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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Archive for the 'Aufgespiesst' Category

Bella Italia: Bambini & Cagnolini

Donnerstag, 30. September 2010

Das sieht man so konsequent wohl nur in Bella Italia:

Perfekteste Hochzeits- und Abendgarderoben für die Bambini, für Fünf- bis Zehnjährige. Wir haben sie nicht nur in den Schaufenstern entdeckt, sondern an Sonntagen oder bei Familienfeiern auch im – zugegebenermassen feinen – Hotel, begleitet und behütet von stolzen Eltern und Grosseltern, Tanten und Onkeln.

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Da dürfen die geliebten Cagnolini natürlich nicht nachstehen:

In feschen Jeans-Mäntelchen für die jugendlich-modebewussten Hundedamen und -herren …


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… im erotischen Hundedamen-Negligée, im Macho-Look oder im “Kiss Me” – Anmache-Dress:


Und damit es möglichst keine Verwechslungen gibt: Auf der Cagnolini-Haute-Couture findet sich jeweils der dezente Hinweis “for pets only”. Wird schon seinen Sinn haben …

(Fotos: FeuilletonFrankfurt)

Cornelius I.

Montag, 21. April 2008

Cornelius I. ist ein Spitzmaulnashorn, geboren im Granby Zoo in Granby, Québec, östlich von Montreal. Zwischen 1965 und 1993 war es der designierte Vorsitzende der Rhinoceros Party of Canada, die – als Satire gemeint – gleichwohl eine bemerkenswerte Anzahl von Stimmen bei Wahlen bekam. In manchen Wahlbezirken erreichte die Partei den zweiten Platz und errang bei den Unterhauswahlen 1980 landesweit über 1 Prozent der Stimmen, konnte aber nie einen Kandidaten ins Unterhaus entsenden.

Der Gründer der Partei im Jahre 1963, Jacques Ferron, ein Arzt und Autor aus Québec, der auf seinen Parteivorsitz zugunsten von Cornelius verzichten musste, befand Gemeinsamkeiten zwischen Nashörnern und Politikern: sie seien gleichermassen dickhäutig, gemächlich, trübsinnig, bei Gefahr schnell wie der Teufel und hätten grosse, haarige Hörner mitten im Gesicht.

Aus: Wikipedia – Die freie Enzyklopädie vom 21. April 2008: “Schon gewusst?”

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Albrecht Dürer, Rhinoceros, 1515, Holzschnitt

Das Allerdümmste vom Dümmsten, das heute gedruckt wurde

Dienstag, 4. Januar 2011

Zum aktuellen Dioxin-Futtermittelskandal aus der “Ludwigsburger Kreiszeitung”, verlesen in der Deutschlandfunk-Presseschau am 4. Januar 2011, nach den 7 Uhr – Nachrichten:

“Die Deutschen werden unter anderem deshalb immer älter, weil ihre Lebensmittel weltweit top sind. Was an Rückständen der landwirtschaftlichen Produktion einschliesslich Tierarzneimitteln überhaupt noch gefunden wird, liegt weit unterhalb aller Grenzwerte und ist nur dank immer verfeinerter Analysemethoden überhaupt noch feststellbar. Mit denen kann man sogar ein Stück Würfelzucker im Bodensee nachweisen. Also bloss keine Panik. Niemand wird an einem Dioxin-Ei sterben”.

(Bildnachweis: Maqi, wikimedia commons cc)

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Sonntag, 30. November 2008


Pizzabestellung im Jahr 2015

Kunde:
“Hi, ich möchte etwas bestellen.”

Pizzakurier:
“Kann ich bitte erst Ihre NIDN haben?”

Kunde:
“Meine Nationale ID Nummer, ja, warten Sie, die ist 6102049998-45-54610

Pizzakurier:
“Vielen Dank, Herr Schwardt. Sie wohnen in der Rosenstrasse 25 und Ihre Telefonnummer lautet 89 568 345. Ihre Firmennummer bei der Allianz ist 74523 032 und Ihre Durchwahl ist 56. Von welchem Anschluss aus rufen Sie an?”

Kunde:
Hä? Ich bin zu Hause. Wo haben Sie alle diese Informationen her?”

Pizzakurier:
“Wir sind an das System angeschlossen.”

