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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Archiv für März, 2012

Internationaler Freundschaftsball des IWC 2012 zugunsten der Stiftung Bärenherz

Samstag, 31. März 2012

Einfühlsame Orte des Abschiednehmens
Die Kinderhospize Bärenherz

Von Renate Feyerbacher

IWC-Gründerin Elisabeth Norgall (Foto: Renate Feyerbacher)

Am 10. März 2012 veranstaltete der International Women’s Club of Frankfurt (IWC) seinen jüngsten Freundschaftsball. Der Termin fiel zusammen mit dem 125. Geburtstag der Studienrätin und Dolmetscherin Elisabeth Norgall (1887 bis 1981), die nach dem zweiten Weltkrieg zunächst den deutsch-amerikanischen Frauenclub gründete, aus dem 1946 der IWC entstand. Jedes Jahr verleiht der IWC den Elisabeth-Norgall-Preis an Frauen, die sich für die Probleme und Belange von Frauen und Kindern einsetzen.

Und der IWC veranstaltet jährlich seinen Internationalen Freundschaftsball. Natürlich geht es auch auf diesem Ball fröhlich zu, wird getanzt, wird geredet.

Der Freundschaftsball hat aber auch immer ein Projekt, das viel Geld einbringen soll. Soziales Engagement ist eben ein wichtiges Anliegen des Vereins. Sage und schreibe kamen diesmal aus Spenden und dem Erlös der Tombola 45.560 Euro zusammen.

Gabriele Orth, Geschäftsführerin der Bärenherz-Stiftung (Foto: Renate Feyerbacher) Weiterlesen

Virtuelle Währungen

Freitag, 30. März 2012

Zahlungsmittel mit Zukunft?

Von Johanna Wenninger-Muhr

Bildnachweis: wikimedia commons / Wazouille

Flugmeilen, Bonuspunkte, Mobiltelefon-Gesprächsguthaben oder auch CO2-Zertifikate sind gängige Beispiele für virtuelle Währungen. Werden sie ausserhalb der Unternehmensgrenzen als Bezahlsystem akzeptiert oder in reale Währung zurückkonvertiert, findet laut Mattias Horx, seines Zeichens Zukunftsforscher und Gründer des 1998 gegründeten Zukunftsinstituts, das als Think Tank und Unternehmensberatung im Bereich der Strategie- und Innovationsentwicklung arbeitet, Geldschöpfung statt. Wer die Bezahlvorgänge kontrolliere, habe Zugriff auf den wichtigsten Rohstoff der Zukunft: sensible Kundendaten. Deshalb sei der Markt für digitales Payment auch so heiss umkämpft. „Komplementärwährungen“ träten immer mehr ins Bewusstsein, so Horx´s These. Die bekannteste Internetwährung sei „Bitcoin“. Sie existiert seit Anfang 2009 und geht auf den Vorschlag und die Software eines Japaners namens Satoshi Nakamoto zurück. Das Bitcoin-Gesamtvolumen habe ich sich im Juli 2011 umgerechnet auf etwa 120 Millionen US-Dollar belaufen, das tägliche Transaktionsvolumen auf über eine Million US-Dollar. Weiterlesen

Joachim Raab, Oliver Raszewski, Heide Weidele

Mittwoch, 28. März 2012

Drei Künstler aus der Sammlung Aulich-Merkle

Von Brigitta Amalia Gonser
Kunstwissenschaftlerin

Fotografien: © Nadine Röther · bugin

Die Aulich-Merkle-Stiftung hat sich zum Ziel gesetzt, zeitgenössische Kunst zu fördern.

So ermöglicht und bespielt sie den „Ausstellungsraum für aktuelle Kunst“ im Hinterhof der Frankfurter Strasse 59 in Offenbach am Main.

Auf 200 Quadratmeter Grundfläche werden in vier Räumen drei gegenwärtige künstlerische Einzelpositionen vorgestellt: zur Zeit Joachim Raab, Oliver Raszewski und Heide Weidele, während in einem zentralen Raum die früheren Arbeiten dieser Künstler aus der Aulich-Merkle-Sammlung in einer von Herbert Aulich kuratierten Gemeinschaftspräsentation zusammengeführt werden. Es entwickelt sich so ein spannender Dialog zwischen der Selbstinszenierung der Künstler, die ihre Räume eigenständig bespielen, und der Ausstellung, die sich aus ausgewählten Werken zusammensetzt.

