Schlüsseltexte – Herbst

Die Blätter fallen, fallen wie von weit,
als welkten in den Himmeln ferne Gärten;
sie fallen mit verneinender Gebärde.
Und in den Nächten fällt die schwere Erde
aus allen Sternen in die Einsamkeit.
Wir alle fallen. Diese Hand da fällt.
Und sieh dir andre an: es ist in allen.
Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen
unendlich sanft in seinen Händen hält.

Rainer Maria Rilke (1875 bis 1926)

Herzlich willkommen!
22. Oktober 2007 22:08
Herbsttag
Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.
R.M.Rilke Herzliche Herbstgrüße
2. November 2007 02:59
Also Rilke halte ich für problematisch. Bei alten Damen auf alten Schlössern rumschnorren und reaktionäre Stimmung (wenn auch mit wortkunsthandwerlichen Tönen) zu verbreiten, nein, einen solchen dann doch nicht fördern. Dann doch lieber den aufrechten und aufrichtigen Tucholsky oder den Heinrich Böll bei jeder möglichen und/oder unmöglichen Gelegenheit herausstellen.
28. Dezember 2007 11:29
Lieber Herr Franz, jetzt i s t die Gelegenheit! Ich höre…..