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Das Internet-Magazin von Erhard Metz

Archive for Oktober, 2008

Ein Kreuzgang voller Malerei

Freitag, 31. Oktober 2008

Klaus Straßheim im ehemaligen Kloster Ilbenstadt

Gleich zwei Gründe gibt es in diesen Wochen, das ehemalige Prämonstratenser-Kloster – heute Haus St. Georg – in Ilbenstadt am Rande der Wetterau aufzusuchen: zum einen die renovierte Anlage, aber dann die Malerei von Klaus Straßheim.

Gelangen wir durch das barocke Obere Tor in die Klosteranlage zur Basilika und zu den vormaligen Ordensgebäuden,

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treten wir ein durch das barocke Portal und begeben wir uns in den Kreuzgang,

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und lassen wir Hermann Hesses Gedicht, inspiriert von seinem Aufenthalt im Kloster Maulbronn, erklingen:

Im Kreuzgang

Verzaubert in der Jugend grünem Tale
Steh ich am moosigen Säulenschaft gelehnt
Und horche, wie in seiner kühlen Schale
Der Brunnen klingend die Gewölbe dehnt.

Und alles ist so schön und still geblieben,
Nur ich ward älter, und die Leidenschaft,
Der Seele dunkler Quell in Hass und Lieben,
Strömt nicht mehr in der alten wilden Kraft.

Hier ward mein erster Jugendtraum zunichte,
An schlecht verheilter Wunde litt ich lang,
Nun liegt er fern und ward zum Traumgesichte
Und wird in guter Stunde zum Gesang.

Die Seele, die nach Ewigkeit begehrte,
Trägt nun Vergänglichkeit als liebe Last
Und ist auf der erspürten Jugendfährte
Noch einmal still und ohne Groll zu Gast.

Nun singet, Wasser, tief in eurer Schale,
Mir ward das Leben längst ein flüchtig Kleid,
Nun tummle, Jugend, dich in meinem Tale
Und labe dich am Traum der Ewigkeit!

Und während noch die letzten Verse unter den Kreuzrippengewölben verhallen, sehen wir uns inmitten der Malerei von Klaus Straßheim. Ihm wurde das Privileg zuteil, mit seinen Gemälden den renovierten Kreuzgang als künftige Ausstellungsgalerie im Hause St. Gottfried zu eröffnen.

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Gouache, Stifte, 100 x 100 cm

Ein Kreuzgang nimmt, sagt Klaus Straßheim, eine zentrale Lage ein: Durchgang, zum Kloster etwa oder zur Basilika, zugleich aber Verbindung zwischen beidem.

“Für Hermann Hesse wird”, schreibt er, “der Kreuzgang im Kloster Maulbronn ein Erinnerungsort auf seinem Lebensweg. Mit Besinnung, Störung, Verletzung, Fortgang, Verklärung, aber auch als Kraftquell für seine Zukunft”. Verbindungselement zwischen Funktionen – aber auch Ort des Innehaltens.

Wir fragen Klaus Straßheim, wie sich seine Malerei zu Hesses Gedicht verhält, und er antwortet, der innere Zusammenhang zwischen beidem habe ihn schon etwas erschrocken.

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Gouache, Acryl, 100 x 100 cm

Wir sollten zunächst etwas zum malerischen Handwerk von Klaus Straßheim sagen:

Der Künstler wählt wasserfest grundierte MDF-Platten – mitteldichte Faserplatten – als Malgrund. Er bedient sich der alten Gouache-Technik: Seine hauptsächlichen Malmittel sind deckende bis halbdeckende Wasserfarben, die sowohl dünn als auch pastos aufgetragen werden können, mitunter auch Aquarellstifte und Acryl. Einen Pinsel benötigt er selten, eher zum “Ausbalancieren”der Farben, wie er sagt, oft bearbeitet er den Malgrund zunächst mit den blossen Fingern.

Mit seiner spezifischen Technik eines Farbablösens und wieder Übermalens schwemmt er die stets wasserlöslichen Gouache-Farben, oft unter fliessendem Wasser mit Hilfe eines feinen Schlauchs, wieder auf, es bilden sich Verläufe, Wasserlachen, die sich Wege auf dem Malgrund suchen, kleine Pfützen, deren Ränder beim Antrocknen wiederum eigene Verläufe bilden, die er, wie auch die übrigen Farbflächen, mit erneuten Farbaufträgen überarbeitet. Seine Bilder entstehen bei ihm stets als ein Prozess des Auftragens und Ablösens, des Verlaufens und des Neuauftrags, der sich oft über einen längeren Zeitraum hinweg erstrecken kann. Entsprechend bestehen sie aus Schichtungen, einem Übereinander der verschiedenen Mal- und Verlaufsvorgänge, sie gewinnen dadurch eine faszinierende räumliche Tiefe, eine Dreidimensionalität.

