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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Archive for März, 2010

Ölbaum

Dienstag, 23. März 2010

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Oliven von wilden Ölbäumen sammelten die frühen Menschen schon vor rund 9000 Jahren. Nachweislich kultiviert wurde die Olive  etwa um 4000 v. Chr. auf Kreta und in Syrien. Ölbäume können weit über 1000 Jahre alt werden. Öl, Wein und Getreide stehen in den alten Kulturen und in den Religionen für Nahrung und Leben. Der Salbung mit Öl kommt im Alten Testament ein besonderer symbolisch-sakraler Charakter zu.

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“Da harrte er noch weitere sieben Tage und ließ abermals eine Taube fliegen aus der Arche. Die kam zu ihm um die Abendzeit, und siehe, ein Ölblatt hatte sie abgebrochen und trug’s in ihrem Schnabel. Da merkte Noah, dass die Wasser sich verlaufen hätten auf Erden …” (1. Mose, Kapitel 8).

“Denn der HERR, dein Gott, führt dich in ein gutes Land, … darin Weizen, Gerste, Weinstöcke, Feigenbäume und Granatäpfel wachsen, ein Land, darin es Ölbäume und Honig gibt …” heisst es im 5. Buch Mose, Kapitel 8.

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“Ich aber werde bleiben wie ein grünender Ölbaum …” singt der Psalmist (Psalm 52).

“Und der HERR sprach: Auf, salbe ihn, denn der ist’s. Da nahm Samuel sein Ölhorn und salbte ihn mitten unter seinen Brüdern. Und der Geist des HERRN geriet über David …” (1. Samuel, Kapitel 16).

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Der Ölbaumgarten

Er ging hinauf unter dem grauen Laub
ganz grau und aufgelöst im Ölgelände
und legte seine Stirne voller Staub
tief in das Staubigsein der heißen Hände.

Nach allem dies. Und dieses war der Schluß.
Jetzt soll ich gehen, während ich erblinde,
und warum willst Du, daß ich sagen muß,
Du seist, wenn ich Dich selber nicht mehr finde.

Ich finde Dich nicht mehr. Nicht in mir, nein.
Nicht in den andern. Nicht in diesem Stein.
Ich finde Dich nicht mehr. Ich bin allein.

Ich bin allein mit aller Menschen Gram,
den ich durch Dich zu lindern unternahm,
der Du nicht bist. O namenlose Scham…

Später erzählte man, ein Engel kam-.

Warum ein Engel? Ach es kam die Nacht
und blätterte gleichgültig in den Bäumen.
Die Jünger rührten sich in ihren Träumen.
Warum ein Engel? Ach es kam die Nacht.

Die Nacht, die kam, war keine ungemeine;
so gehen hunderte vorbei.
Da schlafen Hunde, und da liegen Steine.
Ach eine traurige, ach irgendeine,
die wartet, bis es wieder Morgen sei.

Denn Engel kommen nicht zu solchen Betern,
und Nächte werden nicht um solche groß.
Die Sich-Verlierenden läßt alles los,
und die sind preisgegeben von den Vätern
und ausgeschlossen aus der Mütter Schoß.

Rainer Maria Rilke
(aus der Sammlung Neue Gedichte, Erster Teil; Quelle: Die Deutsche Gedichtebibliothek)

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Ölbäume in den Vatikanischen Gärten, Vatikan, Rom, fotografiert von Monika Müller-Löwenberg; © Monika Müller-Löwenberg; alle Rechte bei der Fotografin

Renate Sautermeister: All die Jahre

Sonntag, 21. März 2010

Renate Sautermeister: All die Jahre. Malerei – Zeichnungen – Radierungen

Text: © Brigitta Amalia Gonser
Kunstwissenschaftlerin

Renate Sautermeister, die renommierte Künstlerin, ist 1937 in Hamburg geboren und in Freiburg im Breisgau aufgewachsen. Seit 1972 lebt sie in Frankfurt am Main, wo sie in der heissen Phase der Bauspekulationen und der Hausbesetzungen, in einer Zeit des generellen Zweifels an gesellschaftlichen Normen, einer Zeit des Abrisses und des Aufbruchs, ab Mitte der 1970er Jahre politische Position für die immer bedeutsamer werdende Frauenbewegung ergreift.

Im Künstlerischen und Stilistischen machen die von ihr bis Mitte der 1980er Jahre verfolgten surrealistischen Gestaltungsprinzipien unmittelbar Erlebtes in ihrer Malerei offenbar – so entstehen ihre Tatorte apokalyptischen Endzeitgeschehens, ihre melancholischen Vanitasbilder.

