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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Goethes Sehnsucht

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(Nach einem Foto von Steffen Heinz, wikimedia commons GFDL)

Nur wer die Sehnsucht kennt,
Weiss, was ich leide!
Allein und abgetrennt
Von aller Freude,
Seh’ ich ans Firmament
Nach jener Seite.
Ach! Der mich liebt und kennt,
Ist in der Weite.
Es schwindelt mir, es brennt
Mein Eingeweide.
Nur wer die Sehnsucht kennt,
Weiss, was ich leide!

(Ist das nicht schön von JWG, von wem denn sonst? Aber wo steht es? Preisrätsel: Wer als erster die Fundstelle nennt, erhält einen freien Eintritt ins Frankfurter Goethehaus und eine Flasche “Goethe-Wein”!)

Ein Kommentar zu “Goethes Sehnsucht”

  1. Ursula Günther
    19. April 2008 11:10
    1

    Tja, wer suchte nicht nach so einem Stern! Der Orientierung ermöglicht, Aufschau und stilles Entzücken? Der Leiden lustvoll werden läßt? Der Erfüllung verspricht und Loslösung von aller Erdenschwere nebst gemeiner Füllungsforderung der Innereien? Mein Deutschlehrer früher hätte gewiß das Eingeweide rot unterschlängelt und ein großes rotes A an den Rand gesetzt. Deutschlehrer können ja so kleinlich sein! Aber vielleicht hätte er recht gehabt. Berührt es nicht etwas peinlich, dieses Gedicht? Der Dichter muß selbst Zweifel gehabt haben, denn er hat vorgebaut: nur für Eingeweihte!

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