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Gouache, 100 x 100 cm

Der pastosere Farbauftrag gewinnt nach dem Trocknen eine spröde, schrundige Struktur, Klaus Straßheim spricht von einem “Eisscholleneffekt”, wir erahnen in ihr kleine Miniaturgebirge und -täler, wir imaginieren landschaftsartige Flächen voller Erosionen, in oft feinen, pastellhaften Farben. In anderen Bildern fügt Straßheim die Farben kraftvoll und energisch zueinander.

Der Maler beginnt, wie er ausführt, eine neue Arbeit durchaus planerisch. Die Auseinandersetzung mit der leeren Fläche sucht er nicht. Eine Grundkomposition entwickelt er oft aus selbst gefertigten fotografischen Vorlagen, etwa dem Abbild eines Stapels von Brennholz. Es folgen im weiteren Malprozess, wie er sagt, “Entwerfen, Entdecken, Verwerfen oder Verstärken, Zulassen oder Zurückweisen … wie im Leben, so beim Malen”.

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Gouache, Acryl, 100 x 50 und 100 x 54 cm

Sprachen wir bei Hesses “Kreuzgang” nicht vom “Erklingen”? Auch Straßheims Arbeiten scheinen zu klingen, wir sehen und “hören” die Schichtungen, die untereinander kommunizieren, wir denken an einen symphonischen Zusammenklang, an konzertante Stimmen, die sich mit dem Orchestralen streiten und wieder versöhnen. “So wie ein Musikinstrument aus Einzelklängen zu einer Melodie finden kann,” schreibt Straßheim, “so vermag es ein geglücktes Gemälde, aus seiner Farb- und Formanlage heraus, die Entwicklung einer inneren Bildwelt im Betrachter anzuregen. Eine Verbindung vom äusserlichen Wahrnehmen zur imaginären Innenschau kann sich einstellen”.

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Gouache, jeweils 75 x 75 cm

Neben ihrer räumlichen Tiefe entfalten die Bilder eine erstaunliche Transparenz und Leuchtkraft, sie erinnern uns an Glasmalereien, an Kirchenfenster, durch die gewaltig das Licht, vielfältig gefiltert, einbricht.

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Gouache, 100 x 100 cm, Leihgabe

Durch ein Portal öffnet sich der – schon vor zwei Jahrhunderten seines Nordflügels beraubte – Kreuzgang zu einem kleinen, bescheiden wirkenden, heute begrünten Innenhof – einem Ort der Stille, der Kontemplation. Es ist ein Ort, an dem man die Gemälde Revue passieren, nachklingen lassen kann.

Die Gündung des Prämonstratenserklosters geht auf eine Schenkung der Grafen Gottfried und Otto von Cappenberg in “Eluistat” – dem heutigen Ilbenstadt – an das Erzbistum Mainz in den Jahren 1122 /1123 zurück. 1159 weihte der Mainzer Erzbischof die im romanischen Stil errichtete Klosterkirche. Der Klosterbruder und Baumeister Abraham Sproher aus dem heutigen Bad Aibling errichtete in den Jahren 1707 bis 1715 die barocke Klosteranlage und stattete auch den Kirchenbau im barocken Stil aus. Das auf das Jahr 1721 datierte Obere Tor wird Bernhard Kirn, dem Baumeister des weitbekannten Klosters Eberbach im Rheingau, zugeschrieben. Nach der Säkularisation erhielten die Grafen von Altleiningen-Westerburg das Kloster, die die Anlagen erheblich veränderten und leider auch den heute vermissten Nordflügel des Kreuzgangs abreissen liessen. 1921 veräusserten sie ihre Ilbenstädter Liegenschaften an den Staat Hessen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg erwarb die Diözese Mainz die Conventgebäude. Wenige Tage vor Weihnachten 1963 fielen erhebliche Teile von ihnen einem Grossbrand zum Opfer. Seit seiner Wiederherrichtung dient der Gebäudekomplex “Haus St. Gottfried” als Jugend- und Bildungshaus der Diözese Mainz. Mit Beginn der Ausstellung von Klaus Straßheim steht der jüngst renovierte Kreuzgang künftig Künstlerinnen und Künstlern als Präsentationsforum zu Verfügung.

