width="600" height="395" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10315" title="l1002011-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002011-600.jpg" alt="l1002011-600" width="600" height="447" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10316" title="l1002013-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002013-600.jpg" alt="l1002013-600" width="600" height="446" /></p>
<p>Die grotesk gestalteten Figuren treten aus dem Dunkel hervor, haschen und jagen sich, treiben satanische, orgiastische, perverse Satyr-Spiele. Leben und Tod, Macht, Brutalit&#228;t und Sadismus, Erotik, Sex und Gewalt, aber auch Liebe und Verletzlichkeit sind die Themen der K&#252;nstlerin.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10308" title="l1001990-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001990-430.jpg" alt="l1001990-430" width="430" height="311" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-10306" title="l1001006-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001006-430.jpg" alt="l1001006-430" width="430" height="324" /><br />
<img class="alignnone size-full wp-image-10307" title="l1001989-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001989-430.jpg" alt="l1001989-430" width="430" height="318" /></p>
<p>Djurbergs Claymation-Arbeiten &#8211; es handelt sich um Einzelbild-Aufnahmen in Stop-Motion-Technik &#8211; sind sehr aufwendig und arbeitsintensiv. Alles ist handgefertigt: die Plastilin-Figuren, die Per&#252;cken, die Bekleidung, die Landschaften und Dekorationen. Die Filme sind mit einer aufw&#252;hlenden Lautgestaltung, komponiert von Hans Berg, akustisch untermalt.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10314" title="l1002004-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002004-600.jpg" alt="l1002004-600" width="600" height="444" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10310" title="l1001994-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001994-600.jpg" alt="l1001994-600" width="600" height="452" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10309" title="l1001992-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001992-600.jpg" alt="l1001992-600" width="600" height="459" /></p>
<p>&#8220;Meine Arbeit bezieht sich&#8221;, schrieb Djurberg 2007 im <a href="http://www.artnet.de/magazine_de/features/quest/quest03-08-07.asp">artnet</a> Questionnaire, &#8220;auf Situationen aus dem Alltag, auf Situationen, die ausser Kontrolle geraten. Ich interessiere mich f&#252;r zwischenmenschliche Beziehungen, besonders dann, wenn sie eine politische Dimension haben. Indem eine Situation Gegenstand der Kunst wird, kann diese politisiert werden, sie wird symbolisch.&#8221;</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-10312" title="l1001999-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001999-600.jpg" alt="l1001999-600" width="600" height="392" /></p>
<p><em>(Installation © Nathalie Djurberg; Fotos: FeuilletonFrankfurt)</em></p>
<p><em><br />
</em></p>
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		<title>53. Biennale Arte Venedig 2009 (2) &#8211; John Baldessari</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2009/06/24/53-biennale-arte-venedig-2009-2-john-baldessari/</link>
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		<pubDate>Wed, 24 Jun 2009 17:49:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biennale Arte Venedig 2009 / 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Empfang in Venedig: Das Statement von John Baldessari am Canal Grande (Fotos: FeuilletonFrankfurt) John Baldessari, geboren 1931, US-amerikanischer K&#252;nstler, wichtigster gegenw&#228;rtiger Vertreter der Konzept- und Medienkunst, ausgezeichnet f&#252;r sein Lebenswerk mit dem Goldenen L&#246;wen der Biennale 2009]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-8429" title="l1001724-450" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001724-450.jpg" alt="l1001724-450" width="450" height="390" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-8430" title="l1002092-450" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002092-450.jpg" alt="l1002092-450" width="450" height="292" /></p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-8431" title="l1002092-a-450" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002092-a-450.jpg" alt="l1002092-a-450" width="450" height="225" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><em>Empfang