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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Archive for Dezember, 2008

Wie wär’s mit einem leckeren D*-Schnitzel?

Montag, 8. Dezember 2008

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* = 2,3,7,8-Tetrachlordibenzo-1,4-dioxin – oder einfach gesagt Dioxin – , kommt aus Irland frisch auf den Tisch!

Irland – Sie wissen schon, das sind die mit der wunderschönen Harfe auf dem Euro, die aber den neuen EU-Vertrag ablehnen.

Als leckeres Schweinefleisch kommt also das Dioxin angereist. 9000 Tonnen davon sollen allein nach Deutschland verfrachtet worden sein. Wird jetzt alles verboten und eingesammelt (war aber doch eigentlich immer schon verboten, das mit dem Dioxin, meine ich?). Aber selbstverständlich besteht keinerlei “unmittelbare” Gefahr, wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sofort versicherte (also per argumentum e contrario aber eine mittelbare?). Nein, es bestand noch nie und besteht auch jetzt nirgendwo irgendeine Gefahr durch Umweltgift. Woher die Institute und Ministerien dies immer alles sofort wissen?

Macht also, wenn man Glück hat, nur eine nette Chlorakne, kennen Sie ja von Wiktor Juschtschenko, dem Präsidenten der Ukraine, ich meine, wie der aussah, nach dem Giftanschlag auf ihn.

schnitzelteller

War da was? Vielleicht im Sommer 1976 die Seveso-Katastrophe? Nix raus gelernt? Alles schon verdrängt? Guten Appetit!

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PS: Es war ja wohl nur Polychloriertes Biphenyl (PCB), giftig und krebsauslösend, aber doch kein echtes Dioxin. Wozu also die ganze Aufregung?

Nikolaustag

Samstag, 6. Dezember 2008

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Nikolaus von Myra, russische Ikone, 1294, Aleksa Petrov zugeschrieben

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… und seine Nachfolger und Nachfolgerinnen

Weisheiten / 43

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Man muss sich um das Neue keine Sorgen machen. Das kommt ganz von selbst.

Martin Mosebach (geb. 1951), Schriftsteller

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Galileo Galilei (1564 bis 1642), Titelblatt des “Dialogo” (Darstellung: Aristoteles, Ptolemäus und Kopernikus diskutieren miteinander)

Nachbarschaftlicher Lichterkampf im Advent

Dienstag, 2. Dezember 2008

Konnte man bereits im Frühjahr mit einem akzentuierenden Schnitt von Hecken oder Sträuchern,

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im Sommer mit der Plazierung eines liebenswerten Gartenzwergs an geeigneter Stelle

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(Foto: Joachim Hensel-Losch, wikimedia commons GFDL)

oder im Herbst durch heftigen, über den Zaun hinweg das Grundstück des Anrainers bedeckenden Laubfall

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(Foto: Denis Apel, wikimedia commons, CC)

für ein gutnachbarschaftliches Verhältnis sorgen, so erschliessen sich in der Vorweihnachtszeit neue Möglichkeiten: der Lichterkampf!

800px-1417_-_milano_-_duomo_-_luminarie_naviglio_grande_-_foto_giovanni_dallorto_24-nov-2007(Foto: Giovanni Dall’Orto, “Il Naviglio Grande a Milano, con le luminarie di Natale”)

Der Lichterkampf zeichnet sich durch besondere Unbarmherzigkeit aus: Es gibt Strassen, in denen jeder gegen jeden mit seinen Kilowatt-Bataillonen zu Felde zieht. Wer kann die adventliche Nacht besser zum Tage machen, heisst das kämpferische Motto. Besondere Genugtuung bereitet es, wenn es gelingt, benachbarte Schlafzimmerfenster mit vorweihnachtlicher Beleuchtung zu bestrahlen, am besten mit geschmackvoll neonfarbenen, knallkunterbunten Blinklichtketten!

Da kommt Freude auf und vorweihnachtliche Stimmung (hallo, hallo, diese Farbe ist ein Link)!