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Von weitem grüssen die beiden Türme der Basilika, des “Wetterauer Doms”, und weisen den Weg nach Ilbenstadt, zum Kreuzgang, der noch bis zum 20. November 2008 von Hermann Hesses Gedicht und der Malerei von Klaus Straßheim “erklingt”.

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(Fotos: FeuilletonFrankfurt; Gemälde: © Klaus Straßheim)

Kunst / 32

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Die Kunst ist unnütz, aber der Mensch kann auf das Unnütze eben nicht verzichten

Eugène Ionesco (1912 bis 1994), Schriftsteller, Dramatiker

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(Foto: Hermes /pixelio.de)

Sinn? Unsinn!

Dienstag, 28. Oktober 2008

Dieser Mann, Hans-Werner Sinn, Präsident des ifo-Instituts und des CES, trägt seinen Nachnamen zu Unrecht!

Un-Sinn im bekannten Interview mit dem Tagesspiegel: “In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken. Auch in der Weltwirtschaftskrise von 1929 wollte niemand an einen anonymen Systemfehler glauben. Damals hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager.” Soweit das Un-Sinn-Zitat des Monats.

Nun gut, der Mann wurde postwendend landauf, landab abgewatscht. “Siehe, der hat Böses im Sinn; mit Unglück ist er schwanger und wird Lüge gebären” (Psalm 7, Vers 15).

Übrigens: Man kann sich nicht “entschuldigen”. Man kann umgekehrt nur diejenigen, denen gegenüber man schuldig geworden ist, um Entschuldigung, im Sinne von “Entschuldung” bitten. Soviel Zeit im Umgang mit der Sprache und ihrem “Sinn” muss sein.

60 Jahre Steuben-Schurz-Gesellschaft – 60 Jahre gelebte deutsch-amerikanische Freundschaft

Montag, 27. Oktober 2008

“Providing stability and friendship in a challenging environment”

Wie kaum eine andere Einrichtung verkörpert die Steuben-Schurz-Gesellschaft e.V. in Frankfurt am Main als die älteste deutsch-amerikanische Freundschaftsorganisation die Idee von Austausch, Verständigung und Zusammenhalt zwischen den beiden Völkern über den Atlantik hinweg – trotz mancher Irritationen und Turbulenzen der letzten Jahre zwischen Deutschland und den USA vor allem in der “hohen” Politik. Die Gesellschaft konnte unlängst ihren 60. Geburtstag feiern – und kein anderes Ambiente schien für diesen Festakt angemessener als der berühmte Kaisersaal im altehrwürdigen Frankfurter Römer.

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Präsidentin Ingrid Gräfin zu Solms-Wildenfels dankt Bundesminister a. D. Klaus von Dohnányi für seine Festrede zur transatlantischen Zusammenarbeit

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Festgesellschaft im Kaisersaal des Frankfurter Römer

“Die Gesellschaft dient den Verständigungs- und Friedensbestrebungen unter den Völkern durch die Pflege freundschaftlicher Beziehungen zwischen Deutschland und den USA. Die Verwirklichung dieser Aufgabe erfolgt durch Vorträge, Konzerte und Veranstaltungen mit amerikanischen Einrichtungen sowie die Begegnung mit Amerikanern” lesen wir in § 2 der im etwas spröden Bürokratendeutsch der 50er Jahre formulierten Satzung. Welches reichhaltige Leben hat die Gesellschaft inzwischen diesem Satzungstext eingehaucht, in welch einem weit ausgebreiteten Spektrum hat sie das Satzungspostulat im Alltag des deutsch-amerikanischen freundschaftlichen Zusammenwirkens gerade auch zwischen den jüngeren Generationen realisiert!

