home

FeuilletonFrankfurt



Erhard MetzHerzlich willkommen!
Das Internet-Magazin von Erhard Metz

Archive for Dezember, 2007

Neues Jahr

Sonntag, 30. Dezember 2007

Das Fortrücken in der Kalenderjahrzahl macht wohl den Menschen, aber nicht die Menschheit reifer.

Johann Peter Hebel (1760-1826), Schriftsteller

j_p_hebel.jpg
Philipp Jakob Becker (1763 bis 1829): Johann Peter Hebel (Pastell, 1795)

Kommentare

Samstag, 29. Dezember 2007

Ich schreib über manche abstruse Geschichte
und ab und an sogar kurze Gedichte:
Sträubt sich dir deshalb beim Lesen das Haar,
dann schreibe mir doch mal nen Kommentar!

Ich habe oft Freude am Polemisieren.
Geht dir das manches Mal an die Nieren
und hältst du den Inhalt nicht für wahr?
Dann schreibe mir doch mal nen Kommentar!

Wenn ich so gut über dich hab geschrieben,
dass du mit der Hand dir den Bauch hast gerieben,
und fühlst dich geschmeichelt wunderbar:
Dann schreibe mir doch mal nen Kommentar!

Kommt dir mal was nicht geheuerlich vor,
fühlst dich gar gehauen über das Ohr,
findest du manches gar sonderbar,
dann schreibe mir doch mal nen Kommentar!

Schlecht kommen Politiker bei mir weg,
sie kriegen, ob schwarz, rot, grün, gelb, all ihr Fett.
Die meisten verdienens nicht anders, fürwahr.
Solln sie mir doch schreiben nen Kommentar!

Kannst manchmal du meine Sätze nicht fassen,
zählst erst mal im Schrank deine eigenen Tassen,
und ist dir dann immer der Sinn noch nicht klar:
Dann musst mir mal schreiben nen Kommentar!

Meine Seite gefällt dir nicht,
und schwillt dir vor Ärger dein Angesicht?
Ja, wenn du dir wirst deines Zornes gewahr,
dann schreibe mir doch mal nen Kommentar!

Liest meine Seite du mit Genuss,
und ohne jeglichen Kunstverdruss,
dann greife zum Rotwein von der Ahr,
und schreibe mir doch mal nen Kommentar!

Die Claudia Johann ging da voran,
gefolgt von Ursula Günther dann.
Nehmt diese beiden zum Vorbild, na klar,
und schreibt jetzt mal selbst nen Kommentar!

KUNST / 12

Freitag, 28. Dezember 2007

Kunst und Wissenschaft sind Worte, die man so oft braucht und deren genauer Unterschied selten verstanden wird, man gebraucht oft eins für das andere, und schlägt dann gegen andere Definitionen vor: ich denke, Wissenschaft könnte man die Kenntnis des Allgemeinen nennen, das abgezogene Wissen, Kunst dagegen wäre Wissenschaft zur That verwendet. Wissenschaft wäre Vernunft, und Kunst ihr Mechanismus, deshalb man sie auch praktische Wissenschaft nennen könnte. Und so wäre denn endlich Wissenschaft das Theorem, Kunst das Problem.

Johann Wolfgang Goethe (1749 bis 1832)

sebastiano_ricci_002-skal430.jpg
Sebastiano Ricci (1659 bis 1734), Allegorie der Künste

Furchtbarer “Wein”

Mittwoch, 26. Dezember 2007

Man hat mir zwei Flaschen “Wein” geschenkt.

800px-sommelier_knife2-420.jpg

Auf der einen steht: ” … mit einer terroirbetonten Aromenfülle: saftige Aprikose, gepaart mit dem dezenten Duft nach Pfirsich und einem Hauch von Honig …”

Und auf der anderen: “… mit dem Aroma von reifem Apfel, Birne und Melone. Jugendlich frisch und elegant präsentiert sich dieser Wein mit schönem, harmonischem Abgang … ” (pardon, ich zitiere ja nur).

Ja, trinke ich noch oder deliriere ich schon?

Ich wollte ja eigentlich Wein trinken, wirklich nur Wein, aus Weintrauben, verstehen Sie?

Weihnachten 2007

Sonntag, 23. Dezember 2007

Allen meinen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein frohes Weihnachtsfest, schöne, erfüllte Feiertage und wenn möglich auch einen spendablen Weihnachtsmann oder eine ebensolche Weihnachtsfrau!

Was bringt uns das neue Jahr 2008? Richtig, unter anderem ein so früh noch in den Monat März fallendes Osterfest, dass die Weihnachtshasenostermann-Industrie grosse Mühe haben wird, die nicht verkauften Weihnachtsmänner rechtzeitig … , na ja, Sie wissen schon!

Deshalb und um mit dem Zeitgeist Schritt zu halten an dieser Stelle noch einmal die zauberhafte Kreation von Carolin Schmidmeier: den leibhaftigen – abgekürzt – Whom!

kunstwerk.jpg
(Carolin Schmidmeier, “Weihnachtshase”)