in Venedig: Das Statement von John Baldessari am Canal Grande (Fotos: FeuilletonFrankfurt)</em></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">John Baldessari, geboren 1931, US-amerikanischer K&#252;nstler, wichtigster gegenw&#228;rtiger Vertreter der Konzept- und Medienkunst, ausgezeichnet f&#252;r sein Lebenswerk mit dem Goldenen L&#246;wen der Biennale 2009</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><br />
</span></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>53. Biennale Arte Venedig 2009 (3) &#8211; Die Cafeteria von Tobias Rehberger</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2009/06/26/53-biennale-arte-venedig-2009-3-die-cafeteria-von-tobias-rehberger/</link>
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		<pubDate>Fri, 26 Jun 2009 11:19:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biennale Arte Venedig 2009 / 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Sie ist der Hingucker der diesj&#228;hrigen Biennale Arte: die Cafeteria im Palazzo delle Esposizioni. Ihr Sch&#246;pfer: Tobias Rehberger, Professor und Prorektor der Staatlichen Hochschule f&#252;r Bildende K&#252;nste Frankfurt am Main (St&#228;delschule). Er erhielt den Goldenen L&#246;wen der Biennale 2009 als bester K&#252;nstler. Der Titel seiner Arbeit: &#8220;Was du liebst, bringt dich auch zum Weinen&#8221;. Obwohl [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-8443" title="l1001796-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001796-430.jpg" alt="l1001796-430" width="430" height="644" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Sie ist der Hingucker der diesj&#228;hrigen Biennale Arte: die Cafeteria im Palazzo delle Esposizioni.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-8444" title="l1001797-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001797-430.jpg" alt="l1001797-430" width="430" height="644" /></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Ihr Sch&#246;pfer: Tobias Rehberger, Professor und Prorektor der Staatlichen Hochschule f&#252;r Bildende K&#252;nste Frankfurt am Main (St&#228;delschule). Er erhielt den Goldenen L&#246;wen der Biennale 2009 als bester K&#252;nstler.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Der Titel seiner Arbeit: &#8220;Was du liebst, bringt dich auch zum Weinen&#8221;.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-8446" title="l1001791-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001791-430.jpg" alt="l1001791-430" width="430" height="287" /></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Obwohl &#8220;vorgewarnt&#8221;, sind wir verbl&#252;fft: Zumindest beim ersten Betreten der Cafeteria und ihres Vorraums verlieren wir f&#252;r Sekunden die Orientierung, suchen nach der Grenze zwischen den W&#228;nden und dem sicheren Halt gew&#228;hrenden  Grund, erkunden wir, wo und wie wir uns fortbewegen k&#246;nnen oder sollen, wo wir uns eventuell hinsetzen k&#246;nnten oder wo der Schein einer Sitzgelegenheit tr&#252;gt.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-8445" title="l1002022-a-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002022-a-430.jpg" alt="l1002022-a-430" width="430" height="628" /></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Ist hier tats&#228;chlich die Theke mit den Speisen und Getr&#228;nken? Dahinter Spiegel, die uns zum Opfer des Verwirrspiels machen. Ob Sie wohl, liebe Leserinnen und Leser, den Fotografen entdecken?</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-8497" title="l1001792-a-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001792-a-430.jpg" alt="l1001792-a-430" width="430" height="628" /></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Im Rahmen des Mottos der diesj&#228;hrigen Biennale &#8220;Welten machen&#8221; schafft Rehberger eine Verfremdungs- und Verwirrlandschaft zwischen dem Mobilen und dem Immobilen. Zebrastreifen durchkreuzen schwarze und weisse Wand- und Bodenfl&#228;chen, stehen in einem Dialog mit den Neon-Farben, vorzugsweise Orange, T&#252;rkis und Gelb, des Mobiliars und paravent&#228;hnlicher Raumelemente. Der Raum wiederum bricht sich in hundertfach geknickten und gefalteten Spiegelfl&#228;chen.