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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Archive for Mai, 2007

Leiten und Falten oder: Büroalltag

Freitag, 11. Mai 2007

Wer glaubt, dass ein Abteilungsleiter eine Abteilung leitet, der glaubt auch, dass ein Zitronenfalter Zitronen faltet.


(Fotos: Stephanie Hofschlaeger und moorhenne/pixelio.de)

Dietrich Buxtehude – ein Wegbereiter Bachs

Donnerstag, 10. Mai 2007

Zum 300. Todestag des berühmten Lübecker Organisten und Komponisten

Johann Sebastian Bach – im Jahr 1705 lief er, der Legende nach, als Zwanzigjähriger zu Fuss rund 300 Kilometer nach Lübeck, um den berühmten Organisten Buxtehude in der Kirche St. Marien zu hören. Offenkundig verweilte er eine Zeitlang in Lübeck und nahm dort Unterricht bei seinem grossen Vorbild. Zwei Jahre zuvor hatte sich bereits Georg Friedrich Händel auf den Weg nach Lübeck gemacht, um dem verehrten Meister in St. Marien beim Orgelspiel zu lauschen.

Dietrich (Dieterich), eigentlich Diderik Hansen Buxtehude wurde vermutlich im Jahr 1637 in Oldesloe, nach anderen Quellen im dänischen Helsingborg geboren, wo er jedenfalls den überwiegenden Teil seiner Kindheit verbrachte. Nach dem Besuch der Lateinschule und der Unterweisung im Orgelspiel durch seinen Vater Hans Jenssen Buxtehude, der seinerseits ein bekannter Organist war, kam er im Alter von 31 Jahren als “Werckmeister” nach St. Marien, wo er bis zu seinem Tod am 9. März 1707 wirkte. Weit über Lübeck und Norddeutschland hinaus als Virtuose an der Orgel und am Cembalo bekannt, machte er sich zusätzlich als Komponist einen Namen. Er wurde zum markantesten Vertreter der “Norddeutschen Orgelschule”. Neben einem damals wie heute bedeutenden Oeuvre an weltlicher und geistlicher Orgel- und Klaviermusik schuf er ein umfangreiches Vokalwerk, vornehmlich Oratorien und Kantaten. Mit seinen “Abendmusiken” von oratorienartigem Charakter legte er den Grundstein für die geistliche Konzertmusik in Deutschland. Kein Wunder also, dass Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach ihm frühzeitig die Ehre erwiesen.


St. Marienkirche zu Lübeck, Wirkungsstätte von Dietrich Buxtehude

(Foto: Arnold Paul, wikimedia commons GFDL)

Insbesondere Norddeutschland gedenkt in diesem Jahr im Rahmen des Buxtehude-Festjahrs des grossen Musikmeisters. 20 Lübecker Kultureinrichtungen beteiligen sich mit über 200 Veranstaltungen an dem Programm. Der Norddeutsche Rundfunk begleitet das Festjahr als Medienpartner in seinen kulturellen Sendungen. Das Auftaktkonzert Ende Januar dieses Jahres dirigierte kein anderer als Ton Koopman, nicht zuletzt in seiner Eigenschaft als Vorsitzender der Internationalen Dietrich-Buxtehude-Gesellschaft. Im Festjahr werden in den Lübecker Kirchen sämtliche Kantaten Buxtehudes und sein gesamtes Orgelwerk erklingen.

Im ausgehenden 18. Jahrhundert ereilte – wie es so vielen anderen Barockmusiken ähnlich widerfuhr – auch Buxtehudes Werk das Schicksal der Vergessenheit. Erst im Zuge der Bach-Renaissance zu Mitte des 19. Jahrhunderts wurde es 1840 wieder entdeckt. Seit 1926 gehören die “Abendmusiken” zum festen Bestandteil des Lübecker Musiklebens.

Der Person Buxtehudes und des reichen musikalischen Werkes, das auf unsere Tage überkommen ist, können Sie am Ort der Beisetzung, in der Lübecker St. Marienkirche nahe der sogenannten “Totentanzorgel”, gedenken.

Noch mehr Fernsehen

Mittwoch, 9. Mai 2007

Am zuverlässigsten unterscheiden sich die einzelnen Fernsehprogramme noch immer durch den Wetterbericht.

Woody Allen, Regisseur, Schauspieler, Schriftsteller, Musiker

barometer

(Foto: Verena N. pixelio.de)

Goethes Musikerpech

Dienstag, 8. Mai 2007

Johann Wolfgang Goethe
spielt auf einer Flöte.
Da kommt Friedrich Schiller,
sagt: Lass das Getriller.

Verärgert spielt nun Goethe
auf der Basstrompete.
Da kommt Gotthold Lessing,
sagt: Leg weg das Messing.

Goethe mit Geschrei
haut Holz und Blech entzwei.
Aus ist die Musik,
zerbrochen Goethes Glück.

Hessisch für Anfänger (Folge 19)

Sonntag, 6. Mai 2007

Ein Oberhesse mit seiner Frau in einer Gastwirtschaft:

“Herr Ower, eas doas werklich e Salatportion fer zwaa Persone?”

“Aber ja, mein Herr. Weshalb fragen Sie?”

“Ei, weil nur aa Schneck droff eas!”

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(Foto: Xavier wikimedia commons GFDL)