FROHE OSTERN!
Sonntag, 12. April 2009Meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein frohes Osterfest!

Historisches Osterei des Autors, seit etwa 1948 in Familienbesitz
(Foto: FeuilletonFrankfurt)
Meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein frohes Osterfest!

Historisches Osterei des Autors, seit etwa 1948 in Familienbesitz
(Foto: FeuilletonFrankfurt)
Wann sind Sie das letzte Mal durch eine Postkarte gestiegen?
Wissen Sie noch, wie das geht?
Verblüffen Sie Ihre Freunde, Kinder, Enkel…
Bitte erst selbst probieren! Nur für den intellektuellen Krisenfall:
Sie finden hier die Anleitung auf unserer Website.
(Mit freundlicher Genehmigung: © Ilse Dreher certas GmbH)
Einst:
War im März gen Judica
wiederum der Frühling nah,
kam – zu ehren alte Sitten -
der Herr Kurfürst selbst geritten
auf die Neudeck ob der Au
zum Paulaner-Klosterbau.
Dort empfing den Landesvater
Barnabas, der Bräuhausfrater,
ihm beglückt und freudeglänzend
einen Humpen Bier kredenzend
mit dem Gruß, der bis zur Stunde
sich erhielt im Volkesmunde:
“Salve, pater patriae!
Bibas, princeps optime!”
Eduard Ille (1823 bis 1900)

Eduard Ille: Frater Barnabas reicht Kurfürst Karl Theodor den Salvator
Und heuer auf dem Nockherberg?
Bruder Barnabas (Michael Lerchenberg) schenkt beim Derbleck’n in der Fastenpredigt 2009 kräftig ein:
“Aus Klopapier machen bestochene Ranking-Agenturen Wertpapiere,
feige Vorstände verstecken sich hinter dem breiten Rücken ihrer Unternehmensberater,
Banker, Manager und Aufsichtsräte schieben sich gegenseitig Posten, Gehälter und Bonuszahlungen zu
und nennen das dann frech auch noch Marktwirtschaft.”
Manchmal frag ich
was geht hier vor -
bin ich dahinter,
bin ich davor?
- der Zeitung mit
den klugen Köpfen,
aus der wir unsere
Weisheiten schöpfen.
An jedwedem Morgen
ist sie uns eilig,
diese Lektüre,
und fast schon heilig.
Aber zurück
zur Eingangsfrage:
Wie ist’s mit den Köpfen,
und deren Lage?
Dahinter steckt immer
ein kluger Kopf,
sagt die FAZ-PR:
‘S ist ein alter Zopf.
Steckt nun der Leser
hinter dem Blatt,
oder doch vor ihm
beim Frühstück satt?
Der Redakteur,
steckt er nun davor?
Oder lugt er
dahinter hervor?
Und was der schreibt
mit Intelligenz,
‘s ist nicht immer
mit’m Leser Konsens.
Der kluge Kopf:
ist’s der Redakteur
oder der Leser,
dem nichts zu schwör?
Der Leser ist klug,
der Schreiber ist’s auch
selbst wenn ihm’s G’schreib’ kommt
gerad’ aus dem Bauch.
Ob links oder rechts,
ob schwarz oder rot,
wem die FAZ nicht schmeckt -
dem schmeckt’s Frühstücksbrot.
Der Leser ist klug,
davor steckt er drum;
und hinter dem Blatt
schreibt der Schreiber herum.
Ach, all ihr Leut’
von der FAZ-PR,
wen meint ihr denn nun?
Macht’s uns nicht so schwer!
Stellt eure PR um,
ihr Leut’ von der FAZ,
damit wir am Ende
nicht kaufen die taz!
(Der klugen Köpfin H. K. gewidmet – ob sie’s merkt?)
(… und schon wieder ist sie vergriffen; Foto: Stefano Corso)