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-8498" title="l1002020-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002020-600.jpg" alt="l1002020-600" width="600" height="400" /></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Der 1966 in Esslingen geborene Tobias Rehberger, Sch&#252;ler der Professoren Thomas Bayrle und Martin Kippenberger, ist von Hause aus Bildhauer. Dem breiteren Publikum bekannt wurde er vor allem durch seine raumgreifenden Gross-Installationen. Seinen Arbeiten eignet zumeist eine Verschr&#228;nkung zwischen Skulptur und Architektur, Malerei und Design. Bereits als Kunststudent machte er 1990 mit einer ersten gr&#246;sseren, &#246;ffentlich ausgestellten Arbeit im Bonner Kunstverein auf sich aufmerksam.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-8500" title="l1002019-a-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002019-a-600.jpg" alt="l1002019-a-600" width="600" height="416" /></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-8499" title="l1001790-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001790-600.jpg" alt="l1001790-600" width="600" height="400" /></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><em>(Installation © Tobias Rehberger; Fotos: FeuilletonFrankfurt)</em></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><em><br />
</em></span></span></p>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>53. Biennale Arte Venedig 2009 (4) &#8211; Tomas Saraceno und sein Spinnennetz-Kosmos</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2009/06/28/53-biennale-arte-venedig-2009-4-tomas-saraceno-und-sein-spinnennetz-kosmos/</link>
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		<pubDate>Sun, 28 Jun 2009 16:30:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biennale Arte Venedig 2009 / 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Es bedarf nur weniger Schritte, und wir sind bereits mittendrin: in Tomás Saracenos Netzwerk, das er in einer der zentralen Hallen des Palazzo delle Esposizioni aufspannt. Nun, wir gehen vorsichtig einige Schritte hinein in den von elastischen Seilen durchzogenen Raum, weichen den Strippen so gut es geht aus, vermeiden es auch, auf die durchaus stabilen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-8538" title="l1001782-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001782-430.jpg" alt="l1001782-430" width="430" height="644" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Es bedarf nur weniger Schritte, und wir sind bereits mittendrin: in Tomás Saracenos Netzwerk, das er in einer der zentralen Hallen des Palazzo delle Esposizioni aufspannt. Nun, wir gehen vorsichtig einige Schritte hinein in den von elastischen Seilen durchzogenen Raum, weichen den Strippen so gut es geht aus, vermeiden es auch, auf die durchaus stabilen Verankerungspunkte am Boden zu treten, schauen uns um und bemerken &#252;berrascht, wie weit wir uns bereits in die Gefangenschaft der vom K&#252;nstler gesponnenen Verstrickungen begeben haben.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-8539" title="l1001974-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001974-430.jpg" alt="l1001974-430" width="430" height="654" /></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Mal hell und licht, mal dunkel und bedrohlich wirken die Spinnennetzkugeln, phantasievolle Galaxien, die vor und &#252;ber uns schweben, uns in Bodenn&#228;he den Weg versperren.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-8543" title="l1001781-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001781-600.jpg" alt="l1001781-600" width="600" height="400" /></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-8542" title="l1001778-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001778-600.jpg" alt="l1001778-600" width="600" height="408" /></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Je tiefer wir in diese Welt eindringen, desto beschwerlicher gestaltet sich das Vorankommen. Wir m&#252;ssen, ob wir wollen oder nicht, die Spinnenseile ber&#252;hren. Welche Impulse l&#246;sen wir jetzt aus? Sind es die Signal- und Fangseile eines geheimnisvollen, alles verschlingenden Wesens, rast in den n&#228;chsten Sekunden ein riesenspinnengleiches Etwas auf uns zu? Wie schnell k&#246;nnten wir, ohne &#252;ber die gefangennehmenden Schn&#252;re zu stolpern, zu fallen, den rettenden Ausgang erreichen?