Weltanschaulich und ästhetisch besteht eine Affinität der Künstlerin zu der Malerei von Pablo Picasso, Francis Bacon und Emil Schumacher, sowie zu der Literatur von Samuel Beckett, Franz Kafka, Bertolt Brecht und der Philosophie des rumänischen Existenzialisten Emil Cioran.

Dennoch ist es nicht diese figurative Phase, die Karin Beuslein für die Ausstellung “All die Jahre” in der Frankfurter Galerie Das Bilderhaus ausgewählt hat, sondern es ist ein kleiner, feiner Überblick über die Zeugnisse des kontinuierlich über die Jahre gewachsenen, abstrakten Schaffens Renate Sautermeisters.

Das Œuvre der Künstlerin umfasst Malerei, Zeichnungen, Radierungen, Objekte, Fotografie, Bühnenbilder. Sie arbeitet gattungsübergreifend, auch wenn ihr Ausgangsstudium Freie Graphik war – und das sowohl an der Kunstschule in Bonndorf, wo sie “das Zeichnen von Grund auf gelernt hat”, als auch an der Werkkunstschule in Wiesbaden, wovon nicht nur ihre frühen informellen Zeichnungen, sondern die späteren Zeichnungen und Radierungen zeugen. Mehr noch: Ihr Duktus bewahrt auch in der Malerei graphische Strukturen.

Denn die Zeichnung ist für Renate Sautermeister eine sehr persönliche, intime und geistige Angelegenheit. “Il disegno è una cosa mentale”, verkündeten schon die Meister der italienischen Renaissance. Und Renate Sautermeister spricht dabei von “Skriptur”.

Mitte der 1980er Jahre weist Renate Sautermeisters künstlerisches Schaffen, bei aller Eigenständigkeit, eine stilistische Zäsur auf. Es ist der Übergang von surrealer, narrativer, figurativer Darstellung zu expressivem Mal-Gestus mit gedanklich abstrahierten Formen, gefasst von graphischen Skripturen. So entwickelte sich ihre heutige grandiose freie Figuration, die die Ausstellung der Künstlerin “Von flüchtigen Dingen” von 2007 in Wiesbaden, im Forum des Hessischen Ministeriums für Wissenschaft und Kunst, mit Energie zum Schwingen brachte in grossen, über je vier Tafeln gehenden, der aufsteigenden Bilddiagonalen von links nach rechts folgenden, dynamischen blau-grün-schwarz-weissen Formen.

Auch meine ich, dass die Serien der “Spiele”  – und zwar die Graphit-Zeichnungen von 1993 und die in der Ausstellung gezeigten Radierungen von 1995 -, in denen Sautermeister jeweils zwei Formen konfrontiert, die sich nähern, berühren oder überschneiden und dabei Graphisches und Malerisches zusammenführt , als formale ideatische Skizzen ihrer heutigen Malerei zu sehen sind, es sind sozusagen abstrakte “Formenspiele”.

Radierung IX-1995-430

Radierung IX, 1995, 50 x 40 cm

Doch die Wende zur Abstraktion und zum spontanen Gestus war nicht brüsk, sondern kündigte sich fliessend an. Es stehen dafür die mit Graphit gezeichneten, dreiteiligen Paravents “Erinnerungen eingraben” von 1983 und “Veränderungen” von 1985; ebenso die in der Galerie gezeigten, abstrahierenden Radierungen mit und ohne Aquatinta von 1968/1969 , die bei aller Linearität nicht nur durch den typischen Plattenton eine malerische Qualität erhalten und in denen pars pro toto-artig antropomorphe Teilformen wie Hände, Füsse, Brüste in Setzkästen, wie Zeichen, einander zugeordnet werden und so das Mutterglück thematisieren.

Spiel I - 1968 - Radierung-430

Spiel I, Radierung, 1968, 32 x 22 cm

Zweifelsohne auch die ebenfalls gezeigten informellen Rohrfederzeichnungen, oft mit gegenständlichen Abdrücken, von 1965, in denen kurze Striche, Kreise, Kringel, Häkchen, Bögen und Schraffuren in einem dynamischen Prozess zu einem Energiefeld verdichtet werden, das Bewegung suggeriert.

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Rohrfederzeichnung, 1965, 24 x 30 cm

Polychrome Energiefelder und ein dynamischer Aufbau der Bildkompositionen charakterisieren Renate Sautermeisters malerisch- gestische Figurationen der letzten zwei Jahrzehnte.