Kunde: (seufzt)
“Oh, natürlich. Ich möchte zwei von Ihren Spezial-Pizzen mit besonders viel Fleisch bestellen.”

Pizzakurier:
“Ich glaube nicht, dass das gut für Sie ist.”

Kunde:
“Wie bitte??!!”

Pizzakurier:
“Laut Ihrer Krankenakte haben Sie einen zu hohen Blutdruck und extrem hohe Cholesterinwerte. Ihre Krankenkasse würde eine solche ungesunde Auswahl nicht gestatten.”

Kunde:
“Verdammt! Was empfehlen Sie denn?”

Pizzakurier:
“Sie könnten unsere Soja-Joghurt-Pizza mit ganz wenig Fett probieren. Sie wird Ihnen bestimmt schmecken.”

Kunde:
“Wie kommen Sie darauf, dass ich das mögen könnte?”

Pizzakurier:
“Nun, Sie haben letzte Woche das Buch ‘Sojarezepte für Feinschmecker’ aus der Bücherei ausgeliehen. Deswegen habe ich Ihnen diese Pizza empfohlen.”

Kunde:
“Ok, ok. Geben Sie mir zwei davon in Familiengrösse. Was kostet der Spass?”

Pizzakurier:
“Das sollte für Sie, Ihre Frau und Ihre vier Kinder reichen. Der Spass, wie Sie es nennen, kostet 45 Euro.”

Kunde:
“Ich gebe Ihnen meine Kreditkartennummer.”

Pizzakurier:
“Es tut mir leid, aber Sie werden bar zahlen müssen. Der Kreditrahmen Ihrer Karte ist bereits überzogen.”

Kunde:
“Ich laufe runter zum Geldautomaten und hole Bargeld, bevor Ihr Fahrer hier ist.”

Pizzakurier:
“Das wird wohl auch nichts. Ihr Girokonto ist auch überzogen.”

Kunde:
“Egal. Schicken Sie einfach die Pizza los. Ich werde das Geld da haben. Wie lange wird es dauern?”

Pizzakurier:
“Wir hängen ein wenig hinterher. Es wird etwa 45 Minuten dauern. Wenn Sie es eilig haben, können Sie sie selbst abholen, wenn Sie das Geld besorgen, obwohl der Transport von Pizza auf dem Motorrad immer etwas schwierig ist.”

Kunde:
“Woher wissen Sie, dass ich Motorrad fahre?”

Pizzakurier:
“Hier steht, dass Sie mit den Ratenzahlungen für Ihren Wagen im Rückstand sind und ihn zurückgeben mussten. Aber Ihre Harley ist bezahlt, also nehme ich an, dass Sie die benutzen.”

Kunde:
“@#%/$@&?#!” (Fuck You)

Pizzakurier:
“Achten Sie lieber darauf, was Sie sagen. Sie haben sich bereits im Juli 2006 eine Verurteilung wegen Beamtenbeleidigung eingefangen.”

Kunde:
(sprachlos)

Pizzakurier:
“Möchten Sie noch etwas?”

Kunde:
“Nein, danke. Oh doch, bitte vergessen Sie nicht, die beiden kostenlosen Liter Cola einzupacken, die es laut Ihrer Werbung zu den Pizzen gibt.”

Pizzakurier:
“Es tut mir leid, aber die Ausschlussklausel unserer Werbung verbietet es uns, kostenlose Softdrinks an Diabetiker auszugeben.”

Kunde:
GRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRRR…..

(eingesandt von Ingrid Malhotra)

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Der “unmögliche” Friseur

Sonntag, 14. Dezember 2008

“Es gibt einen Friseur, der all diejenigen rasiert, die sich nicht selbst rasieren. Rasiert er sich selbst oder nicht?

Rasiert er sich selbst, darf er es nicht, da er alle rasiert, die sich nicht selbst rasieren. Rasiert er sich nicht selbst,  muss er es tun, da er alle rasiert, die sich nicht selbst rasieren.

Alles klar?”

(Aus: Peter Eisenhardt: Der Webstuhl der Zeit – Warum es die Welt gibt; Anmerkungen zu Kapitel 3: Warum gibt es Etwas und nicht Nichts?; Rowohlt Taschenbuch Verlag)

babiereZunftwappen der Barbiere