</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-8544" title="l1001975-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001975-600.jpg" alt="l1001975-600" width="600" height="394" /></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Nun will uns Saraceno in seiner Arbeit &#8220;Galaxies Forming along Filaments, like Droplets along the Strands of a Spider&#8217;s Web&#8221; f&#252;r die aktuelle Biennale nicht mit einer Schwarzen Witwe im Riesenformat bedrohen. Vielmehr untersucht er, vor allem unter dem Aspekt innovativer und futuristischer Architektur, die M&#246;glichkeiten neue R&#228;ume konstituierender architektonischer Strukturen. Dabei interessiert ihn, wie spinnennetz&#228;hnliche Konstruktionen unter Nutzung geometrischer Muster und Strukturen hohe Gewichte zu tragen in der Lage sind.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-8541" title="l1001777-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001777-600.jpg" alt="l1001777-600" width="600" height="389" /></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Tomás Sarazeno, 1973 in Tucumán, Argentinien geboren, studierte Kunst und Architektur in Buenos Aires, zuletzt an der Escuela Superior de Bellas Artes Ernesto de la Carcova. Von 2001 bis 2003 setzte er seine Studien an der Staatlichen Hochschule f&#252;r Bildende K&#252;nste (St&#228;delschule) in Frankfurt am Main fort. Der K&#252;nstler lebt und arbeitet auch heute in dieser Stadt.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Saraceno stellte vielfach weltweit aus, in Deutschland vor allem in Berlin. Dem Frankfurter Publikum wurde er durch seine Ausstellungen im dortigen Kunstverein, im Portikus und in der St&#228;delschule sowie im atelierfrankfurt bekannt.</span></span></p>
<p><em><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">(Installation © Tomás Saraceno; Fotos: FeuilletonFrankfurt)</span></span></em></p>
<p><em><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><br />
</span></span></em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>53. Biennale Arte Venedig 2009 (5) &#8211; Die Komoren und Monsieur Pinault</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Jul 2009 06:25:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biennale Arte Venedig 2009 / 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Einen nationalen Pavillon zur Biennale hat sie nicht: die Union der Komoren im Indischen Ozean. Kein Wunder bei einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von gut 800 US-Dollar (Deutschland rund 45.000). Und dennoch ist der f&#246;derale Inselstaat bei all seiner Armut zum ersten Mal bei einer Biennale in Venedig vertreten. Kuratiert von Wahidat Hassane verankerten der italienische [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img class="alignnone size-full wp-image-8636" title="l1002075-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002075-430.jpg" alt="l1002075-430" width="430" height="342" /></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Einen nationalen Pavillon zur Biennale hat sie nicht: die Union der Komoren im Indischen Ozean. Kein Wunder bei einem Bruttoinlandsprodukt pro Kopf von gut 800 US-Dollar (Deutschland rund 45.000). Und dennoch ist der f&#246;derale Inselstaat bei all seiner Armut zum ersten Mal bei einer Biennale in Venedig vertreten.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Kuratiert von Wahidat Hassane verankerten der italienische K&#252;nstler Paolo W. Tamburella und f&#252;nf komorische Dockarbeiter am Ufer der Bacino di San Marco, am Eingang zu dem Pavillon-Park der Giardini Pubblici, ein im Hafen der Komoren-Hauptstadt Moroni verlassenes Djahazi-Boot. Beladen ist es mit einem braun angestrichenen Container. Dieser tr&#228;gt zu beiden Seiten die Aufschrift &#8220;CAPITAL FORWARDING SOLUTIONS&#8221;.