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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Das rätselhafte Musikinstrument

Lust auf ein neues Rätsel? Also dann!

Heute geht es in das Reich der Musik: Wie heisst dieses – eben rätselhafte – Instrument, das der Musikmeister gerade fertigstellt oder stimmt, im heutigen aktuellen deutschen Sprachgebrauch?

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Das allein wäre jetzt zu leicht. Deshalb die Fortsetzung der Frage: Wie lauten die drei historischen, seinerzeit gebräuchlichen, sehr unterschiedlichen Namen dieses Musikinstruments (das natürlich früher auch durchaus anders aussah und teilweise um ein Vielfaches grösser war)? Vier Begriffe also sind zu nennen.

Wiederum muss bei mehreren richtigen Lösungen das Los, sprich Fortuna entscheiden – und die ist launisch, wie wir wissen. Die Lösung wird nach Ablauf einer Woche veröffentlicht.

Und nun der Gewinn: Eine CD mit Musik, in der das Instrument eine Rolle spielt (aus der Zeit seiner alten Bezeichnungen).

Viel Spass und viel Glück!

Ein Kommentar zu “Das rätselhafte Musikinstrument”

  1. Michael Köhres
    20. Juni 2008 13:14
    1

    Hallo Herr Metz,
    hier ein paar Antworten. Alle, wie auch ihr Foto, aus Wikipedia

    http://de.wikipedia.org/wiki/Hackbrett

    Vorläufer des Hackbretts, das Psalterium

    Die Version, die sich in Frankreich aus dem Psalterium entwickelte, wurde auf französisch „doulcemér“ genannt

    In England heißt das Hackbrett heute noch „hammered dulcimer

    … mitteleuropäische (deutsche) Hackbrett hat sich aus der „string drum“, dem tambourin a cordes oder Saitentamburin entwickelt, einem mit einem Stock geschlagenen Instrument, oft nur mit einer Saite, das auch heute noch in der Provence von Musikanten gespielt wird, die gleichzeitig dieses Instrument und eine Einhandpfeife spielen. Daraus entstand das heute überwiegend gespielte Hackbrett.

    Um 1450 werden die Bezeichnungen Dulce Melos (lateinische Traktate)), Doucemer und Hackbrett (Zürich) gebraucht

    Dulce Melos ist die Bezeichnung des Hackbretts in der (lateinischen) Gelehrtensprache des 15. Jahrhunderts.

    Unter der Bezeichnung Dulcimer ist das Hackbrett 1470 in England nachweisbar

    … außerhalb Europas erstmals 1480 als Santur im Iran.

    Das osteuropäische Cymbal ist erstmals Mitte des 16. Jahrhunderts in Ungarn belegt

    Im Verlauf des 17. Jahrhunderts bringen Wandermusikanten unterschiedlicher Provenienz das Instrument als Bandura in die Ukraine und nach Weißrussland.

    Die Entwicklung des zu seiner Zeit legendären pantalonischen Cymbals 1697 von Pantaleon Hebenstreit fußt auf böhmischer Tradition. Es war etwa viermal so groß wie das normale Hackbrett, hatte einen doppelten Resonanzboden und verwendete sowohl Metall- als auch Darmsaiten.

    1717 fasst das englische Dulcimer an der Küste Nordamerikas Fuß, gleichzeitig wird es in China als Yangqin (yang ch’in, fremde Zither) adaptiert.

    Währenddessen findet das Hackbrett in der Gestalt des Salterios (salterio tedesco, wörtlich deutsches Psalterium), Eingang in die italienische und spanische Barockmusik.

    1874 erfindet Schunda in Budapest das in kürzester Zeit sehr erfolgreiche Pedalcymbalon, kurz Zymbal genannt…

    Lieber Grüße
    Michael Köhres

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