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FeuilletonFrankfurt

Das Online-Magazin von Erhard Metz

Archive for März, 2007

Hessisch für Anfänger (Folge 9)

Samstag, 31. März 2007

Saacht de Bernemer* Glasermeister zum Kunden:

Nemme Se de Glasscheib so oder soll ich se Ihne erst noch eischlaache?

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(Foto: Rolf van Melis /pixelio.de)

* Bernem = Bornheim, Stadtteil von Frankfurt

Weisheiten / 2

Samstag, 31. März 2007

Im Ruhestand

Ich habe mich zur Ruh´gesetzt
und frage mich: Was tu´ich jetzt?

Soll ich nunmehr ständig ruh´n
oder aber noch was tun?
Wenn ich aber noch was tue,
bringt mich das nicht aus der Ruhe?
Muss ich wirklich, statt zu ruh´n,
nunmehr wieder etwas tun?
Dann hab´ich zu guter Letzt
doch nicht mich zur Ruh´gesetzt
und verharre ohne Ruhe
weiterhin noch im Getue.

Das entspräche wohl nicht ganz
Sinn und Zweck des Ruhestands.

Die Moral von der Geschicht’:
Stört mir meine Ruhe nicht!

(Bildnachweis: Bertil Videt wikimedia commons GFDL)

Weisheiten / 1

Dienstag, 27. März 2007

Sagt an einem stillen Frühlingsmorgen ein Spaziergänger zu einem Angler am Frankfurter Niddaufer:

Ich beobachte Sie schon länger beim Angeln. Warum legen Sie eigentlich nicht drei Angelruten gleichzeitig aus?

Ja, und warum?

Na ja, dann könnten Sie doch dreimal so viele Fische gleichzeitig fangen.

Ja, und dann?

Dann könnten Sie doch dreimal so viele Fische verkaufen und dreimal soviel Geld verdienen.

Ja, und dann?

Dann könnten Sie sich bald ein eigenes Boot kaufen und zum Fischfang ausfahren.

Ja, und dann?

Dann könnten Sie von dem Boot aus mit Netzen fischen und fünfzig Mal so viele Fische fangen und verkaufen.

Ja, und dann?

Dann könnten Sie sich mit dem Geld ein noch viel grösseres Boot kaufen mit einem Motor und sie könnten Fischer anstellen und fünfhundert Mal so viele Fische fangen und verkaufen.

Ja, und dann?

Ja, Himmel noch einmal, dann könnten Sie bald ein reicher Mann sein und könnten Ihre Angestellten für sich arbeiten lassen!

Ja, und dann?

Dann wären Sie doch frei und könnten sich jederzeit an einem stillen Plätzchen niedersetzen und einen schönen Frühlingsmorgen geniessen!

Ja aber, das tue ich doch schon die ganze Zeit, ausser dass Sie mich dauernd mit Ihrem Geschwätz stören!

glofish

Hessisch für Anfänger (Folge 8) – Kassel !

Montag, 26. März 2007

Fullewasser, Fullewasser, hoi, hoi, hoi!

So klingt der vormals besonders vom Feind gefürchtete Kasseläner Schlachtruf. Wobei mit Fullewasser der Fluss Fulda gemeint ist. Der Ruf wird in unseren binnenfriedlichen Zeiten auch als Motto für Lustbarkeiten wie etwa den Kasseläner/Kasselaner Zissel eingesetzt, dem grössten Volksfest in Hessisch Sibirien.

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(Zissel-Umzüge auf der Fulda (Foto: Frank Schulenburg wikimedia commons CC)

Liebe Südhessen, jetzt seid ihr einmal gesamthessisch-patriotisch und schaut nach Nordhessen, also eben nach Hessisch Sibirien: Nicht nur meiner, sondern auch der Heimat beispielsweise des Intendanten des Hessischen Rundfunks. In Kassel und näherer Umgebung spricht man den wundervollen Kasseläner Dialekt, den manche allerdings nicht so gern mögen. Aber das ist deren Problem. Stimmts? Kasseläner, Kasselaner, was sagt Ihr dazu?

Und was wäre Hessen ohne den Kasseler Zissel? Gar nicht auszudenken!

Sommerzeit

Samstag, 24. März 2007

Heute sagte jemand: Morgen bleibt es eine Stunde früher dunkel. Und das auch noch im Radio. Wiebitte?

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Aber ist es nicht herrlich, eine Stunde früher aufzustehen? Ach nein?