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8647" title="l1002076-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002076-430.jpg" alt="l1002076-430" width="430" height="287" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Das erb&#228;rmliche Boot &#8211; einst tats&#228;chlich zum Transport von Lasten bis hin zu Containern im Hafen von Moroni eingesetzt &#8211; d&#252;mpelt im an dieser Stelle brackigen, veralgten Uferwasser, umgeben von manchem Plastikunrat. Am Kai wurde ein Lattenger&#252;st aus rohem Holz installiert, zur Lagunenseite hin geneigt. Es signalisiert Abwehr.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8648" title="l1001804-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001804-430.jpg" alt="l1001804-430" width="430" height="285" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Der 1973 in Rom geborene Paolo W. Tamburella lebt und arbeitet dortselbst und in New York. Er befasst sich mit Fragen der <a href="http://www.erhard-metz.de/2009/05/31/the-making-of-art-das-kunstmachen-in-der-schirn-kunsthalle-frankfurt/">Globalisierung</a> und postkolonialer Verh&#228;ltnisse. Tamburella wurde f&#252;r seine weltweit gezeigten Installationen bekannt. Wahidat Hassane versieht das Amt des Direktors f&#252;r Kultur, Jugend und Sport in der Union der Komoren.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8639" title="l1001899-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001899-600.jpg" alt="l1001899-600" width="600" height="426" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Szenenwechsel:</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Schr&#228;g &#252;ber den Bacino di San Marco hinweg, durchaus noch in Sichtweite zum Djahazi-Boot, vor der m&#228;chtigen Kulisse der Votivkirche Santa Maria della Salute die blendend weisse Fassade der <a href="http://www.erhard-metz.de/2010/08/29/mapping-the-studio-in-venedig-2-punta-della-dogana/">Punta della Dogana</a>. Der franz&#246;sische Luxusmarken-Unternehmer, Kunstsammler und Milliard&#228;r François Pinault liess j&#252;ngst das ehemalige venezianische Zolllager zu seinem zweiten Privatmuseum (neben dem ebenfalls am Canal Grande gelegenen, 2006 renoviert er&#246;ffneten Palazzo Grassi) ausbauen, eigene Yacht-Ankerpl&#228;tze inklusive. Rund 20 Millionen Euro liess er sich den neuen &#8220;Palazzo Prozzo&#8221; (Silke M&#252;ller, stern 25/2009) kosten. Was Pinault an weltweit Teuerstem erwarb und beherbergt, &#252;bersteigt den Geldwert der Baumassnahmen um ein Vielfaches: Andy Warhol und Mark Rothko, <a href="http://www.erhard-metz.de/2008/01/12/maurizio-cattelan-verlaesst-frankfurt/">Maurizio Cattelan</a> und <a href="http://www.erhard-metz.de/2008/10/03/murakami-im-frankfurter-mmk-teil-2/">Takashi Murakami</a>, Jeff Koons und Damien Hirst, um nur einige Namen zu nennen.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8635" title="l1002089-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002089-430.jpg" alt="l1002089-430" width="430" height="614" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Standesgem&#228;sse Wasserfahrzeuge, wenn auch der bescheideneren Art gegen&#252;ber dem, was man sonst so alles in Venedig ankern sehen kann: zu Besuch bei François Pinault. Oder sind es lediglich seine Wassertaxen, mit denen er seine Freunde abholen l&#228;sst?</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8638" title="l1001959-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001959-600.jpg" alt="l1001959-600" width="600" height="400" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Ach ja, CAPITAL FORWARDING SOLUTIONS.<br />
</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>(Fotos: FeuilletonFrankfurt)</em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em><br />
</em></span></p>
]]></content:encoded>