Recycling Art nennt man die Kunst, die sich aus dem Fundus des ewigen Kreislaufs des Lebens bedient. Heide Weidele, 1944 geboren, gibt den Überresten unserer Wohlstandsgesellschaft in einem künstlerischen Modulierungsprozess neue ästhetische Bedeutung. Fundsachen – objets trouvés, bis 1994 aus Wellpappe und Bauholz oder später aus Kunststoff, sind bevorzugte Materialien, die sie formgebend bearbeitet und zu KunstObjekten assembliert, um sie je nach Intention und Situation vor Ort wieder auseinanderzubauen und zu reassemblieren.

Daraus spricht der forschende Geist einer Ästhetin, die nach Ihrem Studium an der Offenbacher Hochschule für Gestaltung und an der Frankfurter Städelschule verschiedene Lehraufträge und eine Gastprofessur an der Johannes Gutenberg-Universität in Mainz hatte.

Es ist ein euphorisches Spiel mit Kompositionselementen des Alltags: mit Wäschekörben, Obst-, Gemüse- und Backwaren-Steigen, Schläuchen, Bügeln, Sieben, Eimern und Flaschen aus knallfarbenem Plastik, als Ganzes oder in neue Formen zerschnitten und zersägt, gebogen und gestaffelt, montiert und verbunden.

Heide Weidele: Installationsansicht, Lüsterkammer mit rosa Neonlicht, Lüster 1, 2010/11, Assemblage aus Plastikteilen, © VG Bild-Kunst, Bonn Weiterlesen

Manlio Onorato in der Frankfurter Westend Galerie

Montag, 26. März 2012

Manlio Onorato – Al modo delle stelle

Von Barbara Thurau
Frankfurter Westend Galerie

Der Titel der aktuellen Ausstellung von Manlio Onorato „Al modo delle stelle“ – nach Art der Sterne – ist von Ludwig Wittgenstein inspiriert. In seinen „Bemerkungen über die Farben“ beschreibt der österreichisch-englische Philosoph einen Farbbegriff, der „entweder durch kleine farbige Elemente des Gesichtsfeldes oder durch leuchtende Punkte nach Art der Sterne“ darzustellen ist. „Aus diesen Punktfarben oder kleinen Farbflecken setzen sich auch die grösseren farbigen Ausdehnungen zusammen.“

Tundra, 2011, Öl auf Leinwand, 100 x 80 cm
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Kunstpreis „Zonta Art Contemporary“ an Anne Imhof

Samstag, 24. März 2012

Wenn ein Preis im Bereich der bildenden Künste in Kontinuität und heuer zum dritten Mal verliehen wird, dann darf man ihn durchaus zum Kreis der etablierten auf dem „Markt“ oder besser gesagt im Wettbewerb derartiger Preise zählen. Dies vor allem, wenn die Wahl der Preisträger – im konkreten Fall sind es sämtlich Preisträgerinnen – darauf schliessen lässt, dass die Preisverleihenden ihrem an sich selbst gestellten Anspruch auf Qualität gerecht werden. Die Rede ist vom Kunstpreis „Zonta Art Contemporary“ – wirkmächtig „ZAC“ abgekürzt -, den der ZONTA Club Frankfurt II Rhein Main alle zwei Jahre vergibt.

Reputation bezieht dieser Förderpreis auch von der von Anfang an realisierten Einbindung in den institutionellen Rahmen eines Kunstmuseums, konkret des Frankfurter Museums für Moderne Kunst MMK, das es sich ebenso zu einer Aufgabe macht, junge zeitgenössische künstlerische Positionen vorzustellen und junge Künstlerinnen und Künstler zu fördern, wie der stellvertretende MMK-Chef Peter Gorschlüter in seiner Begrüssungsansprache betonte.

Anne Imhof vor der Preisverleihung

Nach Anke Röhrscheid (2008) und Ellen Poppy (2010) fiel die Wahl dieses Jahr auf Anne Imhof. Der von der Frankfurter Malerin und Zeichnerin Jutta Heun initiierte, mit 2400 Euro dotierte Förderpreis wird jungen, vorzugsweise im Rhein-Main-Gebiet ansässigen Künstlerinnen verliehen. Die Prozeduren sind streng, gibt es doch eine vorschlagende und eine entscheidende Jury. Zur ersteren zählten aktuell der erste MMK-Direktor Professor Jean-Christophe Ammann, die Portikus-Kuratorin Sophie von Olfers und Silke Schuster-Müller, Leiterin der Kunstsammlung der Deka-Bank, zu letzterer die Frankfurter Galeristin Martina Detterer, Natalie de Ligt, künstlerische Leiterin der Kunsthalle Mainz, und der schon erwähnte stellvertretende MMK-Direktor Peter Gorschlüter. Weiterlesen