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Präsidentin Ingrid Gräfin zu Solms-Wildenfels am Neujahrsempfang 2008

Rund 45o Mitglieder deutscher und US-amerikanischer Nationalität zählt die Steuben-Schurz-Gesellschaft (SSG), in der sich auch eine spezielle Damen- sowie eine Juniorengruppe gebildet haben. Der SSG gehören ein Landesverband Berlin-Brandenburg und eine Landesgruppe Sachsen-Anhalt an. Mit dem Abzug eines grossen Teils der US-amerikanischen Streitkräfte aus Deutschland stellten sich Veränderungen in der Mitgliedschaft und damit zugleich einige Herausforderungen ein, die die SSG erfolgreich gemeistert hat. Insbesondere freut sie sich über die aktuelle Gründung des New York Chapter als Brückenkopf der Gesellschaft in den USA; deren erstes Ehrenmitglied ist der hessische Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten Volker Hoff.

Ein kurzer Blick auf die Geschichte der SSG: Am 1. August 1948 in Wiesbaden mit dem Namen “Steuben-Schurz-Gesellschaft e.V.” vereinsrechtlich begründet, fusst sie auf der 1933 nach der “Machtergreifung” der Nationalsozialisten aufgelösten Berliner “Steuben-Gesellschaft”. Ebenfalls 1948 hatten Frankfurter Persönlichkeiten eine “Deutsche Carl-Schurz-Gesellschaft” gegründet, die 1950 mit der Steuben-Schurz-Gesellschaft verschmolz. Im gleichen Zuge verlegte die fusionierte Steuben-Schurz-Gesellschaft e.V. ihren Sitz nach Frankfurt am Main.

Woher nun der Name Steuben-Schurz-Gesellschaft?

Baron Friedrich Wilhelm von Steuben, 1730 in Magdeburg geboren, nahm auf Preussischer Seite als Infanterie- und Generalstabsoffizier am Siebenjährigen Krieg teil. Nach dem 1763 unterzeichneten Frieden von Hubertusburg, der den Krieg beendete, begab er sich 1777 auf eine Empfehlung von Benjamin Franklin, dem Mitunterzeichner der Unabhängigkeitserklärung der 13 ehemaligen britischen Kolonien vom 4. Juli 1776 und seinerzeit Gesandter dieser 13 vereinigten Staaten in Paris, nach Amerika, wo er in die Kontinentalarmee eintrat. Schon kurze Zeit darauf wurde er deren Generalinspekteur im Rang eines Generalmajors. Als Befehlshaber der Dritten Division hatte er massgeblichen Anteil am Sieg der Truppen über die britische Armee in der Schlacht von Yorktown Mitte Oktober 1781. George Washington, Kommandeur der Kontinentalarmee und erster Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, würdigte Steubens Verdienste mit allen militärischen Ehren.

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George Washingtons Bildnis auf der 1-Dollar-Note

Steuben, anschliessend Inhaber verschiedener öffentlicher Ämter, lebte in New York sowie auf seinen Landsitzen in Oneida County im Bundesstaat New York, bevor er 1794 dort verstarb. Noch heute erinnert neben einem Denkmal vor dem Washingtoner Capitol die jährlich Ende September auf der Fifth Avenue in New York verstaltete Steuben-Parade an den einstigen Feldherren.

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Carl Schurz, 1829 in Liblar geboren, wurde als Teilnehmer der März-Revolution und des Sturmes auf das Siegburger Zeughaus in der Festung Rastatt inhaftiert. 1849 gelang ihm dort die Flucht. Über mehrere Stationen in der Schweiz, in Frankreich und in England reiste er 1853 über New York nach Philadelphia und übersiedelte 1856 nach Watertown, Wisconsin. Er engagierte sich an hervorgehobener Stelle in der Republikanischen Partei. Nach deren Wahlsieg 1860 ernannte ihn Präsident Abraham Lincoln zum Botschafter in Spanien. Im amerikanischen Sezessionskrieg trat er 1862 in die Unionsarmee ein und stieg zum Generalmajor und Divisionskommandeur des Freiwilligenkorps auf. Nach dem Ende des Krieges gründete Schurz zunächst in Detroit und anschliessend in St. Louis diverse Zeitungen, bevor er mit Sitz in St. Louis zum Senator von Missouri gewählt wurde. Als Secretary of the Interior (1877 bis 1881) unter Präsident Rutherford Hayes wirkte er moderierend in der amerikanischen Indianerpolitik.

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Carl Schurz-Park in New York City (Foto: Steffen Wurzel wikimedia commons GFDL)

Die menschliche Freiheit, die Aufhebung der Sklaverei und die Wahrung der Rechte der indianischen Bevölkerung standen im Zentrum seiner politischen Arbeit. Schurz starb 1906 in New York.