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		<title>53. Biennale Arte Venedig 2009 (6) &#8211; Aleksandra Mir bringt &#8220;Venezia&#8221; in die ganze Welt</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2009/07/03/53-biennale-arte-venedig-2009-6-aleksandra-mir-bringt-venezia-in-die-ganze-welt/</link>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 07:38:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biennale Arte Venedig 2009 / 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Von Publikum vielfach umlagert: die zweiteilige Installation von Aleksandra Mir im Palazzo delle Esposizioni und in den Arsenale (in Frankfurt am Main ist die K&#252;nstlerin durch ihre Ausstellung &#8220;Triumph&#8221; bekannt). St&#228;nder f&#252;r Postkarten, Kartons auf Holzpaletten: gef&#252;llt mit Ansichtskarten, die R&#252;ckseiten mit dem &#252;blichen Blanko-Adressfeld bedruckt, fertig zum Verschicken. Aleksandra Mirs Installation umfasst denn auch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Von Publikum vielfach umlagert: die zweiteilige Installation von <a href="http://www.erhard-metz.de/2009/05/23/triumph-2529-pokale-aleksandra-mir-stellt-sie-in-der-schirn-kunsthalle-aus/">Aleksandra Mir</a> im Palazzo delle Esposizioni und in den Arsenale </span></span><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">(in Frankfurt am Main ist die K&#252;nstlerin durch ihre Ausstellung <a href="http://www.erhard-metz.de/2009/05/23/triumph-2529-pokale-aleksandra-mir-stellt-sie-in-der-schirn-kunsthalle-aus/">&#8220;Triumph&#8221;</a> bekannt)</span></span><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-8704" title="l1001800-4301" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001800-4301.jpg" alt="l1001800-4301" width="430" height="644" /></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">St&#228;nder f&#252;r Postkarten, Kartons auf Holzpaletten: gef&#252;llt mit Ansichtskarten, die R&#252;ckseiten mit dem &#252;blichen Blanko-Adressfeld bedruckt, fertig zum Verschicken. Aleksandra Mirs Installation umfasst denn auch gleich einen echten Briefkasten der Poste Italiane und einen Verkaufsstand f&#252;r Briefmarken auf dem Ausstellungsgel&#228;nde.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-8705" title="l1001840-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1001840-430.jpg" alt="l1001840-430" width="430" height="720" /></span></span></p>
<p style="text-align: left;"><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: large;">&#8220;VENEZIA  (all places contain all others)&#8221;</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">betitelt die K&#252;nstlerin ihre Aktion. 1 Million farbige Bildpostkarten hat sie drucken lassen, von 100 Motiven mit jeweils einer Auflage von 10.000 Exemplaren. Die Postkarten liegen in den St&#228;ndern und Kartons f&#252;r die Dauer der aktuellen Biennale f&#252;r die Besucher </span></span><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">zur kostenfreien Entnahme </span></span><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">aus. Ein jeder kann so viele Karten mitnehmen, wie er m&#246;chte.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-8711" title="l1002195-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002195-430.jpg" alt="l1002195-430" width="430" height="598" /></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: small;"><em>(Aleksandra Mir, Venezia, Digital Vision, Getty Images)</em></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Aber was sind das f&#252;r seltsame Ansichtskarten? Da stimmt doch etwas nicht. Die Motive der Karten tragen zwar alle die Aufschrift &#8220;Venezia&#8221;. Aber was hat das, was da zu sehen ist, mit Venedig zu tun?</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Alle 100 Motive zeigen Situationen, die mit Wasser zu tun haben. Alle Wasser dieser Erdkugel h&#228;ngen in vielerlei Weise miteinander zusammen, stehen untereinander in einem weltumspannenden Konnex. So sind auch die Kan&#228;le Venedigs, selbst wo dies nicht unmittelbar der Fall ist, doch mittelbar &#252;ber den irdischen Wasserkreislauf aus Verdunstung und Regen mit allen Meeren, mit allen Fl&#252;ssen, B&#228;chen, Seen und Teichen in allen Kontinenten verbunden.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-8712" title="l1002196-600" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002196-600.jpg" alt="l1002196-600" width="600" height="424" /></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: small;"><em>(Aleksandra Mir, Venezia, Andy Sotiriou/Photodisc, Getty Images)</em></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Venedig ist, so die K&#252;nstlerin, in allen Regentropfen, in allen Wassermolek&#252;len pr&#228;sent. Die miteinander verbundenen Wasserwege sind uns ein Gleichnis f&#252;r die Globalisierung.