Goethe und die Weinschorle
Nahe bei Weimar liegt Jena. Hier bestieg Goethe im Schweisse seines Angesichtes den knapp 400 Meter hohen, für seine Weinlage bekannten, bei Schiller “rot schimmernden Berg” Jenzig. Oben angekommen suchte er einen schattigen Platz in der Weinschänke, wo schon einige angetrunkene Studenten zechten. Er bestellte ein Glas Wein und ein Glas Wasser, welches er im Verhältnis eins zu eins mischte und trank. Daraufhin verspotteten ihn die Studenten; der ältere Herr war ihnen offensichtlich nicht bekannt. Goethe reichte den Studenten ein Blatt mit folgenden Versen hinüber:
Wasser allein macht stumm,
man sieht es im Bach beim Fische.
Wein allein macht dumm,
man sieht’s bei den Herren am Tische.
Um nichts von beiden zu sein,
vermische ich Wasser mit Wein.


20. November 2011 18:26
Sehr geehrter Herr Metz,
zufällig auf Ihren Artikel gestoßen, auch wenn er schon über drei Jahre alt ist: Erstens heißt es bei Schiller im Gedicht “Der Spaziergang” – “Sei mir gegrüßt, Du Berg mit dem rötlich strahlenden Gipfel …”
Zweitens ist nicht belegt, ob Goethe jemals den Jenzig, also den bei Schiller genannten Gipfel, erklommen hat. Und wenn ja, dann gab es drittens zu seiner Zeit da oben noch gar keine Kneipe.
Freundliche Grüße
Heinz Voigt