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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Archive for Oktober, 2009

Alles hängt mit allem zusammen

Mittwoch, 21. Oktober 2009

Alles hängt mit allem zusammen …  ein “geflügeltes”, vielstrapaziertes und dennoch wahres Wort:

0,62 Euro monatlich für Spielzeug eines Hartz-IV-Kindes

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(Bildnachweis: garl/Huber /pixelio.de)

4,5 Millionen Euro für Dresdner Kleinwort – Banker Jens-Peter Neumann, der seinem Arbeitgeber im Jahr 2008  5,7 Milliarden Euro Verlust bescherte

Kunst / 44

Montag, 19. Oktober 2009

Ein Kunstwerk sollte uns immer beibringen, dass wir nicht gesehen haben, was doch vor unseren Augen liegt.

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(Foto: Stephanie Hofschlaeger /pixelio.de)

Paul Valéry (1871 bis 1945), Lyriker, Philosoph, Essayist

Vorsicht Glosse, Vorsicht Satire, Vorsicht was weiss ich noch alles … heute: Die Schweinegrippe

Samstag, 17. Oktober 2009

schweinegrippe panikmache

(Bildnachweis: lupe, der satire blog)

“Über die sogenannte Schweinegrippe gibt es mehrere Thesen. Diese Thesen besagen meistens bis auf die meisten, also eigentlich bis auf alle, dass die Schweinegrippe nach Ende der Inkubationszeit von 1 bis 100 Tagen in sofortigem Tod endet, vielleicht aber auch nicht, und was die Schweinegrippe überhaupt ist. Ob man sie denn überhaupt essen kann. Darüber streiten sich die Boulevardzeitungen schon ziemlich lange …

Die BILD-Zeitung behauptet, dass die Schweinegrippe alle Menschen dahinraffen wird. Genau wie es die Vogelgrippe auch geschafft hat, wie man sehen kann. Da die BILD die zuverlässigste deutsche Zeitung ist, glaubt jetzt die Hälfte, wenn nicht sogar ein Viertel, daran, dass wir alle dem Untergang geweiht sind. Die Krankheit sei nämlich so ansteckend, dass innerhalb von einer Woche wegen drei Erkrankungen ganz Deutschland aussterben wird. Das ist natürlich nicht so schön, es sei denn, man glaubt es nicht, was aber sehr unwahrscheinlich ist …

Trotz einer allgemeinen Hysterie sollen in Deutschland, falls man dem Sadistischen Bundesamt glauben kann, noch keine Menschen durch diese Krankheit in Schweine verwandelt worden sein. Dies ist jedoch fraglich, und Befürworter der akuten Verwandlungsgefahr verweisen stumm auf die Teilnehmer von DSDS, Big Brother und Mitarbeiter des Sadistischen Bundesamts, die angeblich schon Mutationen im vorletzten Stadium seien. Hinweise seien angeblich im Aussehen zu finden, in schweineartigen Nasen, klauenartigen Füssen mit krausigen, weissen Haaren und rosa Hautverfärbungen. Ausserdem seien quietschender Gesang, der eigentlich Grunzen darstellt, und ein Drang, sich in Fäkalien und offiziellen Statistiken zu wälzen, ein sicheres Anzeichen dafür, dass eine endgültige Verwandlung unmittelbar bevorsteht …”

Zitat aus der weitverbreiteten und vielbeachteten “Stupidedia – Die Enzyklopädie ohne Sinn”

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(Bildnachweis: Knipsermann/Ernst Rose /pixelio.de)

Finanzkrise – war da was?

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Drei Schlagzeilen in dichter Abfolge im Wirtschafts- und Finanzmarktteil der heutigen FAZ-Ausgabe:

“Es geht wieder aufwärts mit Bankern und Boni”

“Mehr als eine Milliarde Menschen auf der Welt hungern”

“Wall Street auf dem Weg zu neuen Rekordboni”

Das Finanzmarkt-Casino ist längst wieder geöffnet, die neuen Zocker darin sind die alten. Und auch die Heuschrecken dieser Welt haben sich bestens erholt.

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(Bildnachweis: Rike/Sternschnuppe1 /pixelio.de)

War da mal was? Vielleicht eine Finanzkrise, von ein paar Hundertschaften gieriger, jeglicher Finanzmarktaufsicht entkleideter Zocker entfacht, die die Weltwirtschaft und Abermillionen Sparer nachhaltig geschädigt oder unmittelbar an den Rand des Abgrunds geführt haben?

Brachten der Londoner Finanzgipfel im April, das G 20-Treffen im September in Pittsburgh irgend etwas wirklich Greifendes gegen dieses Unwesen zustande?

Ach ja, vielleicht haben wir ja nur einen bösen Traum geträumt.

Jedenfalls danken wir Bundespräsident Horst Köhler für seine jüngsten Warnungen: “Ich sehe das Monster noch nicht auf dem Weg der Zähmung.”

Kunst / 43

Mittwoch, 14. Oktober 2009

ICH
STEHE
AM
RANDE
DES
ABGRUNDS,
DOCH
DIE
AUSSICHT
VON
HIER
IST
GRANDIOS.

Tracey Emin (* 1963), Künstlerin der Gruppe Young British Artists

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Corinna Krebber , “kreuzwege oder: jetzt wirds ernst”, 2006, Papier, nylon, klammern (60 Papierbahnen je  320 x 90 cm, Detail; Foto: FeuilletonFrankfurt)