Seine Frau Margarethe Meyer, eine Schülerin des Pädagogen Friedrich Wilhelm Fröbel, die er 1852 geheiratet hatte, gründete 1856 in der Freien Gemeinde in Watertown, Wisconsin den ersten Kindergarten in den USA. Heute zählt Wisconsin zu den Partnerstaaten des Landes Hessen.

Nach dieser Exkursion zurück zur Steuben-Schurz-Gesellschaft: Was sie auszeichnet, ist – es klang bereits zu Beginn unserer Betrachtung an -  die “gelebte” deutsch-amerikanische Verständigung und Freundschaft, über die Amtszeiten von US-amerikanischen Administrationen hinaus:

An der Spitze möchten wir die Förderungsprogramme der Gesellschaft nennen, also das USA-interns Program, ein deutsch-amerikanisches Studentenprogramm, das unter anderem Praktika bei Unternehmen in den USA und in Deutschland vermittelt. Es wurde 1999 gegründet und vom US-Konsulat in Frankfurt am Main und vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst unterstützt.

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Luftbrücken-Stipendiatin Courtney O’Brien aus Milwaukee, Wisconsin mit Präsidiumsmitglied und Initiator des Stipendiums Klaus Scheunemann

Weiter gibt es das Berliner-Luftbrücken-Stipendium für Studentinnen und Studenten aus den USA. Es wird in Erinnerung an die Toten der damaligen Luftbrücken-Aktion jährlich an eine amerikanische Studierende oder einen Studenten vergeben. Die Verleihung des Stipendiums erfolgt traditionsgemäss während des jährlichen Thanksgiving-Dinners.

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Thanksgiving-Dinner 2007 und Verleihung des Luftbrücken-Stipendiums im stilvollen Ambiente des Schafhofs in Kronberg/Taunus (Foto: Juliane Adameit)

Das Von Falkenhausen-Stipendium fördert Ingenieur-Studenten der Universität von Minnesota. Und schliesslich ist das Dr. Albrecht Magen-Stipendium für Studenten des naturwissenschaftlichen Bereichs der Johann Wolfgang Goethe-Universität in Frankfurt am Main zu nennen.

Von grossem Renommee ist der deutsch-amerikanische Medienpreis, den die SSG seit 1988 an Personen vergibt, die in Presse, Hörfunk und Fernsehen sowie innerhalb der Musikszene und dem Theater die deutsch-amerikanische Verständigung gefördert haben.

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Klaus Dieter Frankenberger, FAZ, erhält den Medienpreis 2008; links im Bild Werner Holzer, Träger des Medienpreises 2007

Was aber wäre die Steuben-Schurz-Gesellschaft ohne ihre Mitglieder, Förderer und Freunde in Deutschland? Ein vielgestaltiges und hochqualifiziertes Veranstaltungsprogramm steht neben der Mitgliedschaft auch den Gästen offen, und viele Gäste sind unter dem Eindruck der intellektuellen wie auch kulinarischen Verführungen dieses reichhaltigen Angebots zu Mitgliedern geworden.

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Klaus Scharioth, Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in den USA, zu Gast bei der Steuben-Schurz-Gesellschaft; in der Bildmitte US – Konsul James W. Seward, Public Affairs (Foto: Michael F. Jung)

Das Programm umfasst monatliche Vorträge und Diskussionsveranstaltungen mit interessanten und hochkompetenten Referenten zu politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Fragen, immer mit der Absicht, über die Vereinigten Staaten zu informieren und die interkulturellen Beziehungen zu fördern. Werfen wir einen Blick in das jüngste Bulletin der Gesellschaft.

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Sommerfest mit Barbecue im Frankfurter Golf Club im Anschluss an das Orientierungs-Seminar USA-Interns

Ein sommerliches Barbecue mit jungen Amerikanerinnen und Amerikanern kann mehr zum deutsch-amerikanischen Verhältnis beitragen als hundert dicke Bücher oder der Blick in manche Fernsehnachrichten. Die SSG organisiert Besichtigungen und kulturelle Geselligkeiten vielfältiger Art, aber auch gemeinsame Reisen innerhalb Deutschlands und Europas und natürlich in die USA.