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Die Verflechtung der Wasserfl&#228;chen und -wege symbolisiert weltweite Mobilit&#228;t, sie steht, so Aleksandra Mir weiter, f&#252;r die Erosion des Nationalstaatlichen, aus der eine neue weltweite kulturelle Identit&#228;t erw&#228;chst.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-8713" title="l1002197-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002197-430.jpg" alt="l1002197-430" width="430" height="613" /></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: small;"><em>(Aleksandra Mir, Venezia, George Doyle/Stockbyte, Getty Images)</em></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Wir haben aus den 100 Motiven auch solche ausgew&#228;hlt, die uns zugleich als ein Menetekel erscheinen: beispielsweise die Bedrohung der Meere durch Ausbeutung unterseeischer Ressourssen, </span></span><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">die Zerschneidung und Zerst&#246;rung der Umwelt durch gigantische Verkehrswegeschneisen, </span></span><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">die Gef&#228;hrdung und Verletzung der Natur durch aggressives Freizeitverhalten.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><img class="alignnone size-full wp-image-8714" title="l1002198-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002198-430.jpg" alt="l1002198-430" width="430" height="308" /></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: small;"><em>(Aleksandra Mir, Venezia, Karl Weatherly/Photodisc, Getty Images)</em></span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;">Mit ihrer Aktion schreibt Aleksandra Mir den Besuchern der Biennale in Venedig eine aktive und fundamentale Rolle zu: die Million Postkarten in alle Welt zu verschicken, damit das Kunstwerk seine globale Wirkung entfalten und sich auf diese Weise vollenden kann.</span></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><span style="font-size: medium;"><em>Fotos: FeuilletonFrankfurt</em></span></span></p>
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		<title>53. Biennale Arte Venedig 2009 (7) &#8211; Elmgreen &amp; Dragset und der Tote im Pool</title>
		<link>http://erhard-metz.de/2009/07/09/53-biennale-arte-venedig-2009-7-elmgreen-dragset-und-der-tote-im-pool/</link>
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		<pubDate>Thu, 09 Jul 2009 15:59:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Erhard Metz</dc:creator>
				<category><![CDATA[Biennale Arte Venedig 2009 / 2011]]></category>
		<category><![CDATA[Bildende Künste: Malerei, Bildhauerei, Fotografie, Objektkunst]]></category>

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		<description><![CDATA[Wohl das meistfotografierte Motiv der diesj&#228;hrigen Biennale: Eine riesige Bungalow-Villa, davor ein Gartenschwimmbad, darin ein Toter. Korrekte Kleidung: schwarze Hose und weisses Hemd, jedoch Hosenbeine und &#196;rmel aufgekrempelt, dunkle Socken und schwarze Schuhe am Beckenrand geordnet abgelegt. Der Tote treibt b&#228;uchlings auf dem Wasser, die Arme &#252;ber den Kopf erhoben, eine hilflose, fast flehentliche Geb&#228;rde. [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="font-family: Arial;">Wohl das meistfotografierte Motiv der diesj&#228;hrigen Biennale:</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8671" title="l1002036-430" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002036-430.jpg" alt="l1002036-430" width="430" height="594" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Eine riesige Bungalow-Villa, davor ein Gartenschwimmbad, darin ein Toter. Korrekte Kleidung: schwarze Hose und weisses Hemd, jedoch Hosenbeine und &#196;rmel aufgekrempelt, dunkle Socken und schwarze Schuhe am Beckenrand geordnet abgelegt. Der Tote treibt b&#228;uchlings auf dem Wasser, die Arme &#252;ber den Kopf erhoben, eine hilflose, fast flehentliche Geb&#228;rde. Oder eine ins Groteske &#252;berh&#246;hte Karikatur?</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">&#8220;Tod in Venedig&#8221;? Nun, so respektlos wollen wir mit Thomas Manns Meisterwerk nicht umgehen.