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Ereignis III, 1997, Acryl/Kreiden auf Karton, 75 x 165 cm

Auch heute noch scheinen Stühle, Tische, Treppen und Bretter in Form von graphisch reduzierten Zeichen zwischen Farbfeldern und Linienstrukturen hervor. Diese “Basics zivilisierten Daseins” werden, wie Katinka Fischer zeigt, “ganz und gar nicht luxuriös und bequem, sondern fragmentarisch, ramponiert oder reduziert, in Sautermeisters Werk zu Sinnbildern für Unsicherheit, Aufbruch und Flucht”.

Was Renate Sautermeisters künstlerische Techniken angeht, vereinen viele ihrer Bilder malerische, zeichnerische und graphische Elemente. Auf ein einziges Medium hat sie sich ohnehin nie beschränkt.

Erfreuen Sie sich also der malerischen Wucht in den jüngeren Bildern, die nicht ohne einen skripturalen Gegenpol existieren können.

Ohne Titel - 2006-600

Ohne Titel, 2006, Acryl/Kreiden auf Karton, 34 x 47 cm

Renate Sautermeister erhielt 1974 den Preis der Marielies-Hess-Stiftung “Junge Kunst in Hessen” und 1980 den “Reinhold-Kurth-Kunstpreis für das Œuvre” der Stadtsparkasse Frankfurt. Sie hatte einen Lehrauftrag an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und war Schulkünstlerin an der Heinrich-Kraft-Schule in Frankfurt am Main.

“Niemals ankommen” lautete das Motto ihrer Ausstellung in der Frankfurter Galerie Prestel 1991. Eine Reisende ist Sautermeister im konkreten wie im übertragenen Sinn aber immer geblieben. “Tag für Tag” und “und weiter, weiter” verzeichnet sie in ihrem seit 2000 fortlaufend gezeichneten Tagebuch “Tageintagaus” und lässt in Rapidographzeichnungen auf Büttenpapier Formen und Humor spriessen.

Die Ausstellung für Kunstfreunde und Sammler in der Frankfurter Galerie Das Bilderhaus, Hermannstrasse 41, 60318 Frankfurt am Main, ist bis zum 24. April 2010 geöffnet.

(Bildnachweis: Galerie Das Bilderhaus,  © Renate Sautermeister)

Rilke-Couplet 2: Eingang

Freitag, 19. März 2010

Eingang

Wer du auch seist:
am Abend tritt hinaus
aus deiner Stube, drin du alles weißt;
als letztes vor der Ferne liegt dein Haus
wer du auch seist.
Mit deinen Augen, welche müde kaum
von der verbrauchten Schwelle sich befrein,
hebst du ganz langsam einen schwarzen Baum
und stellst ihn vor den Himmel: schlank, allein.
Und hast die Welt gemacht. Und sie ist groß
und wie ein Wort, das noch im Schweigen reift.
Und wie dein Wille ihren Sinn begreift,
lassen sie deine Augen zärtlich los …

Rainer Maria Rilke

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(Bildnachweis: Peter Schmenger /Dokape; wikimedia commons GFDL)

Rilke-Couplet 1: Torso

Donnerstag, 18. März 2010

Archaischer Torso Apollos

Wir kannten nicht sein unerhörtes Haupt,
darin die Augenäpfel reiften. Aber
sein Torso glüht noch wie ein Kandelaber,
in dem sein Schauen, nur zurückgeschraubt,

sich hält und glänzt. Sonst könnte nicht der Bug
der Brust dich blenden, und im leisen Drehen
der Lenden könnte nicht ein Lächeln gehen
zu jener Mitte, die die Zeugung trug.

Sonst stünde dieser Stein entstellt und kurz
unter der Schultern durchsichtigem Sturz
und flimmerte nicht so wie Raubtierfelle;

und bräche nicht aus allen seinen Rändern
aus wie ein Stern: denn da ist keine Stelle,
die dich nicht sieht. Du musst dein Leben ändern.

Rainer Maria Rilke

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Apollonios von Athen: Torso vom Belvedere (Torso des Herakles), 1. Jhd. v. Chr., Vatikanische Museen (Foto: F. Bucher, wikimedia commons GFDL)

“Das Wesen im Ding” im Frankfurter Kunstverein (1): Nina Canell

Mittwoch, 17. März 2010

Dunkel ist es in diesem Raum des Frankfurter Kunstvereins. Aber es ist nicht die Faust’sche Hexenküche, und es geht auch nicht ganz so knallend und zischend zu wie im Giessener Liebig-Museum, wenn der legendäre Professor Wolfgang Laqua dort vor staunendem Publikum seine chemischen Experimente zum Besten gibt. Aber es begegnet uns schon etwas Geheimnisvolles, es faucht und blubbert leise schäumend aus der Schüssel, und klackernde Töne, wie wir sie von einem Geigerzähler her kennen, verbreiten sich im Raum.

