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Das Online-Magazin von Erhard Metz

Zum Tod von Hans Steinbrenner

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(Hans Steinbrenner, Figur, vor dem Kaisersaal im Frankfurter Römer; Bildnachweis: PIA Frankfurt)

Wie das Presse- und Informationsamt der Stadt Frankfurt am Main aktuell mitteilt, verstarb am vergangenen Samstag einer der grössten Künstler dieser Stadt, Hans Steinbrenner, im Alter von 80 Jahren.

Oberbürgermeisterin Petra Roth: “Ich habe einen guten Freund verloren und einen Menschen, der meinen künstlerischen Blick geschärft hat. Sein Tod ist nicht nur ein grosser Verlust für die Stadt Frankfurt, sondern auch ein grosser persönlicher Verlust. Eines meiner Lieblingswerke Steinbrenners steht im Römer zwischen Kaisersaal und meinen Büro und wird mich täglich an sein Schaffen und seine grosse Persönlichkeit erinnern.”

Steinbrenner, 1928 in Frankfurt am Main geboren, studierte an der Staatlichen Hochschule für Bildende Künste – Städelschule – bei deren Direktor und Professor Hans Mettel sowie an der Akademie der Bildenden Künste in München bei deren Vizepräsidenten Toni Stadler. Er steht in der Tradition von Hans von Marées, Wilhelm Lehmbruck und Oskar Schlemmer. Steinbrenner war einer der wenigen deutschen Künstler, die sowohl als Bildhauer, Maler und Grafiker wirkten, wobei im Vordergrund seines Œuvres die Bildhauerei stand. Man bezeichnete ihn vielfach als einen Künstler des “Flächenraumes”, der Räume über Flächen definierte. Sein bildhauerisches wie malerisches Schaffen kennzeichnet eine innere Balance zwischen Statik und Dynamik, konzentrierter Ruhe und innewohnender Kraft. Schon früh wurde Steinbrenner über die Grenzen Frankfurts hinaus im europäischen Ausland bekannt. Seine Arbeiten sind in Frankfurt unter freiem Himmel sowie im Städel Museum, im Museum für Moderne Kunst und im Historischen Museum vertreten, darüber hinaus in den bedeutenden nationalen und internationalen Kunstsammlungen.

Das traditionsreiche Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath , das Hans Steinbrenners Schaffen bereits über fünf Jahrzehnte hinweg begleitete, widmete dem Künstler von März bis Mai dieses Jahres zu dessen 80. Geburtstag eine grosse und vielbeachtete Ausstellung mit Skulpturen und Gemälden. “Die Skulpturen zeichnen sich durch eine strenge, asketische Geometrie aus. Die stelenartige Ausrichtung der Gesamtfigur und die kubische Anordnung der sichtbaren Flächen entziehen sich nicht einer Allansichtigkeit, sondern laden zum Umwandern und zur allseitigen Betrachtung ein…” (Frankfurter Kunstkabinett)

Das Frankfurter Institut für Stadtgeschichte wird den herausragenden Künstler vom 21. Oktober 2008 an im Rahmen einer retrospektiven Jubiläumsausstellung im Karmeliterkloster würdigen.

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(Hans Steinbrenner, Figur; Bildnachweis: Frankfurter Kunstkabinett Hanna Bekker vom Rath über lifePR)

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