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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Archive for the 'Aufgespiesst' Category

Der Flug der Kraniche

Montag, 17. November 2008

Vor wenigen Minuten flogen sie über unser Haus, über uns hinweg nach Süden …

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(Bildnachweis: Andreas Trepte wikimedia commons CC)

Nächtlicher Kranichflug im Herbst

Man hört den heis’ren Ruf von ferne
schon lang’ bevor der Schwarm im Keil
sich zeigt am Himmel wie ein Pfeil
und südwärts zieht im Licht der Sterne.

Wie Seelen auf der letzten Reise
zieh’n Schatten hin zum Horizont,
verschwinden in der dunk’len Front.
Ihr rauhes Lied verklingt ganz leise.

Ich möchte folgen ohne Zaudern
und seh’n was hinter’m Dunkel liegt.
Will fühlen wie die Seele fliegt.

Doch bleibt mir nur ein leises Schaudern.
Ob ich noch bin, das weiss ich nicht,
wenn sie nach Norden wieder zieh’n … im hellen Sonnenlicht.

© Kuschelmuschel / keinVerlag.de – das forum für dichter und autoren

Mehr über Kraniche hier

Der raumgreifende ultimative Weihnachtschor oder: Weihnachten schreckt wirklich vor nichts zurück …

Dienstag, 21. Dezember 2010

Nur Mut: einfach hier anklicken …

(beim lahmenden Internet Explorer dann Seite neu laden)

(Quellennachweis: Gif-Paradies + Ghosts of Electricity)

Der Sozialminister, Viagra und die Witwenrenten

Mittwoch, 26. August 2009

Doll, lieber Bundesminister Olaf Scholz, was da alles auf Sie zukommen wird, das heisst, nicht mehr auf  Sie, sondern nach dem 27. September 2009 natürlich auf Ihre Nachfolger im Amt des Bundesministers für Arbeit und Soziales (volksverständlicherweise BMAS abgekürzt), falls es so etwas noch künftig unter Schwarz-Gelb geben sollte.

Was ist los?

Also: Diversen Pressemeldungen zufolge schluckt “mann” in Brasilien zentnerweise Viagra. Was zur Folge hat, dass über 65jährige vermehrt um die 30 Jahre jüngere Frauen heiraten. Was zur Folge hat, dass die entsprechenden Witwen rund 35 Jahre statt – bisherigen Rentenberechnungen folgend – 15 Jahre lang Witwenrenten beziehen werden. Was wiederum zur Folge hat, dass die brasilianische Renterversicherung Pleite gehen wird.

Und wie steht es bei uns? Wird diese Entwicklung auf unser Land überschwappen?

Ja, liebe Olaf Scholz-Nachfolger und -Nachfolgerinnen – da könnten Probleme kommen, nicht wahr?

Macht es da wirklich Spass, die Bundestagswahl zu gewinnen?

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(Comic © Stefan Bayer, Bildnachweis Stefan Bayer /pixelio.de)

Noch ein Schmankerl gefällig?

“Ich muss zugeben, ich hab das Zeug ja auch schon mal genommen. Ich war 4 Stunden und 3 Minuten voll im Einsatz, aber wegen der 3 Minuten mehr hat sich das auch nicht wirklich gelohnt.”

(Otto Waalkes, only otto, Zitat aus wikipedia)


Deutsches Sprak – schweres Sprak

Freitag, 16. Mai 2008

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Tja, was man so an Übersetzungen im Textilbereich finden kann . . .

. . . aufgelesen bei Ute und Christian aus Slowenien.

Deux chevaux – mein schönstes Auto

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Gestern vor 60 Jahren – am 7. Oktober 1948 – erblickte er auf dem Pariser Autosalon das Licht der Welt: der Döschwo.

Eigentlich war er mein schönstes Auto. Genau so sah er aus – leider bereits mit den rechteckigen Scheinwerfern, obwohl ihm zuvor die runden viel besser zu Gesicht gestanden hatten. Dafür waren auch die Sitze orangerot.

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(Foto: Fabien1309 wikimedia commons GFDL)

Nagelneu war er. Ich kreuzte mit ihm durch Frankreich und Spanien, auch über – im wahrsten Sinne – Stock und Stein. Nichts warf ihn aus der Bahn. Über das übelste Dorfstrassenpflaster schwebte er engelsgleich hinweg. Lässig liess man den Arm aus dem Klappfenster baumeln, kräftig strömte der Fahrtwind durch die grosse Luftklappe unter der Frontscheibe, wenn man sie mit dem kernig anzufassenden Schraubrad aufkurbelte, durchaus komfortabel liess sich die Schiebestockschaltung handhaben, und wenn man das Stoffdach aufrollte, sass man fast in einem Cabriolet. Ja und wie herrlich war es, wenn der Beifahrerin der Atem stockte und das Herz stillzustehen drohte, wenn man in 30 und mehr Grad Schräglage durch die Kurve stürmte. Umfallen konnte er eigentlich nicht – aber das wusste sie ja zunächst nicht, und sie glaubte es auch später nicht wirklich.

Wieviele Hektoliter Rotwein, wieviele Kilogramm Baguettebrote ich in ihm transportierte – ich weiss es nicht mehr. Nur einmal, nach einer nebelnassen Nacht am Meer in Bandol, wollte er morgens nicht anspringen. Mit irgendeinem Lappen rieb ich das Motörchen trocken, streichelte es ein wenig  – und schon konnte die Fahrt wieder losgehen.

Ja, ein kleines Stück trauere ich ihm auch heute noch nach.