Gerechte Milchpreise – ja!
Mittwoch, 4. Juni 2008Möchten Sie etwa gerne umsonst arbeiten? Also, zum Beispiel als Milchbauer die Molkereibetriebe beliefern, ohne einigermassen angemessen davon leben zu können?
Ich jedenfalls nicht. Und ich möchte auch in Zukunft heimatliche Molkereiprodukte geniessen, die Milchkühe auf den Vogelsberger Weiden und den Almen im Allgäu und in Oberbayern grasen sehen und auch ruhig einmal mit dem Auto mitten im Almabtrieb steckenbleiben. Auf Molkereiprodukte von Weiss-der-Teufel-woher verzichte ich gerne. Deshalb sehe ich den Lieferboykott der heimischen Milchbauern mit Sympathie! Kein Bauer vergiesst gerne die Milch auf dem Acker. Es geht nicht um die Vernichtung wertvoller Lebensmittel, sondern um eine Art von Notwehr gegenüber der Molkereiwirtschaft.

Kranzkuh bei der Obermaiselsteiner Viehscheid
(Foto: Rudi Kaserer wikimedia commons GFDL)

