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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Archiv für Januar, 2014

„Die Gespenstersonate“ von Aribert Reimann an der Oper Frankfurt

Freitag, 31. Januar 2014

Eine unwirkliche, wirkliche Beziehungsgeschichte

Von Renate Feyerbacher

Fotos: Wolfgang Runkel /Oper Frankfurt und Renate Feyerbacher

Die Gespenstersonate (Oper Frankfurt, 2014)

Dietrich Volle (Direktor Hummel) und Alexander Mayr (Der Student Arkenholz), Foto © Wolfgang Runkel

Aribert Reimann war zur Frankfurter Erstaufführung seiner Kammeroper „Die Gespenstersonate“ gekommen. Sie hatte Premiere am 26. Januar 2014. Frenetisch wurde er mit dem Team im Bockenheimer Depot gefeiert. Weiterlesen

„Vom Dasein & Sosein. Skulptur, Objekt & Bühne“ im Frankfurter Kunstverein / 1

Mittwoch, 29. Januar 2014

Was machen so eigentlich ein Kunstvereinsdirektor, zumal wenn er kuratiert, und seine Mitkuratorin? Eine schwierige Frage, nähern wir uns ihr einmal andersherum und antworten: Jedenfalls machen sie es kaum jemandem recht. Schon gar nicht all den Kunstgurus, seien es grosse oder kleine, lokale oder überregionale, echte oder selbsternannte – und nicht zu vergessen die Vereinsmitglieder! Was die einen gut finden, finden die anderen schlecht. Und was machen dann die von den Ausstellungsmachern Kuratierten? Liebe Künstlerinnen und Künstler: pfeifft auf die Antworten und macht Euer „Ding“! (Na ja, sei ’s zugestanden, über eine lobende Erwähnung freut man sich denn doch.)

Wir gestehen es und „outen“ uns: Wir haben dieser Tage wieder mal von einem Künstler ein Bild erworben. Eine Arbeit auf Leinwand. Soso, hören wir schon einen Ober-Guru uns mitleidvoll entgegnen, und das hängen Sie jetzt wohl an die Wand? In welchem Jahrhundert leben Sie eigentlich? Wissen Sie denn nicht um die wahre Kunst, wissen Sie nicht, wer letztes Jahr in Venedig den Goldenen Künstler-Löwen erhalten hat?

Kein Wunder also, dass wir uns mit dem Chef des Frankfurter Kunstvereins darüber freuen, endlich einmal nicht nur Raunen und Stammeln am Boden Liegender, nicht nur Verkopftes und Digitales, elektronisches Geflimmer und Bildschirmrauschen, sondern Greifbares und Materielles vor unseren Augen und Sinnen zu haben, etwas, was „da ist“ und „so ist“. Und so gingen wir nicht ohne vorfreudige Erwartung in die neue Ausstellung „Vom Dasein & Sosein. Skulptur, Objekt & Bühne“. (Über Sinn und Charme des Kaufmanns-„&“ kann man, wenn man sonst nichts Wichtigeres zu tun hat, füglich streiten.)

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Lilian Engelmann und Holger Kube Ventura, Direktor des Frankfurter Kunstvereins, in der Pressekonferenz

Zu Recht sprechen Holger Kube Ventura und Lilian Engelmann, die die Ausstellung kuratieren, von einer „Dingkrise“ Weiterlesen

Toledo im Herzen Spaniens

Montag, 27. Januar 2014

Superlative eifern um die Wette

Von Elke Backert

Schon der Bahnhof im Mudéjarstil, einer gelungenen Verbindung von maurischen und gotischen Elementen, zeigt im kleinen, was den Besucher im Herzen von Toledo geballt erwartet. Mit Hufeisenbogen, ornamentreichem und prunkvollem Stuck- und Majolikaschmuck, mit Fußbodenmosaik und holzgeschnitztem Fahrkartenschalter, hinter dem man eher einen Harem vermuten würde als einen Beamten, beeindruckt er ebenso wie die Lautsprecherstimme, die den Ankommenden auf Englisch den Weg zum Bus in die Altstadt weist.

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↑ Das Zentrum von Toledo ist die Plaza de Zocodover
↓ Typisch für den heißen Sommer sind über die Straßen gespannte Planen als Sonnenschutz, hier für Fronleichnam geschmückt

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Geschützt von einer Ringmauer thront die von der Unesco 1987 als Welterbe geehrte Stadt majestätisch erhöht Weiterlesen

100 Jahre Heussenstamm-Stiftung (2)

Freitag, 24. Januar 2014

Jubiläumsfeier und Jubiläumsausstellung in der Heussenstamm-Galerie

Es fing schon gut an am Abend des 21. Januar – das neue Jahr 2014 war noch so jung, dass ein Glücksbringer in Gestalt eines veritablen Schornsteinfegers die Gäste an der Galerietür empfangen konnte. Alle bekamen einen „Glückspfennig“, will sagen „Glücks-Cent“ in die Hand gedrückt, und wer sein Glück in besonderem Masse auf den Plan rufen wollte, durfte an den Knöpfen der Schornsteinfegerkluft drehen und sich dabei etwas wünschen. Natürlich nahm sich der Glücksbringer in besonderer Weise der Hausherrin und Gastgeberin Dagmar Priepke an, versteht sich.

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Und je bunter die Schar der Gäste erschien, umso holder soll ihnen das Glück ins neue Jahr hineinleuchten.

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Willkommener Künstler-Gast: Max (Moshe) Weinberg

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100 Jahre Heussenstamm-Stiftung (1)

Mittwoch, 22. Januar 2014

Kunst  •  Bildung  •  Soziales

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Grafik: Rainer Stenzel, © Heussenstamm-Stiftung

Frankfurt am Main – die Stiftungshauptstadt – feiert Geburtstag: keinen gewöhnlichen, sondern den 100. Jahrestag der Gründung der Heussenstamm-Stiftung.

Der Stiftungsgründer

Wer war Karl (Carl) Jakob Moritz Heussenstamm, der Gründer der Heussenstamm-Stiftung? 1835 in Frankfurt am Main als Sohn eines Juristen geboren, Abitur am damaligen Frankfurter Gymnasium, Studium der Rechtswissenschaft in Heidelberg und Göttingen mit Promotion, Rechtsanwalt in Frankfurt; 1873 Wahl zum Stadtverordneten, 1877 Erster Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung; 1880 Wahl zum (Zweiten) Bürgermeister der Stadt (Oberbürgermeister war damals Johannes von Miquel), 1892 Wiederwahl, ab 1899 Ruhestand. Ein engagierter Kommunalpolitiker Weiterlesen