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2007: Delegation der Steuben-Schurz-Gesellschaft in New York; Vernissage in der Alp-Galerie mit Maria Anna Alp (Mitte) und Thomas Grosse, American-German Club New York (links)

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2007: Besuch beim Director for Career Services der German-American Chamber of Commerce, Thomas Dzimian

Die Damengruppe organisiert monatliche Veranstaltungen mit eigenen Schwerpunkten, während sich die Juniorengruppe um junge Menschen zwischen 18 und 30 Jahren kümmert. Beide Gruppierungen gestalten ihr eigenes Programm, wobei die gesamte Mitgliedschaft auch bei den Veranstaltungen der Damen und der Junioren herzlich willkommen ist.

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Feierstunde 60 Jahre Berliner Luftbrücke (US-Botschafter in Deutschland William Timken, Verteidigungsminister Franz Josef Jung, Oberbürgermeisterin Petra Roth, “Candy Bomber” Gail Halvorsen, Ministerpräsident Roland Koch, Präsident der amerikanischen Luftbrücken-Veteranen Earl Moore, Fraport-Chef Wilhelm Bender, Air Force Europe-Kommandeur General Roger Brady (Foto: Gunnar Schanno)

Freundschaft und Verständigung mit unseren amerikanischen Verbündeten und die transatlantische Gemeinschaft sind ein bedeutender Faktor der gesamteuropäischen wie der nationalen gesellschaftspolitischen Entwicklung der Staaten Europas. Viele, sehr viele von diesem Grundsatz und von den unveräusserlichen Grundwerten eines gesellschaftlichen Zusammenlebens Überzeugte, wie sie in der Unabhängigkeitserklärung von 1776 festlegt sind, mussten sich durch manche Entscheidungen der derzeitigen Bush-Administration einer harten Belastungsprobe ausgesetzt sehen. Umso dankbarer sind wir den Aktivitäten und Zielen der Steuben-Schurz-Gesellschaft in Frankfurt am Main verbunden: auch und gerade vor dem 4. November 2008, dem Tag der Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten von Amerika.

(Bildnachweis, falls nicht gesondert gekennzeichnet: Steuben-Schurz-Gesellschaft e.V.)

Meine Buchmesse

Freitag, 24. Oktober 2008

Fünf Tage leben auf einem anderen Stern

Text und Fotografien: © Ingrid Malhotra
Buchautorin und Fotografin

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Heute war der erste Tag.

Vorherrschender Eindruck: meine Füsse tun weh!

Nein, daran darf ich nicht denken, wie unwichtig, wie trivial, wie banal!

Aber wenn sie doch so weh tun! Sie drängen sich wirklich sehr in den Vordergrund …

Also, noch einmal von vorn – vorherrschender Eindruck: Es gibt nur Menschen, die sich mit Büchern befassen. Es gibt Autoren, Lektoren, Verleger, Kritiker … Nichts anderes existiert mehr.

Und alle hasten, drängeln, eilen. Bis auf die, welche mit langen Gesichtern an ihren Ständen sitzen, und alles hastet, drängelt, eilt vorbei.

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Es fing ja ganz gemütlich an mit einer Preisverleihung der GAD, der Gastronomischen Akademie Deutschlands für besonders gelungene Kochbücher. Man traf alte Bekannte, knüpfte neue Kontakte, bewunderte das eine Buch und lächelte über ein anderes. Aber dann kam die Hiobsbotschaft! Auf der A3 sind die Wildschweine los, viele werden sich verspäten, alles steht still.

Und dabei hatte ich mir die Zeit voller Vorfreude so gut eingeteilt. Nach der Preisverleihung ein gutes Glas Wein und irgend etwas Wunderbares zum Essen, dann gemütlich über die Buchmesse schlendern. Schon mal schauen, wen man kennt, was es Neues gibt, was die Konkurrenz so treibt. Ob in Halle 8 nicht doch wieder der Verlag zugange ist, der früher so nett Probedrucke zum Mitnehmen ausgelegt hat.

Es tat weh, aber das Essen musste ausfallen!

Buchmesse geht vor – vor allem, wenn zuhause ein Hund sitzt, der möglicherweise platzt, wenn man zu lange weg bleibt.

Also, statt genüsslicher Mahlzeit schnell ins Auto, in die Tiefgarage unter dem Congress Center und hinein ins Gewühl.