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Aber ein Zeichen unserer Zeit, ein Zeichen der Finanz- und Wirtschaftskrise k&#246;nnte es schon sein: Freitod eines gescheiterten B&#246;rsenspekulanten? Eines bankrotten Investmentbankers? Oder steckt nicht gar die Kunst, zumindest der <a href="http://www.erhard-metz.de/2009/05/31/the-making-of-art-das-kunstmachen-in-der-schirn-kunsthalle-frankfurt/">Kunstbetrieb</a> in der Krise? Also der Freitod eines Kunsth&#228;ndlers, der seine &#8220;Blue chips&#8221; nicht mehr an den millionenschweren Mann bringen kann? Eines Galeristen, der sich an dem, was er f&#252;r markttr&#228;chtige Kunst hielt, verhoben hat?</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><a href="http://www.erhard-metz.de/2009/07/10/53-biennale-arte-venedig-2009-8-elmgreen-dragset-ein-riss-durch-die-welt/">Michael Elmgreen und Ingar Dragset</a> inszenieren den Tod im Pool als Teil einer Gemeinschaftsausstellung im <a href="http://www.erhard-metz.de/2009/07/10/53-biennale-arte-venedig-2009-8-elmgreen-dragset-ein-riss-durch-die-welt/">Pavillon D&#228;nemarks</a> sowie im benachbarten Pavillon der drei nordischen L&#228;nder Finnland, Norwegen und Schweden. &#8220;The Collectors&#8221; lautet beziehungsreich ihr Titel. Und wir d&#252;rfen daher etwas sicherer in der Annahme gehen, dass es dem K&#252;nstler-Duo durchaus um zeitgen&#246;ssische kulturell-&#246;konomische Ph&#228;nomene geht.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8777" title="l1002041-650" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002041-650.jpg" alt="l1002041-650" width="650" height="468" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8778" title="l1002044-650" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/l1002044-650.jpg" alt="l1002044-650" width="650" height="445" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Elmgreen &amp; Dragset &#8211; die beiden treten mit dem Firmen-&#8221;&amp;&#8221; auf &#8211; verwandelten in Kooperation mit 24 K&#252;nstlern, Designern und entsprechenden Kollektiven den nordischen Pavillon in den Luxusbungalow eines homosexuellen Kunstsammlers. Eine grossz&#252;gige Wohnlandschaft ist ebenso wie eine Schlaflandschaft in die um einige Stufen erh&#246;hte Hauptgeb&#228;udeebene eingesenkt. Eine futuristische K&#252;cheneinrichtung beschr&#228;nkt sich auf das Notwendigste. Daf&#252;r zieren verschiedene Kunstwerke meist homoerotischen Sujets den Raum und die W&#228;nde.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Auf dem Schreibtisch des verlassenen Grossraums eine Ablage, gef&#252;llt mit zahlreichen Kopien dieses Blattes: der Entwurf eines Plots, Titel: Der erotische Autor, eine autobiografische Novelle.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><img class="alignnone size-full wp-image-8783" title="scan-the-erotic-writer-650" src="http://erhard-metz.de/wp-content/uploads/scan-the-erotic-writer-650.jpg" alt="scan-the-erotic-writer-650" width="650" height="864" /></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Der Tote im Pool: Ein Ende im hedonistischen &#220;berdruss, in der Apokalypse der Dekadenz, im &#8211; purgatorischen? &#8211; Freitod. Menetekel? Vision? Ach ja, wir befinden uns ja auf der Biennale 2009 in Venedig, mitten im alleraktuellsten Kunstbetrieb (w&#228;re da nicht noch der einw&#246;chig zeitgleiche Messe-Markt der Art Basel).</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;">Michael Elmgreen und Ingar Dragset, ersterer in D&#228;nemark, letzterer in Norwegen geboren, leben und arbeiten in Berlin, seit 1995 in einer k&#252;nstlerischen Kooperation. Das Duo Elmgreen &amp; Dragset, weltweit bekannt f&#252;r seine Installationen und Performances, entwarf das &#8220;Denkmal f&#252;r die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen&#8221;, das im Mai 2008 in Berlin, nahe dem &#8220;Denkmal f&#252;r die ermordeten Juden Europas&#8221;, enth&#252;llt wurde.</span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em>(Installationen © Elmgreen &amp; Dragset; Fotos: FeuilletonFrankfurt)</em></span></p>
<p><span style="font-family: Arial;"><em><br />
</em></span></p>
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