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Archive for the 'Biennale Arte Venedig 2009 / 2011' Category

53. Biennale Arte Venedig 2009 (1) – Der Deutsche Pavillon

Dienstag, 23. Juni 2009

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Da steht er also, der Portikus des Deutschen Pavillons in den Giardini Pubblici, mit seinen vier vorgebauten Säulen im Stil der nationalsozialistischen Architektur des Jahres 1938, in welchem der Bau seine heutige Gestalt erhielt: der Pavillon, an dem sich Kurator und Künstler des diesjährigen deutschen Beitrags zur Biennale, Nicolaus Schafhausen und Liam Gillick also, weidlich abarbeiten. Schafhausen würde sogar gerne die Abrissbirne gegen den Pavillon schwingen sehen – da gäbe es denn noch sehr vieles mehr an Nazi-Architektur abzureissen in Deutschland und anderswo, fangen wir gleich mit dem Haus der Kunst in München an und hören bei den als Ministerien genutzten Gebäuden in Berlin – denken wir nur an das riesige vormalige Reichsluftfahrt- und heutige Bundesfinanzministerium – noch lange nicht auf. Und die Bundesregierung brauchte über den Abrissbirnenherstellern gewiss keinen staatswirtschaftlichen Schutzschirm aufzuspannen.

Über das Konzept nationaler Pavillons hinaus missfällt Schafhausen und Gillick auch die übrige repräsentative, palladianischen Proportionen folgende Architektur des Gebäudes mit seiner von einer Apsis abgeschlossenen Zentralhalle und den symmetrisch angelegten Sälen zur Linken und zur Rechten. Nun, es sind Räumlichkeiten, wie man sie seinerzeit für Gemäldeausstellungen konzipiert hatte. Die diesjährige Biennale präsentiert jedoch fast ausschliesslich Installationen und kaum an eine Wand zu Hängendes.

Liam Gillick konterkariert diese Architektur mit seiner Installation, indem er sie mit endlos aneinandergereihten küchenmöbelartigen Einbauten aus powrem Tannenholz durchkreuzt. Sofortige Assoziationen an Billigware für Selbstabholer und Selberschrauber aus dem bekannten Möbelhaus mit den vier grossen Buchstaben lassen sich nicht vermeiden.

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Billigware verhängt auch das Eingangsportal des Pavillons: Fliegenabwehrende Plastikstreifen, wie man sie vor sommerlichen Campingwagentüren und auf Zeltplätzen antrifft.

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Die Arbeit des Künstlers – er betitelt sie “Wie würden Sie sich verhalten? Eine Küchenkatze spricht” – erschliesst sich vornehmlich demjenigen, der seine und des Kurators These nachvollziehen will, der Deutsche Pavillon stelle einen “ideologisch aufgeladenen Ort” dar, oder dem von Gillick höchstselbst vorgetragenen Text folgt, “dass da etwas Böses in dem Gebäude ist”.

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Ja, und da sitzt sie, die Küchenkatze, hoch auf den Schränken, wir werden noch auf sie zurückkommen.

Gillick liess sich für seine Installation durch seine heimische Küche inspirieren, die er als “improvisiertes Studio” nutzt; ferner von der Katze seines Sohnes (Gillick ist mit der anglo-amerikanischen Künstlerin Sarah Morris verheiratet, deren Arbeiten derzeit im Frankfurter Museum für Moderne Kunst gezeigt werden), die – also die Katze natürlich – “stets versuchte, seine Arbeit zu unterbrechen”, wie es im Katalog heisst. Und von der berühmten “Frankfurter Küche” der Architektin Margarete Schütte-Lihotzky.

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“Frankfurter Küche”? 1926 holte der Frankfurter Stadtbaurat Ernst May, der nach dem Ersten Weltkrieg weite Teile der richtungweisenden, heute oft denkmalgeschützten Frankfurter Siedlungsstrukturen für die wohnungsuchende Bevölkerung gestaltete, Margarete Schütte-Lihotzky in das Hochbauamt der Stadt, wo sie den Prototyp der “modernen” Einbauküche entwickelte und rund 10.000 Mal in die kleinen Arbeiterwohnungen der Mayschen Häuser einbauen liess.

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Die Architektin, kämpferische Antifaschistin, verliess Deutschland bereits 1930. Im Jahr 1941 nahm die Gestapo in Wien Schütte-Lihotzky, mittlerweile Mitglied der Österreichischen Kommunistischen Partei KPÖ, fest. Ein Gericht verurteilte sie zu 15 Jahren Zuchthaus. Ende April 1945 befreiten US-Truppen sie aus ihrem Gefängnis im bayerischen Aichach.