“Das Wesen im Ding” ist die neue Ausstellung im Frankfurter Kunstverein betitelt. Sieben künstlerische Postionen werden dazu präsentiert. Es geht darum, wie Künstler die Natur- und Dingwelt durch deren Repräsentation und Imitation ergründen, um tiefere Erkenntnisse über das Wesen der Welt zu gewinnen. “Die Repräsentation der für wirklich gehaltenen Welt”, so der Frankfurter Kunstverein, “ist kaum noch ohne eine Reflexion der damit verbundenen Parameter möglich. Mit den unterschiedlichsten künstlerischen Strategien wie Serialität, Fragmentierung, Skalierung oder Auflösung entstehen nunmehr Abbildungen der Natur- und Dingwelt, die ihren Wirklichkeitsbezug in Frage stellen”.

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In “Morasko Circle” – einer ihrer sieben ausgestellten Arbeiten  – baut Nina Canell eine kleine Installation, die auf den ersten Blick – den wir jedoch alsbald korrigieren werden – wie eine einfache naturwissenschaftliche Versuchsanordnung erscheint. Das Wasser in der Schüssel wird von derem Grund her etwas aufgewirbelt, ihm entsteigt bisweilen ein nebeliger Dampf, ein Mikrofon verstärkt blubbernde Geräusche über eine technische Apparatur zu jenem erwähnten Prickeln und Geigerzähler-Klackern, das wir so unauslöschlich mit hörbar gemachter radioaktiver Strahlung verbinden. Rote und schwarze Kabel leiten elektrische Ströme, eine profane Lampe, in künstlerischer oder kuratierender Absicht verbal zur “Laterne” veredelt, beleuchtet die Szenerie.

Nur ein Baukastenspielchen? Was hat es mit dem “Morasko Circle” auf sich?

Vor etwa 5.000 Jahren soll es sich begeben haben: Ein Meteorit stürzte dort zur Erde, wo heute das polnische, inzwischen nach Posen eingemeindete  Dörfchen Morasko liegt, nach welchem der Ausserirdische – nach seiner Entdeckung Ende 1914 – seinen Namen erhielt. Die Geschwindigkeit des Himmelskörpers mag zwischen 11.000 und 18.000 kmh betragen haben, als er in einer grossen Druckwelle zerberstend und verdampfend einschlug. Es bildeten sich mehrere Krater, zum Teil bis heute mit Wasser gefüllt.

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Liegt hier der Schlüssel zu jenem Geheimnis, das uns umhüllt, wenn wir in der Dunkelheit die Installation immer wieder im Kreis umschreiten, der vom grellen Lichtbündel enthüllten Dampfentwicklung ansichtig, das Prickeln und Klackern der Strahlungen unerreichbar ferner Welten im Ohr, von denen uns der einst dem Asteroidengürtel entflohene Meteorit kündet? Die banalen, armen Materialien, die Nina Canell zu ihrer skulpturalen Erzählung komponiert, gewinnen eine neue ästhetische, ja poetische Dimension. Unsichtbare Energien werden in Luft, Dampf und Licht, im Klang des seine Aggregatzustände wechsenden Wassers erahnbar. So wie der ganze kosmische Kreislauf. Das Universum.

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Abbildungen: “Morasko Circle”, 2007, Plastikschüssel, Nebelmaschine, Wasser, Acryl, Schlingenhalterung, Mikrofon, Laterne, PA-System; Ausmasse variabel; Courtesy Sammlung Christian Schwarm, Stuttgart; Fotos: FeuilletonFrankfurt

Nina Canell, 1979 im schwedischen Växjö geboren, studierte am Institute of Art, Design and Technologie in Dun Laoghaire, Irland, mit dem Abschluss Bachelor of Fine Art (1st Class Honours). Seit 2005 stellte sie in einer Vielzahl von Gruppen- und Einzelausstellungen ihre Arbeiten vor, unter anderem in Aachen, Antwerpen, Berlin, Dublin, Düsseldorf, Frankfurt am Main, Gwangju (Korea), Hamburg, Köln, London, Neapel und New York. Die Künstlerin lebt und arbeitet in Berlin und in Dublin.