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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Archive for November, 2010

20 Jahre Artist in Residence-Programm der Stadt Frankfurt am Main

Montag, 22. November 2010

Mit einer grossen Jubiläumsausstellung “Frankfurt in … / … in Frankfurt” feiert das Artist in Residence-Programm der Stadt Frankfurt am Main seinen 20. Geburtstag. Kulturdezernent Professor Felix Semmelroth, Projektleiterin Corinna Bimboese und Kurator Professor Peter Weiermair eröffneten am vergangenen Freitag die Werkschau im ATELIERFRANKFURT, in zeitlicher Verbindung mit den diesjährigen “Open Doors” der Frankfurter Atelierhäuser und zahlreicher privater Ateliers, bei denen über 230 Künstlerinnen und Künstler der Öffentlichkeit einen Einblick in ihr Schaffen gaben.

Peter Weiermair, Felix Semmelroth und Corinna Bimboese

“Fremde und neuartige Eindrücke sind für die Künstler und ihre Arbeit essentiell. Das künstlerische Austauschprogramm des Kulturamts sorgt seit nunmehr 20 Jahren für solche unverzichtbaren Impulse. Die Ergebnisse können sich sehen lassen”, so Professor Semmelroth. Ziel des Programms ist es, ein internationales Netzwerk zwischen den teilnehmenden Städten, Künstlern und Kulturschaffenden zu etablieren. Rund 90 Frankfurter und ebenso viele ausländische Künstlerinnen und Künstler nahmen in diesen 20 Jahren im Rahmen eines jeweils zwei- bis dreimonatigen Aufenthalts an den Gastorten an dem Austausch teil. Die aktuelle Ausstellung präsentiert jetzt Werke von 32 Frankfurter und neun ausländischen dieser Künstlerinnen und Künstler.

Klaus Schneider, Gastkünstler in Salzburg

Fides Becker, Gastkünstlerin in Salzburg

Anette Babl, Gastkünstlerin in Dubrovnik

Thomas Werner, Gastkünstler in Salzburg

Herbert Warmuth, Gastkünstler in Helsinki

Sandip Shah, Gastkünstler in Antwerpen

In 2010 waren bzw. sind neun Frankfurter Künstlerinnen und Künstler in Antwerpen (Hans Petri), Budapest (Vanja Vukovic und Sabine Kuehnle), Dublin (Mustafa Kunt und Özlem Günyol), Dubrovnik (Nicolaj Dudek),  Helsinki (Mark Nothelfer), Salzburg (Zero Reiko Ishihara), Seoul (Pedro Lagoa), Strassburg (Ina Holitzka) und Wien (Katarina Ivanisevic) zu Gast.

Umgekehrt zu Gast in Frankfurt sind in diesem Jahr Manor Grunewald (Antwerpen), Kamilla Szij (Budapest), Stephen Gunning (Dublin), Marko Tadic (Dubrovnik), Maija Blafield (Helsinki), Gunda Gruber und Franz Bergmüller (Salzburg), An Guyung-su (Seoul), Lou Galopa (Strassburg) und Eric Kressnig (Wien).

Ausstellungseröffnung mit (v. l.) Peter Weiermair, Corinna Bimboese, Felix Semmelroth, Manuela Messerschmidt, Tina Wernicke, Jörg Mugrauer und Ursula Heck

Die Ausstellung “Frankfurt in … / … in Frankfurt” im ATELIERFRANKFURT läuft bis zum 16. Dezember 2010.

(abgebildete Werke © jeweilige Künstler; Fotos: FeuilletonFrankfurt)

Mit dem Löschen ist das so eine Sache …

Samstag, 20. November 2010

Wer oder was löscht denn nun zuverlässiger?

(Foto: FeuilletonFrankfurt)

Jahr der Stille 2010: November

Freitag, 19. November 2010

Schweigen

Über den Wäldern schimmert bleich
Der Mond, der uns träumen macht,
Die Weide am dunklen Teich
Weint lautlos in die Nacht.
Ein Herz erlischt – und sacht
Die Nebel fluten und steigen -
Schweigen, Schweigen!

Georg Trakl (1887 bis 1914)


(Foto: FeuilletonFrankfurt)

Das “Jahr der Stille 2010″ lädt dazu ein, Stille begleitend in den Jahreslauf zu integrieren. Es will Aufmerksamkeit schaffen für einen Wert, dessen Wichtigkeit wir alle betonen – dessen konkrete Praxis wir aber oft vernachlässigen. Getragen wird das “Jahr der Stille 2010″ von über fünfzig Partnern – christlichen Bewegungen, Kirchen, Verbänden, Verlagen, Organisationen und Werken unterschiedlicher konfessioneller Prägung, die das Anliegen eint, das Thema Stille bewusst in ihre Aktivitäten einfliessen zu lassen.

FeuilletonFrankfurt wird das “Jahr der Stille” mit einem Beitrag zur Mitte eines jeden Monats begleiten.

Weisheiten / 61

Dienstag, 16. November 2010

Mit Politik kann man keine Kultur machen, aber vielleicht kann man mit Kultur Politik machen.

Theodor Heuss (1884 bis 1963), erster Bundespräsident (1949 bis 1959)

Bundespräsident Theodor Heuss
(Bildnachweis: Deutsches Bundesarchiv, wikimedia commons cc)


Werden die Hessen ein kulturloses Volk?

Montag, 15. November 2010

Da fuhr uns der Schreck in Mark und Bein: Werden die Hessen ein kulturloses Volk?

Eine Umfrage des renommierten Instituts “Forschungsgruppe Wahlen” im Auftrag der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und von RTL fördert Erschreckendes zutage:

Die hessische Bevölkerung ist, will man den Ergebnissen dieser Umfrage Glauben schenken, auf dem Weg in die Kulturlosigkeit!

46 Prozent der befragten Bürgerinnen und Bürger meinen, der Staat solle im Bereich der Kultur sparen. Und noch erschreckender: 51 Prozent der CDU-Anhängerschaft und sogar 54 Prozent der FDP-Fans vertreten diese abstruse Ansicht!

SPD-Anhänger hingegen sind zu nur 39 Prozent dieser Auffassung und lediglich zu 32 Prozent die Sympathisanten der Grünen.

Wo findet man denn nun das sogenannte Bildungsbürgertum?

Ein Trost: Bei der Studie der Forschungsgruppe Wahlen handelt es sich lediglich um eine an vier Werktagen erfolgte telefonische Befragung von 1002 zufällig ausgewählten wahlberechtigten Bürgerinnen und Bürgern in Hessen. Nicht repräsentativ also. Aber symptomatisch?