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Gillick, “europäischer Sozialist” (der Künstler über sich), hat die “Frankfurter Küche” im Wiener Museum für Angewandte Kunst wiederholt besucht und sich mit ihr auseinandergesetzt. Es gibt sie also, zumindest im Ansatz: eine Beziehung, ja Verbindung der Architektur des Pavillons mit der von Gillick zitierten, jetzt in seiner Arbeit ins Groteske überhöhten Küchenstruktur Schütte-Lihotzkys und dem politischen Leben der Architektin, die nach dem Zweiten Weltkrieg als immer noch bekennende Kommunistin in den westlichen Ländern keine Aufträge mehr erhielt. Erst spät fand ihr schöpferisches Werk einige Anerkennung: 1980 erhielt sie den Architekturpreis der Stadt Wien.

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Die Katze: sie spricht. Das heisst nicht sie, sondern der Künstler Gillick spricht: Seine Stimme verhallt allerdings, vermutlich absichtsvoll, im weiten Zentralraum des ungeliebten Pavillons. Da spielt es denn auch keine Rolle mehr, dass Gillick den Text nur in Englisch vorträgt.  Der Text liegt am Eingang des Pavillons auch in deutscher Sprache aus; die – ausgestopfte – Katze hält das Papier zwischen ihren Zähnen. Leider trifft man den vom Künstler gesprochenen Text auf der Homepage des Deutschen Pavillons ebenfalls nur in Englisch an (Nachtrag 27. Juni: nun, seit kurzem, auch in Deutsch!).

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Gillick erzählt ein in der Zukunft spielendes poesiereiches Märchen von einer sprechenden Katze, einem kleinen Jungen und einem kleinen Mädchen. Die Beziehungen zwischen der Katze, den Kindern und den anderen Menschen, die zunächst “sehr stolz auf ihre sprechende Katze” sind, verändern sich. Die Katze wird husten, lachen und auch weinen, aber auf ihrem Küchenschrank sitzen bleiben. Am Ende wird sie schniefen, und der Atem der Kinder wird ihr nahe sein, aber sie wird ihn nicht stehlen, wie manche Menschen denken. “Es sind Gebäude wie dieses, die den Menschen den Atem stehlen” sagt Gillick.

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An verschiedenen Tagen beobachteten wir, wie sich das Publikum zügig, kaum innehaltend oder fotografierend, durch die blutleer-kühle, eher abweisende Installation bewegte und den Pavillon rasch wieder verliess.

1938, vor 71 Jahren, wurde der Deutsche Pavillon zu seiner heutigen Gestalt umgebaut; 1945, vor 64 Jahren, endete mit dem Zweiten Weltkrieg die nationalsozialistische Gewaltherrschaft. Deutschland und das Bild Deutschlands in der Welt haben sich seither auf das Grundlegendste und Tiefgreifendste verändert. Kann der diesjährige, von Nicolaus Schafhausen kuratierte Beitrag Deutschlands zur Biennale dieser Tatsache gerecht werden?

Gibt es im Jahr 2009 wirklich nichts Wichtigeres in Deutschland, Europa und der Welt, mit dem sich Kuratoren und Künstler auseinandersetzen könnten, als die Architektur dieses Gebäudes? Ja, gibt es. Beispiele dafür folgen in den nächsten Berichten von der diesjährigen Biennale in Venedig.

(Installation: © Liam Gillick; Fotos: FeuilletonFrankfurt)

53. Biennale Arte Venedig 2009 (10) – Haegue Yang: Transparenz und Intimität

Donnerstag, 13. August 2009

Gleich zweimal begegnen wir Haegue Yang auf der diesjährigen Biennale in Venedig – wir kennen die Künstlerin von ihrer Ausstellung im Frankfurter Portikus: Sie repräsentiert ihr Land Korea in dessen nationalem Pavillon in den Giardini Pubblici. Ausserdem zeigt sie weitere Arbeiten in einer eigenen Ausstellung in den Arsenale.

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Der nationale Pavillon Koreas in den Giardini Pubblici

Haegue Yang – in Deutschland tritt sie auch unter dem Namen Heike Jung auf – wurde 1971 in Seoul als Tochter einer Schriftstellerin und eines Journalisten geboren. Sie studierte an der Seoul National University, Fine Arts College, und schloss 1999 ihre künstlerische Ausbildung an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule – in Frankfurt am Main als Meisterschülerin bei Professor Georg Herold ab. Haegue Yang lebt und arbeitet in Seoul und in Berlin.

