Neues in der Galerie der Heussenstamm-Stiftung Frankfurt am Main
Regina Schnersch und Helmut Göbel präsentieren ausgewählte Werke
Am 22. Mai 2007 eröffnete die Galerie der Heussenstamm-Stiftung ihre neue Ausstellung mit Skulpturen von Regina Schnersch sowie Bildern und Materialarbeiten von Helmut Göbel.
Regina Schnersch, 1966 in Schotten geboren, schloss im Jahre 2000 in der Meisterschule Aschaffenburg ihre Ausbildung zur Steinbildhauermeisterin ab. Seitdem setzt sie sich intensiv mit der Bildhauerei und dabei mit der Umsetzung eigener Ideen und Ausdrucksformen auseinander. Sie arbeitet mit den verschiedensten Materialien wie Alabaster, Basalt, Dolomit, Granit und Marmor sowie mit Kalk- und Sandstein. Bemerkenswert ist die überaus feine, sinnlich anmutende Bearbeitung der Oberflächen ihrer Materialien und die fesselnde Ästhetik ihrer Formensprache. Nach Ausstellungen in Bad Homburg, Frankfurt am Main, Offenbach und Wiesbaden präsentiert sie heuer im Rahmen einer Gemeinschaftsausstellung eine Auswahl ihrer Werke in der Galerie der Heussenstamm-Stiftung.
Regina Schnersch: “Meine Arbeiten sind der Versuch, Gedanken und Gefühle in Form zu übersetzen. Ich begebe mich hierfür auf eine innere Suche und halte auftauchende Impulse in einfachen Skizzen fest. Hierauf folgt die Umsetzung in Stein … allem zugrunde liegt die Suche nach Klarheit und Essenz”.

Regina Schnersch, Öffnung
Der 1941 in Königstein / Taunus geborene Helmut Göbel ist Architekt und seit 1968 künstlerisch tätig. Auch er verwendet unterschiedliche Materialien, beispielsweise Hölzer, Pappen, Erden, Öl- und Acrylfarben. Seit 1976 stellt er im In- und Ausland aus. Viele seiner Arbeiten befinden sich in privaten und öffentlichen Sammlungen.
Helmut Göbel beschäftigt sich seit längerem eingehend mit Arbeiten, die mit Geländeinformationen, Bodenstrukturen und Vermessungen zu tun haben. Erste entsprechende Werke kreisten um Freilegungen und Rekonstruktionen von gleichsam imaginären archäologischen Grabungen. Seine Kompositionen setzen sich in akribischer Feinstarbeit mit den Formen und Spuren vergangener, realer oder imaginierter Kulturen und Gesellschaften auseinander. Seit Anfang der achtziger Jahre befasst er sich vor allem mit Funden und Freilegungen im Moor, prähistorischen Anlagen und Kultstätten. In jüngerer Zeit entstanden Arbeiten über historische Kirchen und Klöster.

Helmut Göbel, UNBEKANNT
Die Arbeiten von Regina Schnersch und Helmut Göbel stehen in einem zunächst sperrig erscheinenden, bei näherem Hinsehen aber fruchtbaren Spannungsverhältnis: Beide, die junge, handwerklich souveräne, um Form und Ausdruck ringende Künstlerin, und der bereits auf ein langes künstlerisches Schaffen zurückblickende Analytiker, suchen dem Grundsätzlichen, dem hinter den äusseren Erscheinungsformen Liegenden Gestalt zu verleihen. Bei allem geht es um Fragen des Lebens, des Liebens, des Leidens, des Vergehens, der Existenz.
Die Ausstellung in der Galerie der Heussenstamm-Stiftung dauerte bis zum 22. Juni 2007.
(Bildnachweis: Regina Schnersch / Helmut Göbel)