Erst mal in Halle 8 – keine Probedrucke! Aber viele interessante Neuerscheinungen. Natürlich habe ich weder Zettel noch Stift dabei, muss also Verlagskataloge schleppen, damit ich nicht vergesse, was ich mir alles kaufen will.

Dann haste, drängle, eile ich in Halle 4 – hier gibt es so viel Interessantes, dass ich mich total verlaufe. Nachdem ich mit der Sichtung der Hörproben fertig bin, finde ich aber immerhin noch die Ecke mit den antiquarischen Büchern. Dort könnte ich eigentlich übernachten. Was sind die schön!

Aber der Hund …

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Inzwischen ist es höchste Zeit. Den Besuch in Halle 3 verschiebe ich auf morgen und haste zum Ausgang ins Congress Center. Aber dort ist die Welt verriegelt und verrammelt. „Hier komme Se heut nemmer dursch!“

Sollte mein erster Eindruck richtig gewesen sein – es gibt nur noch die Welt hier drinnen?

Nein, draussen stehen viele starke Men in Black und bewachen viele Limousinen – irgendwelche VIPs sind gekommen und zwingen mir einen gewaltigen Umweg auf.

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Zweiter Tag:

Heute habe ich in der FAZ gelesen, wer mir und vielen anderen diesen Riesenumweg aufgezwungen hat: Köhler und Gül, na ja.

Ausserdem hat Michael Hierholzer, auch in der FAZ, mich von meinem Irrglauben befreit, dass alle anderen hier wissen, wo sie hin wollen oder müssen. Heute habe ich dann auch erfreut festgestellt, dass viele beim Hasten, Eilen, Drängeln doch recht verwirrt aussehen – so, als wüssten sie nicht wohin, aber dahin dann doch bitte schnell! Genau wie ich.

Heute habe ich gewaltig gesucht – ich dachte ja, dass ich hier eine Gelegenheit finden würde, einmal alle derzeit auf dem Markt befindlichen e-books in die Hand zu nehmen, die Wiedergabequalität zu begutachten, die Grösse und das Gewicht; bin also zielstrebig hinauf in Halle 4.2 zum Forum Innovation – nichts! Weiter zum Digital Market Place – auch nichts. Niemand wusste etwas. Irre ich mich so sehr? Ich hätte doch gedacht, dass die Buchmesse der richtige Ort ist, um solche Innovationen unverbindlich vorzustellen und einem breiten Publikum die Möglichkeit des Vergleichs zu bieten …

Schade eigentlich.

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Und immer wieder tolle Ausblicke durch die Glaswände der Verbindungsgänge, architektonische Messeüberraschungen, Spiegelungen – draussen regnet es. Hier drinnen ist es warm.

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Ich ging dann hinunter in die Kochbuchabteilung und habe nach bestem Wissen und Gewissen Networking betrieben – noch ein paar alte Bekannte getroffen, noch ein paar neue Kontakte geknüpft; vielleicht nützt es ja, und es kommt ein Auftrag dabei heraus? Ich würde doch so gerne mal wieder ein Kochbuch schreiben, das macht einen Riesenspass und gibt mir eine gute Ausrede, mich ab und zu einmal richtig satt zu essen.

Dann ging es weiter zum Forum, wo sich dieses Jahr die Türkei literarisch vorstellt.

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Wunderschöne alte Handschriften, links viele Grossfotos wohl von Altmeistern der türkischen Literatur (die Bildunterschriften zu lesen, war ich leider zu faul!). Viele würdevolle, bedeutungsvolle alte Männer und ein paar wenige Frauen. Dann kam ich auf die andere Seite: auch hier Männer, aber darunter nur wenige, die offensichtlich schwer an ihrer eigenen Bedeutung zu tragen hatten, viele junge, denen ihre Bedeutung unübersehbar egal war, solange sie nur sagen konnten, was sie zu sagen hatten – und ganz, ganz viele Frauen …

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Wie erfrischend! Vielleicht gibt es ja doch Fortschritte.

Und dann fand ich etwas sehr Durchdachtes, was viel Spass machte und mich leider ein kleines Vermögen kosten wird: viele, viele Regale mit Büchern türkischer Autoren in verschiedenen Sprachen. Man konnte sie anschauen, man konnte ein paar Zeilen oder auch Seiten lesen – und jetzt habe ich eine lange Liste von Büchern, die ich unbedingt lesen will!