Die Konzeptkünstlerin bewegt sich zwischen zwei Welten: zwischen der asiatischen und der europäischen, zwischen Korea und  Deutschland. Am liebsten jedoch ist sie rund um den Globus unterwegs. Ihre zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen führten sie in fast alle Erdteile. Im vergangenen Jahr zeigte sie Arbeiten ausser in Frankfurt am Main und in Hamburg in Bilbao, London und Los Angeles. Neben der Biennale Venedig steht in diesem Jahr das Walker Art Center in Minneapolis / Minnesota auf dem Plan. Für 2010 bereitet sie Ausstellungen in Seoul, Singapur und Wien vor.

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Transparenz und Intimität, Öffentlichkeit und Privatheit: Lamellen im koreanischen Pavillon

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Mitteilung, Wahrnehmung, Kommunikationsstrukturen: Installation im koreanischen Pavillon

Haegue Yang befasst sich mit den Unterschieden in den Kulturen, mit der Sprache und dem Verstehen der Menschen untereinander, mit sichtbaren und unsichtbaren Räumen, den Themen Privatheit und Öffentlichkeit, mit den Gegenständen des Alltagslebens, mit Klassifizierungen und Systemen, mit Standardisierung und Massenproduktion. Sie untersucht, wie Aussagen von deren Empfängern vor dem Hintergrund unterschiedlicher kultureller und individueller Sozialisation empfunden und verstanden, vor allem auch missverstanden werden. Ähnlich wie seinerzeit Marcel Duchamp löst Yang industriell gefertigte, banale Gegenstände aus ihrem funktionalen Zusammenhang heraus und verbringt sie in einem transformationsähnlichen Prozess in einen institutionellen Kunstraum.

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Elektrokabel und Glühbirnen, Kleiderständer, Gestricktes, Küchen- und Alltagsgegenstände, und immer wieder Jalousien: Haegue Yangs Installationsobjekte in den Arsenale

Wir fühlen diesen eigenartigen Zustand zwischen dem Innen und dem Aussen, zwischen räumlicher Geborgenheit und voyeuristischem Durchblick, wenn wir uns in der Lamellenlandschaft der Künstlerin bewegen. Wir folgen den Kabeln ihrer Installationen, die Glühbirne um Glühbirne zum Leuchten bringen, erfahren den bislang nicht wahrgenommenen Formenreichtum mancher Küchengerätschaften, streichen, wenn kein Aufseher hinschaut, mit der Hand über das bunt Gestrickte, empfinden angenehm den kühlenden Luftstrom der Ventilatoren. Und wir werden uns erst spät gewiss, wieviel an Zeit wir mit Haegue Yang verbracht haben.

(Installationen © Haegue Yang; Fotos: FeuilletonFrankfurt)


53. Biennale Arte Venedig 2009 (11) – Das Welttheater des Hans-Peter Feldmann

Donnerstag, 10. September 2009

“Schattenspiel”, Installation, 2002 bis 2009

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Natürlich denken wir bei Hans-Peter Feldmanns Arbeit sofort an Platons Höhlengleichnis: Die Menschen in ihrer begrenzten Wahrnehmungsfähigkeit können nur einen Schatten der gegenständlichen Welt erkennen, das wahre Seiende bleibt ihren Blicken verschlossen. Die Menschen sind aber aufgefordert, sich nicht auf das mit ihren Sinnen Wahrnehmbare ihrer weltlichen Umgebung zu beschränken, sondern das dahinter stehende Verborgene zu ergründen.

Feldmann baut in Venedig eine Reihe mit kleinen, motorisch angetriebenen Karussells, auf denen er zahlreiche Gegenstände und Figuren in Spielzeuggrösse installiert. Lichtstarke Lampen beleuchten die sich langsam drehenden Karussells und werfen die Schatten der Figuren auf die dahinter stehende Wand. Die projizierten, über die Wandfläche gleitenden Schatten überschneiden sich gemäss den Rotationen der Karussellscheiben und bilden ein ständig wechselndes, in jedem Augenblick einzigartiges, sich niemals wiederholendes Ganzes.

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Feldmann hat, teils aus seinen früheren umfangreichen Sammelsurien, vielerlei Gegenstände und Gerätschaften des häuslichen und alltäglichen Lebens zusammengestellt, allerlei Puppen und Tiere, geschnitztes Kunsthandwerkliches und Plastikkitsch, Spielzeug wie Teile von Modelleisenbahnanlagen, Pistolen, Skelette und Pizzaverpackungen, Trinkflaschen, Blumentöpfchen und farbenfrohen Nippes. Unsere Welt eben, einschliesslich Mineralwasser und Nahrungsmitteln. Alles dreht sich auf den Karussellflächen im Kreis.

