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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Archive for Juni, 2010

Späte Einsicht

Dienstag, 22. Juni 2010

Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Geld nicht essen kann.

Bekannte, den Cree-Indianern zugeschriebene Weisheit

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Jan Brueghel der Jüngere (1601 bis 1678), Erschaffung Adams im Paradies, Öl auf Kupfer

Das grüne Kanapee / 13

Sonntag, 20. Juni 2010

Bockwurst essen? Kein Problem, einfach hinsetzen, reinbeissen und habust hören (wie immer auf’s Kanapee klicken):

Das Kanapee ia Bockwurst

(© habust; Foto: GearedBull wikimedia commons GFDL)

Sprachpanscher 2010

Freitag, 18. Juni 2010

Der Verein Deutsche Sprache e. V. lädt ein zur Wahl des Sprachpanschers 2010!

Der unrühmliche Titel für unrühmliche Sprach”leistungen” ging in den letzten fünf Jahre an den Deutschen Turnerbund (Slacklining, Gymmotion, Speedjumping, Speedminton), Klaus Wowereit (Be Berlin), Hartmut Mehdorn (Service Point, counter, McClean), Günther Oettinger (“Englisch wird die Arbeitssprache. Deutsch bleibt die Sprache der Familie und der Freizeit …”) und Herbert Beck, früherer Direktor des Frankfurter Städel-Museums (Member’s Night, Art Talk for Families, Holbein’s Lounge).

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(Bildnachweis: Trelmo1009/Folker T./pixelio.de)

Dieses Jahr stehen die folgenden fünf Kandidaten zur Wahl an:

•  Stiftung Preussische Schlösser und Gärten (Ausstellung zur Preussen-Königin Luise: It Girl, Fashion Victim, Working Mom)

•  René Obermann, Vorstandsvorsitzender der Telekom (gesamter Telekom-Denglisch-Quatsch)

•  Manfred Beilharz, Intendant des Hessischen Staatstheaters Wiesbaden (Stairways to heaven, Anything goes, Orchestertalk)

•  Christine Haderthauer, Bayerische Staatsministerin (Aufruf an die bayerischen Kindertagesstätten zum Literacy-Monat)

•  Fritz Pleitgen, früherer Intendant des WDR, Chef der Ruhr 2010 AG/Kulturhauptstadt Essen-Ruhr (mapping the region, collection tours, Lit.AwardRuhr)

Nun, wo es bereits das Städel Museum getroffen hat, müssen wir auch über das von uns ansonsten so sehr geschätzte Frankfurter Museum für Moderne Kunst MMK die Stirn runzeln: Was haben Begriffe wie “Show up” und “boys/girls” als Titel für ein Projekt zu suchen, bei dem in Zusammenarbeit zwischen dem MMK und der Carl von Weinberg-Schule Schülerinnen und Schüler als Kuratoren einer Ausstellung auftreten? Nichts! Die deutsche Sprache ist alles in allem betrachtet sehr viel ausdrucksreicher als die englische, warum also sich dem – wenn auch leider zeitgeistigen – “Denglisch” andienern?

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(Foto: Gmhofmann)

Ebenso hässlich wie dümmlich ist dieses Kaufhausschild. Kommentar überflüssig – Denglisch: nein, danke!


Jahr der Stille 2010: Juni

Mittwoch, 16. Juni 2010

Abseits

Es ist so still; die Heide liegt
Im warmen Mittagssonnenstrahle,
Ein rosenroter Schimmer fliegt
Um ihre alten Gräbermale;
Die Kräuter blühn; der Heideduft
Steigt in die blaue Sommerluft.

Laufkäfer hasten durch’s Gesträuch
In ihren goldnen Panzerröckchen,
Die Bienen hängen Zweig um Zweig
Sich an der Edelheide Glöckchen;
Die Vögel schwirren aus dem Kraut -
Die Luft ist voller Lerchenlaut.

Ein halbverfallen’ niedrig’ Haus
Steht einsam hier und sonnbeschienen
Der Kätner lehnt zur Tür hinaus,
Behaglich blinzelnd nach den Bienen;
Sein Junge auf dem Stein davor
Schnitzt Pfeifen sich aus Kälberrohr.

Kaum zittert durch die Mittagsruh
Ein Schlag der Dorfuhr, der entfernten
Dem Alten fällt die Wimper zu,
Er träumt von seinen Honigernten.
— Kein Klang der aufgeregten Zeit
Drang noch in diese Einsamkeit.

Theodor Storm (1817 bis 1888)

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(Foto: Willow; wikimedia commons GFDL)

Das “Jahr der Stille 2010″ lädt dazu ein, Stille begleitend in den Jahreslauf zu integrieren. Es will Aufmerksamkeit schaffen für einen Wert, dessen Wichtigkeit wir alle betonen – dessen konkrete Praxis wir aber oft vernachlässigen. Getragen wird das “Jahr der Stille 2010″ von über fünfzig Partnern – christlichen Bewegungen, Kirchen, Verbänden, Verlagen, Organisationen und Werken unterschiedlicher konfessioneller Prägung, die das Anliegen eint, das Thema Stille bewusst in ihre Aktivitäten einfliessen zu lassen.

FeuilletonFrankfurt wird das “Jahr der Stille” mit einem Beitrag zur Mitte eines jeden Monats begleiten.

Weisheiten / 65

Montag, 14. Juni 2010

Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.

Albert Einstein (1879 bis 1955)

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