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Dritter Tag:

Gestern Abend habe ich noch einmal im Internet nachgesehen, denn die Geschichte mit den e-books liess mir keine Ruhe und tatsächlich, es gab etwas – nur nicht da, wo ich es erwartet hätte. Zuerst fand ich den iRex, der schon einen recht guten Eindruck macht, noch ein bisschen schwer, aber Buchformat, und man kann bequem handschriftliche Notizen machen. Den könnte ich mir als Reiselektüre gut vorstellen. Und dann gibt es unten in 4.0 noch einen Stand, an dem verschiedene e-books angeschaut werden können. Er ist heiss umlagert, aber durch Lücken im Gedränge und über die Schultern aller anderen hinweg kann ich doch sehen, dass mir da keines gefällt: vor allem zu klein. Man ist nun mal als Leseratte an bestimmte Buchformate gewöhnt, und einen Roman in Spickzettelgrösse lesen – nein, das würde mir keinen Spass machen. Das ist wohl eine Anschaffung, die noch warten muss, bis die verschiedenen Modelle ausgereift sind – und etwas günstiger im Preis!

Heute habe ich auch endlich Zeit, die Hallen 5 und 6 mit den meisten internationalen Verlagen anzuschauen. Spannend! Am chinesischen Gemeinschaftsstand fallen mir viele Faltblätter zu Tibet auf. Darin rühmen sie, wie viel sie in Tibet für den Naturschutz, die wirtschaftliche Entwicklung, das Schulwesen getan haben und noch immer tun, und wie viel besser es den Tibetern heute geht als vor der „friedlichen Befreiung“.

Auf dem blauen Sofa zwischen den Hallen sitzt jede halbe Stunde ein anderer Autor oder sonstiger Literat und äussert seine Meinung zu irgendeinem Thema. Nahe dabei sitzen die Autoren, die schon durch sind, und warten auf Leser, die von ihnen ein Buch signiert haben wollen. Der Andrang ist nicht so sehr gross, wann immer ich vorbei komme. Und sie sehen auch nicht alle so richtig glücklich aus …

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Aber immerhin, sie sind gedruckt und veröffentlicht, das ist doch auf jeden Fall ein Grund zur Zufriedenheit. Wie viele Autoren, die hier herumlaufen, können davon nur träumen?

Und heute scheint draussen die Sonne – viele schöne Fotogelegenheiten …

Vierter Tag:

Ich denke, den Samstag lasse ich aus. Erstens tun meine Füsse inzwischen richtig sehr weh, und zweitens ist das der erste Publikumstag – keine Gelegenheit mehr für Gespräche, aber dafür um so mehr Betrieb, Gedränge und Geschiebe; wenn schon die Fachbesucher, die jedes Jahr hier herumstolpern, Orientierungsschwierigkeiten haben, wie soll es dann erst den Lesern gehen? Aber sie werden viel Schönes sehen, ganz egal, wo sie dann landen.

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Fünfter Tag:

Heute geht die Buchmesse zu Ende, und heute muss ich noch einmal hin. Denn heute kann man Bücher kaufen! Nicht überall, aber doch an ausreichend vielen Ständen, um die Mitnahme eines Rollköfferchens erforderlich zu machen. Und selbst, wenn diese Buchmesse keinen Auftrag ergibt – alleine für all die schönen, neuen Bücher lohnt es sich so sehr, hier gewesen zu sein!

Allerdings fielen mir doch ein paar Sachen heute sehr unangenehm auf. Zum einen waren heute, am letzten Tag und einem von nur zwei Publikumstagen, viele Stände nicht mehr besetzt oder gar für Besucher gesperrt. Hie und da war man sogar schon voll mit Einräumen beschäftigt – vor allem in Halle 8, wo es besonders schmerzt, nachdem man vorher eine so intensive Taschenkontrolle durchlaufen musste. Das finde ich ausserordentlich unfair, denn wozu brauchten wir Autoren, Verlage oder Buchhändler, wenn es die Leser nicht gäbe. Ich denke, es wäre Aufgabe der Messe, künftig dafür zu sorgen, dass so etwas nicht passiert. Zum anderen fiel auf, dass die Messezeitung der FAZ – eigentlich eine sehr lobenswerte Angelegenheit – von Tag zu Tag seichter wurde. Sicher wird während der Buchmesse auch kräftig gefeiert – aber ist das wirklich (fast) alles, worauf es den FAZ-Autoren und -Fotografen ankommt?

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