Politiker / 2
Sonntag, 20. Januar 2008Politiker beherrschen die Kunst, so viele Worte zu machen, daß sie hinterher die Wahl haben, zu welchem sie stehen wollen.

(Foto: Elke Wetzig wikimedia commons GFDL)
Dieter Hildebrandt (geb. 1927), Kabarettist
Politiker beherrschen die Kunst, so viele Worte zu machen, daß sie hinterher die Wahl haben, zu welchem sie stehen wollen.

(Foto: Elke Wetzig wikimedia commons GFDL)
Dieter Hildebrandt (geb. 1927), Kabarettist
Bundesfinanzminister Peer Steinbrück zu Nokia im Deutschlandradio : “Karawanen-Kapitalismus”
“Das ist ein Ausdruck eines Karawanen-Kapitalismus, von dem viele wissen müssen, dass er die Zustimmung zu diesem Wirtschafts- und Gesellschaftsmodell systematisch unterminiert. Die Menschen verlieren Vertrauen und das ist eminent gefährlich und von politischer Bedeutung . . . Diese Manager verlieren ihre gesellschaftspolitische Verantwortung, übrigens für die Sicherung der Grundlagen, die ja für sie nach wie vor ein wirtschaftlicher Standortfaktor sind, nämlich gesellschaftliche Stabilität.”
Herr Steinbrück, Ihrer Bewertung ist nichts hinzuzufügen!
Die Debatte um den Mindestlohn – sie geht an einem wesentlichen Aspekt vorbei, auch bei den beiden politischen Parteien, die sonst gerne das “C” in ihrem Namen herausstellen.
Die Bedeutung der menschlichen Arbeit lediglich auf einen der Produktionsfaktoren in der Wirtschaftsordnung zu reduzieren, wäre zweifellos verwerflich. Arbeit ist auch wesentlich mehr als eine Erwerbstätigkeit zur Sicherung des Lebensunterhalts. Nun muss man heute Arbeit nicht unbedingt als eine sittliche Pflicht und Existenzbedingung des Menschen verstehen. Aber in der Arbeit sollte der Mensch einen Teil seiner Möglichkeiten zu einer angemessenen Selbstverwirklichung erfahren. Arbeit ist – auch – ein Begriff der Ethik.
Menschliche Arbeit ist – viele Politiker scheinen dies vergessen zu haben – Gegenstand der Deklaration der Menschenrechte vom Dezember 1948 und damit nach allgemeinem Verständnis zugleich des sogenannten humanitären Völkerrechts:
In der damaligen Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte heisst es dazu unter anderem:
Menschen für einen Lohn arbeiten zu lassen, der diesen Wertevorstellungen widerspricht, verstösst gegen Moral und Ethik. Unternehmen, die mit Entlassungen oder Konkurs drohen, wenn sie wenigstens Mindest- statt ihrer Dumpinglöhne zahlen sollen, haben in einer Marktwirtschaft, die sich “soziale” nennt, nichts zu suchen. Dumpinglöhne politisch gegen alternative potentielle Arbeitslosigkeit auszuspielen, ist in durchschaubarer Weise interessenverflochten und haltlos.
Und dass Hungerlöhne von heute die menschenerniedrigende Renten- und Altersarmut von morgen sind, versteht sich von selbst. Jedenfalls für jemanden, der eins und eins zusammenzählen kann.
“Es ist unsäglich, wie sich die Polit-Matadore von CDU und SPD in aller Öffentlichkeit Beleidigungen an den Kopf werfen . . . Die Politiker sind keine Problemlöser, sondern Teil des Problems. Manchmal sogar das Problem an sich.”
Zitat aus einem Kommentar der “Heilbronner Stimme” vom 14. Januar 2008
(Foto: Gerd Altmann /pixelio.de)
1. Die Frau kauft das Essen.
2. Die Frau macht den Salat, bereitet das Gemüse und den Nachtisch.
3. Die Frau bereitet das Fleisch fürs Grillen vor, legt es auf ein Tablett, zusammen mit allen notwendigen Utensilien, und trägt es nach draussen, wo der Mann schon mit einem Bier in der Hand vor dem Grill sitzt.
4. Der Mann legt das Fleisch auf den Grill.
5. Die Frau bringt die Teller und das Besteck nach draussen.
6. Die Frau informiert den Mann, dass das Fleisch am Anbrennen ist.
7. Der Mann dankt ihr für diese wichtige Information und bestellt gleich noch ein Bier bei ihr, während er sich um die Notlage kümmert.
8. Der Mann nimmt das Fleisch vom Grill und gibt es der Frau.
9. Die Frau arrangiert die Teller, den Salat, das Brot, das Besteck, die Servietten und die Saucen und bringt alles
zum Tisch.
10. Nach dem Essen räumt die Frau den Tisch ab und spült das Geschirr.

(Foto: Jon Sullivan; pdphoto.org)
11. Alle Gäste loben den Mann für seine Kochkünste und danken ihm für das tolle Essen.
12. Der Mann fragt die Frau, wie es ihr gefallen hat, mal nicht kochen zu müssen. Wie er dann sieht, dass sie leicht eingeschnappt ist, kommt er zu dem Schluss, dass man es den Frauen sowieso nie recht machen kann.
(Ein altes Stück, funktioniert übrigens auch im Winter)