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Der Betrachter sieht die Karussells wie auf einer Bühne vor sich und zugleich das geisterhaft anmutende Schattenspiel an der Wand. Die Gegenständlichkeit der realen Welt wird in bühnenhaftem Spielzeugformat gebrochen und ein weiteres Mal in ihrer Projektion. Die Schattenbilder flackern und gaukeln, wir erinnern uns der “schwankenden Gestalten” in Goethes “Faust”. Im Taumel vermählen sich die Figuren. Der gespenstische Reigen gerät zum Totentanz, wenn der Knochenmann die Hand reicht.

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Hans-Peter Feldmann, 1941 in Düsseldorf geboren, wo er bis heute lebt und arbeitet, gab 1968 die Malerei auf und wandte sich der konzeptuellen Fotografie zu. Er setzte sich kritisch mit Walter Benjamin (“Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit”), der Thematik von Original und allgegenwärtiger Möglichkeit zu dessen Reproduktion auseinander. 1980 zog er sich gänzlich von der Kunst zurück, wandte sich jedoch 1986 erneut der Fotografie zu. Immer wieder ging es ihm dabei um eine Art kollektiven Bildgedächtnisses, um die Wahrnehmung der gegenständlichen Umgebung mittels der Fotografie.

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(Installation © Hans-Peter Feldmann;
Fotos: FeuilletonFrankfurt)

53. Biennale Arte Venedig 2009 (12) – Der Alptraumgarten der Nathalie Djurberg

Donnerstag, 17. September 2009

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Sie erhielt den Silbernen Löwen der diesjährigen Biennale Arte als beste Nachwuchskünstlerin: die 1978 in Lysekil geborene schwedische Künstlerin Nathalie Djurberg. Der Titel ihrer Arbeit: “Experimentet”.

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Djurberg studierte von 1994 bis 2002 in Göteborg an der Folkuniversitetet und der Hovedskous Art School, ferner an der Malmö Art Academy. Sie stellte neben Malmö und Stockholm in Athen, Basel, Berlin, Bilbao, Brüssel, Budapest, Duisburg, Honolulu, Houston, London, Los Angeles, Mailand, New York, Philadelphia, Rom, Santa Monica, Tallin, Wien und Winterthur aus. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin.

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In Venedig baut Djurberg in einem verdunkelten Raum einen surrealistischen, schwülstig-wuchernden Garten Eden auf. In dessen Mitte stehen drei Videomonitore. Zu unterschiedlichen Zeiten laufen dort gespenstisch anmutende Knetanimations-Filme (Claymation).

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Die grotesk gestalteten Figuren treten aus dem Dunkel hervor, haschen und jagen sich, treiben satanische, orgiastische, perverse Satyr-Spiele. Leben und Tod, Macht, Brutalität und Sadismus, Erotik, Sex und Gewalt, aber auch Liebe und Verletzlichkeit sind die Themen der Künstlerin.

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Djurbergs Claymation-Arbeiten – es handelt sich um Einzelbild-Aufnahmen in Stop-Motion-Technik – sind sehr aufwendig und arbeitsintensiv. Alles ist handgefertigt: die Plastilin-Figuren, die Perücken, die Bekleidung, die Landschaften und Dekorationen. Die Filme sind mit einer aufwühlenden Lautgestaltung, komponiert von Hans Berg, akustisch untermalt.

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“Meine Arbeit bezieht sich”, schrieb Djurberg 2007 im artnet Questionnaire, “auf Situationen aus dem Alltag, auf Situationen, die ausser Kontrolle geraten. Ich interessiere mich für zwischenmenschliche Beziehungen, besonders dann, wenn sie eine politische Dimension haben. Indem eine Situation Gegenstand der Kunst wird, kann diese politisiert werden, sie wird symbolisch.”

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(Installation © Nathalie Djurberg; Fotos: FeuilletonFrankfurt)


53. Biennale Arte Venedig 2009 (2) – John Baldessari

Mittwoch, 24. Juni 2009

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Empfang in Venedig: Das Statement von John Baldessari am Canal Grande (Fotos: FeuilletonFrankfurt)

John Baldessari, geboren 1931, US-amerikanischer Künstler, wichtigster gegenwärtiger Vertreter der Konzept- und Medienkunst, ausgezeichnet für sein Lebenswerk mit dem Goldenen Löwen der Biennale 2009